60 Jahre Leipziger Gesellschaftsgeschichte aus 13 glücklich geretteten Bänden

Es sind nicht die Gästebücher von Auerbachs Keller, die all das verraten, was nun in diesem in vier Jahren Fleißarbeit enstandenen Wälzer von Bernd Weinkauf steht. Es sind auch nicht die königlichen Hoheiten oder Theaterstars, die diese Gästebücher interessant machen, auch nicht die Weinflecken und närrischen Verse, die einige Leute hineingekleckert haben.

Es gab ja mal einen bekannten Immobilienlöwen, der mit den Gästebüchern von Auerbachs Keller gar nichts anfangen konnte und sie gleich mit dem ganzen Archiv der Mädlerpassage in Containern entsorgen ließ. „Vergessen sei sein Name“, flucht Weinkauf. Zu Recht. Die Bau- und Wettbewerbsunterlagen zu Leipzigs berühmtester Passage sind auf Nimmerwiedersehen verloren. Die Gästebücher wurden durch eine tapfere Angestellte gerettet, die sie aus den Containern fischte – 37 Stück an der Zahl, 140 Jahre Leipziger Kulturgeschichte, genau das Futter, aus dem die wirklich spannenden Bücher zur Stadtgeschichte entstehen, wenn einer es zu nutzen weiß.

Insofern ist auch der Dank verständlich, den Weinkauf, der Leipzigs berühmtesten Keller seit 1996 quasi als Haus-Historiker betreut, an den aktuellen Wirt des Kellers, Bernhard Rothenberger, richtet, der ihm die vierjährige Forschungsarbeit ermöglichte. Und die war mit dem Durchlesen und Entziffern der 13 ältesten erhaltenen Gästebücher von 1851 bis 1911 nicht getan. 1911/1912 ist die Zäsur – da wurde Auerbachs Hof abgerissen und an seiner Stelle die Mädler-Passage erbaut. Auerbachs Keller blieb erhalten und wurde auch noch um den großen Saal erweitert.

Rund 180.000 Gäste hatten sich in diesen 60 Jahren in die Gästebücher eingetragen, rund 3.000 fand Weinkauf so auffallend, dass er sie der Erforschung wert befand, 800 haben am Ende Eingang in dieses Buch gefunden. Aber eben nicht nur mit ihren Namen und Sprüchen. Weinkauf hat sich in die Archive gekniet und versucht, die Lebensgeschichten all dieser Leute zu erforschen. Denn das schreibt man ja für gewöhnlich nicht in ein Gästebuch. Da sind dutzende von Naturwissenschaftlern, die zum Teil erst weit nach ihrem Leipzig-Besuch ihre wichtigsten Forschungsergebnisse veröffentlichten. Und zwar nicht nur deutsche Forscher, sondern reihenweise namhafte Wissenschaftler aus Skandinavien, Russland, Südosteuropa, den USA.

Weinkauf betont zwar, dass diese hohe Präsenz ausländischer Gäste im Buch natürlich mit der seit 1808 (dem Jahr der Veröffentlichung von „Faust I“) weltweit ausstrahlenden Bekanntheit des Etablissements zu tun hat und mit der Rolle von Auerbachs Keller als ein Muss für Leipzig-Besucher. Aber die Professionen verraten auch, warum all diese Leute nach Leipzig kamen. Reihenweise sind Kaufleute aus aller Welt verzeichnet, die natürlich zu den Messen kamen. Aber die Wissenschaftler kamen nicht des Handels wegen, sondern weil sie entweder Forschungskollegen an der Uni Leipzig besuchten (die damals eine der berühmtesten Universitäten auf dem Feld der Naturwissenschaften war) oder weil sie selbst hier bei den Größen ihres Fachs studierten. Dasselbe gilt für Medizin und Psychologie. Reihenweise sind junge übermütige Studenten in den Gästebüchern zu finden, die erst Jahre später zu eigenem wissenschaftlichen Ruhm kamen (wobei erstaunlicherweise Juristen und Theologen die großmäuligsten Sprüche in den Büchern hinterlassen haben).

Aber noch ein dritter Grund wird sichtbar, der berühmte Naturwissenschaftler und Philologen damals in Auerbachs Keller brachte: Sie waren hier, weil sie den berühmtesten Wissenschaftsverlag der Zeit aufsuchten, für den sie als Autor tätig waren: den Teubner Verlag. Ähnliches trifft auch auf die vielen, vielen Komponisten zu, die damals Leipzig besuchten – von Tschaikowski bis Grieg, die nicht nur die wichtigen Musikinstitutionen der Stadt besuchten, sondern in der Regel auch mit den renommierten Musikverlagen der Stadt zu tun hatten – allen voran der Edition Peters.

Das alles aber wird erst sichtbar in den mal kürzeren, mal längeren Biografien, die Bernd Weinkauf aus Internet-Quellen und biografischen Standardwerken zusammen getragen hat. Nicht einmal die vielen eingestreuten Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien aus der Zeit, mit denen der Band gespickt ist, verraten, wie vielfältig die Schicksale der Keller-Besucher tatsächlich waren. Da sieht man nur die üblichen gut frisierten Herren und Damen in bürgerlicher Kleidung, manche weinselig, andere ins Gespräch vertieft.

Reihenweise tauchen Architekten auf in diesem Band, die natürlich nicht wegen Auerbachs Keller nach Leipzig kamen, sondern weil sie hier allesamt an den Großprojekten der Gründerzeitstadt beschäftigt waren, am Bau von Kirchen, Bankhäusern, Hochhäusern. Aber auch Fachleute für moderne Infrastrukturen verschlug es nach Leipzig – einen berühmten Gasometer-Bauer aus Wien, Architekten, Brücken- und Staudammbauer aus den USA. Es steht natürlich zu vermuten, dass auch sie nicht als Touristen nach Leipzig kamen, sondern zum Fachbesuch. Reihenweise verschlug es Historien- und Panoramamaler hierher. Leipzig war eine der Städte, die ein fest installiertes Panorama besaßen. Eine Tradition, an die ja Yadegar Asisi in der Gegenwart wieder anknüpfte.

Aber auch bekannte Politiker tauchen in den Gästebüchern auf – manche als junge Studenten, die erst später Karriere machten, andere – wie der Reichskanzler von Bethmann Hollweg, tatsächlich während ihrer Amtszeit. Wieder andere sind quasi „außer Dienst“, weil sie sich in der Revolutionszeit von 1848/1849 einen Namen gemacht hatten und danach mit Karriereknick, Zensur und Berufsverbot zu tun bekamen. Diese 48-er tauchen aber auch teilweise wieder als Besucher aus den USA auf, denn viele von ihnen hatten nach der gescheiterten Revolution von 1848 ihre Koffer gepackt und haben in den USA gezeigt, welche Talente in ihnen schlummerten: Sie bauten Fabriken (von denen etliche zu Weltruhm kamen), gründeten Schulen, Kirchen, Zeitungen und Verlage. Und dann kamen sie zumindest auf Besuch wieder nach Leipzig. Es wird aus den Gästebucheintragungen nicht ganz klar, ob das nur zu Messebesuchen so war oder ob sie wieder ganz andere Kontakte pflegten oder knüpften.

Schriftstellerinnen und Schriftsteller tauchen natürlich sehr reichlich auf in diesem Band. Wenn einer wie Bernd Weinkauf selbst Schriftsteller ist, dann stolpert er ja geradezu über diese Namen, auch wenn sie heute nicht mehr in aller Munde sind – wie dem von Waldemar Bonsels („Biene Maja“), Georg Bötticher (der Vater vom Ringelnatz) oder Peter Rosegger. Lou Andreas-Salomé kann ein Leipziger Autor natürlich nicht übersehen, genauso wie den Namen von Else Wildhagen, Tochter von Emilie Friedrich alias Emmy von Rhoden, die beide an der damals erfolgreichen Mädchenbuch-Serie „Der Trotzkopf“ schrieben (Elses 150. Geburtstag 2011 hat Leipzig nicht gefeiert). Und auch die Schauspielerin Harriet Bosse, die 1905 in Auerbachs Keller war und sich ein Jahr zuvor von August Strindberg hatte scheiden lassen, entgeht Weinkauf nicht.

Aber er bemerkt auch die Finsterlinge unter den damaligen Autoren, denn Leipzig war auch ein Treffpunkt der deutschen Antisemiten, weil hier ein ausgesprochen antisemitischer Verlag ansässig war. So überrascht es nicht, dass einige der hier noch bürgerlich anmutenden Lebensläufe später in Nazi-Karrieren mündeten – oder auch in Karrieren im Nazi-Reich. Nicht jeder Berühmte in der NS-Zeit war ein echter Nazi, viele waren tatsächlich „nur“ sehr biegsame und schmiegsame Mitmacher und Mitläufer.

Was den Blick auf die andere Seite eröffnet – auf dutzende erfolgreiche  Wissenschaftler, Juristen und Unternehmer aus Deutschland, Polen, Österreich, die mit Stolz ihren Namen im Gästebuch hinterließen, stolz darauf, in einem Kleinod der deutschen Erinnerungskultur zu Gast gewesen zu sein, quasi mittendrin im Goetheschen „Faust“ – und die dann später im Nazireich aller Ämter und Einkommen verlustig gingen und in den KZs ermordet wurden.

Darauf muss Weinkauf gar nicht extra hinweisen. Das erschließt sich beim Lesen der Lebensläufe. Und da saß und trank und feierte man bis 2011 nebeneinander in den damals noch wesentlich kleineren Kellern, lobte Goethe und den Wein, die einen schon völkisch besoffen machten wie damals Diederich Heßling, die anderen wohl nicht mal ahnend, was da kommen würde. Nicht mal den nahenden Weltkrieg, den man später den ersten nennen würde. Es tauchen zwar auch ein paar Offiziere auf in den Büchern, aber das Militär ist deutlich in der Minderheit. Die Kriegsgewitter sind auch nur aus den von Weinkauf zusammengestellten Biografien einiger der Gäste zu ahnen, die entweder als Kaufleute oder Beamte in den damaligen deutschen Kolonien in Afrika oder dem neuen Kampfplatz China unterwegs waren. Wie Wilhelm Methner, der ab 1906 als Bezirksamtmann in Deutsch-Ostafrika tätig war.

In Leipzig hat der Mann Jura studiert. 1899 schrieb er sich noch einmal als Referendar ins Gästebuch ein, 1904 als Assessor. Da war er dann schon Gouvernementsbeamter in Ostafrika. 1893 hatte er sich als Student mit „Heil Bismarck!“ ins Gästebuch eingetragen. Aber er machte sich auch einen Namen als Käfersammler.

Was Weinkauf hier geleistet hat, ist einfach eine echte Fleißarbeit, die erst einmal sichtbar macht, wie bunt gemischt das Publikum in Auerbachs Keller damals war. Und das betraf nicht nur konservative Besucher. Auch namhafte liberale und sozialdemokratische Juristen, Verleger und Journalisten tauchen in den Gästebüchern auf, genauso wie Frauenrechtlerinnen aus Leipzig, England, den USA. So wird dieser so gern romantisierte Keller (dessen Umbau- und Ausmalungsarbeiten Weinkauf beiläufig miterzählt) auch zu einem Spiegelbild des damals brodelnden Leipziger Gesellschaftslebens, das die Gäste aus aller Welt eben nicht nur zu Messen anlockte, sondern auch zu vielen Anlässen zwischendurch. Zu denen auch durchaus kulturelle Höhepunkte gehörten – wie die Aufführung von Wagners „Ring“ in Leipzig, Gastspiele internationaler Musikensembles (besonders aus den USA) und Sportwettkämpfe, die heute zur Legende der Sportstadt gehören – insbesondere seinerzeit hochkarätig besetzte Radrennen, aber auch Fußballbegegnungen und ein großes Autorennen, bei dem die junge Technik vor allem auf ihr Durchhaltevermögen getestet wurde.

Und die Leute kamen dann alle zum Absacker in Auerbachs Keller, schrieben sich (manche wohl schon recht angeheitert) in die Gästebücher ein und schufen damit ein Dokument der Leipziger Kulturgeschichte, das es in dieser Form kein zweites Mal gibt.

Bernd Weinkauf „Gäste in Auerbachs Keller“, Sax Verlag, Markkleeberg und Beucha 2015, 19,90 Euro

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