Das aberwitzige und kantige Leben des Überlebenden und Schriftstellers Hasso Grabner

Für alle LeserFrancis Nenik wird wohl noch eine Weile der große geheimnisvolle Schriftsteller aus Leipzig bleiben, der unter Pseudonym sehr eigenwillige Bücher veröffentlicht. Und eigentlich sollte sein 2016 bei Spector Books erschienenes „Doppelte Biografieführung“ noch viel eigenwilliger sein: Es sollte ein Buch über vergessene Schriftsteller werden. Aber wie findet man vergessene Schriftsteller? Und wie kommt man dann auf Hasso Grabner?

Denn schon in diesem Band fiel Grabner aus der Reihe. Nicht weil er nicht vergessen gewesen wäre. Da ging es ihm ja genauso wie hunderten anderer Schriftsteller, die in der DDR Bestseller in riesigen Auflagen schrieben, deren Bücher aber gleich 1990 aussortiert und entsorgt wurden, weil sie nicht in die Vermarktungsstrategien des westlichen Unterhaltungsgenres passten.

Die Grabner-Geschichte hat Spector Books jetzt dem Verlag Voland & Quist freundlich zur Verfügung gestellt. Denn sie füllt tatsächlich ein Buch. Womit Grabner eine späte und verdiente Würdigung findet und nicht nur ein „tragikomisches Jahrhundert“ sichtbar wird, sondern die Tragik eines selbstbewussten Kommunisten. Dem werden die Wikipedia-Zuschreibungen „antifaschistischer Widerstandskämpfer, Wirtschaftsfunktionär der DDR und Schriftsteller“ einfach nicht gerecht. Man kann ein Menschenschicksal auch mit Vokabeln erschlagen.

Was seit 1990 eifrig getan wird, weil man so gern verdammt und auf Müllhaufen schmeißt. Was man entsorgt (wir leben ja in einer Wegwerf-Gesellschaft), darum muss man sich nicht mehr kümmern … So macht man Geschichte klinisch rein und schafft ein Gespenst aus dem Raum – das Gespenst einer Gesellschaft, für die Menschen wie der 1911 in Leipzig geborene Hasso Grabner stritten. Und Abenteuer begingen, den Hals riskierten und Mumm zeigten. Typen, wie sie im Osten auch 1945 selten waren, weil sie im KZ umgebracht wurden, in Spanien getötet worden waren, in Moskau erschossen oder im NS-Strafbataillon 999 verheizt.

Das jetzt vorgelegte Buch vereint nicht nur die überarbeitete Geschichte Hasso Grabners, sondern enthält auch eine CD, auf der Marcel Beyer Auszüge aus Neniks Buch liest. Und es enthält ein Nachwort, in dem Nenik erzählt, wie er zu Grabner kam. Denn das Finden eines Vergessenen ist das eine – wie aber findet man die Geschichte zu diesem Vergessenen? Wobei Nenik durchaus Verblüffendes feststellen konnte: Es gibt zwar hunderte vergessener Autoren aus dem Osten – aber zu jedem hat sich mindestens ein Biograf gefunden, der den Vergessenen irgendwie gewürdigt hat. Nur zu Grabner nicht. Lediglich ein Zeitungsartikel zu Grabners 100. Geburtstag war für Nenik ein Fingerzeig. Aber letztlich ein fruchtbarer, denn so kam er mit der Schriftstellerin Sigrid Grabner in Kontakt, die ihm die ganze abenteuerliche Lebensgeschichte ihres Mannes erzählen konnte. Und letztlich bekam er auch noch Hilfe beim Auffinden von Grabners Akten im Sächsischen Staatsarchiv.

Erst mit dieser Stofffülle war es ihm möglich, dieses abenteuerliche Leben zu erzählen, das von einem Mann erzählt, der das Kommunist-Sein wirklich ernst nahm: Als menschliche Haltung und als Verantwortung. Tatsächlich begegnet man dem großen Schisma der Kommunisten im 20. Jahrhundert, ihrem ursprünglichen Anspruch, eine Welt freier und gleicher Menschen zu schaffen, und dem, was die Moskauer Funktionäre draus gemacht hatten. Grabner überstand das Zuchthaus Waldheim, er überstand das KZ Buchenwald und er überlebte auch die Zeit im Strafbataillon 999. Schon das eigentlich Stoff für eine brennende Lebensgeschichte.

Aber gleich nach 1945 warf er sich in den Aufbau dessen, was damals durchaus noch als neue Gesellschaft begriffen wurde, baute die FDJ mit auf, wurde Intendant des MDR, Leiter der vereinigten Stahlwerke. Und immer wieder eckte er an, weil er sich von den Bürokraten nichts sagen lassen wollte, sondern die Dinge anpackte, wie er es für richtig hielt. Ein Macher. Einer, der fest an das glaubte, was da entstand – worüber ja Arnolt Bronnen dann schrieb in seinem Buch „Deutschland. Kein Wintermärchen“. Da war Grabner – nachdem er schon die ersten Parteistrafen und Degradierungen hinter sich hatte – zum Leiter des Aufbaustabes des Kombinats Schwarze Pumpe ernannt worden. Nenik erzählt das alles in einem dokumentarischen, aber auch anerkennenden Stil. Die Bewunderung für die Starrköpfigkeit dieses Mannes, der sich auch von den Tribunalen seiner Parteigenossen nicht einschüchtern ließ, ist allgegenwärtig.

Und nicht einmal, als er ab 1958 den Weg als freier Schriftsteller wählte, hörte er auf, seinen eigenen Dickkopf zu benutzen. 1965 wurde auch ihm – wie mehreren kritischen Schriftstellern im Osten – ein zeitweiliges Berufsverbot verpasst.

Dass Nenik Grabner nun dieses Buch widmen konnte, hat auch mit der Radier- und Auslesewut deutscher Geschichtsschreiber zu tun, egal, welcher Partei sie angehören. Was ihnen nicht passend erscheint, das ignorieren sie einfach. Übrig bleiben immer nur die „Sieger“ und die „Bösewichte“. Menschen wie Hasso Grabner passen nicht. „Er war ‚ein Held zweiter Klasse‘, einer, der nicht in der vordersten Reihe stand“, schreibt Nenik und versucht damit zu erklären, warum Grabner so vergessen wurde.

Vielleicht ist es aber doch ganz anders. Denn Grabner passt nicht in die offiziellen Klipp-Klapp-Geschichten. Und was nicht passt, wird nicht erzählt. Er eignet sich nicht zum Bösewicht (eine Rolle, die sein Widersacher Paul Fröhlich, der allmächtige Parteichef von Leipzig, viel besser ausfüllte) und auch nicht zum Dissidenten (eine Rolle, die nun sein Schriftstellerkollege Erich Loest viel besser ausfüllt). Er gehört zu den überzeugten Kommunisten, mit denen die Moskauer Funktionärspartei SED genauso wenig anfangen konnte wie der nach Helden begierige Westen. Damit fällt er durch alle Raster, wirkt fast wie ein Eulenspiegel oder – was einem erst beim vergleichenden Lesen auffällt – wie eine Figur aus der „Wundertäter“-Welt des Erwin Strittmatter.

Nenik jedenfalls ist fasziniert von dem, was er über Grabner dann doch erfahren konnte. Die Geschichte passte irgendwie in seine Reihe der „vergessenen Schriftsteller“. Und sie erzählt davon, dass der ganze Nachruhm eigentlich nicht so wichtig ist, dass ein Mensch seine Umgebung auch einfach dadurch begeistern kann, dass er seine Ideale ernst nimmt und nicht nur als Goldorden vor sich her trägt. So eine Geschichte fällt aus dem Rahmen, wenn man immer wieder in Gesellschaften landet, in denen Leute die Lorbeeren ernten, bei denen Worte und Taten hinten und vorne nicht zusammenpassen und die sich niemals mit Mächtigeren anlegen würden, weil sie von einer Sache überzeugt sind. Man hat ja keine Überzeugungen mehr, nur noch Meinungen.

Für Nenik natürlich ein Glücksfall, denn Grabners Leben ist nun einmal richtig starker Stoff für einen aufregenden Roman. Sein ganzes Leben war ein Roman. Und Nenik schafft dem Beinah-Vergessenen eine Wiederentdeckung, die er unbedingt verdient hat. Gerade weil er nicht passt. Gerade das Unpassende ist am Ende das Erzählenswerte. Rundgelutschte und Funktionierende gibt es viel zu viele. Aber wirklich aufregend sind nur die Menschen mit Ecken und Kanten, denen Ruhm und Karriere egal sind, wenn sie nicht zu ihrem Anspruch an ein ehrliches Leben passen.

 

Francis Nenik „Reise durch ein tragikomisches Jahrhundert. Das irrwitzige Leben des Hasso Grabner“, Voland & Quist, Dresden und Leipzig 2018,19 Euro

Drei fast vergessene Dichter und das unangepasste Leben des renitenten Genossen Hasso Grabner

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