Ab 9. Juni im Fotomuseum und schon jetzt im Buch

Mit den Narrenbäumen zeigt Wilhelm W. Reinke unser närrisches Verhältnis zum Kosmos und zur Zeit

Für alle LeserAm 9. Juni startet im Deutschen Fotomuseum eine Ausstellung, in der es zwar lauter nackte Menschen zu sehen gibt. Aber das ist nicht das Närrische, was der in Braunschweig geborene Fotograf Wilhelm W. Reinke in seinen eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Bildern eingefangen hat. Das Närrische ist unser Verhältnis zu den Bäumen. Und das ist nicht erst seit Adam und Eva seltsam.

Denn in unseren Köpfen geht ja alles durcheinander – unsere Bewunderung für die majestätischen Pflanzen, die zu gigantischer Größe wachsen können und uns zeigen, wie winzig wir sind, und unsere Gleichgültigkeit. Gerade in Deutschland stehen Bäume auch für unsere Beziehung (oder Nicht-Beziehung) zur lebendigen Natur und zum Kosmos. Lauter Gedichte kann Reinke zitieren, die dieses teils verklärte, teils großartige Verhältnis deutlich machen.

Zentral beinah jenes herrliche Fontane-Gedicht über den Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, der sich selbst am meisten freute, wenn er den Deern eine goldgelbe Beern in die Hand drücken konnte. Ein Gedicht über Freigiebigkeit, Menschenliebe und – fast überlesen – das Einssein mit dem Kosmos, das selbst so ein märkischer Landjunker erleben konnte. Wobei das wohl eher die Fontanesche Sicht ist. Er wollte ja in den knorrigen Märkern unbedingt auch einen Menschenschlag mit tiefer Verwurzelung in der Geschichte sehen.

Und dann blättert man sich durch diesen Band, den der Passage Verlag extra zur Ausstellung im Fotomuseum hergestellt hat, und trifft auch auf diese eindrucksvollen Bilder aus dem Havelland, in denen Reinke eine junge (schwangere) Frau mit so einem knorrigen alten Birnbaum in der Dämmerung stehen lässt. Ein Eva-Bild, aber auch eins über das Leben. Das Ribbecksche Leben: alles kehrt wieder. Das Leben ist ein Kreislauf und ein Immer-neu-Beginnen.

Und so wie wir mit den Bäumen umgehen, so gehen wir mit der Welt um. Wobei unsere Kraftprotzerei immer mitschwingt – all die muskelbepackten Männer, die mit schwerem Gerät jahrhundertealte Bäume in Minuten plattmachen, die Großen und Mächtigen zerschreddern. Kein Wunder, dass Reinke rund um die Welt reist, um die eindrucksvollsten Bäume zu finden, die er in seinen Bildern inszenieren kann.

Denn die Bäume sind der Star – auch wenn die nackten Menschen zu ihren Füßen oder in ihrem Geäst oft genug ablenken. Denn natürlich „stören“ sie in dieser Landschaft. Sie ändern den Blick, zeigen, wie verletzlich wir sind, wie klein vor diesen Riesen, die uns beschützen und nähren können.

So gesehen ist es die vielfältige Inszenierung einer tiefen Erkenntnis, denn mit den Bäumen wurzeln auch wir in der Erde und streben gleichzeitig auf in den Kosmos, in den manche dieser Baumungetüme hineinragen wie riesiges Wurzelwerk. Da sind natürlich auch alle großen Menschheitsmythen mit zitiert, in denen immer auch Bäume eine zentrale Rolle spielen, egal ob im Paradies der Bibel, der Weltesche aus der germanischen Mythologie oder den alten Legenden nordamerikanischer Indianer.

Bäume präsentieren uns auch Zeit, setzen uns in ein Verhältnis zum großen und langen Atem der Natur. Wir können sie zwar zerstören und Wüsten schaffen – aber das ändert nichts an unserer eigenen Kurzlebigkeit, etwa verglichen mit den 2.000 Jahre alten Olivenbäumen, die Reinke am Mittelmeer fand. Viele besonders eindrucksvolle Baum-Charaktere fand er in deutschen Parks – da eben, wo wir Übermütigen diese eindrucksvollen Naturdenkmale noch dulden, während wir alle Wälder am liebsten nur als Nutzholzplantagen betrachten.

Gerade weil er seine Baum-Riesen so zentral inszeniert, werden sie in ihren starken Wurzelstrukturen erkennbar, schärfen die schwarz-weißen Bilder den Blick für diese mächtigen Stämme, Wurzeln, Äste und ihre Einsamkeit oft mitten auf freiem Feld, ausgesetzt den Gewalten des Wetters, vom Dasein gezeichnet und zerzaust.

Aber wenn Reinke dann die wirklich exotischen Bäume wie den Baobab ins Bild nimmt, dann werden die alten Mythen fast greifbar, ahnt man, mit welcher Ehrfurcht unsere Vorfahren, die noch keine Motorsägen besaßen, sich diesen vorzeitlichen Riesen näherten. Das Närrische unsererseits ist ja, dass wir diese Ehrfurcht fast verloren haben, diese riesigen Exemplare vielleicht noch als Attraktion bewundern (wie die Riesenmammutbäume in Amerika), aber die Achtung vor dem Lebendigen und der Zeit verloren haben. Alles benutzen wir. Bannen es mit schnellem Klick – ein schönes Bild mit dem Handy, senden, abgehakt. Vergessen.

Im Anhang zeigt der Katalog, wie die Bilder tatsächlich entstanden, dass das Wetter oft genug ganz und gar nicht paradiesisch warm war, die freiwilligen Frauen und Männer sich aber trotzdem mutig entkleideten und in Ast- und Wurzelwerk kletterten, wo sie manchmal wie reife Früchte, manchmal wie Schutzsuchende wirken.

Letztlich ist Reinkes Bilderserie ein einziges Hohelied auf die Urgewalt der Bäume, ihre Urtümlichkeit und ihre starke Symbolik, die sie allein schon deshalb haben, weil sie oft allein inmitten einer kultivierten Landschaft stehen – wie Überbleibsel einer größeren, raueren Zeit. Manchmal vom Blitz getroffen, völlig entblättert, mächtige Rümpfe, die allein mit dem Durchmesser der Stämme noch zeigen, was für ein Riese hier lange den Witterungen trotzte. Und zusammengekauert am Fuß des „Stammbaums“: der kleine, schutzlose Mensch.

Es ist auch ein Epos der Ehrfurcht, das Reinke hier in Bilder verwandelt hat, in denen es auch den berühmten Kletterakt gibt, mit dem Eva den „Adamsapfel“ vom Baum holt. Neben der Ribbeck-Geschichte ist das eigentlich die zweite Fabel, die immer mitschwingt – die allergrößte Narretei: dass wir nämlich wissen, dass wir in unserer Rücksichtslosigkeit gerade das Paradies zerstören. Und obwohl wir es wissen, machen wir immer weiter.

Oder lassen wir immer weitermachen. Denn in unserem heutigen Verhängnis ist ja nie wirklich eindeutig, wie sehr wir mitverantwortlich sind für den weltweiten Raubbau an der lebendigen Natur, an der Zerstörung majestätischer Wälder. Indem wir die Bäume niederhauen, verlieren wir unsere eigenen Wurzeln. So laden die Bilder gerade durch ihre farbreduzierte Stille dazu ein, genau darüber nachzudenken und wenigstens beim Durchblättern des Katalogs oder – ab dem 9. Juni – beim Besuch des Fotomuseums darüber nachzudenken, warum wir heute so halt- und rastlos sind.

Und welche Beziehung diese Baumbilder eigentlich zu unserem irren täglichen Tun haben. Zu dem, was wir Narren treiben, weil wir glauben, wir müssten alles verwerten und verbrauchen und plattmachen. Wurzellos wie wir sind und völlig aus den Zeiten gefallen, die die großen Legenden immer als kosmische erzählen – mit gewaltig wurzelnden Bäumen in ihrer Mitte. Bäumen der Weisheit. Oder – heute wohl der Standard: Narrenbäumen.

Von denen man in diesem eindrucksvollen Band über 100 Stück findet – ganzseitig und in beruhigendem Schwarz-Weiß.

Die Sonderausstellung „Narrenbäume“ ist im Deutschen Fotomuseum in Markkleeberg vom 9. Juni bis zum 9. September zu sehen.

Photographie Wilhelm W. Reinke Narrenbäume, Passage Verlag, Leipzig 2018, 29,90 Euro.

FotografieRezensionenMarkkleebergAusstellung
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