Das Mitteldeutsche Seenland. Der Westen: Mit zwei Geologen unterwegs an den Bergbau-Folgeseen in Sachsen-Anhalt

Für alle LeserEs war ein Mega-Projekt, das sich die Leipziger Geologen Prof. Dr. Lothar Eißmann und Dr. Frank W. Junge da vor fast zehn Jahren vorgenommen haben: Sie wollten das komplette mitteldeutsche Seenland mit allen seinen Seen vorstellen. Von denen über 90 Prozent künstliche Seen sind, entstanden durch menschliches Wirken in den vergangenen 300, 400 Jahren. Die Tagebauseen sind nur die größten und auffälligsten. Jetzt liegt Band 3 des Projekts vor.

Prof. Dr. Lothar Eißmann hat das Finale nicht mehr erlebt. Kurz vor Drucklegung ist er am 4. Juli im Alter von 86 Jahren verstorben. Frank W. Junge würdigt seine Arbeit im Vorwort dieses Bandes. Und Fakt ist tatsächlich: Ohne Eißmann hätte es viele Forschungen zur mitteldeutschen Geologie so nicht gegeben. Schon früh machte Eißmann darauf aufmerksam, dass gerade die vielen Bergbauaufschlüsse ein gewaltiges Forschungsfenster eröffneten, mit dem wie nirgendwo sonst in Europa die vergangenen 50 Millionen Jahre in großer Breite erforscht werden konnten.

Dafür stehen auch die Seen, die jetzt im dritten Band „Das Mitteldeutsche Seenland“ porträtiert werden, ganz im Zentrum natürlich der größte und berühmteste aller mitteldeutschen Tagebauseen, der Geiseltalsee westlich von Merseburg, der durch die vielen fossilen Funde aus jener Zeit berühmt wurde, in der die Region noch von einer Moor- und Torflandschaft geprägt war, deren Verkohlung nicht nur die mächtigsten Kohleflöze der Region ergab – darin eingeschlossen waren auch tausende Skelette von Tieren, die diese Welt vor 45 Millionen Jahren besiedelten. Am berühmtesten ist das gerade einmal 40 Zentimeter hohe Urpferdchen. Aber insgesamt wurden über 3.500 solcher Funde gemacht. Und das auch nur, weil ein Geologe die einmalig reiche Fundstelle rechtzeitig entdeckte. Eine Fundstelle, die mit ihrem Artenreichtum mit der berühmten Grube Messel konkurrieren kann.

Im Geiseltalmuseum in Halle sind einige der sensationellsten Funde ausgestellt.

Aber auch in eiszeitlichen Fundstellen in den über den Kohleflözen liegenden Ablagerungen späterer Flüsse und Eisgletscher wurde man fündig, entdeckte Raststellen eiszeitlicher Menschengruppen mitsamt ihrer Jagdbeute. So gesehen war der Bergbau für Geologen, Archäologen und Paläontologen auch ein Glück, wurden komplette geologische Schichten freigelegt, die ihnen einen tiefen Blick in die Erdgeschichte und die Entwicklung von Menschen-, Tier- und Pflanzenwelt ermöglichten.

Auch in anderen Tagebauen und Gruben. Wie viele es davon gibt und gab, die sich heute in scheinbar ganz harmlose Landschaftsseen verwandelt haben, macht dieser Band nun für den sachsen-anhaltinischen Teil des Seenlandes sichtbar. Er geht auch ein Stück darüber hinaus, erfasst auch das Mansfelder Seengebiet, die Bergbauseen um Staßfurt, Calbe, Bernburg und – nicht zu vergessen – die Seen um Aschersleben, wo auch der Concordiasee liegt, der erst 2009 in die Schlagzeilen geriet, als eine gewaltige Hangrutschung drei Menschen das Leben kostete.

Deswegen werden auch in diesem Band nicht nur alle Seen porträtiert – manche auch mit langen, eindrucksvollen Fotostrecken. Die beiden Geologen nutzten auch diese Gelegenheit, die Hintergründe des Bergbaus in Mitteldeutschland zu beleuchten. Nur kurz gehen sie natürlich auch auf die dramatischen Umweltfolgen der milliardentonnenweisen Verbrennung von Braunkohle ein. Aber als die Menschen daran gingen, Kohle als neuen Brennstoff zu nutzen, wussten sie noch nicht, welche Umweltfolgen das einmal haben würde.

Selbst die Tagebaue waren – verglichen mit den riesigen Erdkratern des 20. Jahrhunderts – geradezu winzig. Rund um Halle haben Eißmann und Junge ein ganzes Band ehemaliger Kohletagebaue ausgemacht, die vor allem im 18. und 19. Jahrhundert betrieben wurden. Die Kohle kam in der Hallorenstadt beim Salzsieden zum Einsatz. Aber die Tagebaue kann man nicht besichtigen – sie haben sich längst in artenreiche Seen in der Landschaft verwandelt – genauso wie einstige Tongruben, Kiesgruben und Steinbrüche. Man sieht in den Bilderstecken also nicht nur eindrucksvolle Fotos aus dem Tagebaugeschehen des 20. Jahrhunderts und viele Einblicke in die Zeit, da sich ausgekohlte Bergwerke langsam in Tagebauseen verwandelten, sondern auch Bilder jener oft genug seltenen Tier- und Insektenarten, die sich an den neuen Seen angesiedelt haben.

Einige dieser Seen sind entstanden, weil die alten Stollen von Bergwerken im Lauf der Zeit eingestürzt sind. Auch Kohle wurde weit bis ins 20. Jahrhundert an vielen Stellen unter Tage abgebaut. Erst im 20. Jahrhundert selbst entstanden die riesigen Bergwerkskonzerne, die den gigantisch wachsenden Kohlehunger der Wirtschaft befriedigen konnten. Die beiden Geologen erwähnen auch etwas, was in Geschichtsbüchern fast nie erwähnt wird: Kohle war der Treibstoff der deutschen Industrialisierung in der Bismarckzeit. Nur der Zugriff auf die mitteldeutsche Braunkohle und die aus ihr hergestellten chemischen Produkte (bis hin zu Schmierstoffen und Benzin) ermöglichte es Deutschland, zwei mörderische Kriege am Laufen zu halten.

Schon in den ersten beiden Bänden – „Der Süden“ (2013) und „Der Norden“ (2015) – zeigten die beiden Autoren, dass Geologie eben nicht nur trockener Lernstoff zu Erdschichten, Ablagerungen, Gesteinsbildungen oder Eiszeiten ist, sondern immer auch Geschichte beinhaltet. Auch die Erde kennt keine Ruhe. Allein drei große Eisvorstöße prägten den mitteldeutschen Raum. Auch die sind nachweisbar, wenn Bagger die Ablagerungen über den Kohleflözen abtragen. Dabei stoßen sie auch auf die gigantischen Lager von Flußkiesen, die davon erzählen, wo vor 100.000en Jahren die Ur-Ströme von Elbe, Elster und Saale flossen. Aber auch die riesigen Sandfelder tauchen auf, die davon erzählen, dass hier auch mal das Ufer eines Ur-Meeres war.

Deswegen erwähnen die beiden Geologen immer auch wieder die Freude der Verwerter, die regelrecht ins Jubeln geraten, wenn sie an die Schätze unter unseren Füßen denken. Es ist ja nicht nur die Kohle, die 200 Jahre lang die Wirtschaft befeuerte. Die Kiese und Sande werden heute ja auch noch in Tagebauen abgebaut. Die Bauwirtschaft schreit regelrecht danach. Und mit dem romantischen Dichter Novalis verbindet man nicht nur seine Tätigkeit als Erkunder der Kohlefelder um Leipzig, er arbeitete ja in der Lokalsalinendirektion in Weißenfels, hatte also mit den reichen Salzvorkommen zu tun, die damals noch durch das Aufpumpen von Salzwasser angezapft wurden.

Oft kommt es auch durch Auswaschungen in den salzhaltigen Gesteinsschichten zu Erdbrüchen, tun sich oberirdische Krater auf. Das ist nicht nur im Ruhrpott ein Phänomen. Auch in Sachsen-Anhalt tritt es immer wieder auf. Und gerade am Beispiel Concordiasee erfährt man, dass auch die Geologen nie wirklich voraussagen können, wie stabil angeschnittene Hänge oder Halden wirklich sind. Einige Fotos im Buch erzählen eindrucksvoll von der Arbeit der Natur, die meist noch Jahrzehnte, vielleicht auch Jahrhunderte braucht, um die Erdschichten wieder in einen stabilen Zustand zu bringen.

Es gibt also auch eigene Kapitel zu diesen – für menschliche Infrastrukturen natürlich verhängnisvollen – Erdrutschen. Sie kommen selbst in den großen Tagebauen öfter vor als man denkt. Es gibt aber auch wieder informative Kapitel zur Geologie unserer Region, die sichtbar machen, wie all diese so von der Wirtschaft begehrten Schichten eigentlich unter der Oberfläche liegen. Gewürdigt werden auch diesmal wieder die vielen vom Bergbau verschlungenen Dörfer. Und – das war wohl der zeitaufwendigste Teil der Arbeit – man erfährt zu jedem menschgemachten See auch seine Vorgeschichte, die oft genug in uralten Chroniken versteckt ist. Man erfährt aber auch etwas über den berühmtesten verschwundenen See – auch das gibt es: Es ist der Salzige See bei Röblingen und Wansleben, der praktisch im Erdboden verschwunden ist, weil das Wasser in unterirdische Grubenfelder des Kupferschieferbergbaus durchbrach.

Und da auch immer wieder Sehenswürdigkeiten am Ufer erwähnt werden, bekommt man auch ein paar schöne Hinweise auf alte Kirchen, Wasserburgen oder das Ringheiligtum in Pömmelte. Da hilft tatsächlich der Blick der beiden Geologen, um auch den Leser aufmerksam zu machen auf eine Landschaft, die an 150 Stellen eben nicht nur von Wind und Wellen und fröhlichen Enten erzählt, sondern auch davon, wie sehr der Mensch seit ungefähr 600 Jahren diese Region durch Bergbau in unterschiedlichster Form gestaltet und verändert hat.

All das konnte und musste natürlich jetzt erzählt werden, wo gerade für den Kohlebergbau noch viel aktuelles Material existiert, aber schon absehbar ist, dass es ihn in wenigen Jahren nicht mehr geben wird. Dann erzählen die drei Bände eben nicht nur von einer von Menschen geformten Landschaft, sondern auch von einer vergangenen Wirtschaftsepoche. Und so nebenbei auch davon, dass die ganze Region bis ins 19. Jahrhundert sogar sehr arm an Seen war. Selbst die Hallenser badeten bis Anfang des 20. Jahrhunderts in der Saale.

Heute haben sie dutzende Badestrände an alten Bergbauseen zur Auswahl. Oder sie können ins Museum gehen und die Fundstücke bestaunen, die ohne den Bergbau noch heute tief unter der Erdoberfläche verborgen lägen – neben dem Urpferdchen auch die Waldelefanten, die hier einst durch den Morast stapften, Krokodile und Riesenvögel.

Wieder ein richtig schönes Buch für alle, die sich mit dem, was man so an der Oberfläche wahrnimmt, nicht zufrieden geben wollen und genauso neugierig sind auf das Darunterliegende wie die beiden Geologen, die den Stoff gesammelt haben.

Lothar Eißmann; Frank W. Junge Das Mitteldeutsche Seenland, Sax Verlag, Beucha und Markkleeberg 2019, 29,90 Euro.

Zwei Geologen zeigen jetzt auch den faszinierenden Nordteil des mitteldeutschen Seenlandes

Hinweis der Redaktion in eigener Sache: Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler unter dem Label „Freikäufer“ erscheinender Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen.

Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen.

Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Erreichung einer nicht-prekären Situation unserer Arbeit zu unterstützen. Und weitere Bekannte und Freunde anzusprechen, es ebenfalls zu tun. Denn eigentlich wollen wir keine „Paywall“, bemühen uns also im Interesse aller, diese zu vermeiden (wieder abzustellen). Auch für diejenigen, die sich einen Beitrag zu unserer Arbeit nicht leisten können und dennoch mehr als Fakenews und Nachrichten-Fastfood über Leipzig und Sachsen im Netz erhalten sollten.

Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 500 Abonnenten.

Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

RezensionenMitteldeutschlandGeologieBergbaufolgelandschaft
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Über 6.000 Betriebe in Kurzarbeit, aber auch die Zahl der frei gemeldeten Stellen steigt wieder
Arbeitslosenzahlen im Mai. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Für alle LeserWas mit all den Corona-Einschränkungen zu erwarten war, ist natürlich im April und Mai auch passiert: Viele Leipziger/-innen mussten sich arbeitslos melden, viele gingen in Kurzarbeit, andere mussten sich als Aufstocker beim Jobcenter melden. Dass die Kurve im Mai, wo die meisten Einschränkungen noch galten, nach oben schoss, war zu erwarten.
Die Wüste: Chaim Nolls Reise durch 4.000 Jahre Wüsten-Literatur
Chaim Noll: Die Wüste. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSie wissen wirklich nichts mit Ihrer Zeit anzufangen? Wirklich nicht? Dann holen Sie sich dieses Buch. Die Dicke trügt nicht. Es ist ein echter Dauerbrenner. Und das macht nichts. Man kann sich Zeit lassen beim Lesen, Kapitel für Kapitel vornehmen, denn jedes einzelne ist ein Schlüsselloch in einen Abschnitt der großen Weltliteraturgeschichte, deren Besichtigung Chaim Noll natürlich im alten Babylon und in Ägypten beginnt, dort, wo die Schriftkultur unserer Zivilisation begann.
Mittwoch, der 3. Juni 2020: Sachsen lockert weitere Corona-Einschränkungen
Im Krankenhaus sind Besuche ab Samstag wieder erlaubt. Foto: Stefan Straube / UKL

Foto: Stefan Straube / UKL

Für alle LeserAbgesehen von einigen Einrichtungen, die weiterhin geschlossen bleiben, und dem Verbot großer Veranstaltungen beziehungsweise größerer Menschenmengen ist in Sachsen ab Samstag fast alles wieder erlaubt. Dann soll eine neue Corona-Schutzverordnung in Kraft treten. Auch für Schulen und Kitas gibt es Neuigkeiten. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 3. Juni 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Finissage* mit Musik und Gesprächen am Sonntag, den 7. Juni
„Brücke“ © Felix Lorenz

© Felix Lorenz

Die Ausstellung zeigt Werke junger Künstler/-innen. Einige sind Studierende des 1. und 2. Studienjahres an der HGB oder Absolvent/-innen aus Wismar und Berlin und an der HGB Leipzig ihr Studium fortsetzen. An diesem Nachmittag, den letzten Tag der Ausstellung, werden Nathanael Uhlig und Alexandra Ellerbrock musizieren.
136 Runden um den Leipziger Marktplatz: Marathon-Mann Jens Körner lief schon 115 mal mindestens 42,2 Kilometer
Jens Körner beim Boston-Marathon 2019. Foto: privat

Foto: privat

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 79, seit 29. Mai im HandelMit seinem Marathon rund um den Leipziger Marktplatz hat Jens Körner mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Er machte aus der Not des Läufers in Coronazeiten eine Tugend. 136 Mal umrannte er den Platz. Außerdem lief der 47-Jährige schon in New York, in Boston, in einem Bergwerk und in einer Turnhalle. Im LZ-Interview erzählt er aus seinem verrückten Läuferleben.
Programm bis Mitte Juni im Museum für Druckkunst Leipzig
Blick in die Sammlung des Museums für Druckkunst Leipzig © Klaus-D. Sonntag

© Klaus-D. Sonntag

Mit der Wiedereröffnung zahlreicher Museen und dem Einsetzen wärmerer Temperaturen nimmt der kulturelle Sommer endlich Fahrt auf! Im Museum für Druckkunst bieten wir im Juni einige spannende Veranstaltungen rund um das Jahr der Industriekultur sowie das Immaterielle Kulturerbe Drucktechniken. Hier eine Übersicht zum Programm bis Mitte des Monats.
Interview mit Thomas Rühmann zum Thema Freiheit Teil 2: Selbstbestimmung
Schauspieler und Musiker Thomas Rühmann im langen Interview über Freiheit, Freisein und Selbstbestimmung. Foto: Theater am Rand / Rudolf K. Wernicke

Foto: Theater am Rand / Rudolf K. Wernicke

Für alle LeserThomas Rühmann führen in diesem Teil des Gesprächs seine Erinnerungen in eine Zeit, in der es schwer war den Spagat zwischen Auftragskunst und der künstlerischen eigenständigen Ausdrucksweise der Stoffe, die das Theater auf die Bühne bringen wollte, zu trennen. Jenseits der „Kader-Kunst“ war es eine Zeit, in der das Theater eine Sternstunde erfahren konnte, weil sie einen hohen Stellenwert für die Gesellschaft im Ganzen darstellte.
Das Ringen um eigenen Bevölkerungszahlen in Rückmarsdorf und Burghausen
Blick nach Rückmarsdorf. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserVielleicht sollte man sie wirklich trennen, die beiden Dörfer Burghausen und Rückmarsdorf im Leipziger Westen, so wie es die beiden Ortschaftsräte im Januar beantragt haben. Dabei ging es nur um aktuelle Bevölkerungszahlen, die die beiden Ortschaftsräte gern separat ausgewiesen haben wollten, um die Ortsteilpolitik besser justieren zu können. Aber während Rückmarsdorf den Verwaltungsvorschlag akzeptiert, will Burghausen die Trennung.
Theater der Jungen Welt geht open-air
Philippus-Ensemble am Karl-Heine-Kanal. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

TdJW im Garten – das Theater der Jungen Welt bietet open-air Vorstellungen und lädt im Juni und Juli zu Veranstaltungen in den Garten der Philippus Kirche sowie in den Garten des KulturKinos Zwenkau!
Eine App soll sehbehinderten Menschen die Navigation in der Stadt Leipzig erleichtern
Leider nicht barrierefrei: Leipziger Straßenschild. Foto: Gernot Borriss

Foto: Gernot Borriss

Für alle LeserEs gibt Momente, da zeigt sich, wie wertvoll die Beiräte des Leipziger Stadtrates sind. Sie kennen sich auf ihrem Gebiet bestens aus und helfen sowohl der Verwaltung als auch dem Stadtrat, Dinge richtig zu sehen und damit auch richtig zu tun. Das hilft jetzt auch einem Antrag der Linksfraktion, die eigentlich etwas Gutes wollte, als sie im Januar beantragte „Für mehr Barrierefreiheit – Straßennamensschilder tastbar machen“.
Das Schauspiel Leipzig startet am 12. Juni mit an Corona angepassten Vorstellungen wieder in den Spielbetrieb
Der große Saal des Schauspiels Leipzig. Foto: Schauspiel Leipzig

Foto: Schauspiel Leipzig

Für alle LeserLangsam erwacht auch die Leipziger Kulturszene wieder zum Leben, auch wenn sie aufgrund der nach wie vor geltenden Corona-Auflagen noch nicht wieder mit großen, vollen Häusern loslegen kann. In der nächsten Woche, am 12. Juni, nimmt auch das Schauspiel Leipzig seinen Spielbetrieb wieder auf. Schauspiel-Intendant Enrico Lübbe seufzt regelrecht: „Alle haben Sehnsucht, endlich wieder vor Publikum zu spielen.“
Deutschlands klassische Medien haben auch in der Frühzeit der Coronakrise kühlen Kopf bewahrt
Prof. Dr. Thorsten Quandt. Foto: WWU - Matthias Hangst

Foto: WWU - Matthias Hangst

Für alle LeserAnfang April haben die Kommunikationsforscher der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) (ja, das ist die Universität, die jetzt endlich versucht, ihren Namenspatron Wilhelm Zwo loszuwerden) schon eine erste Auswertung vorgelegt zum Umgang der sogenannten „Alternativen Medien“ mit der Coronakrise. Ausgewertet wurden die Monate Januar bis März. Und auch da wurde schon deutlich, wie die Verschwörungsmythen waberten. Jetzt haben sie auch eine Untersuchung zu den klassischen Medien vorgelegt.
Greenpeace sammelt heute auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz die Zukunftsvisionen der Leipziger/-innen
Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Martin Schöler

Foto: Martin Schöler

Für alle LeserDer Corona-Shutdown hat vielleicht nicht alle Menschen zum Nachdenken gebracht. Aber einige schon. Und vielen ist sehr bewusst, dass wir nach dem Hochfahren von Gesellschaft und Wirtschaft nicht einfach so weitermachen können wie vorher. Klimawandel und Artensterben sind Herausforderungen, die wir nicht mehr ignorieren können. Und selbst die Arbeitswelt hat einige ihrer finstersten Seiten gezeigt. Greenpeace Leipzig sammelt heute auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz Ideen für eine andere Leipziger Zukunft.
Speyer an einem Tag: Einfach mal Geschichte schnuppern zwischen Kaiserdom und Hasenpfuhl
Tomke Stiasny: Speyer an einem Tag. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAuf die Idee, da mal hinzufahren, wären Sie nie gekommen? Dann wird es Zeit. Sparen Sie sich das Gedränge und Schlangestehen an den überlaufenen Küsten, fahren Sie einfach mal dahin, wohin Sie Ihr Geschichtslehrer gelockt hätte, wenn Geschichtslehrer an sächsischen Schulen entscheiden dürften, wohin die Exkursionen führen. Denn um ein Gefühl für die winzige Dimension des eigenen Lebens zu bekommen, muss man Geschichte ganz real erleben. In Speyer geht das.
Dienstag, der 2. Juni 2020: „Fridays for Future“ ist wieder da + Video
Fridays for Future wieder mit einer Demo trotz Coronakrise in Leipzig unterwegs. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Klimabewegung „Fridays for Future“ hat in Leipzig gegen die Pläne der Bundesregierung protestiert, möglicherweise eine „Abwrackprämie“ für Autos einzuführen. Es war die erste Demonstration der jungen Aktivist/-innen seit Monaten. Auch die Protestbewegung „Black Lives Matter“ dominierte heute die Schlagzeilen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 2. Juni 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.