Kleine Geschichte der Stadt Leipzig: Steffen Raßloff versucht, die Bürgerstadt in aller Kürze auf den Punkt zu bringen

Für alle LeserSie kommen ganz bestimmt alle wieder, auch wenn die Leipziger Tourismuszahlen 2020 einbrechen werden. Denn alle großen Festivals sind ja abgesagt. Und große Konzerte und Theateraufführungen sind noch selten. Aber die Stadt ist noch da und lädt ein zum Erkunden. Und fast alle Museen sind wieder geöffnet, die Steffen Raßloff in seinem Büchlein den Leser/-innen auch wärmstens ans Herz legt.

Und natürlich sind gut geplante Städtetouren noch viel besser zum Entschleunigen geeignet als all die Safaris, Extremurlaube und Abenteuercamps, die bei vielen Zeitgenossen der Urlaubsstandard war. Damals. Als man noch besinnungslos die Besinnungslosigkeit suchte, nur ja keine Konfrontation mit der eigenen zermürbten Seele und der dummen Ahnung, dass eine rasend gewordene Arbeitswelt auch für die Welt eine Katastrophe ist.

In Städten kann man Geschichte erleben. Ganz bewusst. Hier steht sie in Stein gebaut, liebevoll saniert, voller Geschichten, die sich mit Häuser, Straßen und Gedenktafeln verbinden. Raßloff zeichnet zwar keine Themenspuren durch die Stadt, erklärt aber in einzelnen Kapiteln, warum man Leipzig als Buchstadt, Messestadt, Musikstadt und Universitätsstadt erleben kann.

Und warum das nur vier Label für eine Stadt sind, die zufällig am richtigen Ort platziert wurde, jenem Ort, den die Slawen als Libzi oder Libsk bezeichneten, mit weichem b, auch wenn Raßloff im Gefolge all der Leute, die unbedingt eine Linde im Stadtnamen entdecken wollen, beharrlich Lipsk schreibt.

Man trennt sich ja so ungern von schönen Geschichten.

Dabei hat Leipzig solche Albumgeschichten gar nicht nötig. Die Stadt ist nicht entstanden, weil hier so schöne Linden wachsen, sondern weil sie 1.) ein strategisch günstiger Punkt war, an dem man eine Burg platzieren konnte, und 2.) verkehrstechnisch ideal lag, da, wo sich die großen Handelswege kreuzten. Die Karte konnte im Lauf der Geschichte immer wieder ausgespielt werden.

Raßloff erzählt es ja hübsch kompakt. Der Markt beförderte die frühe Stadtgründung, er wurde zum Messeplatz, die Messe beförderte Handel und Industrieansiedlung. Und als es um das Supertransportmittel des Industriezeitalters ging, haben die Leipziger sofort zugegriffen: 1836, beim Bau der ersten deutschen Ferneisenbahn. Und selbst Musik- und Buchstadt entstanden nur, weil Messe und Kaufleute schon da waren.

Was mich an dieser „Lindenort“-Geschichte so nervt, ist dieser idyllische Blick auf Stadtwerdung. Beim Blick auf „mittelalterliche“ Burgen ist das in Deutschland ja genauso. Es ist romantische Übermalung, weil man mit den harten wirtschaftlichen Strukturen, die menschliche Gemeinschaften begründen, bis weit ins 19. Jahrhundert nichts anfangen konnte.

Also hat man sich die Geschichte ritterlich süß gemalt, entzückend und herziglich. So wie leider Bildungs-Bürger gern werden, die gern von Schwertgeklirr und holden Maiden singen, wo es um so simple Sachen wie Zoll, Steuer, Handelsgüter und Geld geht. Nüchternes klimperndes Geld. Sogar Geschichte muss sich rechnen.

Die Leipziger Kaufleute unterscheiden sich darin in nichts von den Kaufleuten anderswo, außer dass sie ein bisschen selbstbewusster waren und ihre Stadt immer auch als Gegenpol zum feudalen Landesfürsten in Dresden gestalteten. Was natürlich einen ganz anderen Stolz auf das Geschaffene ergibt. Das hat dann nämlich nicht der König aus dem Steuersäckel bezahlt, sondern die (reichen) Bürger selbst. Sei es das Gewandhausorchester, sei es das Bildermuseum oder die Stadt der Gründerzeit, die heute für viele Stadtreisenden der eigentliche Hingucker ist.

Wobei Leipzig auch eine glückliche Stadt ist. Das betont Raßloff mehrmals. Denn im „Jahrhundert der Extreme“ war die Stadt mehrfach gebeutelt – nicht nur durch zwei Kriege, mehrere Wirtschaftskrisen und zwei Diktaturen, sondern auch durch die rabiate Umweltzerstörung durch Kohlebergbau und Industrie, die erst 1989 ihr Ende fand, als die Leipziger zu Hunderttausenden auf der Straße demonstrierten. Auch ganz zentral gegen diese Umweltzerstörungen.

Heute ist nicht nur die Stadt wieder saniert und lädt zum Entdecken der Gebäude ein, die exemplarisch für die Stadtgeschichte stehen, sondern auch die Landschaft drumherum ist wieder grün und blau geworden. Und die Stadt ist aus dem trüben Tal des Schrumpfens wieder herausgekommen, steht exemplarisch für eine Stadt, die sich immer wieder aus dem Loch buddelt und neue Attraktivität für Menschen gewinnt, die aus allen Richtungen kommen. Die einen zum Studieren und Arbeiten, die anderen zum Bestaunen und Genießen.

Das Büchlein bietet sehr kompakt das Wesentliche, das man seit 2015/2019 in der dicken Leipziger Stadtgeschichte finden kann, die Raßloff als Lektüre den Lesern noch ans Herz legt. Auch weil es nicht viele deutsche Großstädte gibt, die eine so detaillierte Stadtgeschichte vorweisen können.

Eine, die auch zeigt, wie selbst Geschichtsforschung immer im Fluss ist. Und just in dieser Stadtgeschichte (Band 1) weist auch Hans Walther auf dieses „lib“ im alten slawischen Namen der Stadt hin, das wahrscheinlich auf einen wasserreichen Ort verweist, der Leipzig ja nun eindeutig immer war. Auch wenn das Wasser mit den ganzen Flussverlegungen, Verdeichungen und Hochwasserschutzbauten im frühen 20. Jahrhundert aus dem Blickfeld verschwand. Auch das ein zutiefst bürgerliches Projekt.

Und dass dieser Bürgersinn stets einherging mit einem gewissen Mut zum aufrechten Gang, zeigen ja die Erinnerungssäule an die Friedliche Revolution auf dem Nikolaikirchhof, das Goerdelerdenkmal und der Mattheuersche „Jahrhundertschritt“ in der Grimmaischen Straße. Und nur zu gern zitiert Raßloff dabei Erich Loest, der dieser Widerständigkeit der Leipziger auch im 20. Jahrhundert in mehreren Romanen ein Denkmal gesetzt hat.

Es lohnt sich also, diese Stadt zu besuchen und den durchaus kaufmännischen Bürgerstolz zu spüren beim Schlendern durch die Mädlerpassage oder beim Besuch im Alten Rathaus mit seinem eindrucksvollen Festsaal. Nur der Coffe-Baum ist derzeit zu. Seinen ermunternden Kaffee muss man also anderswo bestellen, wo man sich dann in aller Ruhe überlegen kann, ob man jetzt weiterspaziert zu Bach, zum Eisenbahndenkmal oder doch lieber zum Völkerschlachtdenkmal, das ja bekanntlich die Sachsen gebaut haben, obwohl sie 1813 mal wieder auf der falschen Seite standen. Bzw. ihr König, der nicht den Mut hatte, mit seinen Soldaten kurzerhand die Seiten zu wechseln.

Heute sieht das alles sehr friedlich aus, wenn man oben vom Denkmal auf die Stadt schaut. Denn eins haben wir ja gelernt: Man braucht keine Kanonen, um die Welt zu ändern. Friedlich geht’s auch. Nur ohne Kaffee geht das nicht.

Steffen Raßloff Kleine Geschichte der Stadt Leipzig, Rhino Verlag, Ilmenau 2020, 5,95 Euro.

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