Sächsische Bildungsempfehlungen erzählen noch immer von Benachteiligung nach Wohnort und Herkunft

Für alle LeserAn Schulen, die wirklich die Bildung und die Förderung von Kindern zum Ziel hätten, gäbe es keine Bildungsempfehlungen. Jedenfalls nicht solche wie in Sachsen, wo auch die Entschärfung der alten Sortierregeln nicht wirklich etwas am System der Auslese geändert haben. Auch wenn das Kultusministerium am 10. März stolz meldete: „Von rund 31.400 Grundschülern der 4. Klassen an öffentlichen Schulen haben 48 Prozent (14.959 Schüler) in diesem Jahr eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium und 51 Prozent (16.147 Schüler) für die Oberschule erhalten.“
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Das ist nicht einmal ein Leistungsnachweis, weder für die Leistungen der Kinder noch die der Schulen.

Das zeigt schon nach der Meldung des Kultusministeriums die genauere Nachfrage von Luise Neuhaus-Wartenberg, in der Linksfraktion des Sächsischen Landtags für Bildung zuständig. Sie wollte einfach wieder wissen, wie sich die Anteile der Bildungsempfehlungen nach Jungen und Mädchen und nach Landkreisen aufteilen.

Würden Bildungsempfehlungen überall im Freistaat die tatsächliche Leistungsstärke der Kinder abbilden, müssten sich die Anteile im ganzen Land ähneln und dürften nicht zwischen 38 und 60 Prozent Empfehlungen fürs Gymnasium schwanken. Es sei denn, Kreise mit 38 Prozent Empfehlung hätten wirklich ein derart schlechtes Schulangebot. Dann sollte man wohl wirklich dort wegziehen.

Aber das ist wohl eher nicht der Fall. Eher spiegelt sich in den Zahlen erstens die jahrelange Ausdünnung des Schulnetzes in Sachsen. Denn die niedrigste Empfehlungsquote fürs Gymnasium gibt es in Bautzen, Zwickau, erstaunlicherweise auch in Chemnitz.

Mit besonders hohen Empfehlungsquoten aber fallen Jahr für Jahr die beiden Großstädte Leipzig und Dresden auf. Wobei in diesem Städtevergleich noch etwas anderes auffällt: In Leipzig melden sich fast doppelt so viele Kinder zur Teilnahme an der Leistungsfeststellung fürs Gymnasium an wie in Dresden, wo von vornherein die Empfehlungsquoten fürs Gymnasium noch deutlich höher sind als in Leipzig – bei Mädchen wie Jungen jeweils fast 60 Prozent, während Leipzig nur auf 54 bzw. 50 Prozent kommt. Dafür erhalten dann sowohl in Dresden wie in Leipzig die meisten Anmelder zum Leistungstest auch die Chance, ans Gymnasium zu wechseln.

In den Landkreisen hingegen nutzen nur relativ wenige Eltern die Chance, ihre Kinder zur Leistungsfeststellung anzumelden. Und das hat alles nichts mit Leistungen zu tun. Was für Leipzig meistens sehr deutlich wird, wenn auch die Empfehlungsquoten nach Schulen veröffentlicht sind. Dann stellt sich schnell heraus, dass Grundschulen in gut situierten Stadtteilen mit Empfehlungsquoten von 70, 80 und mehr Prozent brillieren, während Schulen in sozialen Brennpunktbezirken oft nicht über 20 bis 30 Prozent hinauskommen.

Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Bildungserfolg in Sachsen nicht von der Leistung und den Potenzialen der Kinder abhängig ist, sondern vom Wohnort und damit in der Regel auch von der sozialen Herkunft. Letzteres trifft auf Städte wie Leipzig unbedingt zu. Und daran ändern Sozialarbeiter/-innen, die wenigstens als Ansprechpartner/-innen für die persönlichen Probleme der Kinder zur Verfügung stehen, nur bedingt etwas.

Der Lehrplan ist nicht darauf ausgerichtet, alle Kinder gleichermaßen zu bilden oder gar zu befähigen, wie es so schön heißt. Die sächsischen Lehrpläne sind auf Kinder aus gutverdienenden Haushalten angelegt, die von Haus aus genug Unterstützung bekommen, um sich durch den schematisierten Lernstoff zu arbeiten. Und das eingepasst in einen Lehrplan, der vor allem sekundäre Tugenden befördert, in Sachsen ja mittlerweile mit den heiß diskutierten Kopfnoten wieder Standard. Sie bilden ab, wie sich sächsische Politiker den guten Staatsbürger wünschen: Betragen, Fleiß, Mitarbeit, Ordnung.

Der Philosoph Richard David Precht hat recht: Das sind die Tugenden von Staatsbediensteten und Beamten.

Da bleibt für Eigensinnigkeit, Kreativität, Unangepasstheit kein Platz.

Weshalb auch deutlich mehr Mädchen als Jungen die Bildungsempfehlung fürs Gymnasium bekommen: 50,6 Prozent der Mädchen und 44,8 Prozent der Jungen. Ein eigentlich bekannter Effekt, in dem sich zum Teil auch abbildet, wie Mädchen in unserer Gesellschaft zur Anpassung erzogen werden und zur Bravheit.

Die Bildungsempfehlungen sagen nichts über das eigentliche Leistungsniveau der Kinder aus. Wären sie ehrlich, würden sie im ganzen Land 60 Prozent der Kinder (wahrscheinlich mehr) die Fähigkeit fürs Gymnasium attestieren. Was das sächsische Schulsystem völlig überfordern würde.

Deswegen hat die Initiative Gemeinschaftsschule recht, wenn sie das längere gemeinsame Lernen aller Kinder fordert. Was nicht bedeutet, dass die Trennung nach der sechsten oder achten Klasse mehr Sinn macht. Jedenfalls nicht, wenn das Gymnasium weiter das einzige Richtmaß für schulischen Lernerfolg bleibt. Das System stammt aus dem wilhelminischen Reich. Und es ist eigentlich reif zur Entsorgung. Dazu sind die Herausforderungen des sich immer mehr digitalisierenden Arbeitsmarktes viel zu hoch.

Was wir tatsächlich brauchen würden, wäre ein Schulsystem, das den Kindern nach der achten Klasse echte Angebote macht, ihre Talente und Interessen zu stärken, das sich also fachlich aufgliedert und nicht nach einem Normnotenspiegel. Was eine gymnasiale Studienvorbereitung nicht erübrigt, was aber endlich die Zwei-Klassen-Philosophie aufhebt und anerkennt, dass Kinder nicht wegen Bravheit, Disziplin und Fleiß Karriere machen, sondern von befähigten Lehrern befähigt werden, ihre Talente wirklich zielgerichtet auch in einen Beruf zu verwandeln.

Die Gemeinschaftsschule ist erst der erste Schritt dahin. Um den ja jetzt schon hart gerungen wird. Der nötige nächste Schritt, der Schulen und Lehrern mehr Freiheiten gibt, mit ihren Schülern gemeinsam vielversprechende Wege auszuprobieren, ist eigentlich auch überfällig. Aber gerade der Schulkampf zeigt, wie sehr die meisten unserer Politiker noch in einem autoritären Denken verfangen sind, das Kindern keine selbstständigen Entscheidungen zutraut und Lehrer/-innen nicht als Profis auf dem Gebiet des Bildens versteht.

Am Ende entscheidet wieder der Wohnort darüber, ob Kinder aufs Gymnasium gehen oder auf die Oberschule

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Bildungspolitik
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