Seiten 342 bis 350

Das Untertan-Projekt: Die 40 Jahre Vorgeschichte für den Vogelschiss

Für alle LeserErst hinterher, als die Nationalsozialisten Deutschland schon mit ihrem Furor überzogen, wurde Heinrich Mann so richtig bewusst, dass er mit seinem Diederich Heßling genau den Typ des Wutbürgers beschrieben hatte, der 1933 dann zur Macht kommen sollte. Und Diederichs erste Wahlveranstaltung für seinen nationalen Kandidaten, den Major Kunze, artet in erstaunlich deutliche Töne aus.

Und man denkt an den flickschusternden Herrn Gauland, der meinte, die zwölf Jahre Nationalsozialismus als „Vogelschiss“ bezeichnen zu können. Aber gerade „Der Untertan“ zeigt, dass der Typus des kleinen Nazis schon viel früher präsent war. Heinrich Mann hat ihn ja deshalb beschrieben, weil er ihn als neuen Typus sah, der auf den ersten Blick nur wie ein mieser Schauspieler wirkt. Aber er meint seine Schauspielerei ernst. Er lebt die Rolle und hat des Kaisers Lieblingsparole verinnerlicht: Wer nicht für mich ist, ist wider mich.

Zum Vorschein kommt: die ganze Unbekümmertheit von Leuten, die sich in Rücksichtslosigkeit überbieten und denen gleichgültig ist, was dabei herauskommt. Tucholsky merkte zu Recht an: Das war Wilhelm II. Der ja seine Regierung auch genau so umbaute, dass alles allein auf ihn zugeschnitten war.

Eine gnadenlose Selbstüberschätzung, die ihn und das ganze Reich 1914 in einen Krieg stürzte, der den überforderten Kaiser nach mehreren Zeugenaussagen aus seinem Umfeld in ratlose Panik stürzte. Sein ganzes gewalttätiges Bramarbassieren und Feinde-an-die-Wand-Malen mündete in einen Krieg, den er selbst und seine phantasielosen Generäle nicht mehr glaubten aufhalten zu können. Oh ja, das Wort ist allgegenwärtig: alternativlos.

Wer so Politik macht, kennt keine Auswege, keine Kompromisse, keine Verhandlungen, kein Besinnen. Und genau in dieser frühen Phase der Wilhelminischen Regentschaft wurde diese Art Denken Partei. Auch wenn sie nach dem Krieg mit seinen Millionen Toten in einer Parteineugründung zur (Massen-)Bewegung wurde. Aber das konnte sie nur, weil diese Art Denken schon eingeübt war. In großmäuligem Ton der großbürgerlichen Gazetten war sie längst etabliert, wurde Deutschland wie eine auserwählte Nation behandelt, an deren „Wesen die Welt genesen“ solle.

Und „Der Untertan“ beschreibt den Beginn, zeigt diesen letztlich unbarmherzigen Diederich, der seine Gefühllosigkeit hinter großen Sprüchen versteckte. Was Diederich auch gleich mal am Beispiel des von den Freisinnigen gewünschten Säuglingsheims erklärt. Dass er meint, Kinder müsse man machen, damit der Kaiser genug Soldaten hat, haben wir ja schon gehabt. Jetzt bringt er das mit „der traurigen Lage der Franzosen“ in Zusammenhang, die durch die Folgen ihrer demokratischen Zuchtlosigkeit schon so gut wie auf den Aussterbeetat gesetzt sind.“

Und dabei hat er eben gerade wieder seiner Guste jeden sexuellen Kontakt verweigert: „Mein Kaiser hat an das Schwert geschlagen, und wenn mein Kaiser ans Schwert schlägt, dann gibt es keine ehelichen Pflichten mehr. Verstanden?“

Mit Gottfried Hornung gibt es jetzt freilich einen, der das Zeug noch verdrehter darbietet. „Die Demokratie ist die Weltanschauung der Halbgebildeten“, verkündet er, nachdem sich der eigentliche Reichstagskandidat, Major Kunze, in der Wahlversammlung bei Klappsch in der Kneipe völlig verheddert hat. Und auch Hornung verheddert sich.

Denn er spricht aus, was die Neuteutonen denken: „Herren und Knechte wird es immer geben, denn in der Natur ist es auch so. Und es ist das einzig Wahre, denn jeder muß über sich einen haben, vor dem er Angst hat, und einen unter sich, der vor ihm Angst hat. Wohin kämen wir sonst! Wenn der erste beste sich einbildet, er ist ganz für sich selbst was und alle sind gleich!“

Aber Schwämme und Bürsten will er doch nicht verkaufen. Er ist ja was Besseres. Nämlich weil er bei der Neuteutonia war.

Und dann kommt eine Passage, die aufmerken lässt, denn sie nimmt im Kern alles vorweg, was zu diesen Nationalhelden eigentlich zu sagen ist: „Man soll immer wissen, wen man vor sich hat. Jedem das Seine.“

Man stolpert regelrecht drüber.

Es ist schon längst die ganze Unerbittlichkeit der Nazis, hingeworfen von einem Burschen, der keine Schwämme verkaufen möchte und sich jetzt in nationale Phrasen stürzt. Und davon gab’s genug. Bei Klappsch hängen die Losungen ringsum an der Wand.

Noch trauen sich die Freisinnigen um Dr. Heuteufel in diese Runde. Noch werden die martialischen Worte nur geschmettert und entfachen Gelächter und Hohn. Und natürlich frenetischen Applaus beim Kriegerverein. Die Sozialdemokraten, die den Wahlgang wohl gewinnen werden, sind sowieso nicht da. Hier sind die Bürgerlichen unter sich – die alten Freisinnigen und die strammen Nationalen.

Aber wie ein Diederich Heßling die Demokraten verachtet, sagt er, als er nach den beiden etwas gestrandeten Vorrednern das Wort ergreift, ziemlich deutlich: „Abzuweisen und mit aller Schärfe hinter die ihnen gebührenden Schranken zurückzudämmen sind daher die Anwürfe derer, die weiter nichts wollen, als uns verweichlichen mit ihrer falschen Humanität!“

Heute reden diese echauffierten Bürger im Schafspelz von „Gutmenschen“ und meinen genau dasselbe. Sie verachten Menschen, die humane Werte auch leben.

Und wofür steht dieser etwas fettleibige Dr. Heßling, der seiner Frau den Beischlaf verweigert, weil der Kaiser seinen Säbel angefasst hat?

„Dagegen wollte er eine spartanische Zucht der Rasse. Blödsinnige und Sittlichkeitsverbrecher waren durch einen chirurgischen Eingriff an der Fortpflanzung zu hindern. Bei diesem Punkt verließ Heuteufel mit den Seinen das Lokal.“

Heinrich Mann hat sehr wohl mitgekriegt, wie all das, was sich später im Nationalsozialismus zusammenbrauen sollte, in Wilhelms säbelschwingendem Kaiserreich schon eingerührt wurde. Man war ja nun (seit Bismarck) ein Reich und glaubte sich auserwählt für den Platz an der Sonne.

Pech für Diederich, dass er sich mit seinen Parolen heiser geschrien hatte. Denn in diesem kleinen Netzig gab es nur einen, der ihm helfen konnte. „Da sah er sich voll Sorge nach Heuteufel um, der leider fort war. ‚Ich hätte ihn nicht so reizen sollen. Jetzt gnade mir Gott, wenn er mich pinselt.‘“

Man möchte fast sagen: So sind sie. Erst mit brachialer Rede über die verweichlichten Humanisten lärmen und dann, wenn die Stimme wegbleibt, wehleidig nach Hilfe suchen. Als ginge das in ihren Schädeln einfach nicht zusammen, dass Humanität ein Geben und Nehmen ist und keine Gnade. Wer nicht mit ihnen säbelrasselt, den verdächtigen sie des Umsturzes. So vergiften sie auch im kleinen Netzig das Klima.

Fast freut man sich darauf, dass Dr. Heuteufel demnächst diesem Schreihals den Rachen auspinselt.

Aber wir blättern erst mal um.

Das „Untertan-Projekt“.

Untertan-Projekt
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