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Mittwoch, der 24. Februar 2021: Feinstaub-Alarm in Leipzig, Temperaturrekord und Kretschmer stellt „Click & Meet“ in Aussicht

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    Die gemeldeten Neuinfektionen sind für Leipzig und Sachsen so hoch wie seit Wochen nicht mehr. Aufgrund der langsam stagnierenden beziehungsweise steigenden Zahlen in einigen Regionen macht die Landesregierung keine Hoffnung auf große Lockerungen. Ein „Click & Meet“-Prinzip für Geschäfte soll aber kommen. Außerdem hat Leipzig den Feinstaub-Appell aktiviert und einen Temperaturrekord zu verzeichnen. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 24. Februar 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

    Corona: Kaum Aussicht auf Lockerungen in Sachsen

    Die Entwicklung der Corona-Lage war auch heute eines der wichtigsten Themen, deshalb gleich zu Beginn: Wirklich Gutes gibt es bezüglich der Inzidenzwerte und Neuinfektionen nicht zu berichten. Der Inzidenzwert in Leipzig steigt langsam, aber stetig an. Die Stadt meldete heute eine Inzidenz von 51,2 (rückwärts betrachtet also nach Dienstag: 45,2, Montag: 44,0, Sonntag: 42,6, Samstag: 40,3).Im Freistaat wurden heute laut Landesuntersuchungsanstalt und Robert-Koch-Institut 846 Neuinfektionen registriert – das ist der höchste Wert seit drei Wochen. Auch in Leipzig wurden ungewöhnlich viele neue Corona-Fälle gemeldet, und zwar 98 im Vergleich zum Vortag. Zuletzt waren vergleichbare Werte Ende Januar erreicht worden.

    Mit Blick auf die Zahlen sagte Staatskanzleichef Oliver Schenk (CDU) heute in Dresden, dass es zeitnah keine erheblichen Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben werde. Die aktuelle Corona-Schutzverordnung gilt bis 7. März. Seit dem 15. Februar sind Grundschulen und Kitas wieder geöffnet. Am Montag (1. März) dürfen Friseursalons wieder öffnen.

    Am kommenden Mittwoch (3. März) treffen sich Bundeskanzlerin und Ministerpräsident/-innen erneut, um über die Corona-Lage und die damit verbundenen Maßnahmen zu beraten.

    Bald „Click & Meet“ statt „Click & Collect“

    Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kündigte heute an, dass Geschäfte mit der neuen Corona-Schutzverordnung ab 8. März in Sachsen voraussichtlich auf ein sogenanntes „Click & Meet“-Prinzip zurückgreifen dürfen. So berichtet es saechsische.de in Berufung auf Aussagen Kretschmers bei einer Videokonferenz, in der er Fragen von Einwohner/-innen seines Wahlkreises Görlitz beantwortete.

    „Click & Meet“ bedeutet, dass Geschäfte einzelne Kund/-innen zum Einkaufen ins Geschäft lassen dürfen, insofern vorher ein Termin vereinbart wurde. Bisher haben Ladeninhaber/-innen in Sachsen nur die Möglichkeit von „Click & Collect“.

    Dabei bestellen Kund/-innen einen bestimmten Artikel und holen ihn zu einem vereinbarten Termin ab, dürfen sich aber nicht zum Stöbern im Geschäft aufhalten.

    Wärmster Februartag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

    Rekorde wurden heute auch in anderen Bereichen aufgestellt, nämlich bei den Temperaturen und den Feinstaubwerten. Das Hoch „Ilonka“ bescherte besonders den ostdeutschen Bundesländern heute neue Temperaturrekorde für den Monat Februar.

    An der Wetterstation Leipzig-Holzhausen beispielsweise wurden heute knapp 20 Grad Celsius gemessen. Laut Deutschem Wetterdienst wurden seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1863 nie höhere Temperaturen im Februar gemessen. Der bisherige Spitzenreiter war der 21. Februar 1998 mit 18,7 Grad Celsius.

    Stadtverwaltung warnt vor ungewöhnlich hohen Feinstaubwerten

    Auch im Bereich der Luftqualität gibt es Besonderheiten zu berichten. Die Stadt warnte heute vor ungewöhnlich hoher Feinstaubbelastung. Die bisherige Durchschnitts-Feinstaubbelastung am heutigen Tag liegt bei 56 Mikrogramm pro Kubikmeter. Gestern (Dienstag) betrug der Wert 60 Mikrogramm pro Kubikmeter. Grund dafür sei die Wetterlage, die seit Tagen dafür sorgt, dass Feinstaub aus der afrikanischen Sahara-Region nach Europa weht.

    Laut Website der Stadt sind starke Feinstaubwert-Schwankungen überwiegend auf meteorologische Einflüsse zurückzuführen. Gesetzlich erlaubt ist eine Überschreitung an maximal 35 Tagen im Jahr. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Begrenzung auf drei Tage im Jahr.

    Da nun an zwei Tagen in Folge der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter in Leipzig überschritten wurde, aktivierte die Stadt den sogenannten Feinstaub-Appell auf ihrer Website. Dieser soll Bürger/-innen vor eventuellen Gefahren durch hohe Konzentration von Staubpartikeln in der Luft warnen. Empfohlen wird, sportliche Aktivitäten im Freien wie Joggen zu unterlassen.

    Für Freitag rechnet die Stadtverwaltung basierend auf der Wetterprognose mit einem Abklingen der Situation.

    Suchtbericht 2020: Erstmals mehr Beratungen zu illegalen Drogen als zu Alkohol

    Erstmals suchten innerhalb eines Jahres mehr Leipziger/-innen Suchtberatungsstellen aufgrund einer Drogensucht als aufgrund einer Alkoholsucht auf. Das geht aus dem Suchtbericht 2020 hervor, den das Dezernat Soziales, Gesundheit und Vielfalt heute veröffentlichte.

    Der Zeitraum, der den Zahlen zugrunde liegt, ist das Jahr 2019. Während damals 1.833 Personen wegen Alkoholsucht betreut wurden, suchten 2.053 Personen die Beratungsstellen wegen einer Abhängigkeit von illegalen Drogen auf, beispielsweise Crystal Meth.

    Polizei startet erneuten Zeugenaufruf bezüglich Tötungsdelikt im Clara-Park

    Nach einem halben Jahr ohne große Ermittlungserfolge startete die Polizeidirektion Leipzig heute erneut einen Zeugenaufruf bezüglich eines Tötungsdelikts im vergangenen Sommer. Am Morgen des 6. August wurde im Inselteich des Clara-Zetkin-Parks im Leipziger Westen die Leiche des 68-jährigen Joachim K. gefunden. Damals pumpte die Polizei den Teich auf der Suche nach Hinweisen zur Tat leer (siehe Berichte auf L-IZ.de).

    „Es ist davon auszugehen, dass Joachim K. Opfer eines Gewaltverbrechens wurde“, schreibt die Polizei im heutigen Zeugenaufruf. Ermittelt wird wegen des Verdachts auf Totschlag. Konkret sucht die Polizei Personen, die sich in der Tatnacht und den Nächten davor im Bereich der Sachsenbrücke und des Teichs aufgehalten haben. „Jede Wahrnehmung kann wichtig sein.“

    Bessere Infrastruktur für Hundewiesen und kein Sigmund-Jähn-Name für Hallenser Planetarium

    Worüber die LZ heute berichtet hat: Heute tagte der Stadtrat. Unter anderem sollen Leipziger Hundewiesen in Zukunft besser ausgestattet werden und die Stadtverwaltung wurde damit beauftragt, ein Konzept für ein Register ungenutzter Immobilien zu erstellen.

    Was heute außerdem wichtig war: Auch die Hallenser Ratsversammlung war heute fleißig und beschloss nach langer Debatte, dass das neue Planetarium Halle nicht den Namen Sigmund Jähns tragen soll. Als Begründung der Ablehnung wurde die Nähe Jähns zur DDR-Regierung genannt. Sigmund Jähn war 1978 der erste Deutsche im All.

    Außerdem sorgte heute Kritik des Deutsche Journalistenverbands an Jens Spahn für Schlagzeilen. Der Bundesgesundheitsminister (CDU) hatte gerichtlich verlangt, dass er Namen und Anfragen von Journalist/-innen, die zu seinen privaten Immobiliengeschäften recherchieren, einsehen kann.

    Was morgen wichtig wird: Die Ratsversammlung trifft sich erneut ab 16 Uhr. Die LZ wird wieder mit Livestream und Liveticker dabei sein.

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