Es sollte eine fröhliche Feier ins neue Jahr werden – und endete in einer Katastrophe. Zu dem verheerenden Brand in einer Schweizer Bar wurden heute neue Erkenntnisse bekanntgegeben. Zwei junge Männer sind heute Nacht vor dem Leipziger Hauptbahnhof ausgeraubt worden. Und: Sturmtief Tizian wütet durch Sachsen. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 2. Januar 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Neue Erkenntnisse zu Brandkatastrophe in der Schweiz
Partyfontänen auf Sektflaschen haben allem Anschein nach die Brandkatastrophe in der Bar in Crans-Montana (Schweiz) verursacht. Das teilte Beatrice Pilloud (Generalstaatsanwältin Kanton Wallis) auf einer heutigen Pressekonferenz mit. Die Pyrotechnik sei wohl zu dicht an die Decke der Bar geraten und habe diese somit in Brand gesetzt.
Mindestens 40 Menschen waren von dem sich schnell ausbreitenden Feuer in der Neujahrsnacht in den Tod gerissen worden. Deren zweifelsfreie Identifizierung habe oberste Priorität, betonte Pierre-Antoine Lengen (Chefinspektor Kriminalpolizei Wallis). Über 30 Mitarbeiter sind dafür im Einsatz. Man dürfe sich dabei keinerlei Fehler erlauben.
Von den darüber hinaus 119 teils lebensbedrohlich verletzten Personen seien die meisten inzwischen offiziell identifiziert. Nach Angaben von Frédéric Gisler (Kommandant Kantonspolizei Wallis) handelt es sich dabei um 71 Schweizer, 14 Franzosen, 11 Italiener, 4 Serben, je einen Bosnier, Belgier, Luxemburger, Polen und Portugiesen. Bei 14 Verletzten ist Nationalität bisher noch unbekannt.
Generalstaatsanwältin Pilloud erläuterte, dass nun in der betroffenen Bar untersucht werde, ob alle Vorschriften eingehalten worden waren, beispielsweise bezüglich der Materialien, Betriebsgenehmigungen, Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen, Fluchtwege und ähnlichem. Bei Verstößen drohen strafrechtliche Konsequenzen.
Mathias Reynard (Präsident Kantonsregierung Wallis) kündigte für den 9. Januar eine Gedenkzeremonie in Crans-Montana an. Zudem wurde ein Kondolenzbuch online gestellt.
Raub am Leipziger Hauptbahnhof
Mitten in der Nacht zum heutigen Freitag sind am Leipziger Hauptbahnhof zwei junge Männer im Alter von 17 und 19 Jahren ausgeraubt worden. Gegen 1:15 Uhr waren die Beiden von vier anderen Männern vor dem Bahnhofsgebäude unter Androhung von Gewalt, zur Herausgabe von Bargeld aufgefordert worden, berichtet die Leipziger Polizeidirektion.
Doch damit nicht genug: Die Täter forderten ihre Opfer außerdem dazu auf, Geld vom Automaten abzuheben und an sie abzuliefern. Mit dem erbeuteten Geld flüchteten die vier Gangster dann in Richtung Kurt-Schuhmacher-Straße. Die Polizei veröffentlichte Personenbeschreibungen zu den vier Tatverdächtigen und sucht nach Zeugen.
Winterchaos im Vogtland und Erzgebirge
Starke Schneeverwehungen machten heute so manche Ortschaft im Vogtland nur schwer zugänglich, berichtet der MDR. Grund dafür ist das Sturmtief Tizian, das für winterliches Chaos auf den Straßen sorgte. Unter anderem betroffen war dadurch die B94 zwischen Reichenbach und Schönfeld.
Darüber hinaus waren auch Verkehrswege in den Landkreisen Zwickau, Mittelsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge durch das winterliche Weiß in Mitleidenschaft gezogen worden. Extrem starker Wind und Straßenglätte hielten auch die Einsatzkräfte im Erzgebirge auf Trab. Hier stand vor allem die B95 im Abschnitt zwischen Annaberg-Buchholz und Oberwiesenthal im Fokus.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Wärme für Leipzig, Teil 2: Der Umbau der Energieversorgung in Leipzig für das Heizen
Rote Bete: Die Vielfalt eines alten Kulturgemüses entdecken
Neue Forschung an der Uni Leipzig: Wie man Gehirnzellen beim Lernen beobachten kann
2026, was kommt: Auch die Oper Leipzig beteiligt sich an „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur“
Was sonst noch wichtig war:
Erneute Schließfach-Attacke: Schon wieder sind Bankschließfächer in einer Sparkasse in Nordrhein-Westfalen aufgebrochen worden. Diesmal traf es eine Filiale in Halle (Westfalen).
Trump droht Iran: Die Gewaltanwendung gegen Protestierende im Iran hat nun US-Präsident Trump auf den Plan gerufen, der mit einem Eingreifen droht.
Dafür ist Geld da: Das private Geldvermögen der Deutschen ist im Jahr 2025 auf über 10 Billionen Euro angestiegen – eine Steigerung um knapp 600 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr.
Kältebus-Brandstifter gefasst: Nachdem nun auch der dritte Kältebus der Berliner Stadtmission angezündet worden war, konnte der Täter geschnappt werden: Es war offenbar selbst ein Obdachloser.
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