Am Universitätsklinikum sind Beschäftigte erneut in den Warnstreik getreten. Für den morgigen Dienstag ruft die Gewerkschaft Ver.di bundesweit zur Arbeitsniederlegung auf. Außerdem: Die Polizei ermittelt gegen einen Mann und eine Frau, welche am Leipziger Hauptbahnhof den Hitlergruß gezeigt hatten. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 9. Februar 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war. 

Warnstreiks am UKL und in den Hochschulen

Erneut haben am heutigen Montag Beschäftigte des Leipziger Universitätsklinikums gestreikt. Dazu aufgerufen hatte die Gewerkschaft Ver.di. Bei den sogenannten „Partizipationsstreiks“ geht es allerdings nicht um konkrete Tarifverhandlungen des UKL. Am Klinikum gilt ein Haustarifvertrag, welcher schlussendlich aber ebenso von den aktuellen Tarifverhandlungen der Länder (TdL) und Gewerkschaften beeinflusst wird.

Großflächiger mobilisiert Ver.di für den morgigen Dienstag: Bundesweit sind Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes der Länder – das betrifft etwa Mitarbeitende an Hochschulen – dazu aufgerufen, ganztägig ihre Arbeit niederzulegen.

Die Beschäftigten der Länder fordern von den Arbeitgebern in der TdL u. a. die Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten um 7 %, mindestens aber um 300 Euro monatlich. Auch die Entgelte der Auszubildenden, Dual Studierenden und Praktikant*innen sollen sich um 200 Euro monatlich erhöhen. Die Gewerkschaft fordert außerdem die unbefristete Übernahme in Vollzeit der Auszubildenden und Dual Studierenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung sowie die Tarifierung der Arbeitsbedingungen der studentischen Beschäftigten.

„Die Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst der Länder leisten täglich unverzichtbare Arbeit für die Gesellschaft. Sie haben Anspruch auf eine faire Bezahlung und Wertschätzung ihrer Arbeit”, bekräftigte Johannes Mielke, der stellvertretende Bezirksgeschäftsführer von Ver.di.

Ermittlungen nach Hitlergruß am Bahnhof

Wie die Polizei am heutigen Montag mitteilte, wurden am gestrigen Sonntagnachmittag ein Mann (51) und eine Frau (42) aufgegriffen, die verbotene rechtsradikale Musik abgespielt und mehrfach den Hitlergruß gezeigt hatten.

Nun laufen Ermittlungen wegen Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen.

Mehr als 50 Tote bei Bootsunglück im Mittelmeer

Vor der lybischen Küste kamen am vergangenen Freitag 53 Geflüchtete bei einem Bootsunglück ums Leben oder werden noch vermisst. Das teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Genf mit. Das Unglück ereignete sich nördlich von Zuwara im Mittelmeer.

Zwei Frauen aus Nigeria überlebten den tragischen Vorfall. Ihnen zufolge war ihr überfülltes Schlauchboot in der Nacht zum Freitag von Al-Sawija im Westen Libyens gestartet. Nach etwa sechs Stunden sei dann Wasser eingedrungen und das Boot gekentert.

Rote Linien, LVB-Finanzierung und der sechste Tag

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Der Stadtrat tagte: Stadtrat genehmigt 96,5 Millionen Euro zur Finanzierung der LVB

Hausrecht und Rote Linie im Felsenkeller: Geschäftsführer Jörg Folta im Interview

Der Stadtrat tagte: Die Wilhelm-Busch-Schule kann im Sommer in die Reichpietschstraße umziehen

Der sechste Tag: Eine Einladung, den serbischen Autor der Moderne Rastko Petrović zu entdecken

Zugverkehr zwischen Leipzig und Chemnitz lahmgelegt

Was heute außerdem wichtig war: Durch die Beschädigung von Kabeln kam und kommt es auf der Bahnstrecke zwischen Leipzig und Chemnitz zu Einschränkungen. Bisher unbekannte Täter*innen hatten sich Zugang zu einem Kabelschacht der Bahn unter einer Brücke der Torgauer Straße verschafft. Im Laufe des heutigen Tages soll der Schaden repariert sein.

Mehr Sicherheit im Internet für Kinder

Was morgen wichtig wird: Der morgige 10. Februar ist der Safer Internet Day. Anlässlich des Aktionstages appelliert die Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder (DSK) an den Gesetzgeber, im Zuge der Diskussionen über den Digitalen Omnibus die Rechte von Kindern gesetzlich zu stärken. Die DSK hat dazu zehn Reformvorschläge zur Verbesserung des gesetzlichen Datenschutzes von Kindern vorgelegt.

„Wir haben als Gesellschaft die Aufgabe, Kindern die bestmögliche Entwicklung zu ermöglichen. Dazu gehört auch, dass sich Kinder sicher und selbstbestimmt in der digitalen Welt bewegen können. Kinder brauchen dazu einen Schutzraum, der vom unerwünschten Zugriff anderer sicher ist“, so Prof. Dr. Tobias Keber, der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg und derzeit DSK-Vorsitzender.

 

 

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar