Ein 9-Jähriger wurde bei einem Unfall in Leutzsch lebensgefährlich verletzt. RB Leipzig konnte sich in einer spannenden Begegnung den Sieg gegen Mönchengladbach sichern. Und: Die Weltpolitik blickt mit Spannung auf die Parlamentswahl in Ungarn. Hier könnte der störrische Ministerpräsident Orbán nach fast 16 Jahren die Macht verlieren. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, dem 11. und 12. April 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Unfall mit Straßenbahn in Leutzsch: Junge lebensbedrohlich verletzt, Polizei sucht Zeugen
Ein schwerer Unfall in Leipzig-Leutzsch mit einem lebensbedrohlich verletzten Kind ereignete sich am Samstag. Dies berichten mehrere Medien, unter anderem der MDR.
Nach aktueller Kenntnis befuhr der 9-Jährige am späten Nachmittag im Beisein seiner Mutter den Gehweg im Bereich der Leutzsch-Arkaden auf der Georg-Schwarz-Straße, als er seitlich in eine parallel fahrende Straßenbahn fuhr und unter das tonnenschwere Schienenfahrzeug geriet. Wie genau es dazu kam, ist derzeit noch unklar.
Der Junge wurde mit schwersten Verletzungen in eine Klinik gefahren. Der Unfallort war längere Zeit weiträumig abgesperrt, es kam zu Umleitungen. Aktuell sucht die Verkehrspolizeiinspektion nach Zeugen zum Unfallhergang. Meldungen werden erbeten an die Verkehrspolizeiinspektion Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 – 2850 (tagsüber) sonst 255 – 2910.
Packende Partie in Leipzig: Rasenballer setzen sich gegen Mönchengladbach durch
In einer packenden Partie setzte sich RB Leipzig am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach durch und konnte letztlich mit 1:0 (0:0) seinen dritten Tabellenplatz in der Bundesliga behaupten. Auch wenn der entscheidende Treffer durch Yan Diomande bis zur Spielminute 80 auf sich warten ließ, erlebten die mehr als 47.000 Zuschauer im Leipziger RB-Stadion ein Feuerwerk an Torchancen und einen unterhaltsamen Schlagabtausch.
Beide Seiten übten jeweils Druck auf den Gegner aus und schufen sich reale Chancen, scheiterten jedoch an Paraden der Torhüter Moritz Nicolas (Mönchengladbach) bzw. Marten Vandevoort (Leipzig). Auch die zweite Halbzeit sparte nicht am wilden Duell – bis Yan Diomande für die Leipziger aus 11 Metern Entfernung in halblinker Position zum gegnerischen Tor die Erlösung brachte …
Schmähplakate erdulden musste derweil Gladbachs Kapitän Rocco Reitz, der im Sommer nach Leipzig wechselt.
Ungarn hat die Wahl: Kommt es zum Machtwechsel in Budapest?
Es dürfte die wichtigste Parlamentswahl in einem EU-Land Anno 2026 sein: In Ungarn zeichnet sich aktuell am heutigen Sonntag eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 19:00 Uhr schließen dort die Wahllokale, vier Stunden vorher sollen bereits zwei Drittel von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht haben.
Dem amtierenden Ministerpräsidenten Viktor Orbán, der weiter an der Macht bleiben will, steht sein Herausforderer Péter Magyar (45) gegenüber. Kritiker werfen dem 62-jährigen Orbán, seit Ende Mai 2010 ununterbrochen auf seinem Posten und damit dienstältester Regierungschef der EU, Rechtspopulismus und einen autoritären Kurs vor.
Ungarn habe sich unter seiner Führung immer mehr in eine Art illiberale Demokratie verwandelt. Unter anderem würden Journalisten behindert, die Medienlandschaft zunehmend kontrolliert und Hass auf Minderheiten geschürt. Auch Korruptionsanschuldigungen stehen im Raum.
Orbán gilt innerhalb der EU als notorischer Quertreiber, der aus Taktik Ukraine-Hilfen blockiert. Sein Draht sowohl zu Russlands Präsident Wladimir Putin (73) als auch zu US-Präsident Donald Trump (79) ist kein Geheimnis. Orbáns Fidesz-Partei, die eher im ländlichen Raum verankert ist, lag in Umfragen zuletzt hinter der Tisza des europafreundlichen Widersachers Magyar, der vor allem in den Städten auf Wähler zählen kann.
Worüber die LZ am Wochenende berichtet hat:
Endabrechnung für 2025: Preisbereinigt war das sächsische BIP im Minus
Unfälle, Blockierungen, Fahrzeugausfälle: LVB zählten im letzten Jahr 6.343 Störungen im Liniennetz
Marode Agra-Brücke: Warum hält Leipzigs OBM an der Tunnellösung fest?
3.600 Stromsperren in Leipzig 2025: Wer hilft, wenn die fette Stromrechnung kommt?
Der Stadtrat tagte: Wenn selbst Ute Köhler-Siegel im Stadtrat richtig wütend wird + Video
Was sonst noch so los war:
Am Leipziger Stannebeinplatz brannte am Samstag ein Toilettenhäuschen nieder.
BSG Chemie Leipzig gewann das Stadtderby gegen den 1. FC Lok am Sonntag mit 1:0.
In der KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar wurde anlässlich der Lagerbefreiung vor 81 Jahren am Sonntag an die Opfer des NS-Terrors erinnert.
US-Präsident Trump kündigte eine Blockade der Straße von Hormus an, zuvor waren Versuche einer Einigung mit dem Regime in Teheran gescheitert.
Kalenderblatt: Als ein lachender Bauernsohn auf einmal weltberühmt wurde
Ein freundlich lachender Bauernsohn aus der Oblast Smolensk schreibt vor 65 Jahren Weltgeschichte: Am 12. April 1961 umrundet der sowjetische Kosmonaut Juri Alexejewitsch Gagarin in der Raumkapsel „Wostok 1“ innerhalb von 108 Minuten die Erde und wird zum ersten Menschen im Weltall. Für die Sowjetunion, die acht Jahre nach dem Tod Stalins viel vom Ruch des Massenterrors verloren hat, ist es ein kaum zu überschätzender Coup beim Rennen mit den USA um die Vorherrschaft im Erdorbit.
Gagarin avanciert zum Helden und zu einer Symbolfigur für Technik- und Fortschrittseuphorie. Dass der 27-Jährige beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre in seiner erhitzten Kapsel nur knapp dem Tode entging – böse Zungen witzeln heimlich vom „glühenden Kommunisten“ –, verschweigen die Sowjets gegenüber der Weltöffentlichkeit. Für eine weitere Weltraummission wird der ausgebildete Kampfpilot nie mehr eingesetzt.
Seinen tragischen Tod verhindert das nicht: Der zweifache Vater stirbt 1968 mit 34 Jahren beim Absturz eines Kampfjets, den auch Kollege Wladimir Serjogin mit dem Leben bezahlt. Gagarins Platz in der Welt(raum)geschichte aber bleibt. Er ist der Startschuss für Zeiten wie heute, wo der Mond wieder zum Ziel wird und neue Player um die Macht im All kämpfen.
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