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Institut für Zukunft befürchtet durch neue Corona-Regeln den „Todesstoß für die Kultur“

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    In der sächsischen Kulturszene regt sich Widerstand gegen die neue Corona-Schutzverordnung. Während beispielsweise der Leipziger Club „Institut für Zukunft“ (IfZ) die geplanten Kapazitätsbeschränkungen kritisiert, rücken sich die „Jazztage Dresden“ mit einem Wutbrief gegen 2G-Regeln in die „Querdenker“-Ecke. Das Kabinett möchte am Freitag, dem 5. November, beschließen, dass sich unter anderem im Innenbereich von Kultureinrichtungen nur noch Geimpfte und Genesene aufhalten dürfen.

    Sollte die Corona-Schutzverordnung morgen wie geplant beschlossen werden, wäre das der „Todesstoß für die Kultur“, schrieb IfZ-Betreiber Franz Thiem in einer am Donnerstag, dem 4. November, verschickten Mitteilung.Vor allem stört sich Thiem daran, dass nicht nur 2G, sondern auch Masken-, Abstands-, und Kapazitätsregeln gelten sollen. Der Betrieb seines Clubs sei erst ab 200 Besucher/-innen rentabel. Erlaubt wären aber nur noch maximal 150 Personen. „Jede Spielstätte sagt mir das Gleiche: Alle werden kommende Woche zumachen müssen. Das geht nicht!“ Zudem gebe es bei diesem „versteckten Lockdown für alle“ keine finanziellen Entschädigungen mehr.

    IfZ für 2G und Testpflicht

    Dabei fordert selbst Thiem als Clubbetreiber harte Maßnahmen: 2G für die Kulturbetriebe, verbunden mit einer Testpflicht selbst für Geimpfte und Genesene. Gleichzeitig müssten jene Tests wieder kostenlos sein und Auflagen zu Maskenpflicht, Abständen und Kapazitätsgrenzen entfallen.

    Ganz anders sieht es Kilian Forster. Er ist Intendant der „Jazztage Dresden“ und behauptet in einer am Dienstag, dem 2. November, verschickten Pressemitteilung, dass Kulturbetriebe durch die 2G-Regel „genötigt werden, zu diskriminieren“. Er setzt dabei den Ausschluss von ungeimpften Menschen mit tatsächlichen Diskriminierungsformen wie Rassismus, Sexismus und Behinderten-Feindlichkeit gleich.

    Ungeimpfte treiben Inzidenz nach oben

    Später spricht Forster von einer „Hetzjagd auf Ungeimpfte“ als angeblich Verantwortliche für die Pandemie und greift damit eine Rhetorik aus dem „Querdenker“-Milieu auf. Zumindest sind Ungeimpfte größtenteils für hohe Inzidenzwerte und volle Krankenhausbetten verantwortlich. Die 7-Tage-Inzidenz der Ungeimpften liegt in Sachsen derzeit bei knapp 800 – etwa zehnmal so hoch wie jene der Geimpften. Ähnlich ist das Verhältnis in den Krankenhäusern.

    Der Kulturbereich gehört zu jenen, die von den bisherigen Corona-Maßnahmen am schlimmsten betroffen waren. Nach einem Kultur-Lockdown von wenigen Wochen zu Beginn der Pandemie mussten im November 2020 viele Einrichtungen für rund ein halbes Jahr schließen. Clubs waren noch länger betroffen, weil sie offiziell nicht zur Kultur zählen.

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