Im Rahmen des Gedenkjahrs „130 Jahre Städtische Arbeitsanstalt in Leipzig“ eröffnet am heutigen Donnerstag, 14. Juli, um 17 Uhr im ehemaligen Pförtnerhäuschen der Riebeckstraße 63 das Offene Depot. Hier werden Dinge und Erzählungen gesammelt, um die Geschichte der ehemaligen Städtischen Arbeitsanstalt zu erforschen und einen aktiven Gedenk- und Begegnungsort zu gestalten.

Bereits ab 14 Uhr bietet ein Erzählcafé die Möglichkeit, mit ehemaligen Bewohner/-innen, Zeitzeug/-innen, Nachbar/-innen und Mitgliedern des Initiativkreises Riebeckstraße 63 e.V. ins Gespräch zu kommen.

Nach einer kurzen Einführung kann das Offene Depot ab 17 Uhr besichtigt sowie das gesamte Gelände mithilfe eines Audiorundgangs erkundet werden. Parallel laden der Initiativkreis und Verein Riebeckstraße 63 die Besucher/-innen dazu ein, eigene Dokumente, Fotografien, Objekte und Geschichten für das Offene Depot mitzubringen und dort auszustellen.

Worum geht es im Offenen Depot?

Das Offene Depot macht Kontinuitäten, Brüche und Gegenwartsbezüge sichtbar und soll zur Auseinandersetzung mit der Gewaltgeschichte dieses Ortes anregen.

Am 8. November 1892 eröffnet, war die Städtische Arbeitsanstalt über Jahrzehnte Inbegriff von repressiver Sozialpolitik, Stigmatisierung, Ausgrenzung und Arbeitszwang. Die Veranstaltungsreihe „130 Jahre Städtische Arbeitsanstalt in Leipzig“ und das Offene Depot markieren die Anfänge einer Aufarbeitung dieser Geschichte am historischen Ort.

Sie wird von der Stadt Leipzig im Rahmen des Initiativfonds der Partnerschaft für Demokratie gefördert.

Am 21. Juli um 17 Uhr sind Interessierte herzlich eingeladen, die Geschichte des Ortes im Rahmen eines historischen Rundgangs kennenzulernen. Das Offene Depot ist bis Ende August immer donnerstags zwischen 14 und 17 Uhr geöffnet. Für die Übergabe von Objekten und Quellen können auch individuelle Termine vereinbart werden.

Ab September trifft sich der Initiativkreis an jedem ersten Donnerstag im Monat um 17 Uhr im ehemaligen Pförtnerhäuschen der Riebeckstraße 63. Alle Interessierten sind dazu willkommen.

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