35 Millionen Euro für zwei neue Hingucker

2019 werden im Zoo Leipzig das neue Feuerland und das alte Aquarium angepackt

Für alle LeserDas Jahr neigt sich dem Schlussakkord zu. Alle schauen noch mal in ihre Bilanz. Auch Zoodirektor Dr. Jörg Junhold ist happy über das vergangene Jahr mit seinem sehr, sehr langen Sommer. Mit voraussichtlich 1,7 Millionen Besuchern werden rund 50.000 mehr Gäste als im Vorjahr den Zoo der Zukunft besucht haben und auch die Beliebtheit der Jahreskarten ist mit aktuell 42.000 verkauften Exemplaren in 2018 ungebrochen, konnte er am Mittwoch verkünden.

Es war ja auch noch ein kleines Jubiläumsjahr rund um den 140. Geburtstag des Zoos. „Angefangen mit der Premiere des Magischen Tropenleuchtens, der Eröffnung der Themenwelt Südamerika über unseren Zoo-Geburtstag im Juni bis zum ausgesprochen besucherstarken Oktober haben wir ein extrem spannendes Jahr erlebt“, schätzte Prof. Junhold ein.

Und fertig ist er mit dem Zoo-Umbau auch in diesem Jahr noch nicht.

Ab dem 20. Dezember werden mit dem größten leuchtenden Löwen Europas sowie einem mehr als vier Meter großen bunten Lichter-Kolibri weitere Akzente im Konzertgarten gesetzt, die die Vorfreude auf die neuerliche Auflage des Magischen Tropenleuchtens vom 10. Januar bis 3. Februar wecken werden und auf einen erfolgreichen Jahresschlussspurt hoffen lassen.

Die neue Tierwelt "Feuerland" soll ab 2019 gebaut werden. Visualisierung: Zoo Leipzig

Die neue Tierwelt „Feuerland“ soll ab 2019 gebaut werden. Visualisierung: Zoo Leipzig

Erfolgreich lief auch die Aktion „140 Elfchen zum 140. Geburtstag“ von Zoo und Zooschule. Mehr als 2.500 Einsendungen gab es. Prof. Junhold ehrte heute stellvertretend für die vielen Teilnehmer eine dritte Klasse aus Leipzig und lobte das Engagement der Lehrer und Betreuer, die ihren Schützlingen die Teilnahme schmackhaft gemacht haben.

Zudem bedankte sich Zoodirektor Prof. Junhold ausdrücklich beim Freundes- und Förderverein, der nicht nur wachsende Mitglieder- und Patenzahlen vermeldet, sondern in diesem Jahr statt der anlässlich des Geburtstages angekündigten drei Mal 140.000 Euro sogar 700.000 Euro an den Zoo übergeben hat. Insgesamt hat der Verein somit mehr als sieben Millionen Euro Spenden für die Entwicklung des Zoos und das Wohl der Tiere gesammelt.

Tropenleuchten im Gondwanaland. Foto: Zoo: Leipzig

Tropenleuchten im Gondwanaland. Foto: Zoo: Leipzig

Seit der Eröffnung von Pampas, Pantanal und Patagonien im Mai sind einige neue Tierarten im Zoo heimisch geworden und haben ihre Fans gefunden. Ameisenbären, Pekaris und Capybaras gehören ebenso zu den Neulingen wie Große Maras und Guanakos, bei denen jeweils der erste Nachwuchs geboren wurde. Zu den zoologischen Highlights gehörten zudem die beiden Geburten bei den vom Aussterben bedrohten Schimpansen, der erste Zuchterfolg beim neuen Kronenmaki-Paar sowie bei den Kaiserschnurrbarttamarinen.

Der Artenschutz-Euro

Darüber hinaus hat der Zoo Leipzig sein Engagement in aller Welt weiter ausgebaut. Nach der Einführung des Artenschutz-Euros zum Start des vergangenen Jahres erfährt er auch in diesem Jahr große Unterstützung durch die Zoobesucher. Mehr als 655.000 Euro kamen in 2018 bereits zusammen. Neben dem Einsatz in zahlreichen bestehenden Projekten übernimmt der Zoo Leipzig ab 2019 auch die Trägerschaft für ein Projekt zum Erhalt der Cat Ba Languren in Vietnam, intensiviert seine Unterstützung für die Anoas im Nantu Forest auf Sulawesi und fördert eine Studie zum Bestand der großen Raubtiere in Äthiopien.

2019 werden das historische Aquarium und das neue Feuerland angepackt

Im Jahr 2019 liegt der Fokus im Zoo der Zukunft einerseits auf der Sanierung des historischen Aquariums mit einem Investitionsvolumen von zehn Millionen Euro und dem Bau von Feuerland mit einer Projektsumme von 25 Millionen Euro.

Der geplante Unterwassertunnel im "Feuerland". Visualisierung: Zoo Leipzig

Der geplante Unterwassertunnel im „Feuerland“. Visualisierung: Zoo Leipzig

Andererseits soll auch kein Monat ohne ein erlebnisreiches Veranstaltungshighlight vergehen, so Junhold. Mit den Entdeckertagen Asien und dem Welt-Schuppentier-Tag nimmt der Februar nach dem Tropenleuchten Fahrt auf und mündet in den Entdeckertagen Artenschutz zum Start in den März.

Im April locken dann die Entdeckertage Raubtiere, der fünfte Geburtstag des Leoparden-Tals und ein tierisch abwechslungsreicher Osterspaziergang in den frühlingshaften Zoo. Die kleinen Totenkopfaffen stehen bei den Entdeckertagen Affen im Mai ebenso im Fokus wie die beeindruckenden Menschenaffen.

Weitere Höhepunkte im Jahresverlauf werden das Fest der Kontinente, der Afrika-Sommer mit dem 15. Geburtstag der Kiwara-Savanne sowie im September der 50. Geburtstag der Zooschule und die Neuauflage des K!DZ-Riesenkinderfestes sein.

Ab dem 17. Mai lädt der erste Südamerika-Abschnitt im Zoo Leipzig zum Besuch ein

ZooZoo der Zukunft
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Vorfahren aller späteren Neandertaler lebten schon vor 120.000 Jahren in Mitteleuropa
Oberkieferknochen eines Neandertalermädchens aus der Scladina-Höhle in Belgien. Foto: J. Eloy, AWEM, Archéologie andennaise

Foto: J. Eloy, AWEM, Archéologie andennaise

Für alle LeserWenn es eine Menschengruppe gäbe, die wirklich von sich behaupten könnte, der am längsten in Europa heimische Europäer zu sein, dann wäre das der Neandertaler. Einen Großteil der Eiszeit hat er in Europa überlebt. Erst vor 40.000 Jahren starb er aus und der moderne Mensch, der aus Afrika einwanderte, übernahm den Kontinent. Aber eine Untersuchung an ganz alten Knochen zeigt jetzt: Es könnte schon vorher vielleicht eine kleine Zuwanderung aus Afrika gegeben haben.
Der Stadtrat tagt: Klares Bekenntnis gegen Antisemitismus und Antiromaismus
Abstimmung am 26. Juni 2019 im Interimssaal. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIn einer umfangreichen Erklärung hat sich der Stadtrat am Mittwoch, den 26. Juni, „gegen jeden Antisemitismus“ positioniert. Fast alle Stadträte stimmten einem gemeinsamen Antrag von SPD, CDU, Grünen und Freibeutern zu. Auch ein Antrag unter dem Titel „Kein Platz für Antiromaismus in Leipzig“ wurde angenommen. Die AfD stimmte beiden Anträgen zu, relativierte in einer Rede jedoch den Antisemitismus im Nationalsozialismus.
Der Stadtrat tagt: Aufstellung Sozialer Erhaltungssatzungen beschlossen
Ein kleiner Unterschied zwischen Aufstellungsbeschluss und Erhaltungssatzung. Mathias Weber (Die Linke). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Stadtrat hat die Aufstellung einer Sozialen Erhaltungssatzung für zahlreiche Untersuchungsgebiete in Leipzig beschlossen. Betroffen sind unter anderem Plagwitz, Lindenau, Kleinzschocher, Leutzsch, Gohlis-Süd und Teiles des Ostens und Südens. Im Oktober soll die Verwaltung dem Stadtrat rechtssichere Satzungsentwürfe vorlegen.
Der Stadtrat tagt: Jugendparlament setzt Impulse bei Radstation und Mülltrennung
Annegret Janssen vom Jugendparlament Leipzig und Burkhard Jung beim kurzen Grübeln. Foto L-IZ.de

Foto L-IZ.de

Für alle LeserDer Stadtrat hat am Mittwoch, den 26. Juni, zwei Anliegen des Jugendparlaments unterstützt, die das Innenstadtgebiet betreffen. Zum einen soll unter anderem mittels Bürgerbeteiligung die Eröffnung einer Radstation am oder im Hauptbahnhof angestrebt werden. Zum anderen möchte die Stadt darüber verhandeln, die Papierkörbe an LVB-Haltestellen durch Mülltrennungssysteme zu ersetzen.
Noch Karten für Sommertheater erhältlich
Logo Markkleeberg

Logo Markkleeberg

Die Stadtverwaltung Markkleeberg holt das Theatergenre in den agra-Park zurück. Ende Juni, Anfang Juli wird hier „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare gezeigt. Insgesamt fünf Vorstellungen sind vorgesehen.
Der Stadtrat tagt: 10-Punkte-Hitze-Antrag der Grünen unterliegt
Sozialdezernent Thomas Fabian. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser„Heiße und trockene Sommer sind keine Ausnahme, sondern werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zur Regel. Schnellstmöglich braucht es Maßnahmen, mit denen sich Leipzig an sommerliche Extremwetterlagen anpassen kann. Alle Leipziger haben das Recht auf sommerliche Lebensqualität in kühlen Nachbarschaften“, schrieben die Grünen in ihrem Antrag zu einem „10-Punkte-Programm gegen Hitze im Stadtgebiet“.
Der Stadtrat tagt: Die Juni-Sitzung (26.06.) im Livestream & Mitschnitt
Während der Ratssaal saniert wird: Das Interim des Leipziger Stadtrates ab Juni 2019. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserBei der heutigen letzten Ratsversammlung des „alten“ Stadtrates wird es gleich mehrfach ungewohnte Bilder geben. Zum einen finden die monatlichen Beratungen ab heute für zirka ein Jahr lang im Nebensaal des eigentlichen Hauptsaales statt. In diesem wurden bereits die alten Sitze entfernt, Wandvertafelungen entfernt und so auch die alten Seitengalerien des eigentlichen Saales offengelegt.
Der Stadtrat tagt: Keine Hunde in Leipziger Amtsstuben

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserMachen Hunde im Büro zufriedener? Ja, hört man aus anderen Städten. „,Bürohunde‘ können zu einem besseren Betriebsklima sowie Zusammengehörigkeitsgefühl führen und senken die Ausfälle durch Krankheit aufgrund der stressreduzierenden Wirkung“, schrieben die Freibeuter in ihren Stadtratsantrag, auch in Leipzigs Verwaltung Bürohunde zuzulassen. Der Antrag kam zur Stadtratssitzung am Mittwoch, 26. Juni, zur Abstimmung.
Der Stadtrat tagt: Auwaldstation erhält weitere zehn Jahre Gelder
Oberbürgermeister Burkhard Jung. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserGelegen im Schlosspark Lützschena ist die Auwaldstation Ausgangspunkt von Exkursionen und bietet viele Veranstaltungen. Bis Dezember 2019 bestand ein Vertrag über jährliche Förderung mit der Stadt Leipzig, die Ratsversammlung stimmte jetzt für die Verlängerung. Bis 2029 erhält die Station weiterhin 50.000 Euro pro Jahr aus dem städtischen Haushalt. Der Antrag des Ortschaftsrates Lützschena auf Erhöhung der Mittel scheiterte dagegen.
Der Stadtrat tagt: Mehr Geld für die Bahnhofsmission
Linke-Stadträtin Juliane Nagel. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Stadtrat hat am Mittwoch, den 26. Juni, mehrere Maßnahmen beschlossen, die die Situation am Hauptbahnhof verbessern sollen. Anlass war ein Antrag der Linksfraktion, die einen Verlust von Rückzugsräumen und Schlafmöglichkeiten für wohnungslose Menschen befürchtet.
Das Programm zur medizinischen Versorgung Sachsens ist auf die letzten paar Wochen gar nicht mehr umsetzbar
Rettungswagen auf der Karl-Liebknecht-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie aktuelle Wahlperiode in Sachsen geht zu Ende. Und sie geht so zu Ende, wie es manche Landtagsabgeordnete befürchtet hatten: Wichtige Projekte, die der regierenden CDU nicht wichtig erschienen, wurden entweder völlig ausgebremst oder so lange auf die lange Bank geschoben, bis sie gar nicht mehr in Regierungshandeln umgesetzt werden konnten. Das betrifft auch das brisante Thema der medizinischen Versorgung in Sachsen.
Am 29. Mai in der Red Bull Arena: RAMMSTEIN Europa Stadion Tour 2020
RAMMSTEIN Europa Stadion Tour 2020 © Jens Koch

© Jens Koch

Wenn es noch an Beweisen fehlte, dass Rammstein zu den momentan größten Bands der Welt gehören, sollte die Sache nach der Veröffentlichung von „Rammstein“, dem 7. Album der Band, und dem ersten Teil der Stadiontour endgültig klar sein. Denn da gab es: seitenweise Feuilleton-Diskussionen, der Sprung auf Platz 1 der Albumcharts in vielen europäischen Ländern, begeistertes Fan-Feedback auf das Album und beeindruckende Kritiken zur Tour, die in Rekordzeit ausverkauft war.
Neue Ausstellung im Leipziger Stasi-Unterlagen-Archiv : „30 Jahre nach der Friedlichen Revolution und dem Mauerfall“
Einst Stasi-Sitz in Leipzig: die heutige Gedenkstätte Runde Ecke Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Seit 1970 bis in die Gegenwart hinein malt die Künstlerin Diana Achtzig immer wieder Motive, die persönliche Schicksale und gesellschaftliche Prozesse aufgreifen. Dazu gehören szenische Bilder über die Flucht von DDR-Bürgern in den Westen, die Diktatur der DDR, die Stasi, die friedliche Revolution, den Mauerfall und die Einheit Deutschlands im Oktober 1990. „Ich interessiere mich für Brüche in Biografien von Menschen, die in diesem diktatorisch und ideologisch geprägten DDR-Staat lebten.“, so die DDR-Künstlerin.
Eine Studioausstellung im Böttchergässchen erzählt die Geschichte der Familie von Raphael Chamizer aus Leipzig
Familie Moritz Chamizer mit den Eltern Agnes und Moritz und den Geschwistern Betti, Lucie, Ephraim und Raphael, 1899. Foto: privat

Foto: privat

Für alle LeserDie Geschichte einer Stadt erzählt sich über die Menschen, die darin wohnen, ihre Schicksale und Lebenswege. Und dabei geht es nicht nur um die berühmten Bürgermeister, Handelsherren und Musiker. Es geht auch um Menschen wie den Arzt und Künstler Raphael Chamizer. Ihm und seiner Familie ist jetzt eine Ausstellung im Studio des Stadtgeschichtlichen Museums gewidmet.
Nicht alle Leipziger Teiche können mit Grundwasser befüllt werden
Der Rosentalteich am 20. Juni. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserNoch stand in der vergangenen Woche ein bisschen Wasser im Rosentalteich. Aber er wird auch in diesem Jahr austrocknen. Fische sind eh keine mehr drin. 2018 hat das Amt für Stadtgrün und Gewässer das Thema der austrocknenden Teiche noch nicht so deutlich thematisiert. Aber nach dem viel zu trockenen Winter hat auch der Sommer 2019 viel zu wenig Wasser. Und nur wenige Teiche können mit Grundwasser befüllt werden.