Seit 2019 wurde es umgebaut. Jetzt ist es endlich fertig und in einer ganz neuen Schönheit im Zoo Leipzig zu besichtigen: das 112 Jahre alte Aquarium, das jetzt auch ermöglicht, den Fischen von unten beim Schwimmen zuzuschauen. Am Freitag, 11. Februar, wurde das neue Schmuckstück des historischen Gründer-Gartens eröffnet und lädt ab sofort ein, in die außergewöhnliche Mannigfaltigkeit der Unterwasserwelt einzutauchen.

Zoodirektor Prof. Junhold vollzog zusammen mit Oberbürgermeister Burkhard Jung und der Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke die Eröffnung des traditionsreichen Aquariums, dessen Bestehen mit mehr als 112 Jahren Zoogeschichte verbunden ist.

Oberbürgermeister Burkhard Jung hebt hervor: „Die Unterwasserwelt der Meere ist auch in unserer komplett kartographierten Welt in großen Teilen immer noch ein Geheimnis. Das neu sanierte Aquarium im Zoo gibt den Menschen immerhin eine Idee davon, welche Vielfalt des Lebens sich unter der Wasseroberfläche findet. Mein großer Dank gilt dem Förderverein, der sich bei der aufwendigen Sanierung finanziell sehr stark eingebracht hat.“

Der Umbau und die Sanierung des Aquariums für 12,5 Millionen Euro wurde im Rahmen des Masterplans Zoo der Zukunft zwischen 2019 und 2021 umgesetzt. Der Freundes- und Förderverein sicherte dem Zoo von Beginn an seine finanzielle Unterstützung zu. Als Mehrkosten zu finanzieren waren, erweiterte er die finanzielle Unterstützung auf 2,5 Millionen Euro und übergab am Freitag im Rahmen der Eröffnung Dr. Skadi Jennicke, in ihrer Funktion als Aufsichtsratsvorsitzenden des Zoo Leipzig, die letzte Tranche in Höhe von einer Million Euro.

OBM Burkhard Jung zusammen mit Zoodirektor Jörg Junhold vor der neuen Überkopf-Panoramascheibe. Foto: Zoo Leipzig
OBM Burkhard Jung zusammen mit Zoodirektor Jörg Junhold vor der neuen Überkopf-Panoramascheibe. Foto: Zoo Leipzig

„Wir haben in dieser herausfordernden Pandemiezeit seitens der Stadt, aber auch durch den Freundes- und Förderverein, viel Unterstützung für das Projekt erfahren. Das empfinden wir keineswegs als Selbstverständlichkeit und verpflichtet uns zu aufrichtigem Dank. Bedanken möchte ich mich auch bei allen Mitstreitern des Teams vom Gründer-Garten und der Bauabteilung, die die Modernisierung und die logistische Herausforderung, fast 3.000 Tiere vorübergehend umzuquartieren und wieder einzugewöhnen, mit persönlichem Engagement und großer Qualität gemeistert haben“, resümiert Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.

Eintauchen in die Vielfalt der Unterwasserwelt

Mit der Modernisierung geht auch die inhaltliche Neuausrichtung des Hauses einher, die den Fokus auf die tropischen und subtropischen Meer- und Süßwasserlebensräume und deren Bewohner sowie auf die gezielte Erhaltungszucht hochbedrohter Fischarten richtet. Für die Besucher bedeutet der Umbau ein beispielloses Besuchserlebnis im Aquarium mit zahlreichen neuen Attraktionen:

Bereits auf dem neu gestalteten Aquariumsvorplatz werden sie von einer großen Koi-Teichlandschaft und einem 2,30 Meter hohen Koi-Dome auf den Themenkomplex eingestimmt, bevor es in den zweistöckigen Rundbau geht, in dem ein imposanter Treppenaufgang zum 360° Ringbecken führt, das unter anderem Schaufelnasen-Hammerhaie und verschiedene Arten Kuhnasenrochen beherbergt.

Innenaufnahme Mittelbau mit Überkopf-Scheibe des Panoramabeckens. Foto: Zoo Leipzig
Innenaufnahme Mittelbau mit Überkopf-Scheibe des Panoramabeckens. Foto: Zoo Leipzig

Ein richtiger Hingucker ist die Überkopf-Scheibe des 120.000 Liter großen Panoramabeckens, das einen überfluteten südamerikanischen Tropenwald abbildet und außergewöhnliche Einblicke in das Leben der Unterwasserbewohner bietet. Ein in Leipzig erstmals gezeigter Quallen-Kreisel, eine Besucher-Kuppel im Nemo-Becken sowie eine Forschungsstation, die Einblicke in das Ökosystem Tiefsee gibt, sind weitere Neuheiten des Hauses.

Das angrenzende Terrarium wird in den nächsten zwei Jahren ebenfalls grundlegend modernisiert. Insbesondere die Haustechnik muss mit Blick auf den Neubau des Aquariums erneuert werden, um zukünftig beide Häuser optimal versorgen zu können.

Hinweis der Redaktion in eigener Sache

Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten alle Artikel der letzten Jahre auf L-IZ.de zu entdecken. Über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall.

Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

Vielen Dank dafür.

- Anzeige -

Empfohlen auf LZ

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar