Schon das Jahr 2020 hatte es in sich. Die ersten Lockdowns sorgten damals schon dafür, dass die Besucherzahl gegenüber dem Vorjahr, als 1,8 Millionen Menschen den Zoo besuchten, auf 1,35 Millionen absackte. 2021 waren die Einschränkungen durch die Lockdowns noch etwas strenger. Logisch, dass Zoodirektor Jörg Junhold von einem „herausfordernden Jahr“ spricht.

Noch nie in der Geschichte war der Leipziger Zoo über mehrere Monate geschlossen und wurde der Zooalltag weitestgehend von einer Pandemie dominiert.

„Auch wenn wir uns das gesamte Jahr im Krisenmodus befanden und fortlaufend unsere Prozesse anpassen mussten, können wir dankbar und zufrieden auf das Jahr zurückblicken. Es ist uns gelungen, unseren Besuchern trotz zahlreicher Restriktionen ein positives Besuchserlebnis zu ermöglichen, was sich insbesondere im hohen Besucheraufkommen in den Sommermonaten widerspiegelte. Außerdem konnten wir unsere umfangreichen Bauprojekte, wie Feuerland und die Modernisierung des Aquariums, konsequent vorantreiben“, fasst Zoodirektor Prof. Jörg Junhold das Jahr 2021 zusammen.

Zum Jahresabschluss hatten doch noch rund 1,26 Millionen Gäste den Zoo besucht, 250.000 Besucher weniger als geplant.

„Für uns ist das Ergebnis im Kontext des Pandemiegeschehens erfreulich, zeigt es uns doch, dass Zoos nach wie vor zu den beliebtesten Freizeiteinrichtungen gehören“, bewertet Junhold die Zahl. Im vorangegangenen Corona-Jahr (2020) waren es 1,35 Millionen Besucher, die trotz Einschränkungen den Zoo besuchten.

Weiterhin ungebrochen ist die auch hohe Spendenbereitschaft während der Pandemie. „Wir haben auch im zweiten Pandemie-Jahr einen unglaublichen Rückhalt durch die Öffentlichkeit, die Stadt Leipzig, zahlreiche Unterstützer, Spender und Freunde des Zoos erhalten, der uns durch dieses schwierige Jahr getragen und für die Zukunft gestärkt hat. Dafür sind wir dankbar“, betont Junhold.

Was 2022 passieren soll

Gleich vier Jubiläen will der Zoo in diesem Jahr zu feiern: 20 Jahre Lippenbären-Schlucht, fünf Jahre Hochgebirgslandschaft Himalaya, 25 Jahre K!DZ – Riesenkinderfest zugunsten der Uni-Kinderklinik Leipzig sowie die 1000. Sendung von „Elefant, Tiger & Co.“.

Schneeleopardin Chandra mit Jungtier. Foto: Zoo Leipzig
Schneeleopardin Chandra mit Jungtier. Foto: Zoo Leipzig

Parallel wird an der Wasserwelt Feuerland und der Sanierung des Terrariums weitergearbeitet. Die Modernisierung des Aquariums konnte zum Jahresende abgeschlossen werden. Wann aber die Eröffnung dieses altehrwürdigen Schmuckstückes im Gründer-Garten gefeiert werden kann, richte sich nach der Entwicklung des Pandemiegeschehen und der daraus resultierenden Verfahrensweise im Umgang mit der Öffnung der Tierhäuser, betont Junold.

„Wir hoffen inständig, dass wir unseren Besuchern demnächst wieder das komplette Zooerlebnis ermöglichen können. Unsere Gäste können sich aber schon heute auf ein spannendes Zoojahr freuen. Unsere sehr erfolgreiche Dinosaurier-Ausstellung mit 20 lebensgroßen Exponaten geht ins zweite Jahr und wird Dinofreunde weiterhin begeistern.

Ebenso erwarten wir in unseren sechs Erlebniswelten wieder zahlreichen Nachwuchs. Vor allem im Bereich Asien können wir heute schon zwei Trächtigkeiten bei unseren Elefantenkühen Thuza und Pantha verkünden, die frühestens zum Jahreswechsel 2022/2023 ihre Kälber zur Welt bringen werden. Hier hoffen wir, dass, wie auch bei den Menschenaffen, Darwin Nandus, Antilopen und den Katzen, die Nachkommen gesund geboren werden und auch aufkommen“, so Junhold.

Weiterhin einen hohen Stellenwert werde der Zoo der Artenschutzarbeit einräumen, die trotz Pandemie in allen Projekten auf der Welt weitergeführt wird.

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