Die guten Nachrichten: Für daheim urlaubende Kids beginnt heute der Verkauf des Ferienpasses mit wirklich vielen spannenden Angeboten und Vorteilen für die Sommerzeit. Zudem wird in Engelsdorf der Schulweg sicherer. Das Friedensgebet steht heute im Zeichen der Jüdischen Woche. Doch jetzt kommts dicke: die Leipziger Sommerbaustellen beginnen, einige davon anders, als geplant.

Ein Schritt vor, ein Schritt zurück

Heute beginnen in Leipzig und Taucha mehrere  Baumaßnahmen, die uns zum Teil bis in den Herbst begleiten werden. Los geht’s an der Ostseite des Hauptbahnhofs. Betroffen ist der Bereich der Regionalbussteige. Dort sanieren die Wasserwerke Trinkwasserleitungen. Die Arbeiten sollen bis Mitte September 2026 andauern.

In der Südvorstadt beginnt ein neuer Bauabschnitt im Zuge des Fernwärmeausbaus, der sich Stück für Stück durchs Viertel schiebt. Die Fichtestraße wird bis zum 30. September zwischen Kochstraße und August-Bebel-Straße voll gesperrt. Die Arbeiten sind Teil des Ausbaus des Fernwärmenetzes in der Südvorstadt. Bis 2032 wird es in weiteren Stadtgebieten erneuert und auf Klimafreundlichkeit umgestellt.

Taucha erwartet ab heute eine Vollsperrung der Straße „An den Höfen“  Höhe Nummer 14 wegen der Neuanlage eines Schmutz -und Trinkwasserhausanschluss. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Ab Ende Juli kommt es dann zu Sperrungen auf der Dewitzer Straße zwischen Am Winneberg und Querstraße. Damit starten zum Wochenbeginn mehrere Bauvorhaben gleichzeitig, die sowohl der Erneuerung wichtiger Versorgungsleitungen als auch dem Ausbau der Infrastruktur dienen. Sie werden Auswirkungen auf den Verkehr in Leipzig und der Region haben.

Um eine Woche verschoben wird der Baustart an der Könneritzstraße zwischen Klingerweg und Könneritzbrücke. Dort führen die Wasserwerke Arbeiten an ihrer Infrastruktur durch. Dazu müssen im Straßenbereich Trinkwasserleitungen umverlegt und erneuert werden. Im Anschluss wird der sogenannte Rödeldüker auf dem Gelände der Karl-Heine-Villa und des Bootshauses Klingerweg (Sportclub DHfK Leipzig e. V.) saniert.

Was in Schleußig verschoben wird, muss in der Harkortstraße vorgezogen werden. So reiht sich die Baustelle in die heute startenden Maßnahmen ein. Wie Stadt und Wasserwerke mitteilen, wird der Abschnitt zwischen Floßplatz und Martin-Luther-Ring bereits ab heute vollständig gesperrt. Geplant war zunächst der 6. Juli. Nach Angaben der Projektbeteiligten machte eine aktuelle Neubewertung der Baustellensituation kurzfristige Änderungen an der Verkehrsführung erforderlich.

Insbesondere im Bereich der Kreuzung Harkortstraße/Straße des 17. Juni sei das Risiko für Radfahrerinnen und Radfahrer zu hoch, weshalb eine sichere parallele Verkehrsführung nicht umgesetzt werden könne.  Zudem führe der offene Leitungsgraben im Kreuzungsbereich ohne Vollsperrung zu einem zu engen Arbeitsraum für Bagger und die Baustellenlogistik. Nach derzeitiger Planung wird die Sperrung für den Kfz-Verkehr auch über den 7. August hinaus bestehen bleiben und erst zu einem späteren Zeitpunkt aufgehoben.

Ein Düker ist eine Leitung, die Wasser oder Abwasser unter Hindernissen wie Flüssen oder Straßen hindurchführt. Die Trinkwasserversorgung bleibt grundsätzlich gewährleistet. Während der Umbindung einzelner Hausanschlüsse kann es zu kurzen Unterbrechungen kommen. Darüber informieren die Wasserwerke rechtzeitig mit Aushängen an den betroffenen Gebäuden. Die gesamte Maßnahme ist bis Ende April 2027 vorgesehen. Der Klingerweg gilt als wichtige Verbindung in den Stadtteil Schleußig.

Wo genau in Leipzig derzeit die Baumaulwürfe unterwegs sind, lässt sich online auf einer regelmäßig aktualisierten interaktiven Karte verfolgen.

Segment um Segment schieben sich die Arbeiten durch die Südvorstadt. Foto: Rico Thumser

Sicher durch Engelsdorf

Auf einem Abschnitt der Engelsdorfer Straße beginnt heute die Einrichtung einer Tempo-30-Zone, die vor allem den Schulweg für Kinder der Christoph-Arnold-Schule und des Gymnasiums Engelsdorf sicherer machen soll. Zwischen Hugo-Aurig- und Arthur-Winkler-Straße wird jetzt aus der 50er- eine 30er-Zone. Angestoßen wurde die Geschwindigkeitsbegrenzung vom Ortschaftsrat Engelsdorf mit dem Ziel, die Sicherheit auf dem stark genutzten Schulweg zu erhöhen.

Auf Teilen der Engelsdorfer Straße gelten bereits niedrigere Höchstgeschwindigkeiten. Diese bislang getrennten Abschnitte werden nun zu einem durchgängigen Bereich zusammengeführt. Dadurch entfällt auch die sonst bei Schulwegen häufig übliche zeitliche Begrenzung der Geschwindigkeitsreduzierung. Mit der Maßnahme soll insbesondere das Unfallrisiko für Schülerinnen und Schüler, Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrer verringert werden. Niedrigere Geschwindigkeiten verkürzen den Bremsweg und verbessern die Reaktionsmöglichkeiten von Autofahrerinnen und Autofahrern.

Ehrlicherweise ist die Temporeduzierung vor allem auch eine Verwaltungsfrage gewesen. Denn weite Teile dieses Abschnitts sind von so minderer Qualität, dass niemand, dem die Stoßdämpfer seines Fahrzeugs am Herzen liegen, schneller als 30 fahren würde. Nun aber kann Unvernunft auch geahndet werden, da sie sich gegen Menschen und Gesetz richtet.

Hat ausgedient – heute verschwindet Tempo 50 aus der Engelsdorfer Straße. Foto: Benjamin Weinkauf

Friedensgebet zur Jüdischen Woche

Das heutige Friedensgebet in der Nikolaikirche steht im Zeichen der nunmehr 17. Jüdischen Woche und wird von der Jüdisch-Christlichen Arbeitsgemeinschaft ausgerichtet. Es beginnt wie immer um 17 Uhr und versteht sich als Zeichen gegen Antisemitismus sowie für Erinnerungskultur, religiösen Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Jüdische Woche Leipzig wird gemeinsam vom Kulturamt der Stadt Leipzig und dem Ariowitsch-Haus organisiert und findet in der Regel im Zweijahresrhythmus statt. Die erste Ausgabe wurde 1991 veranstaltet. Dieses Jahr findet die Jüdische Woche ausnahmsweise nicht wie üblich im zweijährigen Rhythmus statt. Anlass ist das Themenjahr der Jüdischen Kultur „Tacheles. Jüdisch – Sächsisch – Mentshlich“, an dem sich sowohl Leipzig als auch der Freistaat Sachsen mit zahlreichen Veranstaltungen beteiligen.

Mehr als 120 beziehungsweise über 130 Veranstaltungen sind angekündigt, an denen sich über 70 Institutionen, Vereine und Kulturorte in Leipzig beteiligen. Das vollständige Programm wird vom Ariowitsch-Haus online bereitgestellt. Die Nikolaikirche gilt als einer der bedeutendsten Orte der Friedlichen Revolution von 1989. Die seit den 1980er Jahren dort abgehaltenen Friedensgebete entwickelten sich zu einem wichtigen Forum für Diskussionen über Menschenrechte, Demokratie und gesellschaftliche Verantwortung.

Die Nikolaikirche lädt heute zum Friedensgebet anlässlich der Jüdischen Woche ein. Foto: Ralf Julke

Urlaub daheim mit dem Ferienpass

Leipzig statt Lagune? Die Ferien können auch zuhause schön werden. Deshalb beginnt für Schülerinnen und Schüler heute der Verkauf des Sommerferienpasses 2026. Mit dem Angebot erhalten Kinder und Jugendliche für die gesamten Sommerferien Zugang zu zahlreichen Freizeit- und Bildungsangeboten in Stadt und Region. Das Ferienpassheft kostet zehn Euro, für Inhaber des Leipzig-Passes fünf Euro.

Enthalten sind Gutscheine für kostenlose und ermäßigte Eintritte, Vergünstigungen für Freibadbesuche, Informationen zu den beteiligten Einrichtungen. Das Programm reicht von Ausflügen und Workshops über Sport- und Kulturangebote bis hin zu Museums- und Kinobesuchen. Selbst eine Werksbesichtigung bei Porsche, Tanz- und Karatekurse sowie eine Entdeckerrallye mit den Leipziger Stadtdetektiven gehören zum Angebot. Im Zoo Leipzig gibts den Sommer über einige überraschende Tierbabys und viele Veranstaltungen im Ferienprogramm zu erleben. Darüber hinaus werden erneut Tagesfahrten zu verschiedenen Ausflugszielen in der Region angeboten.

Für jeweils zehn Euro können Teilnehmer unter anderem Freizeitparks oder eine Allwetterrodelbahn besuchen. Super praktisch: Wer einen Sommerferienpass besitzt, kann zudem während der gesamten Ferien kostenfrei die Busse und Bahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe sowie weitere Verkehrsmittel des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes im Leipziger Stadtgebiet der Tarifzone 110 nutzen! Die Tagesfahrten sind ab Ende Juni online buchbar.

Erhältlich ist der Ferienpass an den Servicepoints der LVB, in den Bürgerbüros, den Leipziger Bibliotheken, der Bürgerinformation im Neuen Rathaus, im Zoo Leipzig sowie in der Information des Amtes für Jugend und Familie in der Naumburger Straße 26. Die Stadt weist darauf hin, dass trotz sorgfältiger Planung kurzfristige Änderungen einzelner Angebote möglich sind. Daher wird empfohlen, sich vor dem Besuch online über den aktuellen Stand zu informieren.

Wird der Sommerhit auf der Afrika-Savanne – das neugeborene Giraffenkind   Foto: Benjamin Weinkauf

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