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Baggerbiss zum Baustart von Feuerland: 2023 soll die neue Welt der Pinguine und Seelöwen fertig sein

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    Am 28. April hat der Leipziger Stadtrat der Kostenerhöhung für das Projekt „Zoo der Zukunft“ zugestimmt. Gerade das noch fehlende Teilstück „Feuerland“ wird mit 30 Millionen Euro deutlich teurer als noch 2016 geplant. Am Freitag, 21. Mai, war nun offizieller Baggerbiss für die Bauarbeiten am neuen Meilenstein-Projekt des Zoos Leipzig.

    Nachdem das Baufeld vorbereitet und die Finanzierung durch die Leipziger Ratsversammlung bestätigt wurde, nimmt das Projekt Feuerland als zweitgrößter Meilenstein im Masterplan Zoo der Zukunft nun Fahrt auf. Am Freitag, 21. Mai, hat Zoodirektor Prof. Jörg Junhold den offiziellen Baustart verkündet und der 26 Meter hohe Spaltbagger hat mit einem kräftigen Baggerbiss in die Erde den Start des 30-Millionen-Euro Projektes markiert.Im Südzipfel von Leipzigs Südamerika-Landschaft entsteht mit Feuerland neben einer Küstenvoliere eine spektakuläre Wasserwelt für Pinguine und Seelöwen. Eine Wellenanlage sorgt künftig für Meeresstimmung. Über einen begehbaren Unterwassertunnel können die Besucher von den Pinguinen direkt zu den Robben hinabsteigen und erleben die Tiere wie bei einem Tauchgang auch unter Wasser und können die Schwimmbewegungen beobachten.

    „Mit dem neuen Bereich komplettieren wir die Nachbildung des Kontinents und nehmen unsere Besucher mit auf eine Reise durch Südamerika“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Bereits jetzt leben fünf Kalifornische Seelöwen – Alice, Hilla, Sissi, Finja und Lio – im Zoo Leipzig und werden perspektivisch nach Feuerland umziehen. Zudem sollen Humboldtpinguine, Inka Seeschwalben, Meerespelikane und Pudus in der Wasserwelt und der Voliere heimisch werden.

    Die Seelöwenschule im Zoo Leipzig. Foto: Zoo Leipzig
    Die Seelöwenschule im Zoo Leipzig. Foto: Zoo Leipzig

    „Wir bleiben auch bei Feuerland unserem Konzept treu und schaffen für die Tiere naturnahe Lebensräume und für die Besucher unvergessliche Erlebnisse“, erklärt Zoodirektor Junhold. Neben Tierbeobachtungen werden auch Kommentierungen durch die betreuenden Tierpfleger sowie Einblicke in das tägliche Training der Tiere möglich sein. Bis es so weit ist, kann die Vorfreude noch wachsen: Feuerland soll nach den aktuellen Planungen 2023 eröffnet werden.

    Die Hauptgründe für die starke Kostensteigerung von ursprünglich 19 auf 30 Millionen Euro hat der Zoo Leipzig so erklärt: „Insbesondere in den letzten vier Jahren 2017 bis 2020 ist jedoch ein nochmaliges deutliches und überproportionales Ansteigen der Baupreise im Bundesland Sachsen zu verzeichnen (Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen 2019, gewerbliche Betriebsgebäude).

    Die Baupreisentwicklung und der fehlende Wettbewerb in allen Gewerken führen zu Kosten und Terminverzögerungen im Rahmen der Masterplanprojekte. Darüber hinaus wirkt sich auch zunehmend der Einfluss der Corona-Pandemie aus. Dies betrifft Arbeitsausfälle auf den Baustellen inklusive Terminverzögerungen und teilweise Kostensteigerungen bei abhängigen Gewerken und Folgegewerken.

    Vor diesem Hintergrund muss davon ausgegangen werden, dass die Baukosten zukünftig noch stärker bis zum Abschluss der Baumaßnahmen zum strategischen Unternehmenskonzept „Zoo der Zukunft“ steigen werden. Deshalb wurde zur Kostenermittlung eine Indexierung und Anpassung der Kosten des Masterplanes 2012 auf Basis des Baupreisindex für den Freistaat Sachsen jeweils getrennt für die Vergangenheit sowie das voraussichtliche Bauende bis zum Jahr 2025 vorgenommen.“

    Wobei an der Baustelle für „Feuerland“ noch ein paar Besonderheiten hinzukamen, so etwa eine größere Baugrube, sodass mehr Abraum entsteht, der auch noch von so schlechter Qualität ist, dass er auf die Deponie gebracht werden muss. Außerdem muss eine Auftriebssicherung der Betonwanne gegen Grundwasser hergestellt werden. Freilich schlagen allein die gestiegenen Baupreise bei „Feuerland“ mit 5 Millionen Euro zu Buche.

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