Georg-Schumann-Straße präsentiert zur Buchmesse ein eigenes Leseprogramm

Selbst abgehärteten Lesern ist das Leipziger Lesefest „Leipzig liest“, das parallel zur Buchmesse stattfindet, meist viel zu viel. Allein das Veranstaltungsbuch ist 300 Seiten dick. Man könnte irre werden, weil gleichzeitig an allen Ecken der Stadt Lesungen mit spannenden Autoren und Büchern stattfinden. Da wirkt so ein Tipp aus dem Nordwesten wie ein Rettungsring: Einfach mal um die Ecke gehen.

Denn wenn überall etwas stattfindet, dann muss man ja nicht auch überall hineilen. Erst recht, wenn an einer Straße, die seit 2012 so richtig aufblüht, gleich mehrere Lesungen zu kleinen Entdeckungen werden können.

Der Förderverein Georg-Schumann-Straße e.V. hat mit seinen Partnern zum „Lesefest“ der Leipziger Buchmesse insgesamt 22 Lesungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene entlang der Georg-Schumann-Straße organisiert – eine gute Gelegenheit für einen literarischen Ausflug auf die Georg-Schumann-Straße. Von Mittwoch, 22. März, an finden die Lesungen an insgesamt 14 verschiedenen Orten statt, mit spannenden, biografischen, lyrischen, witzigen und wissensvermittelnden Büchern. Der Förderverein hat alle Lesungen zusammengefasst und präsentiert sie in einem handlichen Format. Hier können Sie sich die Übersicht ansehen.

Das Infozentrum selbst ist auch dabei am Freitag, 24. März, mit diesen Lesungen:

19:00 Uhr: Geschichten aus der Ferne von Birgit Scheps (Kustos für Australien/Ozeanien der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen/GRASSI Museum für Völkerkunde Leipzig), untermalt mit Bildern von den Reisen. Geschichten aus der Ferne erzählt von Begegnungen und kuriosen Erlebnissen, die nicht unbedingt in die Forschungsberichte einer ethnologischen Reise in die Südsee gehören. Erzählt wird von Ureinwohnern in Australien, Kiwis in Neuseeland und Familiengeschichten aus Samoa.

20:30 Uhr: Der Inselmann von Jonas Becker (Lutrina Verlag), untermalt mit Musik vom Claviano, Gesang und passenden Accessoires. Männlich, 50, deutsch, Single, sucht Neuanfang – auf einer griechischen Insel. Wie schafft man es in der heutigen Zeit, auch alleine glücklich zu sein? Der fünfzigjährige Single Josch zimmert sich auf der griechischen Insel Primos ein neues Zuhause, bevor er seinen Anwaltsberuf in Deutschland aufgibt.

Aber L-IZ-Leser werden auch ein paar bekannte Namen und Verlage im Programm finden. Und sie wissen, dass es sich lohnt, hinzugehen.

Hier unsere Tipps:

Donnerstag, 23. März, 19 Uhr, im Chinarestaurant NIN HAO (Georg-Schumann-Str. 171-175): „Ich mach mir Angst“ mit Michael Oertel. Eine rabenschwarze und dennoch bittersüße Gesellschaftssatire. Der weltweit erste EDDING-Roman, präsentiert vom Lychatz-Verlag

Donnerstag, 23. März, ebenfalls 19 Uhr, im Bistro des BFW Leipzig: „Schneeweißchen un der achde Zwärch. Alde Märchen off Säggs’sch – neu offgemeebeld un gereimd“ mit Silva Sachse, präsentiert vom Engelsdorfer Verlag

Donnerstag, 23. März, 19 Uhr, im Contorhaus Coworking in der Breitenfelder Straße 12: „Fast geht es mir wie dem Vaterlande …“ Das Buch haben wir noch nicht vorgestellt. Es erscheint frisch zur Buchmesse im Eudora-Verlag. Der Leipziger Oskar Kunitzsch im Weltkrieg (1916-1918). Mehrere Selbstzeugnisse dieses  Mannes vermitteln ein authentisches Bild von der Kriegswirklichkeit. Moderation: Herausgeber und Verleger Ralf C. Müller.

Donnerstag, 23. März, 19 Uhr, im Kultur-Labor in der Delitzscher Straße 3: „Leidenschaftliche Zeitgenossenschaft: die Barockdichter Constantijn Huygens und Sibylla Schwarz“ und „Augentrost“ – ein abgeklärtes Alterswerk des Holländers. Eine gute Gelegenheit, den kleinen Leipziger Verlag Reinecke & Voß und sein barockes Programm kennenzulernen.

Freitag, 24. März, 16 Uhr, im Jedermanns SPD Bürger_innenbüro (Georg-Schumann-Str. 133): „Taschentuchdiele“ mit Autor Gerhard Pötzsch. Ein großer, bewegender Erinnerungsroman aus Leipzig – zwar nicht über Gohlis, dafür über den Kindheitskiez von Gerhard Pötzsch: Lindenau. Moderation: Holger Mann, Mitglied des Landtages.

Und dann vielleicht als Dreingabe:

Samstag, 25. März, 20 Uhr, im Café homeLE (Georg-Schumann-Str. 130): „Goh li(e)s! Der Poetry Slam im Leipziger Norden“. Texten und zutexten lassen! Leipziger Poet(innen) messen sich bei der Premiere des ersten Slams im Leipziger Norden.

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Foto: SMI / Isabelle Starruß

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Foto: L-IZ.de

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