Das könnte tatsächlich ein Vorzeigeprojekt werden, für das der Stadtrat am 16. Juni die Planungen beschlossen hat: An Stelle der alten Kindertagesstätte in der Hohe Straße 19-21 soll nicht nur ein Neubau für 120 Kinder entstehen, sondern auch gleich noch ein neuer Hort für das Evangelische Schulzentrum mit 50 Plätzen und zwei Ein-Feld-Sporthallen für die Petrischule. Wo der Platz immer knapper wird, muss kompakter gebaut werden.

Im Grunde hatte es Schulbürgermeisterin Vicki Felthaus schon schön kompakt erklärt, warum man hier auf einem begrenzten Grundstück auf mehrere Etagen gleich drei Nutzungsprobleme auf einmal lösen will. Dass die älteren Herrschaften in der AfD-Fraktion überhaupt nicht verstanden haben, unter welchem Druck die Stadt inzwischen steht, auf den wenigen zur Verfügung stehenden Flächen in der Stadt so viele Nutzungen wie möglich unterzubringen, machte dann Christian Kriegel deutlich.

Platznot der Stadt Leipzig

Ebenso, dass er sich mit der Vorlage nicht einmal beschäftigt hatte. Denn natürlich ziehen gerade nicht die Kita-Kinder in die höheren Etagen, sondern belegen die unterste Etage, wo sie auch den direkten Weg ins Freigelände haben.

Welche Platznot die Stadt inzwischen hat, machte Vicki Felthaus auch mit dem Hinweis deutlich, dass die Verwaltung inzwischen 20 verschiedene Standorte für eine Sporthalle für die Petrischule am Floßplatz geprüft hat. Der Standort an der Ecke Hohe Straße / Bernhard-Göring-Straße ist überhaupt der erste, an dem die Umsetzung in Verbindung mit Kita und Hort möglich ist.

Womit – das betonte dann Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Krefft – auch ein altes Grünen-Anliegen umgesetzt wird, gerade im eh schon eng gewordenen Innenstadtbereich solche wertvollen Grundstücke grundsätzlich für Mehrfachnutzungen zu planen und einstöckige Lösungen möglichst zu vermeiden.

Baubeginn für Frühjahr 2025 angesetzt

Nur so kann die Stadt den vielen unerfüllten Bedarfen überhaupt abhelfen.

In der Stadtratsentscheidung am 16. Juni ging es jetzt erst einmal um die notwendigen Planungsmittel von 1,4 Millionen Euro.

Wie die komplette neue Anlage dann aussehen soll, werden die Leipziger/-innen im Sommer 2024 erfahren, wenn die Planung zum Baubeschluss werden soll, sodass ab April 2025 gebaut werden kann. Fertig sein soll dieses Pilotprojekt der Dreifach-Nutzung an einem Ort im Frühjahr 2027.

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Mögen die Pfaffen, Missionare und Geisteranbeter ihre Einbildungseinrichtungen bitte selbst zahlen.
Es gäbe nicht nur genügend Geld und Grundstücke, Leipzig wäre auch Pfaffenlehrer & Direktor Jung erspart geblieben.

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