Demobeobachtungen

Legida-Liveticker am 21.09.: Sie sind wieder weg + Videos

Für alle Leser Legida ist zurück in Leipzig und der Gegenprotest ist auch wieder da. Mehr als acht Monate nach dem scheinbaren Ende möchten die völkischen Nationalisten erneut über den Innenstadtring laufen. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ möchte das verhindern, ärgert sich jedoch über das Vorgehen der Versammlungsbehörde.

+++ 22:56 Uhr: Noch ein paar L-IZ-Wackelbilder fürs Poesiealbum +++

Da waren sie also da und dann waren sie wieder weg, die vielleicht 300 Legidianer. Nein, nicht jeder von ihnen ein neuer Nazi und ja, viele sind auch wirklich verzweifelt. Doch ihre Hoffnungen werden missbraucht. Wer wären wir, dass wir das nicht wüssten, kennen wir doch auch – als Zeitung, als Menschen und als Leipziger – selbst schwere Zeiten, manchmal auch ein Hauch von Hoffnungslosigkeit. Oft genug „drückt der Schuh“, muss man kämpfen und dabei das Lachen nicht vergessen.

Doch dann sind Zuneigung, Unterstützung und Hilfe untereinander immer eher die Wahl der Mittel, als Abgrenzung, Ausgrenzung, ja Hass.

Übrigens ... Karikatur: Schwarwel

Übrigens … Karikatur: Schwarwel

Am 24. September 2017 – jaja, man kann es kaum noch hören ;-) ist Bundestagswahl. Und nach 18 Uhr werden höchstwahrscheinlich Menschen im Bundestag sitzen, deren Lösungen schlichter als schlicht sind. Alles raus, was keine „Miete zahlt“ ist so eine. Klingt hart, neoliberal, ja gar menschenfeindlich? Tja. Das waren sie eigentlich schon immer – die, die sich so gern angeblich „deutsch“ benehmen und glauben, dass es ihnen besser geht, wenn es jemand Anderem schlechter widerfährt.

Nicht unsers. Nicht richtig. Nicht so. Man liest und sieht sich. Geht wählen, es ist wichtig.

PS.: „Merkel muss weg“ oder „Jung muss …“ zeigt die eigentliche Begrenztheit aller heutigen Forderungen. Wo die Strukturdebatte über unsere Gesellschaft überlebenswichtig ist, einen Kopf zu fordern, ist wie mit einem Messer zur Schießerei kommen. Tödlich. Für uns, unsere Kinder und unser Zusammenleben.

Dank an alle Demokraten, die heute auf der Straße waren.

+++ 21:37 Uhr: Wiederkommen, „wenn man die Schnauze voll hat“ +++

Ohne festen Termin gehts nun für Legida via Straßenbahn, mit Polizeibegleitung nun doch Richtung Hauptbahnhof. Wiederkommen will man erst einmal nicht, aber wenn es wieder so schlimm wird in Leipzig, dann schon. Als ob man heute etwas besser gemacht hätte? Egal. Hier noch ein Bild von der Strecke.

Legida geht nach Haus. Foto: L-IZ.de

Legida geht nach Haus. Foto: L-IZ.de

+++ 21:17 Uhr: Noch mal Stopp und die LVZ macht Musike an +++

Der Legida-Zug hat doch noch mal einen kleinen Stopp in der Emilienstraße eingelegt und es wird geredet. Dies und das offenbar – wir fragen gerade die Reporter vor Ort ab, was so geht an AfD-Promo vor Ort. Unterdessen hat die LVZ den Minimalkonsens gefunden und lässt die „Ode an die Freude“ am Peterssteinweg erschallen. Wir auch – in einer schönen Version :-)

+++ 21:11 Uhr: Legida muss ausweichen +++

Die Polizei leitet den Zug von Legida nunmehr über die Emilienstraße offenbar Richtung Bayerischen Bahnhof um. Der Livestream (siehe unten) von Legida bleibt weiterhin tot. Schade, gar kein Gebrüll mehr. Die letzten Worte, die auf dem Stream zu hören sind, lauten sinngemäß – mach das aus, Du machst Dich strafbar. Ein Mysterium – wer hat das gesagt? An wen war es gerichtet (an den Filmenden?). Der Stream war von Legida selbst bei Facebook gestartet worden. Kein Presseausweis dabei (strafbar wärs dennoch nicht)?

Man weiß es nicht. Dabei wars so kuschelig. Nun gehts offenbar für Legida ohne größere Umwege wieder nach Hause.

Ach ne, hier wird noch weitergesendet und gesungen …

+++ 20:56 Uhr: Polizei fährt Gerät auf +++

Da sind sie also, zwei der Wasserwerfer und ein Räumpanzer. Diese sind nun bei der Blockade auf der Karl-Liebknechtstraße, welche aus etwa 300 Personen besteht, angekommen. Apropos stehen: Statt eine Umkurvung der Blockade setzt die Polizei offenbar auf die Durchsetzung der Route, statt über die Riemannstraße zu gehen. Dies könnte auch bedeuten, dass die Blockade geräumt werden soll.

Derzeit steht alles still.

Die Blockade auf der Karli/Petersteinweg. Foto: L-IZ.de

Die Blockade auf der Karli/Peterssteinweg. Foto: L-IZ.de

+++ 20:38 Uhr: Es wird etwas blockig +++

Legida steht auf der Harkortstraße und brüllt ab und zu „räumen, räumen“. Der Grund: eine Miniblockade vor ihnen wurde geräumt. Doch eine noch größere Blockade hat sich zwischen zwischen LVZ und Leuschnerplatz auf der Karl-Liebknecht-Straße/Peterssteinweg gebildet. Der Livestream von Legida ist ausgefallen und dunkel ist es auch noch. Derweil wird es zwischen Polizei und Blockierern etwas ruppiger.

Die Polizei wirkt derzeit eher konzeptlos. Statt Legida über die Riemannstraße zu führen und von dort vielleicht Richtung Bayerischem Platz, steht alles. Einige Einsatzkräfte bewegen sich Richtung Blockade, welche auf ca. 300 Personen oder mehr angewachsen ist.

+++ 20:32 Uhr: Lauflyrik „Der Schuss ist längst gefallen“ +++

Der Mann am Mikro brüllt „Der Schuss ist längst gefallen“ und immer wieder „AfD“, während die 400?, 300? Legidas durch die Harkortstraße laufen – derzeit schlecht einzuschätzen. Man will ja noch zur LVZ, irgendwie. Man darf jetzt gespannt sein, ob da „Lügenpresse“ gebrüllt wird, nachdem ja „der Lange“ in seinem Redebeitrag ausgiebigst aus der LVZ wohlwollend zitiert hat.

Wenn die AfD erst einmal „an der Macht ist“, brüllts – dann … Ja was dann eigentlich? Ach stimmt, dann wird alles besser, für „die Deutschen“. Weiß man ja. Nun haben ja schon einige genauer gelesen und hören ein bisschen zu, wenn AfD-Vertreter über „Soziales“ sprechen oder schreiben. Private Arbeitslosenversicherung? Von einer Rentengleichstellung hört man von „den Blauen“ derzeit auch nicht viel – aber das wird sicher noch. Oder?

Alle müssen raus - bei Legida wählt man AfD. Foto: L-IZde

Alle müssen raus – bei Legida wählt man AfD. Foto: L-IZde

Vielleicht hört man auch nur zu wenig von all den sozialen Vorhaben der AfD, weil sie so oft mit ihrem „Stolz auf die Leistungen der Wehrmacht“ oder wilden Verschwörungs-Mails in der Presse landen. Weiß man nicht – eine „180 Grad-Wende in der Erinnerungskultur“ scheint wichtiger, als ein Rentenkonzept oder eine Hartz IV-Erhöhung oder sanktionsfreie Leistungen …

+++ 20 Uhr: Der „Lange aus Roßwein“ hat was vorbereitet +++

Der „Filzteppich“ ist ausgerollt und nun ist er wieder sein Freund – „der Bernd“. Polizeipräsident Bernd Merbitz hat dem Langen endlich Recht gegeben, meint „der Lange“. Denn es sei Mord und Totschlag in Leipzig, kraftmeierte Leipzigs oberster Polizist im sommerlichen Vorwahlkampf im Schatten der G20-Proteste. Eine ausführliche Befassung mit dem Thema findet sich hier in gleich mehreren Arikeln (die der Lange alle nicht liest?).

Und „Jung muss“ ja eh „weg“. Irgendwie scheint man eh bei Legida nur noch LVZ zu lesen. Dass macht uns natürlich traurig – vor allem seit die Kollegen am Peterssteinweg bei manchen Themen die Recherchen gleich mal weglassen – so wie zum Beispiel bei den gescheiterten „Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen“ (FIM).

Dazu findet sich ja ebenfalls hier einiges auf der L-IZ.de & hier auch noch – es ist wohl eher ein Skandal rings um Billigjobs für Flüchtlinge und ein ziemliches Chaos. Für „den Langen“ ist die Lesart der LVZ die Schönere – der Flüchtling ist schuld und faul. Undankbares Pack halt – da beißt die Maus keinen Faden ab. Kann man nichts machen – nur warum brüllen die Umstehenden Legidas dann „Lügenpresse“? Wen meinen die? Oder lügt jetzt – ach lassen wir das: Verwirrend.

Und natürlich ist der Fall der üblen Vergewaltigung einer Joggerin im Rosental ein gefundenes Fressen für den Redner. Warum nur beschleicht einen ständig das Gefühl, dass irgendwie nichts Schrecklich genug sein kann, um hier nicht instrumentalisiert zu werden. Dann noch ein Hinweis auf die ganze Sache mit der Transparenz im Stadtrat und die Klage der Grünen (die sind jetzt hier auf einmal die Guten????). Haben wir ja schon berichtet (und läuft noch).

Der Rest ist reichlich Lob für Gaulands AfD (wer hätts gedacht?) und die SPD ist hier und heute einer der Hauptfeinde. Fein – dann können wir ja auch den Legidas die beiden Bartsch-Videos ans Herz legen (scrollen). Der ist ja von der Linken.

+++ Ein paar Impressionen zwischendurch +++

+++ 19:33 Uhr: Legida hat das Leipziger Rathaus erreicht, Video Bartsch (Teil 2, Teil 1 weiter unten) ist fertig. Juhu! +++

+++ 19:26 Uhr: Erste Blockadeversuche +++

An der Harkortstraße und am Martin-Luther-Ring haben sich erste Gegendemonstranten niedergelassen. Es scheint da zunehmend dicht zu sein. Die Polizei hat ihre Wasserwerfer aufgebaut und fordert die Gegendemonstranten zum Gehen auf. Legida ist noch 200 Meter weg.

+++ 19:10 Uhr: Während Legida (siehe Livestream) „Merkel muss weg“ ruft +++

Mal ein bisschen was fürs Gehirn, also auch für unsere Freunde von Legida (wir wissen, Ihr lest das hier ;-). Teil 1 der Rede von Dietmar Bartsch (Die Linke, MdB) heute auf dem Richard-Wagner-Platz bei den „Rotfaschisten“ (sagt Ihr doch so oder?).

Legida wird unterdessen gerade mit „Freude schöner Götterfunken“ beschallt. Derweil also mal ein paar Argumente statt Gebrüll.

+++ Ahhhh. Da ist er auf Facebook versteckt gewesen, der Legida-Livestream +++

„Heimat, Freiheit, Tradition – Multikulti, Endstation“ – Waschechte Nazirufe. Läuft bei Legida.

+++ Sauhaufen Abendlandretter +++

Versprochen war, dass ab 18:30 Uhr der Link zum Livestream von Legida zur Verfügung steht. Und?

+++ Polizei und Presse +++

Mhhh. Wir dachten ja schon, dass man in Leipzig nicht mehr mit der Polizei üben muss. Aber – getäuscht. Mal heißt es: Nein, Fotografen dürfen nicht auf die Marschstrecke von Legida, dann vielleicht doch, dann wieder nein und nun – doch. Halleluja! Wir dürfen unsere Arbeit machen. (komische Zeiten, wenn man den Satz noch mal ganz langsam liest …).

Beweisfoto:

18:40 Uhr. Immer wenn unser Fotograf mal allein sein will geht er die Legidastrecke ab. Foto: L-IZ.de

18:40 Uhr. Immer wenn unser Fotograf mal allein sein will geht er die Legidastrecke ab. Foto: L-IZ.de

+++ Wir warten!!!! +++

Legida ist ja bekannt für große Ansagen. Und nun warten wir mal wieder. Worauf? Na auf den Livestream von den Jungs. Auf ihrer Internetseite stand und steht geschrieben: „Livestream wird vorbereitet‼️“ Moment: !!!!!!!!!!

Und? Wir wollen doch wieder mitreden?

+++ Fund am Wegesrand +++

Direkt neben dem IHK-Parkplatz.

Das 11. Gebot: Du sollst keine Hakenkreuze machen. Foto: L-IZ.de

Das 11. Gebot: Du sollst keine Hakenkreuze machen. Foto: L-IZ.de

+++ 18:20 Uhr: Unterdessen am Wilhelm Leuschner Platz +++

Während sich die Linken-Veranstaltung auf dem Richard-Wagner-Platz mit zirka 1.200 Besuchern langsam dem Ende entgegenneigt (18:30 Uhr soll Schluss sein, genau, wenn Legida beginnt – ZUFALL!) haben sich die ersten Gegenprotestler am Wilhelm-Leuschner-Platz eingefunden. Und es soll erste Versuche bei NoLegida & Leipzig nimmt Platz (die natürlich Platz nehmen wollen) geben, auf den Ring zu gelangen.

Hier die ersten Impressionen

+++ 17:56 Uhr: Die Polizei fährt vor +++

Grmpf. So etwa hat sich das Geräusch etwa angehört, als es hieß: 21. September 2017, Legida, das Volk kehrt wieder. Während Legida die Wahl hatte, zu Hause zu bleiben, haben wir keine. Und noch jemand muss antreten, wenn es heute bei den Volkstümelnden heißt: „Dem rotem Filz auf der Spur“ (Original, Beweisscreen anbei). Ob und wie es den Polizisten heute dabei geht, wird sich vielleicht noch im Laufe des Abends herausstellen. Fakt ist aber – man hat ordentlich aufmunitioniert für heute und der Goerdelerring ist schön gefüllt.

Legida mobilisiert: Gegen den Untergang der Sprache! Foto: L-IZ.de

Legida mobilisiert: Gegen den Untergang der Sprache! Foto: Screenshot „Mobi-Video“ Legida

Gegenüber von der IHK – also da, wo es nachher um deutsche Sprache, Kultur und die glückseelige Zukunft mit der AfD geht – auf dem Richard-Wagner-Platz treffen sich noch bis 18:30 Uhr die Linken zur Wahlkampfveranstaltung. Fangen wir also mal an mit ein paar Eindrücken von beiden Szenerien. Hier also Die Linke, also die Roten oder so.

Und hier die Polizei

Und noch mal Polizei

+++ 16:30 Uhr: Die Ausgangslage +++

Als Legida zu Beginn des Jahres ankündigte, auf weitere Demonstrationen zu verzichten und sich stattdessen künftig satirisch zu betätigen, zeigten sich viele Menschen in Leipzig erleichtert. Zumal nicht nur von weiteren Demonstrationen, sondern auch von satirischen Auftritten seitdem nichts zu sehen war. Nun kehrt Legida zurück – womöglich um beides miteinander zu verbinden.

Als die völkische Minibewegung im April 2016 zuletzt Richtung Polizeidirektion lief, hatte sie einen Papp-Kothaufen und einen mit „NSU“ beschrifteten Luftballon dabei. Beides sollte wohl witzig sein. Anlass der Demonstration war eine Pressemitteilung der Polizei, durch die sich Legida zu Unrecht in die „rechte Ecke“ gedrängt fühlte. Die Pressestelle hatte fälschlicherweise behauptet, dass ein Teilnehmer einer neonazistischen Legida-Unterstützerdemo zweieinhalb Wochen zuvor eine Hakenkreuz-Armbinde mit sich führte – tatsächlich jedoch war es „nur“ eine Armkette mit silberfarbenem Hakenkreuz. Halb so wild also.

Diesmal möchte Legida gegen „Leipziger Zustände“ und für „Demokratie und Meinungsfreiheit“ demonstrieren und ist dabei „dem roten Filz auf der Spur“. Der Aufzug beginnt gegen 18:30 Uhr auf dem Parkplatz vor der IHK und soll nach Zwischenstationen vor dem Neuen Rathaus und dem LVZ-Gebäude nahe der Polizeidirektion enden. An den Demonstrationen vor dem vermeintlichen Finale im Januar hatten sich nur noch 100 bis 200 Personen beteiligt. Für das Comeback wurde bislang lediglich Sandro Oschkinat als Redner angekündigt – ein Querfront-Aktivist, der für die sächsische AfD als Direktkandidat bei der Bundestagswahl antreten wollte, in einer internen Abstimmung jedoch unterlag.

Freundliche Begrüßungen für die Presse sind immer dabei. Foto (Archiv): L-IZ.de

Freundliche Begrüßungen für die Presse sind immer dabei. Foto (Archiv): L-IZ.de

Wie üblich ist am Abend mit zahlreichem Gegenprotest zu rechnen. Zentrale Anlaufstelle ist neben der Kundgebung der „Willkommen in Leipzig“-Initiative vor der Thomaskirche die Demonstration von „Leipzig nimmt Platz“, die um 18 Uhr auf dem kleinen Wilhelm-Leuschner-Platz starten soll. Diese richtet sich nicht nur gegen Legida, sondern drei Tage vor der Bundestagswahl auch gegen den wahrscheinlichen Einzug der AfD in den Bundestag.

Am Mittwochabend beklagten das Aktionsnetzwerk und die reaktivierte Initiative „No Legida“ jedoch den Auflagenbescheid der Versammlungsbehörde: „Die Stadt will den symbolträchtigen Leipziger Ring nur dem neonazistischen Legida-Bündnis geben und die weitaus größere Demonstration der Leipziger Zivilgesellschaft in die Innenstadt verbannen.“

Legida rechnet offiziell mit bis zu 500 Teilnehmern; „Leipzig nimmt Platz“ hofft bei seiner Versammlung auf das Fünffache.

Die LEIPZIGER ZEITUNG ist da: Seit 15. September überall zu kaufen, wo es gute Zeitungen gibt

Legida/Pegida* Video *Leipzig nimmt PlatzLivestreamNo Legida
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
Ein Kommentar

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
XXI. Internationale Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig beendet
Sommerfest und Vernissage im Tapetenwerk
Fun first! 19-jährige Bernburgerin erstmals beim Funcross in ihrer Heimatstadt am Start
Women Are Here! – Geflüchtete Frauen und Unterstützerinnen in Leipzig organisieren Aktionstour
Thomaskantor Gotthold Schwarz dirigiert festliches Gedenkkonzert an Johann Sebastian Bachs 268. Todestag in der Thomaskirche
Investitionsvorhaben in der Region Leipzig ziehen deutlich an: aktueller Überblick zu mehr als 60 Projekten mit einer Investitionssumme von über 4,8 Milliarden Euro
Polizeibericht, 20. Juli: lebensbedrohliche Verletzung, Quad geklaut, Autos angezündet
Bike for charity – 900 km Radfahren für den guten Zweck: Spendenaktion für den Förderkreis Kinderdialyse am Klinikum St. Georg
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Wie gedankenloser Umgang mit Medikamenten unsere Umwelt und unsere Gesundheit gefährdet
Was schäumt denn da? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 56Wer auf der Homepage der Stadt Leipzig nach Informationen zu Medikamenten in Flüssen, Seen und Grundwasser sucht, wird nicht fündig. Auch unterm Thema Gewässerschutz hält das Amt für Umweltschutz dazu keine Informationen bereit. Man muss schon auf die Seiten des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) gehen, um erste Hinweise darauf zu finden, dass auch in sächsischen Flüssen Arzneimittelrückstände deutlich über den geltenden Grenzwerten zu finden sind.
Altmedikamente werden auch in sächsischen Grundwasserkörpern immer öfter nachgewiesen
Rücknahme von Altmedikamenten. Foto: Ökolöwe

Foto: Ökolöwe

Für alle LeserIn letzter Zeit wurde zwar mehrfach thematisiert, dass die achtlos weggeschütteten Medikamtenrückstände auch in Klärwerken und Flüssen landen. Aber nicht nur dort sind sie nachweisbar, wenn Forscher Proben entnehmen. Sie landen auch im sächsischen Grundwasser. Ein Thema, mit dem sich jetzt der Landtagsabgeordnete der Grünen, Volkmar Zschocke, beschäftigt hat. Und Sachsens Sozialministerin kann ihm keine Entwarnung geben. Im Gegenteil.
NuKLA schreibt einen Offenen Brief an Leipzigs Stadtförster
Die Info-Tafeln im Waldgebiet Nonne. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit dem 7. Juli werden die Leipziger jetzt zwar mit fünf Info-Tafeln im Waldgebiet Nonne irgendwie über den Stadtwald und den Waldumbau informiert. Aber die Tafeln werfen viel mehr Fragen zu einem wirklich naturnahen Auenwald auf als sie beantworten. Entsprechend kritisch fällt der Offene Brief aus, den der Vorsitzende des NuKLA e.V., Wolfgang Stoiber, an Andreas Sickert, den Leiter der Abteilung Stadtforsten im Leipziger Amt für Stadtgrün und Gewässer, schrieb. Hier ist er.
Sachsens Umweltministerium denkt gar nicht daran, den Sachsenforst nach FSC zu zertifizieren
Holzeinschlag im Leipziger Auwald. Foto: Gernot Borriss

Foto: Gernot Borriss

Für alle LeserAuch der Streit um die Wälder in Sachsen wird weitergehen. Nicht nur auf Leipziger Ebene. Auch die Staatsregierung steht für ihre Waldpolitik in der Kritik. Und dasselbe Trauerspiel gibt es in Thüringen, wo die Staatsregierung zumindest schon mal die Prüfung eingeleitet hat, was die Umstellung der Zertifizierung des Thüringer Staatsforstes auf den höheren Standard FSC kosten würde.
Das Untertan-Projekt: Die erstaunlichen Parallelen zum Hochstapler Felix Krull
Das fasste man als Heuchelei und Überhebung auf ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMenschen leben, wie es aussieht, immer in einer Blase. Und dadurch sind sie manipulierbar. Denn was wir mit diesem „gereiften“ Diederich erleben, ist im Grunde die Karriere eines Hochstaplers. Das Thema muss in der Familie gelegen haben. Oder die beiden konkurrierenden Brüder Heinrich und Thomas Mann beschäftigten sich eben doch fast gleichzeitig mit einem ähnlichen Typus. Denn während Heinrich ab 1906 am „Untertan“-Stoff arbeitete, begann Thomas 1905 mit der Konzeption für den Hochstaplerroman, der erst ein halbes Jahrhundert später fertig werden sollte: „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“.
Leichtathletik-DM 2018: Drei Finalplatzierungen mit verhaltener Freude
Roy Schmidt (DHfK/ m.) machte im 100 Meter-Zwischenlauf das Finale klar. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserZwei fünfte und einen sechsten Platz holten die Leipziger Teilnehmer am Samstag aus den Finals der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft in Nürnberg heraus. Die DHfK-Athleten Alexander John - über 110 Meter Hürden - und Roy Schmidt - über 100 Meter - sorgten für die fünften Ränge. Speerwerferin Christine Winkler kam auf Sechs ein. Zudem qualifizierte sich 1.500 Meter-Läuferin Julia Klein (ebenfalls SC DHfK) für das Finale am Sonntag. Dort starten auch die 3 x 1.000 Meter U20-Staffel der DHfK-Jungs sowie die StG Leipzig - alias SG MoGoNo - über 4 x 400 Meter U20.
Tausende feiern in Leipzig den Christopher Street Day + Video & Bildergalerie
Spontante Tanzeinlage auf dem CSD. Foto: Alexander Böhm

Spontante Tanzeinlage auf dem CSD. Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserDie Teilnehmerzahlen von Köln und Berlin liegen für den Leipziger „Christopher Street Day“ mit je über 30.000 und rund 80.000 Teilnehmenden an den Paraden sicher noch in weiter Zahlenferne. Doch in diesem Jahr meldeten alle Städte neue Rekorde – so auch am 21. Juli in Leipzig. Laut der Forschungsgruppe „Durchgezählt“ beteiligten sich etwa 3.500 bis 4.500 Menschen an der heutigen Demonstration zum CSD in der Messestadt. Wenn man zudem in der Geschichte der bunten Umzüge kramt, stößt man darauf, dass im kommenden Jahr ein Jubiläum ansteht. Denn 1969 wehrten sich erstmals Menschen in New York beim „Stonewall“-Aufstand gegen Polizeigewalt und Diskriminierung.
Tschechien startet im August das tschechisch-deutsche Residenzprogramm als Partnerland der Buchmesse
Leipzigs Marktplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBislang war es meist so, dass sich die Gastländer der Leipziger Buchmesse meist auf die Messe selbst und das Leseprogramm beschränkten. Dann wurde immer aufgefahren, was an spannenden Autorinnen, Autoren, Verlagen und Titeln zu präsentieren war. Dass aber das Völkerverbindende mit den Leuten beginnt, die den Inhalt der Bücher erst verzapfen, das macht das Gastland der Leipziger Buchmesse 2019 sichtbar. Denn es organisiert einen richtigen Autorenaustausch.
Ein Maßnahmeplan mit drei Punkten und jeder Menge Überzeugungsarbeit im Innenministerium
Polizisten im Demo-Einsatz. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs ist schon nicht so einfach mit den Polizistenzahlen in Sachsen. Die jüngsten Prognosen sehen erst 2024 die hart erkämpfte Zahl von 14.000 Polizisten in Sachsen erreicht. Aber Innenminister Dr. Roland Wöller will schon vorher 1.000 Polizisten mehr auf die Straße bringen. Am liebsten schon 2020. Aber wie will er das machen, wenn er da erst knapp 13.500 Polizisten hat? Das wird nicht klappen, meinte der innenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Valentin Lippmann.
CG hat dem Kulturzentrum „So&So“ auf dem Gelände des Eutritzscher Freiladebahnhofs gekündigt
Der Innenhof des Kulturzentrums "So&So". Foto: So&So

Foto: So&So

Für alle LeserEs wäre eine Chance gewesen. Immerhin hat sich das Gelände des alten Eutritzscher Freiladebahnhofs in den letzten Jahren auch zu einem kleinen Tummelplatz jener Kulturinitiativen entwickelt, die in Leipzig seit über 20 Jahren die Pionierrolle bei der Belebung brachliegender Viertel gespielt haben. Als das Kulturzentrum „So&So“ auf das Gelände an der Delitzscher Straße zog, war noch die DB AG Besitzer des Geländes. Man war 2016 noch mitten im Aufbau, als der Besitzerwechsel publik wurde.
Stadträte Zenker und Elschner wünschen sich gemeinwohlorientierte Grundstücksübertragungen auf dem Gelände des Eutritzscher Freiladebahnhofs
Die Stadträte Tim Elschner und Christopher Zenker. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Sommer kommt eh immer überraschend. Da stellen auch manche Stadträte oft genug fest, dass doch wieder nicht alles geschafft wurde. Und manchmal drängt die Zeit. Denn gleich nach den Ferien soll der Masterplan zur Quartiersentwicklung „Eutritzscher Freiladebahnhof“ beraten werden, spätestens zum Jahresende beschlossen. Aber eine Frage ließ jetzt Tim Elschner (Grüne) und Christopher Zenker (SPD) nicht los: Sollte sich Leipzig nicht die Grundstücke fürs Gemeinwohl sichern?
Martin Meters Plädoyer für wissenschaftliches Denken in Zeiten anschwellender Verschwörungstheorien
Martin Meter: Die Befreiung des Denkens. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSein großer Gegner heißt eigentlich Platon. Genug Unheil hat der griechische Philosoph mit seiner Ideenlehre ja angerichtet. Es ist nur den meisten Menschen nicht bewusst, weil 2.000 Jahre Christentum auch dafür gesorgt haben, dass der platonische Dualismus tief in unserem Denken steckt. Und genau darum geht es, wenn der Informatiker Martin Meter sein Buch „Die Befreiung des Denkens“ nennt.
Wie bekomme ich eine geförderte Weiterbildung?
Foto: pixabay

Foto: pixabay

Die berufliche Weiterbildung gilt als einer der wichtigsten Stützpfeiler des wirtschaftlichen Erfolges in einem Land. Deswegen gibt es für diejenigen, die Interesse daran haben, mit einer Weiterbildung ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen, vielfältige Fördermöglichkeiten. Allerdings wissen die meisten weder, welche Fördermöglichkeiten es gibt, noch unter welchen Voraussetzungen und wo die Förderung beantragt werden kann.
Leichtathletik-DM 2018: David Storl mit dem achten Streich
Die Medaillengewinner haben gut Lachen: Patrick Müller (Neubrandenburg), David Storl (Leipzig) und Tobias Dahm (Sindelfingen) - v.l. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserDie Ouvertüre zu den 118. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften spielte auf dem historischen Hauptmarkt im Herzen Nürnbergs. Für die Wettbewerbe im Kugelstoßen wurde extra eine eigene Arena errichtet, in der am Freitag die schweren Kugeln flogen. Überraschungen blieben im Kampf um den Titel aus - was aus sächsischer Sicht großartig war. Denn sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern kamen die Deutschen Meister 2018 aus dem Freistaat. Während Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge) ihr 6. DM-Gold einsackte, feierte David Storl (SC DHfK Leipzig) bereits seinen 8. Titel.
Gastkommentar von Christian Wolff: Stauffenberg, Neo Rauch und die Umdeutung der Geschichte
Für alle LeserIn einem wenig beachteten Gespräch mit dem „Handelsblatt“ (veröffentlicht am 19. April 2018) stellte sich der Leipziger Maler Neo Rauch vor den aufgrund seiner Äußerungen in die Kritik geratenen Schriftsteller Uwe Tellkamp: „Ich fühle mit ihm. Er ist ein lauterer Charakter, sehr geradlinig strukturiert, dem ich nichts Schlechtes zutraue. Er scheint mir eher ein Wiedergänger Stauffenbergs zu sein. Im Unterschied zu den heuchlerischen Sachwaltern seines Verlags.“ Tellkamp, eine Art Widerstandskämpfer?