Montag, der 16. November 2020: Appell statt Verbot

Für alle LeserDie Menschen in Deutschland sollen ihre privaten Kontakte weiter reduzieren, bittet Bundeskanzlerin Merkel. Von einer Pflicht konnte sie die Ministerpräsident/-innen heute aber nicht überzeugen. Diese könnte nächste Woche folgen. Außerdem: Im Elster-Saale-Kanal befinden sich offenbar zehn Weltkriegsbomben. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 16. November 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
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Mit welchen Einschränkungen die Menschen in Deutschland ab dem 1. Dezember leben werden müssen, ist weiter offen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsident/-innen konnten sich heute nicht auf verschärfte Maßnahmen einigen. Solche hatte nach eigenen Angaben die Bundeskanzlerin angestrebt. Die Länderchefs hingegen wollen offenbar erst Mitte kommender Woche eine Entscheidung treffen, wie es nach November weitergeht.

Statt neuer Maßnahmen gibt es aber immerhin den Appell, Kontakte weiter zu reduzieren und auf private Feiern vollständig zu verzichten. Bekannt wurde zudem, dass Risikogruppen weitgehend kostenlos die besonders wirksamen FFP2-Masken erhalten sollen. Wie es mit den Schulen weitergeht, ist demnach auch unklar. Beispielsweise seitens der Gewerkschaften gibt es Forderungen, den Präsenzunterricht wieder einzuschränken.

3.000 neue Infektionen seit Freitag

Zumindest in Sachsen ist ein positiver Trend zu erkennen. Zwar sind die 3.000 zusätzlichen Infektionen im Vergleich zu Freitag viel – eine Woche zuvor waren es allerdings ähnlich viele. Der Anstieg der Fallzahlen scheint sich also mindestens zu verlangsamen.

Die Inzidenzwerte sind allerdings noch weit von irgendeiner Entspannung entfernt. Leipzig und der Vogtlandkreis haben aktuell die geringsten Werte, liegen mit knapp 100 aber dennoch fast doppelt so hoch wie der Grenzwert von 50. In Bautzen, Görlitz und dem Erzgebirge liegen die Werte weiterhin bei rund 300.

In Leipzig trafen sich am Abend erneut einige „Querdenker“. Der Protest dagegen fiel diesmal deutlich kleiner aus als vor einer Woche, als die kleine „Querdenker“-Gruppe komplett eingekesselt war. Schon am Wochenende könnte es wieder größere Kundgebungen geben. Sowohl für Samstag als auch Sonntag gibt es entsprechende Aufrufe – diesmal allerdings nicht von „Querdenken“ selbst. Eine vierstellige Zahl an Teilnehmenden wäre – Stand heute – überraschend.

Gleisdreieck, Flughafen und Stadtrat

Worüber die L-IZ heute berichtet hat: über das Projekt am Gleisdreieck im Leipziger Süden, wo künftig ein Hotspot für Kreative entstehen soll, über Lärmminderung am Frachtflughafen Leipzig und über weitere Entscheidungen aus der jüngsten Ratsversammlung – diesmal zu Trampelpfaden im Auwald und zum Radweg zwischen Schleußig und Großzschocher.

Was heute außerdem wichtig war: Das Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg vermutet laut einem Bericht eines Boulevardmediums zehn Weltkriegsbomben im Leipziger Elster-Saale-Kanal. Ein anliegender Bootsvermieter hat demnach vorsichtshalber seinen Betrieb eingestellt. Außerdem: Die SPDqueer Sachsen lobt die Verhandlungen der Landesspitze um den Doppelhaushalt für 2021 und 2022. Ein „Kahlschlag im Sozialbereich“ sei verhindert worden.

Projekt Gleisdreieck: Ein Kreativhotspot mit Leuchtturmfunktion weit über Leipzig hinaus + Video

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