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Kanu-Slalom: Zusammenfassung der EM

Bei den Europameisterschaften im französischen Pau am Wochenende haben die deutschen Slalomkanuten zwei Medaillen in den olympischen Einzelwettbewerben gewonnen. Jeweils Bronze holten am Samstag der Einercanadier Sideris Tasiadis aus Augsburg und Kajakfahrerin Jasmin Schornberg aus Hamm. Am gestrigen Sonntag mussten die deutschen Slalomkanuten leer ausgehen.

Zwar hatten sich C1-Spezialistin Andrea Herzog aus Leipzig und der Augsburger Kajakfahrer Hannes Aigner für die Finals qualifiziert, erwischten aber beide keinen guten Lauf. Herzog landete auf Rang acht, Aigner wurde 13. Bei den Mannschaftswettbewerben am Freitag gab es dreimal Edelmetall. Die Damenteams im C1 und K1 gewannen Silber, die K1-Herren holten Bronze. Lediglich für die Einercanadier reichte es nicht, sie landeten auf dem 5. Platz.

Die Wettkämpfe wurden aufgrund der diesjährigen Olympia-Qualifikationsausscheide aus dem Training herausgefahren werden. Trotzdem waren sie sehr wichtig für das Team, um einen internationalen Vergleich zu bekommen.

Thomas Apel, Interims-Cheftrainer, resümierte: „Mit zwei Einzelmedaillen haben wir das Soll erfüllt. Mit den Finalisten hatten wir auch Chancen auf vordere Platzierungen. Gestern hat es funktioniert, heute nicht ganz so. Wir haben einfach nicht den Zugriff mit den Kehrwässern bekommen. Mit den drei Mannschaftsmedaillen zeigt sich, dass wir in den meisten Disziplinen sehr homogen aufgestellt sind. Ich bin zufrieden. Wir müssen uns keine großen Sorgen machen, dass wir meilenweit hinterher fahren. Jetzt kommt es darauf an, in den knapp zwei Wochen bis zum ersten Weltcup, der zur Olympia-Quali gehört, ein bisschen mehr Stabilität hinein zu bekommen. Die Grundgeschwindigkeit stimmt. Mit etwas weniger Fehlern sind wir mit breiterer Front im Finale vertreten.“

Bei den EM-Halbfinalrennen am heutigen Sonntag hatten sich mit der einzigen deutschen C1-Halbfinalisten Herzog und Kajakfahrer Aigner zwei der vier deutschen Starter in das Finale gepaddelt. Als Halbfinalzweite hatte sich die Leipzigerin am Ende mehr ausgerechnet. Trotzdem zeigte sie sich zufrieden. „Finale war das Ziel, und das habe ich erreicht. Natürlich wäre noch mehr drin gewesen, und das ärgert mich. Deswegen werde ich mir mit meinem Trainer Felix Michel auch noch das Video anschauen, um herauszufinden, woran genau es lag.“

Die Torkombination 19/20 hat sich als eine entscheidende Stelle herausgestellt, aber die entscheidende Stelle war es nicht. Dort musste man aus einem Aufwärtstor auf eine Walze fahren und mit einer Rückwärtsdrehung das nächste Abwärtstor durchqueren. „Es war schwer, aber das soll keine Ausrede sein, dass man es nicht trifft. Also werde ich so etwas üben, um es beim nächsten Mal zu können. Der Fokus liegt jetzt auf dem Weltcup in London und wenn ich dort nochmal auf den 8. Platz fahren würde, wäre ich auch damit sehr zufrieden“, sagte die 19-Jährige, die derzeit gerade ihr Abitur ablegt.

Weltmeister Hannes Aigner hatte mit der Finalstrecke seine Probleme. Mit Zittern war er als Letzter in das Finale gerutscht. Eine Torberührung hätte für ihn fast das Aus bedeutet. Doch im Finale lief es nicht besser. Im Gegenteil. Bereits im oberen Streckenabschnitt hatte er etwas Pech mit dem Wasser und verlor viel Zeit. Und am Ende standen für den eigentlich guten Techniker auch noch zwei Torberührungen und damit vier Strafsekunden zu Buche.

„Es war eine extrem schwierige Strecke. Sie ist sehr wechselhaft und da fehlt mir einfach die Erfahrung auf der Strecke, um konstant gute Läufe zu fahren. Deswegen hat es heute öfter mal geklingelt“, sagte der Augsburger. Trotzdem ist der 30-Jährige mit seinem Ergebnis zufrieden: „Ich habe gesehen, dass ich mit der Spitze ganz gut mithalten kann, aber mit dem vielen Training und der kurzen Vorbereitung auf den Wettkampf fehlte mir einfach die Konstanz bei der EM.“

Die beiden anderen K1-Halbfinalisten Sebastian Schubert und Stefan Hengst aus Hamm gelang der Einzug ins EM-Finale nicht. Für Schubert war es besonders bitter, mit einer Torberührung verpasste er das Finale um einen Platz. Die Augsburgerin Elena Apel, erstmals auf dem Kanal in den französischen Pyrenäen gefahren, und C1-Neuling Jasmin Schornberg waren bereits am Freitag in den Qualifikationsrennen gescheitert.

Am ersten Einzelfinaltag der EM am Samstag im französischen Pau hatten die deutschen Slalomkanuten mit Sideris Tasiadis aus Augsburg im C1 und Jasmin Schornberg aus Hamm im K1 Bronze geholt. Kajakfahrerin Ricarda Funk aus Bad Kreuznach fuhr bis Tor 19 von 25 auf Goldkurs, verpasste jedoch Tor 20 und rutschte somit auf Rang neun von zehn Finalistinnen. Tor 20 hat auch Tasiadis eine bessere Platzierung gekostet. Bis dahin fuhr der 29-Jährige eine sensationell gute Zeit.

„In der Rückwärtsdrehung bei Tor 20 bin ich in der Walze hängen geblieben. Ich habe das Boot in der Welle nicht ganz so gut gedreht bekommen. Und da habe ich schon bisschen verloren. Dann habe ich noch ein bisschen mehr riskiert, um die Zeit aufzuholen, doch das ging nicht auf.“ Schornberg, die sich knapp für das Finale qualifizierte, fuhr im Finale ohne Torberührungen sauberer und sicherte sich damit Edelmetall.

„Der Bann ist endlich gebrochen“, sagte Schornberg erfreut. „Ich hatte einen Superlauf, bin einige Tore ein bisschen enger als im Halbfinale gefahren.“ Funk, die bis Tor 19 auf Siegkurs schien, fuhr weiterhin volles Risiko und verpasste knapp das nächste Tor. „Ich habe gemerkt, dass ich eine sehr gute Zeit habe, aber den Lauf dann zu verwalten, das funktioniert nicht.“

Thomas Apel sagte nach den ersten Einzelfinals: „Jasmin ist sehr, sehr gut gefahren, mit Ricarda bin ich auch zufrieden, was die Verbesserungen der Reserven aus dem ersten Lauf angehen, was sich auch in der Zeit wiederspiegelt. Beim Tor 20 ist sie einfach zu eng gefahren. Aber das ist im Kanuslalom eben ein kleiner Ritt auf der Rasierklinge.“

Weltmeister Franz Anton aus Leipzig war bereits am Donnerstag in den Qualifikationsrennen gescheitert. Und das, obwohl seine Läufe gar nicht so schlecht waren. Aber die Konkurrenz in Europa ist extrem stark. Die Leistungsdichte enorm. Und bei der EM kommen nach dem ersten Qualifikationslauf nur 15 Athleten weiter. In der Hoffnungsrunde dann noch einmal fünf. Bei Weltcups sind es jeweils 20 und zehn. Dieser EM-Modus führte in diesem Jahr dazu, dass sich sechs WM-Finalisten des vorigen Jahres um die fünf Halbfinalplätze gestritten haben.

Deshalb war Antons Trainer Felix Michel mit der Leistung seines Schützlings trotzdem zufrieden: „Er hat nicht viel falsch gemacht.“ Und Anton resümierte: „Die Läufe waren gar nicht so schlecht. Ich würde nicht so viel anders machen.“ Die Strömung für ihn lief jedoch nicht optimal, „da verliert man wertvolle Zeit.“ Zudem kam eine Torberührung hinzu und so bedeutete es das Ausscheiden für den 29-Jährigen.

Für den Augsburger Florian Breuer bedeutete die EM erst einmal wieder in ein Wettkampfgeschehen hineinzukommen und international Erfahrung zu sammeln. Der 22-Jährige musste aufgrund gesundheitlicher Probleme fast ein Jahr pausieren: „Durch meine technischen Fähigkeiten kann ich ein bisschen meine physischen Defizite ausgleichen.“

Als Fazit der EM sagte Breuer: „Grundsätzlich habe ich solide Läufe gezeigt. Im Großen und Ganzen bin ich persönlich zufrieden, habe auch ein paar gute Sachen gezeigt. So blicke ich zufrieden auf die Weltcups und die WM.“

Im Kajakeiner waren die Augsburgerin Elena Apel und Anna Faber aus Dormagen ebenfalls in den Qualifikationsrennen gescheitert. Für die beiden jungen Fahrerinnen hieß es Erfahrungen sammeln. Anna Faber war als Vierte in das K1-Team nominiert worden, da Titelverteidigerin Ricarda Funk ein persönliches Startrecht genoss.

Für die 23-Jährige Faber war es der erste Start bei den Erwachsenen. „Es ist wirklich etwas komplett Anderes, gegen die Großen zu fahren. Das Niveau ist mega hoch. Ich weiß jetzt, woran ich arbeiten muss“, resümierte sie. „Ich muss an meiner Konstanz arbeiten, kleine Fehler kosten auch viel Zeit. Ich muss immer genau mit dem Wasser fahren.“ Und das EM-Fazit von Elena Apel lautete: „Willkommen in der Leistungsklasse“, sagte sie lachend.

Zweimal Silber, einmal Gold in Team-Wettbewerben

Bei den Team-Wettbewerben gab es am Freitag zweimal Silber für die Doppelstarterinnen Jasmin Schornberg (Hamm) und Elena Apel (Augsburg). Zunächst im K1 gemeinsam mit Ricarda Funk (Bad Kreuznach) und anschließend noch einmal im C1 mit Andrea Herzog (Leipzig). Ricarda Funk sagte über das K1-Rennen: „Wir hatten einen Superabstand. Die zwei Strafsekunden hätten wir natürlich vermeiden können. Aber wir sind megahappy.“

Super lief auch der C1-Teamwettbewerb. Obwohl Schornberg erst seit Kurzem auch im C1 sitzt und Elena Apel als junge Athletin auf wenig Erfahrung bauen kann, lief ihr Rennen fast optimal. Für Apel war die EM damit beendet, sie konnte sich in den Einzelwettbewerben nicht qualifizieren. „Das war der erste internationale Wettkampf nach der nationalen Qualifikation, da war ich aufgeregt, weil ich nicht so genau wusste, wo ich international stehe“, sagte die 20-Jährige.

Erschwerend für die junge Athletin: Sie war noch nie in Pau und die Vorbereitungszeit auf die EM war in diesem Jahr sehr kurz bemessen. „So war es für mich als Doppelstarterin ziemlich nervenaufreibend, mich auf die EM vorzubereiten. Deshalb war ich vielleicht auch nervöser, als wenn die EM irgendwo anders stattgefunden hätte. Aber ich bin nicht unzufrieden, obwohl die Resultate vielleicht nicht so gut sind, weil ich weiß, dass ich zeitlich mithalten kann. Es waren nur Kleinigkeiten, lerne daraus und nehme das mit für die folgenden Weltcups und die WM.

Die zwei Mannschaftserfolge sind jedoch Versöhnung für die Apel: „Die Mannschaftsmedaillen sind mir sehr viel wert, weil da hat einfach alles funktioniert. Und obwohl ich im Kajak etwas Bedenken hatte, dass ich nicht hinterherkomme, hat am Ende alles wunderbar funktioniert. Und das lässt für mich hoffen auf die weitere Saison“, resümierte die Augsburgerin nach der EM.

Die Mannschaftstaktik bei den C1-Herren mit Sideris Tasiadis (Augsburg), Franz Anton (Leipzig) und Florian Breuer (Augsburg) war nicht aufgegangen. Bereits im oberen Teil der Strecke war Breuer zu weit weg, diese wertvollen Sekunden wieder aufzuholen war am Ende unmöglich. Damit war für Breuer und auch Weltmeister Franz Anton bereits am Freitag die EM vorbei.

Das dritte Team-Edelmetall holte sich das K1-Team mit Hannes Aigner (Augsburg), Sebastian Schubert und Stefan Hengst (beide Hamm). Mit den zwei Nachnominierten Hengst und Schubert war es eine gute Leistung. Wobei sich dies in den Qualifikationsrennen am Vormittag schon angezeigt hatte, bei denen sich alle drei Athleten in das Halbfinale fuhren. „Wir haben im Vorfeld schon gewusst, dass wir ein schlagkräftiges Team sind. Es lief in den Einzelläufen schon ganz gut. Dementsprechend haben wir versucht, sehr ernst zu nehmen. Das hat auch gut geklappt, wir sind auch gut durchgekommen“, resümierte Aigner.

Sonntag: 2. Juni 2019
C1w:
1. Mallory Franklin GBR 109,95 (0)
2. Nuria Vilarruba, ESP +10,20 (2)
3. Kimberley Woods GBR +15,44 (6)

8. Andrea Herzog (GER) +43,35 (2)

K1m:
1. Vit Prindis, CZE 93,67 (0)
2. Driusz Popiela, POL +0,77 (0)
3. Quentin Burgi, FRA +1,24 (0)
13. Hannes Aigner + 8,36 (4)

Samstag: 1. Juni 2019
C1m
1. Benjamin Savsek (SLO) 98,59 (0)
2. Martin Thimas (FRA) +0,79 (0)
3. Sideris Tasiadis (GER) +2,18 (0)

K1w:

1. Amelie Hilgertova (CZE) 104.95 (0)
2. Mallory Franklin (GBR) +0,19 (0)
3. Jasmin Schornberg (GER) +2,57
9. Ricarda Funk (GER) + 47,19 (50)

Freitag, 31. Mai 2019
EM-Team-Wettbewerb C1 Damen:

1. Großbritannien
2. Deutschland (Elena Apel, Andrea Herzog, Jasmin Schornberg)
3. Tschechien

EM-Team-Wettbewerb K1 Damen:

1. Frankreich
2. Deutschland (Ricarda Funk, Jasmin Schornberg, Elena Apel)
3. Österreich

EM-Team-Wettbewerb K1 Herren:

1. Tschechien
2. Slowenien
3. Deutschland (Hannes Aigner, Sebastian Schubert, Stefan Hengst)

EM-Team-Wettbewerb C1 Herren:

1. Slowenien
2. Frankreich
3. Russland
5. Deutschland (Sideris Tasiadis, Franz Anton, Florian Breuer)

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