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Kanu-Slalom: Die DKV-Sichtungen waren an Dramatik nicht zu übertreffen

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    Der letzte Tag der DKV-Sichtungen in Markkleeberg am Sonntag war an Spannung nicht zu übertreffen. Die Ergebnisse hauchdünn. Und im C1-Herren-Bereich hatte die Jury eine schwere Entscheidung zu treffen.

    Hochdramatisch waren die Läufe der Kajak-Herren. Es bahnte sich ein Kampf zwischen vier Athleten an. Kanu-Schwabe Noah Hegge, Thomas Strauß vom Augsburger KV, der Hammer Stefan Hengst und Fabian Schweikert (Waldkirch) hatten es in der Hand. Mit ein bisschen Glück hätte sicher auch noch Kanu-Schwabe Leo Bolg in die Nationalmannschaft fahren können.

    Extrem großes Glück hatte am Ende Hengst. Der 27-Jährige verpasste den Finaleinzug und konnte nur zuschauen, was seine Kollegen machen. Und die gaben ihm Schützenhilfe. Paddler, die keine Aussicht mehr auf den begehrten EM-Team-Platz hatten, reihten sich hinter dem zum dritten Mal siegreichen Hannes Aigner ein, sodass am Ende der Hammer jubeln konnte.

    So paddelte der Wiesbadener Tim Bremer auf den zweiten Platz, gefolgt von Kanu-Schwabe Samuel Hegge. Enttäuschung auch bei dem jungen Bad Kreuznacher Joshua Dietz, zunächst auf Platz zwei eingefahren, verwies ihn am Ende eine 50-Sekunden-Strafe wegen eines nicht korrekt befahrenen Tores auf den letzten Finalrang.

    Nach dem verpassten Finaleinzug und der anschließenden Zitterpartie sagte Stefan Hengst: „Im Halbfinale war ich an einem Tor vorbeigefahren, musste dann wieder hoch und habe es auch noch berührt. Das Finale war dann ein Riesenkrimi für mich. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.“ Bei den Europameisterschaften wird der 27-Jährige doppelt an den Start gehen, den neben Kanuslalom wird erstmals die Slalom-Extrem-EM ausgetragen, zu der Hengst als Weltmeister bereits vom Deutschen Kanu-Verband nominiert war.

    Olympia-Starter Hannes Aigner vom Augsburger Kanu-Verein überzeugte mit seinen drei Siegen an drei Tagen. „Es war wichtig für uns alle, endlich mal wieder eine Drucksituation zu haben, auch wenn es für mich um nicht viel ging. Aber schön, wenn man zeigen kann, was man drauf hat, wer der Platzhirsch ist“, resümierte der 32-Jährige. Für Olympia-Ersatzfahrer Tim Maxeiner lief es zum zweiten Mal nicht gut: Endstation im Halbfinale wegen zwei verpasster Tore.

    Was ist die Steigerung von hochdramatisch? Die C1-Männer haben es gezeigt. Der Kampf um den Einzug in die Nationalmannschaft lief auf den Zweikampf Lennard Tuchscherer aus Leipzig und Timo Trummer vom KV Zeitz. Nach mehr als einer Stunde Diskussion kam die Jury zur Entscheidung, dass Tuchscherer disqualifiziert wird. Er hatte den Start verpasst, durfte zunächst trotzdem fahren.

    Bitter für den Leipziger, ohne Disqualifikation wäre er im A-Team gewesen. Denn dann hätten beide mit Tuchscherers Ergebnis des dritten Laufes gleiche Punktzahl erreicht. Auch nach Wertung des dritten Rennens wären sie gleichauf gewesen. Deshalb wäre dann die Summe aller Finalfahrzeiten hinzugezogen worden. Und dabei hätte der Leipziger die Nase mit 1,52 Sekunden vorn gehabt. Er fuhr – wäre sein letzter Lauf gewertet worden – insgesamt 292,6 und Trummer 294,12.

    Die beiden sind beste Kumpels, Trummer sagte: „Ich denke in dem Moment als Konkurrent. Er hat seinen Start verpasst. Verpasst ist verpasst, also raus. Aber als Freund denke ich natürlich auch: Scheiße man, warum nur.“ Tuchscherer meinte, „es ist nur fair. International wird es genauso gehandelt.“

    Kanu-Schwabe Sideris Tasiadis aus Augsburg und Franz Anton aus Leipzig zeigten einmal mehr ihre Klasse mit den Plätzen eins und zwei. Zu den Europameisterschaften in zwei Wochen in Ivrea müssen sie im Gegensatz zu den schon feststehenden Olympia-Startern bereits Höchstleistung zeigen, weil der Quotenplatz für Deutschland noch aussteht.

    Als Resümee der drei Tage sagte Chef-Bundestrainer Klaus Pohlen: „Die Etablierten Franz und Sideris haben dort einen deutlichen Vorteil im Gegensatz zu … , einfach weil sie dort schon häufiger waren und sich hier noch einmal deutlich besser präsentiert haben. Aber Überraschungen hat es im Kanuslalom schon immer gegeben. Vielleicht kann es auch mal ein Junger machen.“

    Bei den Kajak-Damen setzte sich die Leipzigerin Cindy Pöschel im Kampf um den EM-Platz durch. Mit einem starken Finallauf landete sie mit 0,35 Sekunden Abstand auf Olympia-Starterin Ricarda Funk auf Platz zwei. Überglücklich sagte sie im Ziel: „Ich habe so viele Lehrjahre hinter mir, in denen ich es immer im letzten Lauf nicht runterbringen konnte. Ich kann die Freude gar nicht beschreiben, ich muss das jetzt erst einmal verarbeiten.“ Dritte am heutigen Tag wurde die Hallenserin Lisa Fritsche. Die vorqualifizierte Olympia-Starterin resümierte nach drei Tagen, „ich bin auf einem guten Weg. Es ist aber noch nicht das, was ich gern hätte. Also ich habe noch ein bisschen Arbeit vor mir.“

    Unspektakulär hingegen war das letzte Rennen der Canadier-Damen. Mit der Leipzigerin Lena Stöcklin stand die dritte EM-Starterin bereits fest. Sie belegte auch am dritten Tag Rang drei. Weltmeisterin Andrea Herzog aus Leipzig gewann den Lauf vor der Augsburgerin Elena Apel.

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