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Kanu-Slalom: Karten sind neu gemischt – Eine ist durch

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    Hoch emotional ging der zweite Tag der DKV-Kanuslalom-Sichtungen in Markkleeberg am Samstag zu Ende. Im vierten und damit letzten Finallauf ist die Leipzigerin Cindy Pöschel auf den zweiten Platz im Kajak-Einer gefahren. Damit hat sie nun auch die Chance, im letzten der drei Rennen um den Einzug in die Nationalmannschaft zu kämpfen.

    Zuletzt paddelte sich die 31-jährige zweifache Mutter 2013 in das A-Team. Wie bei den Kajak-Damen ist ebenso bei den Kajak- und Canadier-Herren alles noch offen. Lediglich bei den Canadier-Damen sicherte sich die Leipzigerin Lena Stöcklin am heutigen Samstag vorzeitig den Sieg in den Wertungsläufen.

    Wie bereits im September 2020 zeigt sich auch ein reichliches halbes Jahr später, dass die Leistungsdichte im deutschen Kajak-Herren-Bereich enorm ist. So machte der 22-jährige Noah Hegge bereits voriges Jahr auf sich aufmerksam. Allerdings lief es für den Augsburger am heutigen Samstag nicht gut, mit einem verpassten Tor schaffte er den Einzug in das Finale nicht.

    So bleibt der Kampf um den dritten EM-Startplatz im deutschen Team weiterhin offen. Neben Noah Hegge hat nun Stefan Hengst vom KR Hamm die größten Chancen, die Wertungsrennen zu gewinnen. Ihnen dicht auf den Fersen sind mit Thomas Strauß vom Augsburger KV, Fabian Schweikert (Waldkirch) und Kanu-Schwabe Leo Bolg drei weitere Paddler.

    Das zweite Rennen gewonnen hat erneut Hannes Aigner vom Augsburger KV mit einem fehlerlosen Lauf. Als Olympia-Starter ist er für die Europameisterschaften allerdings vorqualifiziert und fährt deshalb außer der Wertung. Ein Achtungszeichen setzte Hengst mit einem Rückstand von 1,22 Sekunden auf Aigner, allerdings hatte er sich zwei Strafsekunden eingehandelt. Dritter, mit knapp drei Sekunden langsamer als der Erste, wurde Schweikert.
    Bei den C1-Damen war es das gewohnte Bild.

    Zwei Paddlerinnen sind das Maß aller Dinge. Weltmeisterin Andrea Herzog aus Leipzig gewann vor der Augsburgerin Elena Apel, die bei vier Strafsekunden am Ende einen Rückstand von 3,23 Sekunden. Die Leipzigerin Lena Stöcklin war mit ihrem erneuten dritten Rang glücklich. „Ich bin froh, dass ich jetzt schon durch bin“, sagte sie erleichtert mit einem Lachen. Ob sie am Ende wirklich zur EM nach Ivrea fahren darf, das entscheidet der Trainerrat am Montag.

    Bei den Canadier-Herren überzeugte der Leipziger Lennard Tuchscherer mit einem starken fehlerfreien Finallauf. Er siegte vor seinem Vereinskollegen Franz Anton mit 2,47 Sekunden Vorsprung. Damit blieb er neben dem Zeitzer Timo Trummer ohne Strafsekunden. Trotzdem landete der Zeitzer nur auf Rang drei. So läuft die Entscheidung um den einen freien Platz in der Nationalmannschaft auf einen Kampf zwischen drei Athleten hinaus. Neben Tuchscherer und Trummer hat die besten Aussichten der Sieger vom ersten Tag, Paul Seumel vom KV Zeitz.

    Im Kampf um den A-Team-Einzug bei den Kajak-Damen verpasste Anna Faber (Dormagen) ihre Chance auf die vorzeitige Entscheidung. Im Finallauf Dritte, musste sie sich Cindy Pöschel geschlagen geben. Auf Platz eins mit vier Sekunden Vorsprung fuhr die Bad Kreuznacherin Ricarda Funk, die für eine Torstabberührung bestraft wurde. Cindy Pöschel liefen im Ziel die Freudentränen, „dass ich heute so zeigen konnte, was ich kann, darüber bin ich so glücklich“, sagte die 31-Jährige.

    Am morgigen Sonntag fallen die Entscheidungen im Kampf um den noch einen freien Platz. Über die finale Nominierung für die Europameisterschaften entscheidet der Trainerrat am Montag.

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