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„Wir gehen mutig, zuversichtlich, verlässlich und vertrauensvoll ans Werk“

Ministerpräsident Kretschmer stellt neue Regierung vor

Ministerpräsident Michael Kretschmer hat am Morgen in einer gemeinsamen Fraktionssitzung von CDU und SPD im Landtag sein neues Kabinett vorgestellt. In der Sächsischen Staatskanzlei überreichte er anschließend die Ernennungsurkunden an die Mitglieder der Sächsischen Staatsregierung.

Der Ministerpräsident betonte: „Für die anstehenden Aufgaben habe ich ein Team aus Ministern und Staatssekretären, das Erneuerung und Erfahrung vereint. Mit Leidenschaft und Kraft wollen wir zusammen unser Land gestalten. Wir wollen in einem produktiven und fairen Miteinander Politik mit den Sachsen machen und unseren Freistaat gut aufstellen. Wir alle haben sächsische Biografien und wir lieben unsere Heimat und sehen die Potentiale des Landes und der Menschen. Wir wollen zusammen die Chance nutzen, aus guten Ideen konkrete Politik zu machen. Uns verbindet die Leidenschaft für die Gestaltungsmöglichkeiten durch Politik und eine klare Vorstellung, was jetzt für Sachsen angepackt werden muss.

Jede Ministerin, jeder Minister wird Zukunftsthemen ‎anpacken und sie gemeinsam mit den vielen kreativen Menschen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zusammen voranbringen. Wir wollen Antworten geben auf die Frage: Wie und von was wollen wir in Zukunft leben? Wir wollen Lösungen aufzeigen und umsetzen und Vertrauen zurückgewinnen. Wir gehen mutig, zuversichtlich, verlässlich und vertrauensvoll ans Werk. Die Bürgerinnen und Bürger sollen wissen: Wir kümmern uns um ihre Anliegen. Wir hören zu und stehen für Dialog.“

Kretschmer dankte den regierungstragenden Fraktionen, dass sie die Personalentscheidungen mit großer Zustimmung und Unterstützung aufgenommen haben.

Dem neuen Kabinett gehören an:

Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Der Minister wird unterstützt durch Staatssekretär Dr. Hartmut Mangold und Staatssekretär Stefan Brangs. Martin Dulig bleibt stellvertretender Ministerpräsident.

Kretschmer: „Gemeinsam wollen wir die starke wirtschaftliche Basis im Freistaat Sachsen erhalten und weiter ausbauen. Wir werden uns insbesondere um den Mittelstand, die Unternehmensnachfolge und die Gründerszene in Sachsen kümmern. Ein Schwerpunkt des Ressorts bleibt der Breitbandausbau und die lückenlose Abdeckung im Mobilfunknetz, denn das ist die Voraussetzung, um bei der Digitalisierung erfolgreich zu sein.“

Prof. Dr. Roland Wöller, Staatsminister des Innern

Der Minister wird unterstützt durch Staatssekretär Prof. Dr. Günther Schneider.

Kretschmer: „Roland Wöller ‎bringt die reiche Erfahrung parlamentarischer Arbeit im Landtag und von über vier Jahren in der Regierung mit.

Ich traue ihm zu, das Kernressort des Innern mit den wichtigen Themen der Kommunen, der Polizei, des Sports, von Landes- und Bauplanung bis zur Verwaltungsmodernisierung kraftvoll und zielstrebig zu führen. Wir wollen mit den Kommunen im engen Schulterschluss das Land gestalten, wir werden die Sicherheit weiter verbessern, Recht und Ordnung durchsetzen und unsere Verwaltung ins digitale Zeitalter führen – in dem Videobotschaften funktionieren.

Günther Schneider bringt nicht nur Erfahrung als Landtagsabgeordneter mit, sondern auch von der kommunalen Ebene als ehrenamtlicher Bürgermeister von Grünhainichen. Ich freue mich, dass er als profilierter Jurist und Richter den Innenminister unterstützen wird. Er muss dafür sein Landtagsmandat aufgeben. Für diesen Schritt zolle ich ihm Respekt und Dankbarkeit.“

Weiter sagte er: „Ich danke an dieser Stelle ganz herzlich Markus Ulbig, mit dem ich eng verbunden bin und auch in neuer Form weiter zusammenarbeiten möchte. Markus Ulbig hat die längste Amtszeit als Innenminister Sachsens, die – das liegt an der Aufgabe – nie einfach ist. Er hat sich davon nicht beirren lassen, sondern ist standhaft geblieben und hat in vielen Feldern wichtige Initiativen angestoßen und Entscheidungen mitgetragen. Ich freue mich, dass er seine verdienstvolle Amtszeit mit dem Vorsitz der Innenministerkonferenz beschließen konnte. Ebenso danke ich Dr. Michael Wilhelm, der gemeinsam mit Markus Ulbig das Innenressort in bewegten Zeiten geführt hat und sich dabei bleibende Verdienste erworben hat.“

Dr. Matthias Haß, Staatsminister der Finanzen

Der Minister wird unterstützt durch Dirk Diedrichs als Amtschef des Finanzministeriums.

Kretschmer: „Matthias Haß ist ein Spitzenbeamter des Bundes, der seine Laufbahn in sächsischen Ministerien begann und bis heute in Dresden zu Hause ist. Mit ihm können sich die Sachsen darauf verlassen, dass die Steuergelder sinnvoll und nachhaltig ausgegeben werden. Ein solcher Haushalt ist ein Wert an sich und Grundlage für jede zukunftsgerichtete Politik. Das wird so bleiben.

Das Finanzministerium soll ein Ermöglichungsministerium sein, hart in der Sache, verbindlich im Ton und gegenüber den Bürgern und den anderen Ressorts mit Teamgeist agieren und kommunizieren.

Mit Dirk Diedrichs bekommt das Finanzministerium einen guten Bekannten als Amtschef, der dort die Haushaltsabteilung ‎leitete. In Thüringen war er Staatssekretär im Finanzministerium. Er bringt jetzt ein breites Wissen über die Anliegen der kommunalen Familie aus dem Innenministerium mit ins neue Ressort.

Ich danke ganz herzlich Prof. Dr. Georg Unland. Er hat sich entschieden, wieder außerhalb der Politik zu arbeiten. Ihm gilt mein Respekt für den Seitenwechsel, den er 2008 wagte und für seinen Einsatz in fast zehn Jahren im Finanzministerium. Er hat sich dabei einen Standpunkt erarbeitet, der nicht allen gefallen hat, der aber von vielen geschätzt wurde.

In besonderer Verbundenheit danke ich Hansjörg König, der als Staatssekretär im Kultusministerium, für kurze Zeit im Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, und seit 2010 im Finanzministerium bleibende Spuren im Freistaat Sachsen hinterlassen hat. Ich hoffe, er bleibt uns verbunden.“

Sebastian Gemkow, Staatsminister der Justiz

Der Minister wird unterstützt durch Staatssekretärin Andrea Franke.

Kretschmer: „Die gemeinsame Aufgabe ist es, die Justiz und den Justizvollzug in Sachsen zu stärken, damit in einem sicheren Land das Recht konsequent durchgesetzt und umgesetzt werden kann. Wir werden die Personalsituation in der Justiz verbessern. In der Rechtspolitik wollen wir Impulse setzen, die die Ordnung stärken und Sicherheit und Freiheit in guter Balance halten.“

Christian Piwarz, Staatsminister für Kultus

Der Minister wird unterstützt durch Staatssekretär Herbert Wolff.

Kretschmer: „Mit Christian Piwarz habe ich einen Kultusminister berufen, der bei Schule und frühkindlicher Bildung die gleiche Leidenschaft hat wie ich. Dafür sind Entscheidungen notwendig, die im politischen Raum unterstützt werden müssen und die von Erziehern, Lehrern, Eltern und Schülern aber auch der gesamten Gesellschaft mitgetragen werden. Und sie müssen erfolgreich wirken. Das traue ich ihm als Vater und sehr erfahrenen und gut verankerten Politiker zu.

Ich freue mich, dass Herbert Wolff bereit ist, den neuen Minister dabei zu unterstützen, er war bereits von 2012 bis 2014 in dieser Funktion tätig.

Mit Frank Haubitz hatte ich ein gutes Gespräch. Er ist ein leidenschaftlicher Lehrer und Schulleiter. Er hat mit dieser Leidenschaft frischen Wind gebracht und ist mutig vorangegangen. Er hat die Tür für Veränderungen mutig aufgestoßen und so den Weg für die notwendigen Entscheidungen bereitet. Seine Ideen werden wir umsetzen. Ich freue mich auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit Frank Haubitz.“

Dr. Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst

Die Ministerin wird unterstützt durch Staatssekretär Uwe Gaul.

Kretschmer: „Das Staatsministerium ist Hüterin vieler kultureller Schätze unseres Landes, die wir in aller Breite und regionalen Vielfalt erhalten wollen. Sie vermitteln Werte und Traditionen und sind Räume für gesellschaftliche Debatten.

Unsere große Wissenschaftslandschaft soll verlässliche Bedingungen für ein gutes Studium und innovative Forschung behalten und sich weiter mit der Wirtschaft und der Welt vernetzen.“

Barbara Klepsch, Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz

Die Ministerin wird unterstützt durch Staatssekretärin Regina Kraushaar.

Kretschmer: „Das Sozialministerium ist ein Schlüsselressort für gutes und sicheres Leben in Sachsen: Wenn es darum geht, moderne und leistungsfähige Krankenhäuser, eine erreichbare medizinische Versorgung, Telemedizin und ausreichend Pflegeangebote zu sichern und weiterzuentwickeln. Zeitgemäßer Verbraucherschutz ist wichtig;  attraktive Jugendarbeit, Teilhabe für alle Menschen und wertegebundene Familienpolitik stärken Miteinander und Zusammenhalt.

Ich freue mich, dass ‎Regina Kraushaar das Sozialministerium verstärken wird. Sie bringt ganz praktische Erfahrungen aus dem sächsischen Sozialbereich mit und hat sich in den vergangenen Jahren in Berlin als Topbeamtin einen Namen gemacht, vor allem auch beim wichtigen Thema Pflege.

Andrea Fischer danke ich von Herzen für Ihre sehr gute Arbeit als Staatssekretärin in den vergangenen 15 Jahren. Sie hat sich in den Regierungen von Georg Milbradt und Stanislaw Tillich im Wirtschaftsministerium, der Staatskanzlei, dem Innen- und zuletzt dem Sozialministerium engagiert und loyal für Sachsen eingesetzt. Sie hat große Verdienste für unser Land.“

Thomas Schmidt, Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft

Der Minister wird unterstützt durch Staatssekretär Dr. Frank Pfeil.

Kretschmer: „Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium ist das Leitministerium für den ländlichen Raum. Ihn mit seiner wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und natürlichen Struktur attraktiv zu gestalten ist Thomas Schmidt und mir ein Herzensanliegen. Zugleich ist das Haus ein verlässlicher Partner für die sächsischen Bauern und für die vielen Engagierten und Initiativen, die unsere Schöpfung bewahren und die sächsische Umwelt schützen. Ich freue mich auf die weitere Arbeit mit Frank Pfeil mit seinen reichhaltigen Erfahrungen.“

Petra Köpping,  Staatsministerin für Gleichstellung und Integration beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz                                               

Kretschmer: „An den Geschäftsbereich der Ministerin sind große Erwartungen gerichtet, liegt dort doch die dringende Aufgabe einer erfolgreichen Integration und eines guten, toleranten Miteinanders in der Gesellschaft. Für ein weltoffenes Sachsen wollen wir gemeinsam erfolgreich sein.“

Oliver Schenk, Chef der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten

Den Minister und Regierungschef Kretschmer unterstützen wird Staatssekretär Erhard Weimann in der Landesvertretung in Berlin.

Kretschmer: „Oliver Schenk kommt ebenfalls aus Berlin nach Hause, im wörtlichen Sinne. Er kennt die Staatskanzlei sehr gut, weil er hier über ‎sieben Jahre in leitenden Funktionen gearbeitet hat. Aus Berlin bringt er Erfahrungen aus der Bundespolitik und ein gutes Netzwerk mit. Sachsen liegt im Herzen Europas, die Beziehungen zu Polen und Tschechien sind uns wichtig. Deshalb braucht die sächsische Europapolitik ein klares Profil. Wir wollen zudem eine aktive Medienpolitik gestalten, in der Sachsen die B-Koordinierung verantwortet.

Die Entscheidung für Oliver Schenk als Chef der Staatskanzlei ist keine Entscheidung gegen den bisherigen Amtsinhaber. Dr. Fritz Jaeckel hat seinen Weg in der sächsischen Verwaltung gemacht und an vielen Stellen viel bewegt. Er war ein loyaler Wegbegleiter von Stanislaw Tillich. Für sein Engagement und sein jahrlanges unermüdliches Wirken danke ich ihm sehr.“

Kabinettsumbildung in Sachsen: Kretschmer versucht’s mit eigener CDU-Mannschaft

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Liveticker zum Demosamstag: Protest gegen Indymedia-Verbot und Poggenburg

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Leipziger Süden wird sich heute, am 25. Januar, spätestens ab 17 Uhr in einem Ausnahmezustand befinden. Die Polizei ist mit zahlreichen Beamten und schwerem Gerät im Einsatz und hat einen umfassenden Kontrollbereich eingerichtet. Anlass sind diverse Demonstrationen. Mehrere hundert Personen wollen vom Bundesverwaltungsgericht nach Connewitz laufen und dabei gegen das Indymedia-Verbot protestieren. Zudem gibt es Widerspruch für André Poggenburg. Die L-IZ ist live dabei.
Mitgliederversammlung bei Lok Leipzig: Viel erreicht, viele Pläne, aber (noch) nicht (mehr) genug Geld
Der neue Aufsichtsrat des 1. FC Lok: Olaf Winkler,Steffen Rößler, Jens-Peter Hirschmann, Stefan Dinter, Frank Balling, Mike Scheffler (v.l.). Foto: Thomas Gorlt

Foto: Thomas Gorlt

Für alle LeserFünf Stunden dauerte die Mitgliederversammlung beim 1. FC Lok. Sie war durchsetzt von guten, aber auch schlechten Nachrichten. So ist der Verein (aber nicht die Spielbetriebs-GmbH) schuldenfrei, ETL wird aber nach aktuellem Stand sein Engagement nicht verlängern und nach fünf Jahren als Hauptsponsor ausscheiden. Gleichzeitig befindet sich Lok in sehr, sehr guten Gesprächen mit Investoren. Die Wahlen für den neuen Aufsichtsrat wurden von einem offen ausgetragenen Streit zwischen Lok- und VfB-Präsident geprägt.
Verhandlung am Mittwoch: Worum es beim Indymedia-Prozess geht
Anonyme Bekenntnisse auf Linksunten.Indymedia, hier eine der wenigen Löschungen zu einem letztlich rechten Sprengstoffanschlag in Dresden im Jahr 2016. Foto: Screen Indymedia

Foto: Screen Indymedia

Für alle LeserAm kommenden Mittwoch, 29. Januar 2020, verhandelt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über die Rechtmäßigkeit des Verbots der Internetplattform „linksunten.indymedia“. L-IZ.de hat alles Wissenswerte rund um das Verfahren zusammengetragen.
Ab dem 29. Januar gibt es monatlich einen preisverdächtigen Dok-Film in der Schauburg
Das Kino Schauburg am Adler. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserAm Mittwoch, 29. Januar, geht es los, verlässt die DOK Leipzig den terminlich begrenzten Rahmen der Dok-Film-Woche und zeigt jetzt jeden Monat spannende Dokumentarfilme in der Schauburg. Los geht es am 29. Januar mit „Gundermann Revier“ von Grit Lemke. Der neue DOK-Festivalleiter Christoph Terhechte wird das Leipziger Publikum in der Schauburg begrüßen.
Initiativen zur Förderung der Baukultur stellen sich vor
Am Montag, dem 27. Januar, ist das „Zentrum für Baukultur Sachsen“ zu Gast im Stadtbüro. Die Gesprächsrunde ab 19 Uhr dreht sich darum, wie Baukultur in Leipzig gefördert werden kann und gefördert wird – oftmals von ehrenamtlichen Initiativen und Vereinen. Sie helfen, Bausubstanz zu erhalten, nutzen leerstehende Gebäude oder engagieren sich sozial in den Stadtteilen. Vier dieser Initiativen, die „Architekturapotheke“, der Verein Lindow e.V., die „Basis Leipzig“ sowie das „Kollektiv + x“, stellen sich im Stadtbüro vor.
Thomanerchor Leipzig und Gewandhausorchester in Dresdner Kreuzkirche zu Gast
Auftritt THOMANERCHOR Leipzig in der Kreuzkirche Dresden 2018. Foto: Roman Friedrich

Foto: Roman Friedrich

Auf Initiative vom ehemaligen Pfarrer der Thomaskirche Christian Wolff und dem Pfarrer der Kreuzkirche Joachim Zirkler wurde 2004 erstmalig der Kanzeltausch zwischen der Thomaskirche Leipzig und der Kreuzkirche Dresden durchgeführt. 2018 tauschten auch der THOMANERCHOR Leipzig und der Dresdner Kreuzchor ihre traditionellen musikalischen Gottesdienste, „Motette“ in Leipzig und „Vesper“ in Dresden.
Leipzig hat tatsächlich einen Bedarf an 10.000 neuen Sozialwohnungen bis 2025 angemeldet
Ein Baukran in Leipzig - aber noch nicht für sozialen Wohnungsbau. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSo richtig klug wird man aus den Zahlen, die als Bedarf an sozialem Wohnungsbau für Leipzig genannt werden, nicht. SPD-Oberbürgermeisterkandidat Burkhard Jung zog mit dem Versprechen in den Wahlkampf, bis 2027 10.000 neue Sozialwohnungen zu schaffen. Als der Grünen-Abgeordnete Wolfram Günther im Frühjahr 2019 beim zuständigen Innenminister anfragte, wusste der freilich nur von einem Bedarf von 4.437 Sozialwohnungen für Leipzig bis 2025.
Das Baudezernat will bis Juni zumindest die Installation einer temporären Fußgängerampel an der Schreberstraße prüfen
Die Situation an der Kreuzung Schreberstraße / Käthe-Kollwitz-Straße. Foto: Markus Engel

Foto: Markus Engel

Für alle LeserIm September startete Markus Engel die Petition für eine Fußgängerampel an der Schreberstraße. „Ein erhöhter Querungsbedarf an dieser Stelle ergibt sich einerseits aus der Lage des Schreberbades und der für Fußgänger und Radfahrer günstigen Verbindung zwischen Johannapark und Sportforum über diesen Knoten und andererseits zusätzlich aus der Entwicklung des Stadthafens“, stellt selbst das zuständige Baudezernat fest. Und sucht tatsächlich nach Wegen, das Problem zu lösen.
Planungsdezernat lehnt Petition zu einer autofreien Innenstadt ab
Manche Autofahrer respektieren nicht mal die Poller. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEinen autofreien Tag bekommt Leipzig nun endlich im September 2021, aber eine autofreie Innenstadt nicht. Das Dezernat Stadtentwicklung und Bau empfiehlt die Ablehnung einer entsprechenden Petition. Denn – der Stadtrat habe ja 2008 etwas anderes beschlossen. Die Tragödie der Leipziger Innenstadt reicht tatsächlich bis in die frühen 1990er Jahre zurück, als der Stadtrat tatsächlich über die Richtungsentscheidung debattierte: Soll die City autofrei werden? – „Nein“, schmetterte damals die autoverliebte Mehrheit. Das Ergebnis sieht man heute.
Angehende Jurist/-innen hinterfragen die Rechtmäßigkeit des Vorgehens der Polizei zu Silvester in Connewitz
Versuche, die Beamten von einem am Boden liegenden Mann abzuhalten. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserEs läuft etwas gewaltig schief, wenn Bürger das Gefühl bekommen, dass man der Polizei nicht mehr vertrauen kann und lieber nicht mehr auf die Straße geht, weder zum Demonstrieren noch zum Feiern. Für viele Connewitzer steht diese Frage seit dem 1. Januar. Denn mit einem zurückhaltenden Einsatz hatte das, was dort zu erleben war, nichts mehr zu tun. Das sehen auch angehende Juristen so und schreiben jetzt einen juristisch sehr deutlichen Brief an Justizministerin Katja Meier, Innenminister Roland Wöller und den Leipziger Polizeipräsidenten Torsten Schultze.
Der Tag: Aufarbeitung der Silvesternacht am Tag vor der Indymedia-Demonstration + Video
Vor dem Bundesverwaltungsgericht soll morgen die Demonstration gegen das Indymedia-Verbot starten. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Polizei hat heute auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass es rund um die Indymedia-Demonstration am Samstag einen Kontrollbereich geben wird. Ansonsten sind zunächst keine größeren Einschränkungen geplant. Währenddessen dauert die wissenschaftliche und journalistische Aufarbeitung der Silvesternacht in Connewitz an. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 24. Januar 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
ADFC Sachsen fordert mehr Radwegebau für strukturschwache Regionen in Sachsen
Berufsverkehr 2017. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas im vergangenen Jahr an Strukturprojekten für die mitteldeutsche Kohlelandschaft diskutiert wurde, war in einigen Teilen ein einziger Ramschladen von völlig sinnfreien Projekten, die überhaupt nichts dazu beitragen, die Region für eine Zeit nach der Kohle vorzubereiten. Eine Zeit, in der auch die fossilen Verkehrsarten verschwinden müssen, wenn die Menschheit überleben will. Das Geld gehöre also zu einem viel größeren Teil in den Radwedgeausbau, fordert der ADFC Sachsen.
Ostdeutsche Bewerberinnen haben gute Chancen bei der Besetzung von Leitungsfunktionen in Leipzig
Verhältnis von Frauen und Männern in Leitungspositionen in Leipzig (oben) und im Bund (unten). Grafik: Stadt Leipzig

Grafik: Stadt Leipzig

Für alle LeserNicht nur den Stadtrat bewegte im vergangenen Jahr die Frage, ob es Leipzig gelingt, Leitungsstellen in der Stadtverwaltung auch einigermaßen gerecht zu besetzen. Nicht nur was die Parität von Frauen und Männern betrifft, sondern auch die Berücksichtigung ostdeutscher Bewerber. Zuletzt kochte ja im Frühjahr 2019 die Diskussion hoch, dass Ostdeutsche selbst in den ostdeutschen Bundesländern in Führungspositionen das Nachsehen haben. Aber ist das auch in Leipzig so?
Bessere Radwege und bezahlbarer ÖPNV: OBM-Kandidatinnen plädieren für die Verkehrswende
OBM-Kandidatinnen-Runde des ADFC. Foto: Anne-Katrin Hutschenreuter

Foto: Anne-Katrin Hutschenreuter

Für alle LeserDie Verkehrswende in Leipzig wird kommen, egal, wie die OBM-Wahl 2020 ausgeht. Denn selbst wenn die Leipziger so unvernünftig wären, einen autoverliebten konservativen Oberbürgermeister zu wählen, wird der nicht gegen eine Stadtratsmehrheit regieren können, die qua Partei- und Wahlprogrammen die Verkehrswende in Leipzig will. Und dazu gehört nun einmal auch eine echte Radverkehrspolitik. Der ADFC war jetzt ganz konsequent: Er hat zur Diskussion dazu einfach mal nur alle OBM-Kandidatinnen eingeladen.
Am Bayrischen Platz bleibt bis 2026 alles beim Alten
Windmühlenstraße Richtung Bayerischer Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich hätte der ganze Straßenkomplex Bayrischer Platz/Windmühlenstraße schon bis 2019 umgebaut und zukunftsfähig gemacht werden sollen. Gerade Fußgänger/-innen und Radfahrer/-innen leiden hier unter einer völlig irrationalen Routenführung und kaputten Wegen. Aber das Projekt wurde in den Planungen der Stadt ins Jahr 2026 verschoben. Auf den Antrag der Grünen, wenigstens die schlimmsten Löcher zu flicken, reagiert jetzt das Dezernat Stadtentwicklung und Bau.