Das Fußballstadion von RB braucht endlich eine leistungsfähige Wendeschleife

Für alle LeserJede Menge wurde in den letzten Tagen über die Frage diskutiert, ob nun ein Parkhaus die nötigen Stellplätze für EM-Spiele und Championsleage-Spiele im RB-Stadion sichert oder eine Tiefgarage besser ist. Dabei verschwand völlig aus dem Fokus, dass die meisten Fußballanhänger mit der Straßenbahn zum Stadion kommen und es dringend eine leistungsfähige Straßenbahnwendeschleife auf dem Stadionvorplatz braucht. Die Feuerbachschleife kann das nicht leisten. Ein Offener Brief an die Ratsfraktionen.

Geschrieben hat ihn Ulf Walther, den es mit höchster Besorgnis erfüllt, dass die alte Feuerbachschleife einfach nur saniert und modernisiert werden soll, ohne dass die städtischen Planer wirklich so weit denken, die einmalige Chance zu nutzen, eine Wendeschleife deutlich näher am Stadion zu bauen und damit wirklich auch eine leistungsfähige Stadionlinie zu schaffen.

Sein Brandbrief an die Stadträtinnen und Stadträte:

Sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,

im OBM-Wahlkampf hat sich nahezu jede Partei für einen Ausbau des ÖPNV ausgesprochen, insbesondere des Straßenbahnnetzes. Ein solcher Ausbau fand de facto seit der Eröffnung der Trasse Zwickauer Straße auf dem Gelände der Alten Messe nicht mehr statt. Ob Sie es damit ernst meinen, können Sie zeitnah bezüglich des Ausbaus der Schleife Feuerbachstraße hin zum Gelände Schwimmstadion im Zusammenspiel mit Verpachtung / Verkauf des Grundstücks an RB und dem Bau eines Parkhauses bzw. einer Tiefgarage unter Beweis stellen.

Ist-Zustand nach meinem Erleben – ich besuche jedes RB-Heimspiel:

Die eingleisige Schleife Feuerbachstraße ist nicht sehr aufnahmefähig, wird im Anreiseverkehr ca. alle 10 Minuten von der Linie 4E befahren. Linie 4 und 51 fahren an der Schleife vorbei durch die Waldstraße. Sämtliche andere Linien fahren über Jahnallee – Zeppelinbrücke zum Strbf. Angerbrücke und auch zurück. Das bedeutet eine extreme Auslastung dieser Trasse während des Stadionverkehrs, nahe an ihrer Leistungsgrenze, Streckenblockaden durch bspw. Unfälle nicht mit gerechnet.

Im Abreiseverkehr platzen „Sportforum Süd“ und „Waldplatz/Arena“ Richtung Hbf aus allen Nähten, zum Teil betreten Wartende aufgrund des überfüllten Bahnsteigs die Straße gen Innenstadt – wohlgemerkt nicht, um die Straße zu überqueren. Die übervollen Bahnen aus „Sportforum Süd“ können Fahrgäste an „Waldplatz/Arena“ kaum noch aufnehmen. Die Abfertigung der Bahnen an den Haltestellen dauert quälend lang, beide Haltestellen werden nicht als Doppelhaltestelle genutzt. Die Bahnen stauen sich infolgedessen meist bis über die Zeppelinbrücke – und stehen so ungenutzt im Stau herum. Die Trasse Innere Jahnallee – Ranstädter Steinweg bis zum Goerdelerring ist häufig überlastet, auch hier stauen sich die Straßenbahnen meist, da die Durchlassfähigkeit durch Haltestellen und Ampelschaltungen begrenzt ist.

Die Feuerbachschleife in der Kurve in die Max-Planck-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Die Schleife Feuerbachstraße wird von der 4E befahren, 4 und 51 fahren an der Schleife vorbei. Hin und wieder stehen in der Schleife auch noch ca. 3-4 Bahnen, die bspw. als Linie 3, 7, 15 von da aus starten. Häufig stehen in dieser Schleife gar keine Bahnen. Die Stadionbesucher verlassen das Stadion entweder über Festwiese Richtung „Sportforum Süd“, über Stadionvorplatz gen Waldstraße, über das Gelände Schwimmstadion vorbei an der Arena Richtung Haltestelle Waldplatz/Arena oder über die Stadionallee hin zum Waldplatz.

Die Haltestelle „Sportforum Ost“ liegt wenige, aber entscheidende Meter abseits dieser Wegebeziehung und spielt nur für wenige Besucher eine Rolle, zumal sie ja auch aufgrund ihrer begrenzten Leistungsfähigkeit recht wenige Bahnen anzubieten hat. Sprich: Die Feuerbachschleife spielt im derzeitigen Straßenbahnkonzept Stadion nur eine untergeordnete Rolle.

Fazit: Der Abreiseverkehr durch Straßenbahn findet im gesetzten Rahmen relativ gut statt, jedoch stößt dieser Rahmen bereits jetzt an seine Leistungsgrenze, ein Mehr an Verkehr wäre meiner Ansicht nach kaum zu verkraften, da es u.a. hausgemachte Straßenbahnstaus gibt. Dies kann sich aber durch die Schleife Schwimmstadion deutlich ändern.

Zukunft infolge Stadionaus- und -umbaus:

Haupteingang für das Stadion wird laut RB Leipzig die Treppe an der Festwiese sein, über die man zu den Blöcken C, B und A gelangen wird. Hier werden auch die Sicherheitskontrollen durchgeführt. Über diese Treppe geht es für die Besucher dieser Blöcke rein und raus. D.h., die Wegebeziehung wird sich voraussichtlich weiter weg von der Schleife Feuerbachstraße bewegen, das Ost-Tor der Festwiese sowie der Weg gen „Sportforum Süd“ werden eine größere Rolle spielen.

Festwiese mit Treppe zum Stadion. Foto: Ulf Walther

Festwiese mit Treppe zum Stadion. Foto: Ulf Walther

Sollte die Schleife Feuerbachstraße und die Endhaltestelle „Sportforum Ost“ auf die nächsten Jahrzehnte so liegen bleiben wie sie jetzt ist, noch dazu ohne dass die Kapazität in Form eines Überholgleises erhöht wird, fährt dort die Bahn auf Jahrzehnte am Bedarf ein Stück weit vorbei. Zudem wird weiterhin die Jahnallee als Haupttrasse – ob mit oder ohne Kapazitätserhöhung durch Haltestellenausbau – ein Nadelöhr bleiben und anfällig bei Störungen durch unfallbedingte Streckenblockaden bzw. liegen gebliebener Straßenbahnen.

Die Stadionkapazität wird in absehbarer Zeit von 42.000 auf 48.000 erhöht werden, wobei auch eine weitere Erhöhung der Kapazität auf 50.000 bis 52.000 durch RB angedacht ist, je nach Bedarf. Zudem finden häufig zeitgleich Veranstaltungen in der Arena mit bis zu 6.000 Besuchern statt. Eine Erweiterung der Straßenbahnkapazitäten sollte also in die Überlegungen einbezogen werden.

Dem muss JETZT Rechnung getragen werden, da JETZT die Bebauung von Stadionvorplatz und Gelände Schwimmstadion ansteht und ein Ausbau des ÖPNV zumindest dort danach nicht mehr möglich sein wird – und in der Jahnallee sicher auch nur arg begrenzt die Kapazität erweitert werden kann, wenn überhaupt. JETZT wird es voraussichtlich Fördermittel für eine bessere ÖPNV-Anbindung im Zuge der EM 2024 geben. Deshalb ist es JETZT dringend geboten, in den Verhandlungen mit RB Leipzig um Verkauf / Verpachtung und Bebauung der beiden Grundstücke Stadionvorplatz und Schwimmstadion eine erweiterte und deutlich leistungsfähigere Straßenbahnwendeschleife mitzudenken und auch umzusetzen, um so eine zweite leistungsfähige Trasse anbieten zu können.

Wie könnte die neue Schleife Schwimmstadion aussehen?

Mein Vorschlag wäre, die Trassenführung aus der Feuerbachstraße geradeaus an der Tribüne des Schwimmstadions vorbeizuführen und dann um die Fläche Schwimmstadion herum zu legen, um dann geradeaus in die Fregestraße zu münden. Diese Schleife könnte ab bzw. bis dem Passieren der „Stadionallee“ zweigleisig gebaut werden, ein Gleis davon als Aufstellgleis, über das andere Gleis könnten Linienbahnen an den Einsatzbahnen vorbeigeführt werden.

Denkbar wäre auch, die Haltestelle „Sportforum Ost“ auf diesem Gelände mit zwei Bahnsteigen zu bauen: Auf Bahnsteig 1 halten die Bahnen Richtung Gohlis, auf Bahnsteig 2 die Bahnen Richtung Hbf. Die Schleife ist so zu bauen, dass von beiden (Aufstell-) Gleisen die Einfahrt in Bahnsteig 1 oder 2 gewählt werden kann. In die Schleife kann aus der Waldstraße wie bisher sowohl aus Richtung Norden wie auch aus Richtung Süden ein- und ausgefahren werden.

Hier könnte die Straßenbahn herauskommen, wenn sie überf die Feuerbachstraße geradeaus weitergeführt wird. Foto: Ulf Walther

Hier könnte die Straßenbahn herauskommen, wenn sie über die Feuerbachstraße geradeaus weitergeführt wird. Foto: Ulf Walther

Die Schleife wird mindestens im Abreiseverkehr auch von den (regulären) Linien 4 und 51 in beiden Fahrtrichtungen bedient. (D.h., die Linien fahren einen Umweg über diese Schleife, sie ändern aber nicht ihre Fahrtrichtung. Bspw. kommt Linie 4 aus Gohlis, fährt über diese Schleife und dann weiter Richtung Hbf., analog die Gegenrichtung.) Zusätzlich wird die Schleife von Einsatzbahnen bedient.

Mglw. kann infolgedessen der Einsatz zusätzlicher Bahnen an „Sportforum Süd“ gen Hbf. reduziert werden, da sich die Besucherströme auf drei Haltestellen verteilen. Mglw. aber wird durch die erhöhte Stadionkapazität und damit der höheren potentiellen Besucherzahl ohnehin der Einsatz von mehr Fahrzeugen notwendig werden. Inwiefern das mit der bestehenden Infrastruktur möglich ist, stelle ich mal in den Raum.

Ob die Schleife künftig in derselben Richtung befahren wird wie jetzt, oder in Laufrichtung Fregestraße => Schwimmstadion => Feuerbachstraße – das kommt sicher darauf an, wie die Schleife tatsächlich gebaut wird und an welcher Stelle die Haltestelle „Sportforum Ost“ entstehen wird. Feuerbachstraße wie auch Fregestraße sind als Einbahnstraßen in Fahrtrichtung der Schleife auszuweisen.

Bei einer Bebauung der Fläche Schwimmstadion durch ein Parkhaus ist das Parkhaus so zu bauen, dass die ebenerdige Fläche zur Verfügung steht für die Straßenbahnschleife, Wartezone für Fahrgäste, ggf. Aufstellfläche für Reisebusse, Ü-Wagen u.ä. Die Parkplatzflächen beginnen ab dem 1. OG.

Bei einer Bebauung durch eine Tiefgarage ist die ebenerdige Fläche analog der Fläche Parkhaus zu nutzen.

Ein- und Ausfahrt zu Tiefgarage/Parkhaus erfolgt kreuzungsfrei über eine Rampe an der derzeitigen Zufahrt zum Schwimmstadiongelände, hin zur Zufahrtsstraße Parkplatz Arena, gegenüber der Zufahrt zum Parkplatz Arena.

Welche Vorteile würden sich durch eine Verlegung der Haltestelle „Sportforum Ost“ von der Max-Planck-Straße hin zum Schwimmstadion ergeben?

Die künftige Haltestelle Sportforum Ost wäre deutlich dichter und sichtbarer an den tatsächlichen (künftigen) Wegebeziehungen der Stadionbesucher und nicht mehr dort, wo zum Zeitpunkt des Baus der Schleife Feuerbachstraße und des Zentralstadions 1955, also vor 65 Jahren, der Bedarf ausgemacht wurde. Der Besucherstrom würde sich meiner Ansicht nach gleichmäßiger auf die Haltestellen „Sportforum Ost“, „Waldplatz/Arena“ sowie „Sportforum Süd“ verteilen. Ein schnellerer und effizienterer Abtransport wäre gegeben, die Jahnallee und Zeppelinbrücke wären nicht mehr das eine Nadelöhr. (Bei einer Sanierung der Zeppelinbrücke ist ohnehin fraglich, wie der Stadionverkehr organisiert würde.)

Die Strecke Haltestelle Hauptbahnhof – Haltestelle Schwimmstadion wäre ca. 2,4 km lang, die Strecke Hauptbahnhof – Sportforum Süd 2,7 km und die Strecke Hauptbahnhof – Sportforum Süd – Strbf. Angerbrücke 3,0 km. Das sind mindestens 600 Meter mehr als bis zum Schwimmstadion, mal zwei gerechnet (durch das Wenden) macht das 1,2 km mehr, plus potentieller Hindernisse, wie einer verstopften Straßenbahntrasse durch erhöhtes Straßenbahn- und Fahrgastaufkommen, was die Geschwindigkeit verlangsamt und sich so die realen Taktabstände vergrößern statt verkleinern.

Die Schleife Schwimmstadion könnte also eine zentrale Bedeutung im Stadionverkehr bekommen. Durch die kürzeren Wege der Straßenbahnen und dem unmittelbaren Wenden von Stadionlinien direkt am Stadion und nicht über Strbf. Angerbrücke könnten unter Umständen für dieselbe Verkehrsleistung weniger Straßenbahnen als jetzt eingesetzt werden.

Als Beispiel dient die Sonderlinie 56 Messegelände – Sportforum, die am Schwimmstadion endend 1,2 km weniger fahren müsste als jetzt (bis Sportforum Süd und weiter bis Strbf. Angerbrücke) und so potentielle Störungen durch Streckenüberlastung vermieden werden könnten. Die Bahn befindet sich so unter Umständen schneller wieder auf Strecke und am Messegelände, als bisher. Unter Umständen könnte so ein Kurs (eine Bahn) eingespart werden, bei gleicher Leistung wie bisher.

Mit dem Bau der Schleife Schwimmstadion – und damit der Erweiterung der Schleife Feuerbachstraße um ca. 600m (ohne Doppelgleis gerechnet) – könnte für die nächsten Jahrzehnte die ÖPNV-Anbindung des Stadions zeitgemäß und leistungsfähig gestaltet werden und einer möglichen nochmaligen Kapazitätserweiterung des Stadions Rechnung getragen werden.

Die Trasse Strbf. Angerbrücke – Jahnallee würde entlastet. Manche Einsatzbahn stünde nicht auf der Zeppelinbrücke im Straßenbahnstau, sondern stünde direkt am Einsatzort störungsfrei bereit. Die leistungsfähige Schleife Schwimmstadion würde im Störungsfall auf oben genannter Trasse einen Abtransport mit Umweg auch in Richtung Grünau, Lindenau und Knautkleeberg ermöglichen, bspw. auch im Falle einer Vollsperrung der Brücke während einer Sanierung.

Meine Damen und Herren,

RB Leipzig investiert nach eigenen Angaben in den Stadionum- und ausbau ca. 60 Millionen Euro und in die Bebauung des Stadionvorplatzes und Schwimmstadions 50 Millionen Euro, inklusive der Errichtung eines Sportmuseums für die Stadt. Seitdem RB Leipzig hier gelandet ist, hat die Stadt Leipzig meines Wissens nach kaum einen Euro investiert, der direkt oder indirekt RB Leipzig oder den Besuchern zugute kommt. Sämtliche Bauleistungen, auch am Trainingszentrum Cottaweg, werden zu 100% aus Eigenmitteln gestemmt, RB Leipzig nimmt dafür nicht einen Euro Steuergeld in Anspruch.

Die Stadt Leipzig jedoch hat bisher finanziell von RB Leipzig direkt und indirekt profitiert. Mittelbar durch höhere Umsätze im Gastrogewerbe und infolgedessen mehr Einnahmen an Gewerbesteuern, ggf. auch durch Übernachtungssteuern, unmittelbar durch Grundstücksveräußerungen am Cottaweg und nun auch am Stadionvorplatz/Schwimmstadion sowie durch Gewerbesteuern von RB Leipzig. Von künftig 300 Mitarbeitern bei RB Leipzig direkt ist die Rede.

Der Straßenbahntunnel an der Jahnallee auf der Höhe der Arena Leipzig. Foto: L-IZ.de

Der Straßenbahntunnel an der Jahnallee auf der Höhe der Arena Leipzig. Foto: L-IZ.de

Mit RB Leipzig hat die Stadt eine nennenswerte wirtschaftliche Ansiedlung, für die sie bisher keinerlei Investitionen tätigen musste. Die Investition in die Erweiterung der Feuerbachschleife hin zum Schwimmstadion sowie die Kapazitätserweiterung ist eine Investition der Stadt für eine Wirtschaftsansiedlung im Rahmen der Daseinsvorsorge und zudem eine Investition in den Ausbau des ÖPNV der Stadt Leipzig.

Diese Investition unterstützt das Benutzen, die Akzeptanz und die Leistungsfähigkeit des ÖPNV. Wenn also gewünscht wird, dass die Besucher von Großveranstaltungen möglichst nicht mit dem Auto anreisen, sondern den ÖPNV, auch mittels P&R, nutzen, dann ist der Ausbau der Kapazität der Straßenbahn unumgänglich!

Die Erweiterung der Parkplatzkapazität für das Stadion ist also offenbar notwendig. Es wäre das einzig richtige Signal, in diesem Zusammenhang in unmittelbarer Nachbarschaft zu diesen Parkplatzflächen den ÖPNV zu platzieren, indem

a) die Schleife genau dort liegt, wo auch die Parkplätze und auch die Besucher sind, und nicht 500 m weiter

b) denjenigen, die mit dem Auto die Parkplatzkapazitäten Schwimmstadion, Parkplatz Arena sowie die Flächen zwischen Festwiese und Jahnallee nutzen und spätestens bei der Abreise eine geraume Zeit brauchen, um den Parkplatz überhaupt zu verlassen, direkt zu zeigen, dass Leipzig einen leistungsfähigen ÖPNV zu bieten hat, mit dem man ggf. weniger Zeit bis zu seinem Auto weiter weg braucht, als für die gleiche Zeit mit dem Auto direkt vor dem Stadion bis zum Verlassen des Parkplatzes. (Wenn man berechnet, dass man unter Umständen am Stadion von seiner Parkplatzbucht bis zur Straße bis zu 45 Minuten braucht, wie mir Freunde berichten, und wie es übrigens auch an anderen Stadien der Fall ist.)

Wir sprechen über 18 Bundesligaspiele, die im Idealfall mit 48.000 Zuschauern ausverkauft sind, zuzüglich mindestens drei weiterer Fußballspiele in anderen Wettbewerben, wie Euro League oder Champions League sowie mindestens dreier Open Air-Konzerte im Stadion bzw. auf der Festwiese mit mindestens 40 000 Besuchern. Macht in Summe pro Jahr ca. 1,128 Millionen Besucher oder mehr, zuzüglich der Zahl der Besucher von zeitlich parallel in der Arena stattfindenden Veranstaltungen.

Wenn Sie es also Ernst meinen mit ihrem Wahlkampfversprechen, den ÖPNV in Leipzig auszubauen und mehr Menschen zum Benutzen des ÖPNV zu animieren, dann bietet sich mit Ihrem JA zum zukunftsweisenden und bedarfsgerechten Bau der Schleife Schwimmstadion die erste Gelegenheit dazu. Nutzen Sie diese Gelegenheit nicht, wird auf Jahrzehnte hinweg die Erweiterung der ÖPNV-Kapazität im Stadionumfeld im wahrsten Sinn des Wortes verbaut.

Die bestehende Schleife Feuerbachstraße würde in ihrem – auch sanierten – Ist-Zustand nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, ein Schattendasein fristen und die Bahnen dort würden am Bedarf vorbei fahren. Die Sanierung der Feuerbachschleife wäre lediglich der Erhalt einer bestehenden Strecke, aber kein Ausbau des ÖPNV. Meiner Meinung nach wird sie auf Grund geänderter Wegebeziehungen eher noch weniger Bedeutung haben als bisher.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,

Ulf Walther

Künftige Grundschule in der Max-Planck-Straße soll Hoffläche für die Feuerbachschleife opfern

Hinweis der Redaktion in eigener Sache (Stand 24. Januar 2020): Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen. Doch eben das ist unser Ziel.

Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen und ein Freikäufer-Abonnement abschließen (zur Abonnentenseite).

Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Aufrechterhaltung und den Ausbau unserer Arbeit zu unterstützen.

Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 350 Abonnenten.

Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

SportforumOffener BriefFeuerbachschleife
Print Friendly, PDF & Email
 
Ein Kommentar


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Barfuß vor Penelope: Mit offenen Augen und unersättlicher Liebe zum Überfluss der Welt
Volker Sielaff: Barfuß vor Penelope. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt Dichter, die tun so, als wären sie nicht von dieser Welt. Und es gibt jene, denen nichts wichtiger ist, als über diese Welt zu schreiben, ihr eigenes Dasein mittendrin, ihr Ausgesetzt- und Ausgeliefertsein. Die gar nicht anders können, als stets betroffen und gemeint zu sein von allem, was ihnen zustößt. Der Dresdner Autor Volker Sielaff ist so einer. Und wer hinter dem Penelope-Titel fein sortierte antike Verse erwartet, wird eines Besseren belehrt. Sofort. Mit einer zehnseitigen Liebeserklärung.
Mittwoch, der 1. April 2020: Zahlen zur rechten Gewalt in Sachsen
Kerstin Köditz (Linke). Foto: DiG/trialon

Foto: DiG/trialon

Für alle LeserDie Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz und die Opferberatungsstelle RAA haben heute jeweils ihre Zahlen zu rechter Gewalt im vergangenen Jahr vorgestellt. Die positive Nachricht ist, dass es zumindest keinen Anstieg gab. Außerdem gibt es nun mehr Platz für ÖPNV-Fahrgäste am Bahnhof und die Klimabewegung kämpft für Geflüchtete auf den griechischen Inseln. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 1. April 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
SFV-Präsident Hermann Winkler: „Die Attraktivität des Spielbetriebs aufrechterhalten.“
Hermann Winkler - Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV). Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 77, seit 27. März im HandelDas Fußballmagazin Kicker schlägt Alarm. Unter der Schlagzeile „Deutschland verliert 3.450 Nachwuchsteams in einem Jahr!“ wird ein dramatischer Rückgang der Anzahl junger Fußballerinnen und Fußballer beschrieben. Die LEIPZIGER ZEITUNG (LZ) nahm dies zum Anlass, beim Sächsischen Fußball-Verband (SFV) nachzufragen, wie sich die Situation im Freistaat darstellt. Ein Interview mit SFV-Präsident Hermann Winkler.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #25
Die Corona-Krise beschleunigt das Sterben der Lokalzeitungen in den USA. Grafik: L-IZ

Grafik: L-IZ

Für alle LeserDer Teufel scheißt auf den größten Haufen, auch wenn es ein Haufen Viren ist. Scheißegal. Der Teufel sagt sich: Geschäft ist Geschäft – und legt los. In diesem Fall plumpsen die Goldtaler, die aus der Berichterstattung über die Coronakrise entspringen, auf Google, Facebook und die großen Medienhäuser darnieder, derweil Lokalzeitungen nur ein paar Spritzer abkriegen.
Was die Corona-Krise die Leipziger Messe kosten wird, ist noch lange nicht bezifferbar
Glashalle der Neuen Messe mit Planschbecken. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas wirkt jetzt schon fast wie eine Geschichte aus dem letzten Jahr, obwohl es erst am 3. März passiert ist: Da sagte die Leipziger Messegesellschaft nach langen und heftigen Diskussionen die Buchmesse ab und sorgte damit sofort für ein Erdbeben bei Verlagen und Autor/-innen. Denn viele von ihnen bekamen sofort wirtschaftliche Probleme. Da war noch gar nicht absehbar, dass bald eine ganze Wirtschaft in den Stillstands-Modus geschickt werden würde. Damals stellte die Linksfraktion ein paar nur zu berechtigte Fragen.
Was sind triftige Gründe, um das Haus verlassen zu dürfen?
Alle schön verteilt am Cospudener See. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserKennt Ihr dieses alte Kinderspiel, das manche für rassistisch halten? Wen die Diskussion darüber, ob es das tatsächlich ist, interessiert, dem empfehle ich folgende Internet-Seite: „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann: Herkunft & Alternativen“ auf Giga.de.
Der NABU Sachsen kritisiert die Enthaltung des Freistaats bei der Abstimmung zur Düngeverordnung im Bundesrat
Acker bis zum Horizont – und ein paar Gänse. Foto: Matthias Weidemann

Foto: Matthias Weidemann

Für alle LeserWenn sich Regierungskoalitionen nicht auf ein einheitliches Abstimmungsverhalten im Bundesrat einigen können, dann enthält sich der jeweilige Minister in der Abstimmung des Bundesrates in der Regel. So geschehen auch am Freitag, 27. März, als sich Sachsen bei der Abstimmung zur neuen Düngeverordnung im Bundesrat enthielt. Obwohl Sachsens Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) eigentlich für eine strengere Verordnung ist.
März-Arbeitslosenzahlen sind eine Momentaufnahme genau zum Beginn der Corona-Ausgangsbeschränkungen
Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in SGB II und SGB III. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Für alle LeserSeit zwei Wochen steckt zwar auch Sachsen im Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie. Aber das bildet sich noch nicht in den Arbeitsmarktzahlen für Ende März ab. Der Grund ist simpel: Der Stichtag der Statistik liegt in der Monatsmitte, in diesem Fall also am 12. März. Deshalb werden die Auswirkungen der Corona-Krise in den Märzzahlen noch nicht sichtbar, teilt die Arbeitsagentur Leipzig mit.
Meine große Naturapotheke: Was an gesunden Kräutern alles wächst, wie man es zubereitet und anwendet
Sieglinde Leibner: Meine große Naturapotheke. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNoch wächst da draußen vor unserer Haustür allerlei, was gesund und hilfreich ist. Auch wenn wir mit unserer Art zu wirtschaften auch die pflanzliche Artenvielfalt angreifen. Der Gegentrend sind natürlich all die Menschen, die die Kräuterapotheke der Natur wieder für sich entdecken. Sieglinde Leibner tut das seit Jahren systematisch. Sie hat es etwas einfacher als wir Großstädter: Sie wohnt in Haidenfeld in Thüringen, hat also Wald und Wiesen direkt vor der Tür.
These #17: Funktionierender Wettbewerb bedeutet nicht: „Hauptsache billig.“
Kalender-These #17 – April 2020. Foto: MJA Leipzig e.V.

Foto: MJA Leipzig e.V.

Für alle LeserDamit Wettbewerb im sozialen Bereich nicht zu Monopoleismus und unsozialem Handeln führt, braucht es tragfähige Rahmenbedingungen. Geiz ist geil! Leanmanagement, Input – Output, Transformation, Globalisierungsprozesse, Controlling, Marktorientierung, Konkurrenz, Digitalisierung, Gewinn und Rentabilität. Was haben diese Begriffe mit der Sozialen Arbeit zu tun? Was sind Ihre ersten Gedanken, wenn Sie an Soziale Arbeit denken? Etwa an das Primat der Effizienz, an Marktanalysen oder gar an Wettbewerb?
Dienstag, der 31. März 2020: Wer ohne „triftigen Grund“ rausgeht, muss bis zu 150 Euro zahlen
Hinsetzen ist kurz erlaubt, Buchlesen wohl eher nicht. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIn Sachsen ist zwar weiterhin nicht klar geregelt, wo genau man sich außerhalb der eigenen Wohnung aufhalten darf, doch dafür steht nun fest, was man zahlen muss, wenn man gegen die neue Rechtsverordnung verstößt. Diese gilt bis zum Ende der übernächsten Woche. Das diesjährige „Courage“-Konzert sollte zwar erst danach stattfinden, wurde aber bereits jetzt verschoben. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 31. März 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Vier Corona-Fälle in den eigenen Reihen: Wie ist die Leipziger Polizei derzeit aufgestellt?
Polizeieinsatz. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserDie Covid-19-Pandemie fordert das Gemeinwesen massiv. Manche Kommentare sehen im Angesicht der unsichtbaren Gefahr auch die Stunde des Staats gekommen, der seinen Bürgern hilft und zugleich Ausgangsbeschränkungen zur Not per Zwang durchsetzt. Doch wie ist die Situation bei denen, die mit der Ausübung des Gewaltmonopols betraut sind? Sind die intern auf eine Häufung von Corona-Infektionen vorbereitet? Die L-IZ hat bei der Polizeidirektion Leipzig nachgefragt.
Saisonabbruch und neuer Vorstand: Viel in Bewegung bei den L. E. Volleys
Der neue L.E. Volleys-Vorstand (von links): Thomas Bauch, Stefan Roßbach, Martin Ivenz, Katja Weiße, Thomas Nicklisch und Stefan Schulze. Foto: L.E. Volleys

Foto: L.E. Volleys

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 77, seit 27. März im HandelSeit dem 12. März steht es fest: Für die L.E. Volleys ist die Saison in der 2. Bundesliga vorzeitig beendet. Als Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus sah sich die Volleyball Bundesliga (VBL) gezwungen, erstmals in ihrer Historie eine Saison abzubrechen. Nur sechs Tage später beschloss die VBL, dass die gesamte Saison 2019/20 in der 2. Bundesliga nicht gewertet wird.
Engpässe bei Atemmasken: Leipzigs Kliniken warten auf „Erkrankungswelle“
Momentan hält das St. Georg etwa 300 Betten für Corona-Patienten frei. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserNoch immer steigen die Zahlen der mit Corona infizierten Personen in Deutschland, noch immer bereiten sich Kliniken intensiv auf die „Erkrankungswelle“ vor. In Sachsen sind inzwischen 2.084 Infektions- und 13 Todesfälle bestätigt, wie Gesundheitsministerin Petra Köpping mitteilte. Leipzig zählt insgesamt 320 (Stand 31.03.). Der Peak, so sagte es Oberbürgermeister Burkhard Jung (62, SPD) am Montag in einer Online-Bürgersprechstunde von Leipzig Fernsehen, werde in Leipzig für die Zeit um Ende April/Anfang Mai erwartet. Währenddessen ist die Rede von Versorgungsengpässen in deutschen Krankenhäusern. Atemmasken und ausreichend Schutzkleidung fehlen an allen Ecken und Enden, Lieferungen kommen verspätet oder gar nicht an. Wie sieht es in den hiesigen Krankenhäusern aus?
Am 3. April erscheint das neue Album von Dota: „Kaléko“
Dota: Kaléko. Cover: Dota

Cover: Dota

Für alle LeserAm 21. März begrüßte ein Gedicht von Mascha Kaléko die Besucher des Rewe-Supermarkts am Connewitzer Kreuz und wir nutzten die Gelegenheit, auch einen Videoclip von Dota Kehr und Felix Meyer zu empfehlen, in dem sie das Gedicht „Zum Trost“ von Mascha Kaléko interpretieren. Die 1907 geborene Dichterin spielt auf dem neuen Album von Dota eine ganz zentrale Rolle. Und wenn alles gut geht, gastiert Dota am 15. August open air auf der Bühne des Geyserhauses mit den Liedern des neuen Albums „Kaléko“, das am 3. April erscheint.