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Neue Zugbehandlungsanlage und neuer Haltepunkt Essener Straße sind fertig

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    Noch ist das berühmte Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 nicht ganz fertig. Zum Beispiel laufen in Leipzig noch die Arbeiten zur schnellen Einbindung der ICE in den Hauptbahnhof Leipzig. Was natürlich nur in Etappen passieren kann. Ab Mittwoch, 26. September, gibt es deshalb die nächste Sperrung im Bahnknoten.

    Vom 26. bis 30. September wird während einer Sperrung des Bahnknotens Leipzig neue Steuerungssoftware in das Elektronische Stellwerk eingespielt und die im vergangenen Jahr neu errichtete Bahntechnik mit deren Leit- und Sicherungsanlagen geprüft, abgenommen und für die Inbetriebnahme zum Fahrplanwechsel im Dezember vorbereitet, teilt die Bahn mit. Dazu gehören der neue S-Bahn-Haltepunkt Essener Straße mit 140 Metern Bahnsteiglänge sowie eine Zugbehandlungsanlage am ICE-Werk.

    Technische Anlagen sind beispielsweise Weichenantriebe, Achszähler und die Signale. Um die neuen Anlagen mit den bestehenden verbinden zu können, ist die Sperrung notwendig. Danach werden die möglichen Ein- und Ausfahrgeschwindigkeiten in Richtung Halle (Saale)/Erfurt bzw. Berlin von teilweise 40 auf 100 Kilometer pro Stunde erhöht.

    ie Einbindung der neuen Zugbildungsanlage. Foto: DB
    Die Einbindung der neuen Zugbildungsanlage. Foto: DB

    Die Bauarbeiten gehören zu der seit 2012 laufenden Einbindung von Leipzig in die Schnellfahrstrecke München–Berlin. Der jetzt in Betrieb zu nehmende zweite Bauabschnitt umfasst den wesentlichen Teil des Ein- und Ausfahrtbereiches des Leipziger Hauptbahnhofs aus und in Richtung Halle (Saale)/Erfurt und Berlin mit dem Neubau etwa 6 Kilometern und in der Gleislage optimiertem Gleis, 32 Weichen, 12 Kilometern Oberleitungsanlagen für den elektrischen Zugbetrieb, 20 Signalen und 32 Weichenheizstationen.

    In Betrieb geht ebenfalls der erste Teil der neuen Zugbildungs- und Behandlungsanlage im Bereich des ICE-Werks an der Rackwitzer Straße. Diese verfügt über zwei Reinigungsbahnsteige mit je 32 Ent- und Versorgungsstützpunkten und insgesamt fünf Gleisen für die Bereitstellung und Behandlung von Fernverkehrszügen. Der erste Bauabschnitt im unmittelbaren Bahnhofsbereich mit dem Neubau von drei verlängerten Bahnsteigen (Gleis 10 bis 15) war Ende 2015 mit der Inbetriebnahme der Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle (VDE 8.2) abgeschlossen worden.

    Die Investition für die bis 2020 dauernden Bauarbeiten beträgt etwa 220 Millionen Euro. Auf 4,2 Kilometern Länge erhalten die Anwohner Schallschutz. Weitere 700 Meter sind zusätzlich in Vorbereitung. Im Bereich des Leipziger Hauptbahnhofs werden die Bauarbeiten mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 nahezu komplett abgeschlossen sein.

    Vorher wird es auch im Oktober und November Streckensperrungen mit Auswirkungen auf den Zugverkehr geben. Mit einem weiteren Softwarewechsel vom 10. bis 12. November ist die neu errichtete Infrastruktur komplett betriebsbereit. Danach beginnt der Umbau des letzten etwa 3 Kilometer langen zweigleisigen Abschnitts von Mockau bis nach Wiederitzsch. Mit Abschluss dieser Bauarbeiten Ende 2020 kann dann die Geschwindigkeit hier noch mal von derzeit 120 km/h auf 160 km/h erhöht werden.

    Die neue Leipziger Zeitung Nr. 59 ist da: Zwischen Überalterung und verschärftem Polizeigesetz: Der Ostdeutsche, das völlig unbegreifliche Wesen

     

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