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Klimaschutz mit Grenzen: Ein eigener Eiffelturm lädt am heutigen 5. März an den Störmthalter See ein

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    Während der Eiffelturm des Leipziger Bündnisses „Leipzig für's Klima“ vom 1. bis 5. März durchs Leipziger Stadtgebiet auf Wanderschaft ist, haben sich der am Störmthaler See heimische Verein UferLeben e. V. und der Umweltzirkus die Idee zu eigen gemacht und aus Ästen einen eigenen Eiffelturm am Störmthaler See gebaut, der daran erinnert, dass der Landkreis Leipzig beim Thema Klimaschutz ebenso noch gewaltigen Nachholbedarf hat.

    Der Verein UferLeben e. V. und der Natur- & Umweltzirkus NAUMZI haben zum Eiffelturm-Tag am heutigen 5. März 2021 einen kleinen Eiffelturm in der Nähe der Streuobstwiese „Steinerne Zeit“ bei Dreiskau-Muckern errichtet. Der Eiffelturm steht symbolisch für das Pariser Klimaschutzabkommen, in dem sich die Staatengemeinschaft dazu bekannt hat, die größtmöglichen Anstrengungen zu unternehmen, um die Erderhitzung bei 1,5 °C zu stoppen.

    Die Initiative „Leipzig für’s Klima“ hat zum 5. März 2021 den Eiffelturmtag ausgerufen.„Wir wollen die Idee und die Überlegungen dazu in den Landkreis Leipzig tragen“, umschreiben die beiden Einlader das Anliegen ihres Eiffelturms in Seenähe. Und sie laden am heutigen 5. März auch ein, ihr Anliegen vor Ort anzuhören und das Zusammenspiel aus Eiffelturm und Sonnenuntergang mit Kraftwerkskulisse zu erleben.

    Das Kohlekraftwerk Lippendorf, das nach dem Kohlekompromiss noch bis 2035 weiterlaufen soll, ist ja auch vom Störmthaler See aus gut zu sehen. Ab 17 Uhr laden die Veranstalter Spaziergänger zu Informationen zur aktuellen Klimaschutzpolitik im Landkreis Leipzig ein. „Bitte aufgrund der Corona-Situation selbständig auf AHA-Regeln achten.“

    Im Landkreis Leipzig wird bereits seit September 2020 an einem integrierten Klimaschutzkonzept (IKK) gearbeitet. Zum 1. November 2020 wurde ein Klimaschutzmanagement in der Stabsstelle des Landrates Wirtschaftsförderung/Kreisentwicklung eingerichtet: „Dies verfolgt das Ziel, alle Lebens- und Arbeitsbereiche im Landkreis so zu gestalten, dass sie nicht negativ auf das Klima wirken bzw. resilient gegen negative Wirkungen von Klimaextremen sind.“

    Eiffelturm am Störmthaler See. Foto: Natur- & Umweltzirkus NAUMZI
    Eiffelturm am Störmthaler See. Foto: Natur- & Umweltzirkus NAUMZI

    Es geht also im Landkreis genauso gemächlich voran wie in Leipzig selbst. Währenddessen werden weiter Projekte durchgezogen, die im Rahmen der Klimaerwärmung eigentlich auf den Prüfstand gehören. Die ganze Diskussion um die künftige Gestaltung der Magdeborner Halbinsel gehört dazu. Und die Großpösnaer sehen das schon richtig, wenn sie sich hier mehrheitlich eine sanfte Entwicklung mit möglichst viel Schonung für die lebendige Natur wünschen.

    Trotzdem bleiben immer noch einige Großprojekte in der Diskussion, die die Klima- und Umweltbilanz am Bergbausee deutlich verschlechtern würden. Ein Problem, wie man es überall im Neuseenland beobachten kann, wo Großprojekte nur zu gern als Steuereinnahmequelle und Arbeitsplatzbeschaffer verstanden werden, ohne die Chancen für eine umweltverträgliche Entwicklung überhaupt näher zu untersuchen.

    Was auch durch die unsichtbaren Verwaltungsgrenzen zwischen Kommunen und Landkreisen befördert wird. Jeder entwickelt da sein eigenes „Leuchtturmprojekt“. Das Wassertouristische Nutzungskonzept, das die Ökonomisierung des Neuseenlandes ja schon im Namen trägt, ist gespickt mit solchen „Leuchtturmprojekten“, die die ökologischen Lasten deutlich erhöhen.

    Und ganz offensichtlich fehlt in den Amtsstuben auch der Wille, Naturschutz im Verbund und über die Grenzen der eigenen Gemeinde hinaus zu denken. Auch im Sinne eines sanften Naturtourismus, der von 80 bis 90 Prozent der 2014 befragen Neuseenland-Bewohner eigentlich oberste Priorität erhalten hatte.

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