Ein ganz spezielles Unions-Ministertreffen für den Wolf

Sachsens Jägerminister Thomas Schmidt möchte gern mehr Wölfe schießen

Für alle LeserEs gibt tatsächlich eine Menge echter Probleme im Umweltschutz, über die Umweltminister reden könnten, wenn sie sich auf Einladung des sächsischen Ministers Thomas Schmidt (CDU) in Dresden treffen. Dass er nur Umweltminister der Union eingeladen hatte, spricht schon Bände. Da geht es dann nicht um belastete Flüsse und Insektensterben. Da geht es einzig und allein um den Wolf und den Wunsch der versammelten Herren, dem grauen Burschen eins auf den Pelz zu brennen.

„Landwirtschafts- und Umweltministerien der Union haben sich bei einem Treffen auf ein gemeinsames Thesenpapier zum künftigen Umgang mit dem Wolf verständigt“, meldete Schmidts Ministerium im Anschluss an das Treffen am Wochenende in Dresden.

Ziel der Minister seien länderübergreifend einheitliche Standards beim Wolfsmanagement, insbesondere mit Blick auf den Umgang mit auffälligen Wölfen, verkündete das Umweltministerium nach dem Treffen. Diese Standards gibt es schon lange. Bis hin zu den Standards für den Schutz der Herdentiere. Nur hält sich in Sachsen keiner so gern daran. Mit Wölfen lässt sich ja prima Angst machen.

„Die Probleme der Tierhalter und die Ängste der Menschen müssen ernst genommen werden. Nur so ist es möglich, auch Akzeptanz und Begeisterung für den Naturschutz zu erreichen, was für uns ein hohes Gut ist“, meinte Thomas Schmidt gar. Von mehr Kontrollen der Schaf- und Ziegenzüchter nebst Anpassungen der Geldzahlungen für Schutzmaßnahmen sagte er nichts.

Zumindest sein Kollege aus Baden-Württemberg benannte die eigentliche Fehlstelle.

„Die Haltung, insbesondere von Schafen, ist für Naturschutz und Landschaftspflege auch künftig unverzichtbar“, erklärte der Landwirtschaftsminister von Baden-Württemberg, Peter Hauk. „Daher müssen wir sowohl den Schutz von Weidetieren als auch die staatliche Unterstützung der Tierhalter zwingend weiterentwickeln. Das gilt gleichermaßen für Investitionen wie für laufende Kosten, die den Nutztierhaltern entstehen, und ebenfalls für einen gegebenenfalls erforderlichen Schadensausgleich. Dies ist nicht nur Sache der Länder. Auch der Bund sollte sich daran beteiligen.“

Genau das ist der Dreiklang, auf den sich die Politik schon lange geeinigt hat: Unterstützung für die Tierhalter beim Herdenschutz und unbürokratischer Schadensausgleich, wenn doch einmal Tiere von Wölfen gerissen werden. So grenzt man übrigens auch eine Wolfspopulation natürlich ein: Weniger Fressen, weniger Wölfe im Revier. Oder anders gesagt: Frei verfügbare Schafe ohne Schutz – wachsende Population bei den Wölfen.

In der Lausitz alles vergessen und unterlassen.

Mit dünnen, stromlosen Zäunchen versuchte da der zuletzt betroffene Tierhalter den Wolf davon abzuhalten, auf die Weide zu kommen. Offensichtlich ist man nicht gewillt oder in der Lage, die eigenen Herden sachgerecht zu schützen – stattdessen stellt man offenbar hier und da lieber „Schafe to go“ für den Wolf bereit.

Hinterher war das Gezeter in den einschlägigen Angst-Postillen groß. Dass Schafe aber zum natürlichen Jagdwild von Wölfen gehören, wenn sie nicht durch ordentliche Zäune geschützt werden, kam in dem Gezeter nicht vor. Da wurde der Wolf gleich wieder zum „Problemwolf“ hochgeschrieben.

Und der zuständige Minister in Sachsen?

Tutet ins selbe Horn und verfasst mit den angereisten Parteikollegen ein Papier, dessen zentrale Forderung die Abschussfreigabe für den Wolf ist. Einmal heißt es da: „Bei dem Treffen sprachen sich die Minister auch für den sächsischen Vorschlag aus, zur Unterstützung der Vollzugsbehörden der Länder eine zentrale Einheit zu schaffen, die bei der Vergrämung und Entnahme von verhaltensauffälligen Wölfen zum Einsatz kommen kann.“

Und gleich im nächsten Schritt: „Darüber hinaus müsse mit Blick auf die dynamische Entwicklung der Wolfspopulation bereits heute auf eine Absenkung des Schutzniveaus hingewirkt werden. Auch bei einer Einordnung in Anhang V der FFH-Richtlinie anstelle in Anhang IV sei der Wolf nicht vom Aussterben bedroht. Das zeigen Beispiele aus Spanien, Finnland und Griechenland. Der Bund wird gebeten, bei der EU eine solche Umstufung zu erreichen.“

Das ist der laute Ruf nach einem Freijagdschein auf den Wolf. In Finnland und Griechenland gibt es ja genug Wölfe.

Dass die Ministerrunde nicht wirklich komplett und kompetent war, zeigt die Teilnehmerliste: „An dem Treffen am Freitag und Samstag in Dresden und Königsbrück nahmen die Minister Peter Hauk (Baden-Württemberg) und Thomas Schmidt (Sachsen) sowie die Staatssekretäre bzw. Amtschefs Hubert Bittlmayer, Dr. Christian Barth (beide Bayern), Rainer Beckedorf (Niedersachsen), Dr. Heinrich Bottermann (Nordrhein-Westfalen) und Dr. Frank Pfeil (Sachsen) teil. Dabei informierten sie sich im Naturschutzgebiet „Königsbrücker Heide“ auch über praktische Erfahrungen, die in Sachsen seit vielen Jahren beim Wolfsmanagement gesammelt werden.“

Nur haben sie aus dem Wolfsmanagement augenscheinlich nicht viel Sinnvolles mitgenommen.

Auch Punkt 4 der abschließend veröffentlichten Thesen, „Aktualisierung der Populationsabgrenzungen“ gehört in das Repertoire der Wolfsjäger. Denn wenn man die nach Deutschland eingewanderten Wolfsrudel nicht für sich betrachtet, sondern ihrer Herkunftspopulation in Polen zurechnet, sind die Wölfe ja gar nicht so selten – und damit schützenswert. Das Papier ist ein einziges Halali.

Die Wolfs-Thesen der Unions-Jägerminister.

Landrat von Görlitz erntet heftige Kritik für die Abschussgenehmigung für den Wolf im Landkreis Görlitz

WolfspräventionWölfe
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
5 Kommentare

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Proteste gegen Urantransporte in mehreren Bundesländern
Ans Licht – Die Wiederentdeckung des Informel-Künstlers Kurt Bartel
Am 1. März: Dokfilm, Lesung und Finissage in der Stadtbibliothek
BSG Chemie Leipzig – VfB Auerbach 1906: 2:2
René Hobusch (FDP): „15 Millionen Euro aus DDR-Vermögen für Eierschecke mit Aussicht in Dresden sind maßlos“
Die Linke: Keine Zuzugsbeschränkungen für Geflüchtete
Fund eines toten Kleinstkindes in Leipzig – Tatverdächtige in Untersuchungshaft
Museum im Stasi-Bunker am 24. und 25. Februar 2018 geöffnet
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Viktoria Berlin vs. 1. FC Lok Leipzig 0:0 – Eiskalter Platz, aber keiner eiskalt vor dem Tor
Lok-Kapitän Markus Krug treibt den Ball nach vorn. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Lok-Kapitän Markus Krug treibt den Ball nach vorn. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle Leser Der 1. FC Lok ist wieder im Spielbetrieb. Vier Wochen nach dem letzten Punktspiel, brachte Lok Leipzig von Viktoria Berlin einen Zähler mit. Beim 0:0 im Stadion Lichterfelde konnte sich vor 559 Zuschauern kein Team den Sieg verdienen. Lok war näher dran, aber Pfeffer und Krug ließen Eiseskälte vor dem Tor vermissen.
Gastmanns Kolumne: Von einer, die heimkehrte, um das Fürchten zu lernen
Über den Wolken ... Foto: Ulrike Gastmann

Foto: Ulrike Gastmann

Für alle LeserWir haben ja akut Winter draußen gerade. Viele sind dieser Jahreszeit bekanntlich nicht abgeneigt, begeben sich in unwegsame schneereiche Gebiete, gewanden sich als Michelin-Männchen-Wiedergänger und stürzen sich meniskusris(s)kierend Pisten hinunter, um das Ganze dann am Abend über einer Tasse DJ Ötzi zu vergessen. Man merkt vielleicht schon: Meine eigene Freude am Winter ist in etwa so groß wie Luxemburg.
Ans Licht – Die Wiederentdeckung des Informel-Künstlers Kurt Bartel
Kurt Bartel. Foto: Christoph Sandig

Foto: Christoph Sandig

In Leipzig sorgt eine Ausstellung informeller Kunst für Aufsehen. Im 90. Lebensjahr des Künstlers zeigt eine Retrospektive Arbeiten von 1957 bis 2017 – zu sehen auf dem Gelände der Baumwollspinnerei vom 9. März bis 2. April 2018. „Kurt Bartel ist ein ausgesprochener Glücksfall. Ausgerechnet in Leipzig einen noch arbeitenden Vertreter des deutschen Informel anzutreffen, ist mehr als ungewöhnlich“, meint „Wiederentdecker“ und Ausstellungsmacher Frank Berger.
Fast 4,9 Millionen Entleihungen in der Leipziger Stadtbibliothek 2017
Eingang zur Stadtbibliothek am Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWenn Susanne Metz, Leiterin der Leipziger Stadtbibliothek, und Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke zum Termin einladen, um die neuen Jahresausleihzahlen der Bibo vorzustellen, geht man ja mit gewissen Befürchtungen zu dem Termin. Dann erwartet man beinah, dass sie mit trauriger Miene verkünden, dass die Ausleihzahlen eingebrochen sind. Die Leute lesen ja nicht mehr. Jedenfalls nichts, was länger als 140 Zeichen ist.
Wer die Bürger nicht einbezieht, wird das Ausbluten der kleinen Städte nicht verhindern können
Kommt da noch was? Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserEs wird meist „bürgerschaftliches Engagement“ draufgeschrieben, wenn es darum geht, die Staatsbürger wieder ein bisschen teilhaben zu lassen an ihrer eigenen Politik, dem, was sie selbst betrifft. Das passiert nach wie vor so selten, dass es auch dem Berlin Institut noch eine große Pressekonferenz wert ist, wenn man über sechs gelungene Testversuche in Hessen berichtet.
Was Demokratie-Zerstörung und „Bürger 2. Klasse“ miteinander zu tun haben
Ute Scheub: Demokratie - die Unvollendete. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Hoffnung in der Hosentasche“ nennt es der Mehr Demokratie e. V., der ein Büchlein, das die Politikwissenschaftlerin Ute Scheub 2017 im oekom Verlag veröffentlichte, jetzt gratis an alle Interessierten abgibt. Und das sollten viele sein. Denn die Analyse stimmt ja: Unsere Demokratie ist in Gefahr. Der Vertrauensverlust ist auf allen Ebenen greifbar – und die Rechtspopulisten nutzen das rücksichtslos aus.
Kosten der Braunkohle: Sachsens Bürger zahlen nun 3 Milliarden Euro?
Kohlekraftwerk Boxberg in der Lausitz. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserMan freut sich ja geradezu, dass die wichtigsten Botschaften irgendwann, gut - Jahre später - auch mal die Titelseiten unserer heimischen Regionalzeitungen erreichen. So wie am Samstag, 24. Februar, die der „Sächsischen Zeitung“, die tatsächlich titelte: „Milliardenrisiko in Sachsens Braunkohle“. Nun lassen sich also auch die hiesigen großen Zeitungen vom Kohleliedchen der Staatsregierung nicht mehr einlullen. Von wegen, die Kohle ist sicher.
Warum Volksherrschaft reineweg gar nichts mit Demokratie zu tun hat
Ein einzig Volk von Brüdern? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDa war „Mathias“ mit seinem Kommentar zum letzten „Nachdenken“-Beitrag ganz flott. Recht hat er ja. Die Herren und Damen Koalitionäre wirken immer fremder, je länger man sich das Papier anschaut, das sie in durchhandelten Nächten da zusammengeschustert haben. Was Gründe hat. Ich hab es ja zumindest angedeutet: Da sitzt immer noch eine vierte Partei mit am Tisch, die niemand gewählt hat. Und entschärft natürlich alles, was wirklich gute Politik hätte werden können.
Die Nöte des Erfolges am TdjW + Video
TdjW-Intendant Jürgen Zielinski: in einer wachsenden Stadt kann sein Theater nicht mitwachsen. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserLZ/Auszug aus Ausgabe 52Meist sind ja Spielzeitpressekonferenzen in den kommunalen Theater- und Kulturstätten eher launig und eine Weile sieht es auch am 1. Februar 2018 so aus, als ob alles routiniert verlaufen sollte. Ein aufgeräumter Intendant, trotz leichter Erkältung mit dem Stück „Juller“ einen internationalen Erfolg und einer Menge Vorhaben im Gepäck, Kaffe für alle und ein paar belegte Brötchen auch.
Gewandhausorchester: Andris Nelsons dirigiert zur Amtseinführung Schleiermacher, Berg und Mendelssohn
Andris Nelsons dirigiert das Gewandhausorchester. Foto: Luca Kunze

Foto: Luca Kunze

Für alle LeserDas Gewandhausorchester hat wieder einen Chefdirigenten. Zum Auftakt seiner Amtszeit als 21. Gewandhauskapellmeister dirigierte Andris Nelsons am Freitagabend eine Uraufführung des Leipziger Komponisten Steffen Schleiermacher. Auf dem Programm standen außerdem Alban Bergs Violinkonzert und Mendelssohns „Schottische“.
Leipzigs CDU-Fraktion beantragt eine dauerhafte Absenkung der Elternbeiträge
2014 eröffnet: Kita in der Goyastraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserManchmal darf man durchaus staunen über die Leipziger CDU-Fraktion. Da legt sie tatsächlich Stadtratsanträge vor wie den zu den Leipziger Elternbeiträgen für Kitas. Dass selbst die CDU-Fraktion mit den ständig steigenden Beiträgen nicht einverstanden ist, darüber haben wir schon geschrieben. Aber dass die Leipziger CDU die Regierungs-CDU auffordert, endlich wieder ehrlich die Kitas mitzufinanzieren, das ist neu.
Oberlandesgericht Naumburg bestätigt Freispruch von Tierschutzfilmer/innen
Beispielbild aus der Ferkelmast. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserAls am Donnerstag, 22. Februar, in Leipzig das Bundesverwaltungsgericht über mögliche Fahrverbote in deutschen Städten verhandelte, fiel nur wenige Kilometer weiter ein Urteil, das genauso viel Aufmerksamkeit verdient hat. Da ging es nämlich um die Frage: Dürfen Tierschützer in Schweinemastanlagen Aufnahmen machen, die die ganze dortige Tierquälerei sichtbar machen? Die Gerichte vorher hatten geurteilt: Ja, dürfen sie. Die Staatsanwaltschaft Magdeburg war in Revision gegangen.
Warum die Gespenster so mächtig gewaltig sind und die einfachen, klaren Gedanken so unauffindbar
Berechtigte Frage. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserZumindest hat es Giovanni di Lorenzo in der „Zeit“ versucht, sich einer ziemlich naheliegenden Frage zu widmen: „Wer reanimiert die politische Mitte?“ lautete der Titel seines Beitrags in der „Zeit“, in dem es irgendwie um Volksparteien ging. Und er stieg ein mit der Behauptung: „Die große Mehrheit der Deutschen kann sich weder mit rechten noch mit linken Ideologen anfreunden. Noch könnten die Volksparteien sich darauf einstellen.“ Man wird den Titel „Zombie“ im Ohr nicht los.
Energie-Experten der sächsischen SPD empfehlen die Ablehnung des Koalitionsvertrages
Windräder und Überlandleitungen im Leipziger Norden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNicht nur die Jusos haben ihre Bauchschmerzen mit dem Koalitionsvertrag von Union und SPD und der Großen Koalition, die für weitere vier Jahre jede große Lösung in der deutschen Politik verhindern wird. Jetzt meldet sich auch der Arbeitskreis Energie der sächsischen SPD zu Wort und empfiehlt die Ablehnung des Koalitionsvertrages (KoaV).
Schon lange vor der Ankunft des modernen Menschen bemalte der Neandertaler die Wände spanischer Höhlen
Der Handabdruck eines Neandertalers (farbverstärkt) aus der Maltravieso-Höhle ist mehr als 66.000 Jahre alt. Foto: MPI EVA, H. Collado

Foto: MPI EVA, H. Collado

Für alle LeserDer Bursche war in den vergangenen Jahren immer wieder für eine Überraschung gut. Erst wurde seine DNA entschlüsselt, dann fand man seine Spuren auch in der DNA heute lebender Menschen. Dann konnte man ihm Werkzeuge zuordnen, die ihm seit seiner Entdeckung im Neandertal niemand zugetraut hätte. Und nun der nächste Paukenschlag: Die ältesten Kunstwerke Europas stammen von ihm. Und er hat erst gar nicht auf den Neuankömmling aus Afrika gewartet, bevor er Höhlenwände mit Kunst verzierte.