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Keine Impfstoffe betroffen, Millionenschaden adé? Wenn die Polizei die DHL-Pressearbeit macht

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    Ja, es war eine scharfe Formulierung, die wir am heutigen Dienstag, 13. Juli 2021 auf Twitter stellten. Im Grunde geht es um nichts weniger als die Frage, wer eigentlich versuchte, den friedlichen Protest in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 2021 an einer Zufahrt des DHL-Hubs am Flughafen Leipzig/Halle so aussehen zu lassen, als ob es sich um eine ganz gefährliche Aktion gehandelt habe. Und damit eine Welle des Hasses gegen die Aktivisten auslöste. Neben diversen konservativen Politikern und Mitarbeitern des DHL-Hubs wohl vor allem die DHL selbst, welche noch in der Nacht auf den 10. Juli 2021 falsche und ungesicherte Informationen an die Polizei gab. Informationen, die die Polizei ungeprüft weiterverbreitete.

    Wir haben als LZ die Informationen, mit welchen die DHL noch in der Nacht die Polizeidirektion Leipzig fütterte, zwar sofort äußerst kritisch gesehen, als es um die umgehend in Umlauf gebrachte Zahl eines „1,5 Millionen Euro Schadens“ ging. Aber dass durch die friedliche Besetzung der Hermann-Köhl-Straße („rechtlich-öffentlicher Verkehrsraum“, wie die Polizei gegenüber LZ anmerkt) durch die rund 50 Aktivisten dieser Nacht angeblich Impfstofftransporte in Mitleidenschaft gezogen worden wären, nahmen auch wir als möglich an.Und fragten nicht nach, weil wir diesen Umstand als unmöglich ausgedacht betrachteten. Wohl auch, weil die Information nicht seitens der DHL, sondern durch die Polizei Leipzig in die Welt gesetzt, also verbreitet wurde.

    Zu beiden Informationen folgten nun Nachfragen des Magazins „Spiegel“ in der Onlineausgabe, welcher daraufhin am gestrigen 12. Juli um 18:11 Uhr formulierte: „DHL-Blockade am Leipziger Flughafen: Impfstoff nicht betroffen“. Und zur zweiten Frage weiter schrieb, die DHL könne den Schaden noch gar nicht beziffern. Zudem, so die DHL gegenüber Spiegel Online, habe die Aktion auf der öffentlichen Zufahrtsstraße nur zu „Verzögerungen im Betriebsablauf mit lokal überschaubaren Auswirkungen geführt.“

    Nach LZ-Informationen soll es sich hierbei um Überstunden einiger DHL-Mitarbeiter gehandelt haben, welche das gleichzeitige Eintreffen der zu be- oder entladenden Lkws nach der Aktion abarbeiten mussten. Von Vertragsstrafen, der Nichtauslieferung lebensnotwendiger Medikamente, Piloten, die ihre Flieger nicht erreichen konnten oder gar ausgefallenen Transportflügen bei der DHL gegenüber SPON kein Wort seitens der noch am 10. Juli 2021 so vollmundigen DHL-Verantwortlichen.

    Nicht ohne Wirkung auf die Stimmung im konservativen Sachsen übrigens.

    Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) stieg umgehend auf das DHL-gesattelte Pferd und ritt am Abend des 11. Juli 2021 mit dem Satz via LVZ zum ganz großen Duell der Sachsen gegen die Aktivisten auf. Am Sonntag verkündete er im leicht verkappten Pluralis Majestics: „Ich glaube, die Mehrzahl der Menschen in Sachsen würde sagen: Recht wäre, wenn die Blockierer den Millionenschaden bezahlten“.

    Insbesondere die angeblich in den Transporten befindlichen Impfstoffe hatten zu deutlichem Hass gegenüber den an der Aktion Beteiligten, aber auch dem Versammlungsanmelder Marco Böhme im Netz beigetragen. Ein Hass, den Kretschmer mit keinem Wort erwähnenswert fand.

    Woher kamen die Fake-News?

    Olaf Hoppe, verantwortlich für die polizeiliche Kommunikation in der Leipziger Polizeidirektion, reagierte nach einem klärenden Anruf mit einem Statement auf den LZ-Tweet. Darin heißt es, die Polizeidirektion Leipzig habe in der Pressemitteilung am 10. Juli 2021, 13:29 Uhr, „den Stand des Polizeieinsatzes der Nacht“ dargestellt.

    „Darin sind die Aussagen hinsichtlich der Blockierung von Taxis mit Piloten und von Lkw mit Impfstoffen enthalten. Und ebenso die Aussage, wonach nach Angaben eines Verantwortlichen von DHL ein Schaden im Millionenbereich entstanden sein soll. Diese Aussagen resultieren klar aus Angaben seitens der DHL-Verantwortlichen in der Nacht vor Ort gegenüber unseres Einsatzleiters sowie einer Information der Taxizentrale.“

    Ob eine nicht näher genannte Taxizentrale gerade Fahrten zum DHL-Hub hatte, ist angesichts der Informationen, die also direkt von der DHL kamen, zweitrangig. Zumal im Lichte der noch in der Nacht gestellten Strafanzeige durch die Logistiker.

    Die von der Polizei versandte Pressemitteilung hingegen liest sich jedoch so, als ob die Informationen direkt von der Polizei kämen.

    Diese lautet in der entscheidenden Passage am 10. Juli 2021: „Am späten gestrigen Abend versammelten sich circa 50 Personen an einer Zufahrt zum DHL-Hub am Leipziger Flughafen. Die Teilnehmer/-innen dieser unangezeigten Versammlung blockierten eine Straße, sodass es zum Rückstau der zufahrenden Fahrzeuge bis hin zum Schkeuditzer Bahnhof kam. Sie führten Transparente, Flyer und Plakate mit. Unter den so aufgehaltenen Fahrzeugen waren auch Lkw, die mit Impfstoffen beladen waren und Piloten, die mit Taxis zu ihren Frachtmaschinen wollten.“

    Die DHL wird erst einen Absatz später bei der zweiten, durch die Polizei weiterverbreiteten, ungeprüften Meldung als Verursacher erwähnt, wenn es heißt: „Gegen 02:00 Uhr rollte der Verkehr wieder wie gewohnt. Trotzdem sei nach Angaben eines Verantwortlichen von DHL ein Schaden im Millionenbereich entstanden.“

    Eine Angabe, die die Verantwortlichen auf Nachfrage nicht bestätigen wollten – offenbar in der Befürchtung, das Hamburger Magazin mit den entsprechenden personellen Ressourcen und weniger Werbekundenabhängigkeit könnte hier ganz anders nachrecherchieren, als die wirtschaftshörige Holzpresse vor Ort.

    Eine andere Variante wäre, dass hier von einem eigentlichen Problem der DHL selbst abgelenkt werden sollte. Dass es nach LZ-Informationen von unserem vor Ort anwesenden Fotografen etwa 45 Minuten lang dauerte, bis jemand auf die Idee kam, die angeblich rund 70 Lkws und anderen Fahrzeuge schlicht über eine jederzeit erreichbare zweite Zufahrt zum DHL-Hub zu lenken.

    Richtigstellung der Polizei & mediale Rezeption

    Umso wichtiger wohl, dass Olaf Hoppe seitens der Leipziger Polizei heute richtigstellt: „Es sind also in der Nacht vor Ort getroffene Aussagen gegenüber der Polizei, die selbstverständlich in das Handeln der Polizei mit einflossen und die auch in die Dokumentation Einzug hielten. Zur Richtigkeit dieser Angaben stehe ich in meiner Verantwortung als Polizeisprecher.“

    Damit ist nochmals klargestellt, dass die DHL am 10. Juli 2021 Fakenews über den angeblich entstandenen Schaden via Polizeimeldung ebenso verbreiten konnte, wie die anschließend stark emotionalisiert debattierten Impfstofftransporte, die vorgeblich in Mitleidenschaft gezogen wurden. Unhöflich formuliert, eine Lüge, die alle schluckten, weil ihr auch die Polizei aufsaß.

    Heute, drei Tage nach der Aktion der Klimaaktivisten am Flughafen Leipzig/Halle, wird der größte Teil der Aufmerksamkeit längst verflogen sein. Zwar folgt nun eventuell eine Nachbearbeitung im sächsischen Parlament, aber wen interessiert so etwas?

    Namentlich ungenannte Verantwortliche bei der DHL Leipzig konnten einen Treffer landen, ohne auch nur eine eigene Pressemitteilung zu versenden. Und konnten so eine friedliche Protestaktion gegen ihre von den Landesregierungen der letzten Jahre gedeckten Privilegien wie Nachtflüge und mangelnden Lärmschutz diskreditieren.

    Am morgigen 14. Juli 2021 wollen die Klimaaktivisten eine erste eigene Pressekonferenz geben. Dann wird es um die Vorgänge während ihrer 36 Stunden in der Polizeidirektion Leipzig, die Haftprüfung und erste Vorwürfen sexueller Herabwürdigungen durch sächsische Polizeibeamte gehen.

    Apropos Polizeibeamte. Die unter dem Verdacht der stetigen und strafbaren Weitergabe von Ermittlungserkenntnissen an das rechte „Compact“-Magazin stehende „Soko LinX“ hat die Ermittlungen im Fall „Flughafenbesetzung“ übernommen. Die Ermittlungen im Fall Henry A. dazu liegen mittlerweile seit Wochen bei der Staatsanwaltschaft Chemnitz; besser, ruhen dort.

    Man darf also gespannt sein, ob nun auch bald die ersten „exklusiven“ Ansichten der Ermittler dazu im rechtsextremen Blatt erscheinen. Zumindest liest dann ja auch der Verfassungsschutz Sachsen mit, welcher die Publikation als nicht besonders verfassungsnah einstuft.

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      5 KOMMENTARE

      1. Liebes L-IZ-Team,

        in einem Kommunikationsseminar vor 3 Jahren, also noch nicht total veraltet, habe ich gelernt, dass der Absender der Botschaft dafür verantwortlich ist, dass diese in der gewünschten Form beim Empfänger ankommt. Wenn ich als Einzelner jetzt das in euren Augen fehlinterpretieren würde, klar, würde ich auch als Einzelmeinung abtun. Da es aber mindestens noch zwei andere User fehlinterpretieren, solltet ihr vielleicht doch über die Botschaft nachdenken. Offenbar kommt sie nicht in der gewünschten Form beim Empfänger an. Als Absender seit ihr dafür verantwortlich!

        Das man Falschinformationen als solche benennt und diese kenntlich macht, geschenkt, dass ist eine der ureigenen Aufgaben der Medien. Oder sollte sie zumindest sein.

        Allerdings macht ihr es euch auch ein bisschen einfach, vorrangig linke „Feindbild“ Polizei anzugehen, wo der ursächliche Teil der Falschinformation im konkreten Fall ja eindeutig bei DHL lag und liegt. Da wäre ein bisschen mehr Sachlichkeit angemessener. Oder das ganze sollte dann der journalistischen Form halber eindeutig als Kommentar gekennzeichnet werden.
        Ja, man muss sich auf Informationen staatlicher Stellen verlassen können, ihr dürft und sollt das auch gern kritisch auswerten.

        Gewaltfreie Klimaaktivisten gehe ich insofern mit, dass körperlich keiner zu Schaden kommt. Aber auch verbale Gewalt und Sachbeschädigung sollte man dann betrachten und da gibt es ja durchaus in Teilen abweichende Tendenzen.

        Kommunikativ sollten die Aktivisten bei den verbalen Aggressionen eher abrüsten, auch im eigenen Interesse. Wenn man als Mensch bei derartigen Demonstrationen kwasi ständig mit verbalen Beleidigungen konfrontiert wird, ist es menschlich durchaus nachvollziehbar, das man da seinen Handlungsspielraum gegenüber den Aktivisten nicht unbedingt zu deren Vorteil auslegt. Ja, auch Polizisten sind Menschen und keine Bastarde!

        Das es auch anders geht, zeigen ja u.a. die FFF-Demos, da gab es keine mir bekannte verbale Gewalt gegenüber der Polizei und das lief ja gesittet und auch mit deutlich weniger Polizeiaufgebot ab. Das hat dann auch Omas, Parents und Scientists mit angelockt, die sich einem „schwarzen Block“ wohl eher nicht angeschlossen hätten. Die breite Bevölkerung kann ich nunmal nicht für meine Anliegen im positiven Sinne erreichen, wenn ich Bilder und Töne produziere, die (verbale) Gewalt ausstrahlen.
        Ich hoffe diese Erkenntnis kommt bei einigen Aktivisten noch zeitnah an, sonst besteht die Gefahr, dass sich mehr Menschen vom im Kern positiven Anliegen Klimaschutz abwenden.

        Biespiel:
        Ich denke da nur an Querdenken. Nach den Ausschreitungen beim Marsch über den Ring gingen die „Besucherzahlen“ auch deutlich zurück. Man schaue sich den kläglichen und unbelehrbaren Rest an, der jetzt Montags in der Stadt rumgeistert. Gewalt schreckt nunmal die meisten vernünftigen Menschen ab.

      2. Über all die Jahre, und das sind nun schon einige, habt ihr mit beständiger FleißARBEIT etwas aufgebaut. Noch immer ist die LZ/LIZ nicht in aller Munde, aber es wird mehr.
        Hier und da merkt man auch, wie ihr euch über die Debatten und der Aufmerksamkeit zu euren vielen Artikeln freut (sicher wird es auch viele Kommentare zum Kopfschütteln geben).

        Mit dem Wort „Haltung“ habe ich vielleicht nicht die optimale Wortwahl getroffen, ich wollte auch nicht ewig darüber nachdenken, wie es nun am Besten zu sagen wäre, was ich meine. Ihr seit halt kein CDU-Blatt, sondern ich nehme euch aus meiner Sicht eher „links-grün“ war. Fast jedes Medium, rühmliche Ausnahmen sind selten, hat diese Art Einfärbung in der Berichterstattung. Wenn man darum weiß, ist auch alles gut.

        Vergesst bei der Freude über die Aufmerksamkeit, die euch verdienterweise zuteil kommt nicht, dass ihr berichtet. Ihr spiegelt die Welt; ihr macht sie nicht selbst.
        Bei all dem Aktionismus, dem „Verve“ beim Schreiben und der hoch gehaltenen „Haltung“ in der Redaktion sollte es aus meiner Sicht als Konsument eures Mediums auch um Qualität gehen. Meistens gibt es die, und manche Sachen haben sich auch verbessert im Laufe der Zeit. Lange habe ich nichts mehr von „ewig langen Blechlawinen“ gelesen, auch Absätze mit gerade mal ein oder zwei Sätzen drin sind seltener geworden, glaube ich.
        Wenn euch die Twitter-Blase so wichtig ist, dass ihr sie in die Welt der Mehrheit heben wollt, dann wäre mein Vorschlag das Layout dieser Zitate / Einspiegelungen zu ändern, damit es nicht bildschirmfüllend ist.

        Und auch wenn ich keinen direkten Aufruf zur Gewalt in eurem Tweed herauslese, so ist es doch ein direktes Steuern, Anstacheln, Meinung machen. Damit habt ihr aufgehört zu berichten. Und es fühlt sich nicht gut an, ein Blatt zu lesen, was abseits des Blatts aufrührerisch agiert. Aber ich vermute, um jetzt keine bösartige Unterstellung zu suchen, sondern etwas menschliches als Erklärung zu finden, dass das mit dem Sog der Aufmerkeit zu tun hat, die sich so belohnend anfühlt.
        Nun auch noch Teil einer größeren Bewegung zu sein, in dieser Bewegung weiter Bestätigung zu finden, zitiert zu werden usw., das ist sicher eine angenehme Erfahrung. Lasst euch davon aber bitte nicht lenken; die Qualität im Blatt (und außerhalb) spielt auch eine Rolle. Und bei aller Begeisterung über junge Leute und ihre Ideale auch ein bißchen Distanz manchmal.

      3. Das Wort „Haltungsjournalismus“ ist schon in sich ein ziemlich übler Quatsch, und ich bedauere es sehr, dass dieser Begriff ausgerechnet vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk geprägt worden ist. „Ein Journalist soll sich mit keiner Sache gemein machen, auch nicht mit einer guten.“

        Und dem Lektor der Lizzy ist hier entgangen, dass das erste Wort „Aber“ im letzten Absatz schon sehr arg unglücklich (um es nett zu sagen) gesetzt ist, wenn direkt davor von „Ablehnung von Gewalt“ die Rede ist.
        Das „aber“ hätte sich Lizzy echt hier mal verkneifen können. Ich kann es nicht anders verstehen, und die beiden anderen Jungs (André und Sebastian) sehen das anscheinend auch so.

        Tipp: Das erste Wort „Aber“ streichen, das zweite Wort „es“ dann groß schreiben („Es“, u know). Dann passt. Die Satzkonstruktion braucht nicht verändert zu werden.

        Mannoman.

      4. @Sebastian: Der Tweet (Beitrag) kommt tatsächlich von der L-IZ selber.

        Ich finde auch, dass solche aufstachelnden Worte für ein seriöses auftretendes Medium fehl am Platz sind. Haltung schön und gut, aber wenn man indirekt zu Gewalt aufruft („…so richtig sauer zu werden“) ist eine Grenze überschritten.

        Angesichts der aufstachelnden Falschinformationen, die die Leipziger Polizei im Interesse der DHL verbreitete, ist uns tatsächlich ein wenig die Hutschnur geplatzt. Ein gewisses Vertrauen in polizeiliche Informationen ist geradezu elementar für unsere Arbeit, aber auch für die Gesellschaft als Ganzes.

        Die Interpretation, der Tweet sei ein Gewaltaufruf, weisen wir mit Blick auf die stets friedlichen Klimaaktivisten und unsere über die Jahre klar dokumentierte Ablehnung von Gewalt zurück.

        Aber es ist angesichts solcher Vorgänge bis hin zur Kriminalisierung von Klimaschutz wohl tatsächlich Zeit, „sauer zu werden“. Angesichts der Dringlichkeit der Klimakrise und jenen, die sie negieren, so oder so. Die Moderation.

      5. Ich muss voranstellen, dass ich mit der Twitterwelt nicht sooo vertraut bin. Und auch in den Artikeln diese riesige Schrift mit ihren ganzen Abkürzungen usw. nicht so recht in Absender, Mitteilung und so weiter zerteilen kann. Deswegen meine vorsichtige Frage an dieser Stelle:
        Lese ich das richtig, dass die Leipziger Zeitung bei Twitter Stimmung machen möchte mit „Es wird Zeit so richtig sauer zu werden!“, oder kommt das gar nicht von euch aus der Redaktion?

        Dass dies hier ein „Medium mit Haltung“ ist, ist ja in Ordnung und ist auch von den Verantwortlichen so gewollt. Aber als Medium initiativ Stimmung machen, abseits vom „Berichten mit Haltung“, inkl. der festen Position bei bestimmten Themen, fände ich krass.

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