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Die DHL am Flughafen Leipzig. Foto: L-IZ.de

Fluglärminitiative Eilenburg/Nordsachsen fragt zu Recht: Welches öffentliche Interesse begründet eigentlich den geplanten Flughafenausbau?

Auch die Fluglärminitiative Eilenburg/Nordsachsen hat im Februar eine eigene Stellungnahme zur „15. Planänderung Start- und Landebahn Süd mit Vorfeld des Flughafens Leipzig/Halle“ an die Stadtverwaltung Eilenburg geschickt. Eine Stellungnahme, die einmal das auch von lokalen Politikern so gern genutzte Arbeitsplatz-Argument aufgreift, das seinerzeit auch dazu diente, den Nachtflugbetrieb am Flughafen zu genehmigen.

Ein breiter Kreisel zum Umfahren an der 1. Zufahrt des DHL-Hubs. Foto: Tim Wagner

Mobilitätsgerechtigkeit und Klimagerechtigkeit: 4. Klimacamp Leipziger Land nimmt den Flughafen Leipzig/Halle in den Fokus

Die Zeiten ändern sich, auch wenn das im Hauptquartier von DHL immer noch nicht wirklich begriffen wurde. Statt am 9. Juli, als CancelLEJ eine Zufahrt zum Flughafen Leipzig/Halle kurzzeitig blockierte, einzulenken und nachzudenken über die enorme Emissionslast, die das Express-Geschäft von DHL verursacht, kriminalisierte man den Protest auch noch. Logisch, dass ein Teil des Klimacamps diesmal auch am Flughafen stattfindet.

DHL-Werbung auf dem Leipziger Markt. Foto: Bürgerinitiative Gegen die neue Flugroute

Grüne zur Werbekooperation von DHL und Gewandhaus: Eine zynische Werbebotschaft für Fluglärmbetroffene

Früher war es nur eine Unart von Fußballvereinen, die die Namen der Unternehmen, die sie sponserten, auf Trikots und Bandenwerbung knallten. Mittlerweile hat diese Unart auch Kommunen und Kulturinstitutionen erfasst, selbst das Leipziger Gewandhausorchester, das seine beiden größten Sponsoren auch auf der Homepage kräftig bewirbt: die Sparkasse Leipzig und DHL. Aber mit der Werbeaktion zur „kleinen Frachtmusik“ wird es nur noch zynisch, stellt die Grünen-Fraktion im Leipziger Stadtrat fest.

DHL-Werbung auf dem Leipziger Markt. Foto: Bürgerinitiative Gegen die neue Flugroute

Leipzigs Gewandhaus auf Abwegen: Wenn städtische Musiker für einen Frachtflugkonzern fiedeln

Für den Frachtlogistik-Konzern DHL mag es eine clevere Werbeidee gewesen sein, Musiker des Leipziger Gewandhauses einzuladen, um mal draußen auf der Frachtrampe zu musizieren und das wohl in den Köpfen der Manager geborene Bild eines fein orchestrierten Frachtgutumschlags zu illustrieren. Dass man damit den vom nächtlichen Fluglärm Geplagten geradezu öffentlich den Mittelfinger zeigte, thematisiert die Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute“ jetzt in einem Protestschreiben ans Gewandhaus.

Besetzung der Zufahrtsstraße zu Frachtflughafen Leipzig / Halle am 9. Juli 2021. Foto: Tim Wagner

#cancelLEJ: Polizei und Staatsanwaltschaft untersuchen immer noch aufgrund der falschen Vorwürfe von DHL

Es war nicht nur Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der nach der kurzzeitigen Besetzung einer Zufahrtsstraße zum Flughafen Leipzig/Halle und dem harschen Vorgehen der Polizei eine Verurteilung der Demonstranten öffentlich aussprach, die so gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun hatte. Eigentlich wäre eine Entschuldigung überfällig. Aber eine Antwort von Innenminister Roland Wöller (CDU) zeigt nun, dass die Staatsanwaltschaft überhaupt nicht daran denkt, das Verfahren einzustellen. Und an eine Entschuldigung denkt in Dresden auch keiner.

Hitze, CSD und ein Wasserbad auf dem Augustusplatz. Foto: LZ

Liveticker – Der CSD Leipzig: 10.000 Teilnehmende auf dem Ring + Videos

Leipzig wird mal wieder bunt, queer und laut. Der CSD ist zurück, nahezu so, als ob es nie eine Pandemie gegeben hätte. Während die „Bürgerbewegung Leipzig“ vom Naturkundemuseum aus fast unbemerkt von allen und jedem einen ihrer unzähligen Rundgänge mit schwindender Beteiligung (gestern 20 heute 20) absolviert, sammeln sich im Rosental bislang 7.000 Teilnehmende an der Leipziger Parade zum „Cristopher Street Day“. Unterdessen gibt es in Ostsachsen eine massive Hochwasserwarnung an der unteren Elbe und für die SPD dürfte es heute kein schöner CSD werden.

Teilt Stories, nicht Corona. Foto: Marko Hofmann

Dienstag, der 13. Juli 2021: Maskenpflicht beim Einkauf entfällt, perfide Falschmeldung nach DHL-Blockade

Wer soll das noch verstehen? Obwohl Modellrechnungen eine neue COVID-19-Welle im Herbst als wahrscheinlich erachten, soll die Maskenpflicht in Läden und Supermärkten Sachsens bei einer niedrigen Wocheninzidenz wegfallen – bereits ab Freitag greift eine entsprechende Korrektur der geltenden Schutzverordnung. Hinzu kommt: Sachsen ist Impfletzter in Deutschland. Außerdem: Eine Falschmeldung im Zusammenhang mit der Blockade des Dienstleisters DHL am Flughafen Leipzig/Halle durch Klima-Aktivisten in der letzten Woche wurde still und leise berichtigt. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 13. Juli 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Von Aktivisten zu „Impfstoffverhinderern“ umgedichtet. Die Aktion in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 2021 am DHL-Hub. Foto: Tim Wagner

Keine Impfstoffe betroffen, Millionenschaden adé? Wenn die Polizei die DHL-Pressearbeit macht

Ja, es war eine scharfe Formulierung, die wir am heutigen Dienstag, 13. Juli 2021 auf Twitter stellten. Im Grunde geht es um nichts weniger als die Frage, wer eigentlich versuchte, den friedlichen Protest in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 2021 an einer Zufahrt des DHL-Hubs am Flughafen Leipzig/Halle so aussehen zu lassen, als ob es sich um eine ganz gefährliche Aktion gehandelt habe. Und damit eine Welle des Hasses gegen die Aktivisten auslöste. Neben diversen konservativen Politikern und Mitarbeitern des DHL-Hubs wohl vor allem die DHL selbst, welche noch in der Nacht auf den 10. Juli 2021 falsche und ungesicherte Informationen an die Polizei gab. Informationen, die die Polizei ungeprüft weiterverbreitete.

Ein breiter Kreisel zum Umfahren an der 1. Zufahrt des DHL-Hubs. Foto: Tim Wagner

Stellungnahme zu den Protesten am Flughafen Leipzig

Als Bündnis90 / Die Grünen haben wir uns von Anfang an gegen die Ausbaupläne des Frachtflughafens Leipzig/Halle gestellt. Dieser Ausbau ist nicht nur aus Gründen der Lärm- und Gesundheitsbelastung der Anwohner, sondern auch aus Gründen des Klimaschutzes in keiner Weise mehr zu rechtfertigen.

Die DHL am Flughafen Leipzig. Foto: L-IZ.de

Protest am Flughafen Leipzig/Halle – Bündnisgrüne:: Fokus auf den Dialog mit den Betroffenen richten

Die Gruppe „Cancel LEJ“ hat in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli aus Protest gegen den Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle eine Zufahrt zum Flughafen blockiert. Dazu erklärt Gerhard Liebscher, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag: „Der Protest vom vergangenen Wochenende macht einmal mehr deutlich, wie dringend der Handlungsbedarf am Flughafen Leipzig/Halle ist.“

Kundgebung gegen den geplanten Flughafenausbau am 15. Februar vor der Landesdirektion mit Bert Sander (links). Foto: Martin Schöler

Statement der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Protestaktion vor DHL

Zur Protestaktion vor dem Betriebsgelände von DHL am Flughafen Leipzig/Halle äußert sich Bert Sander, Stadtrat und flughafenpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Leipziger Stadtrat: „Seit 2004 kämpfen wir gegen den uneingeschränkten nächtlichen Frachtflugverkehr am Flughafen Leipzig/Halle (LEJ), und zwar mit allen uns zur Verfügung stehenden demokratischen und juristischen Mitteln.“

Nach Ende der KlimaFair-Messe auf dem Leuschnerplatz wurden es immer mehr Protestierende vor der PD Leipzig am Samstag. Foto: LZ

Das Wochenende, 10./11. Juli 2021: Ärger nach nächtlichem Klimaprotest gegen DHL, Leiche aus Cospudener See geborgen, Wettlauf gegen die Delta-Variante

Nach der Blockade einer Zufahrt am Flughafen Leipzig/Halle zum DHL-Logistikzentrum in der Nacht zum Samstag durch Klima-Aktivisten ist der Streit über den Protest in vollem Gange. Nach längerem Gezerre wurden am Sonntag auch die letzten von ihnen aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Aus dem Cospudener See barg die Polizei am Samstag nach tagelanger Suche einen Toten und in Sachsen sind zahlreiche Impftermine noch unbesetzt. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende 10./11. Juli 2021 in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

René Hobusch (FDP). Foto: LZ

René Hobusch (FDP): DHL-Blockade: Klima-Fundamentalisten wollen Gesellschaft spalten

Zur Blockade des DHL Hubs in Leipzig erklärte der FDP-Bundestagskandidat und Jurist René Hobusch heute wörtlich: „Wer sich außerhalb des Rechts stellt, ist kein Ansprechpartner im demokratischen Diskurs. Das geltende Recht muss der Minimalkonsens sein. Insofern hätte man die Gruppen, für die Rechtsbruch zum Geschäftsmodell gehört, nicht zur KlimaFair als Ausrichter dazu holen dürfen.“

Am Tower auf dem Flughafen Leipzig. Foto: LZ

CDU zur Blockade des Flughafens Leipzig/Halle

In der Nacht zum Samstag kam es beim DHL-Frachtdrehkreuz am Flughafen Leipzig/Halle zu einer „Spontandemo“ von rund 50 Nachtfluggegnern. Sie blockierten dabei den Zufahrt und behinderten rund 70 Lkw, es kam zu einem Rückstau. Ausgerechnet der Linken-Abgeordnete Marco Böhme trat als Versammlungsleiter auf.

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