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Donnerstag, der 15. Juli 2021: Über 40 Tote bei Unwettern, Demonstration gegen Flughafenausbau und schwerer Unfall am Hauptbahnhof

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    Über 40 Todesopfer wurden nach den Unwettern in Deutschland bereits geborgen. Die Regenfälle erfassen nun auch Sachsen. Derweil bleibt der Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle und die damit einhergehende Blockade weiterhin ein Thema. Außerdem: Bei einem schweren Unfall am Hauptbahnhof kam heute ein Mann ums Leben. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 15. Juli 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

    Unwetter halten Deutschland in Atem

    Nachdem vor allem Süddeutschland und Nordrhein-Westfalen von den heftigen Regenfällen der letzten Tage betroffen waren, gibt es nun auch Unwetterwarnungen für Sachsen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) teilte mit, dass dies besonders für den Erzgebirgskreis, aber auch für Chemnitz, den Kreis Mittelsachsen und Zwickau sowie den Vogtlandkreis gelte. Derzeit werden Dutzende Menschen vermisst, die Zahl der geborgenen Todesopfer ist auf 43 gestiegen. Auch im sächsischen Jöhstadt wird weiterhin ein Mann vermisst, der durch eine Sturzflut mitgerissen wurde.

    Kanzlerkandidat Armin Laschet avancierte derweil nach seinem Besuch in Hagen (NRW) und persönlichen Eindrücken der Hochwasser-Lage vor Ort zum Klimaaktivisten. Angesichts der Katastrophe forderte der CDU-Politiker weltweit mehr Tempo beim Klimaschutz.

    Blockade am Leipziger Flughafen weiterhin Thema

    Ein Thema das vor allem Leipzig derzeit in Atem hält: der Ausbau und die damit einhergehende Blockade des Leipziger Flughafens. Vergangenen Freitag (9. Juli) hatten Aktivist/-innen eine DHL-Zufahrt versperrt. Daraufhin wurden sie von der Polizei in Gewahrsam genommen.

    Heute nahmen die Aktivisten von Extinction Rebellion Leipzig in Solidarität mit #CancelLEJ für ihre Blockade ein etwas kleineres Ziel ins Visier: Der Ampelübergang am Wilhelm-Leuschner-Platz wurde von den Teilnehmenden besetzt. Mit Plakaten und Bannern sollte erneut auf die Klimakrise und den klimafeindlichen Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle aufmerksam gemacht werden.

    Blockade am Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Lucas Böhme

    Für den morgigen Freitag, 16. Juli 2021, ist bereits die nächste Demo geplant. Für 16 Uhr ist die Startkundgebung auf dem Richard-Wagner-Platz angesetzt. Die Initiator/-innen fordern „Rückbau statt Ausbau“ und Solidarität mit den Klimaaktivist/-innen.

    Schwerer Unfall am Leipziger Hauptbahnhof

    Am frühen Nachmittag kam es am Leipziger Hauptbahnhof zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 71-jähriger Fußgänger überuerte die Gleise in südlicher Richtung und wurde dabei von einer Straßenbahn erfasst. Der Mann erlitt schwere Verletzungen und erlag diesen noch vor Ort.

    Nach Angaben der Leipziger Verkehrsbetriebe gab es Einschränkungen auf elf Straßenbahn- und drei Buslinien. Auch der Autoverkehr am Willy-Brandt-Platz war betroffen. Mittlerweile läuft aber wieder alles ohne Behinderungen.

    Worüber die LZ heute berichtet hat: Am Rande einer Demonstration in Dresden am 20. September 2020 hatte ein Polizist Teilnehmenden mit den Worten „Schubs mich und du fängst dir ’ne Kugel“ gedroht. Wie aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz (Linke) hervorgeht, blieb diese Drohung ohne Konsequenzen.

    Am 30. September war die 61-jährige Sylvia G. tot in ihrer Wohnung in der Südvorstadt aufgefunden worden. Anfang Dezember wurde der damals 30-jährige Nachbar Ekkehart J. als Tatverdächtiger verhaftet. Nun erfolgte der Prozessauftakt am Landgericht.

    Nun zu etwas erfreulicheren Nachrichten: Die Kita „Um die Welt“ hat die Rucksack Bibliothek eröffnet und die Crowdfunding-Kampagne für eine große CO2-Uhr in der Leipziger Innenstadt läuft sehr gut.

    Was außerdem wichtig war:  Der niederländische Journalist Peter R. de Vries ist nach dem Anschlag auf ihn verstorben, berichtet der Spiegel. Dem Kriminalreporter war am 6. Juli in Amsterdam auf offener Straße in den Kopf geschossen worden.

    Der Europäische Gerichtshof hat heute entschieden, dass ein Kopftuchverbot am Arbeitsplatz möglich ist. Dies gelte unter den Voraussetzungen, dass Mitarbeiter/-innen generell keine sichtbaren politischen, weltanschaulichen oder religiösen Zeichen tragen dürfen. Als Grund dafür sei beispielsweise unternehmerische Freiheit denkbar – die wichtigste Freiheit von allen.

    Was morgen passieren wird: Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung beim Einkauf im Laden oder Supermarkt soll ab dem morgigen Freitag in Sachsen wegfallen.

    Für den morgigen Freitag, 16. Juli 2021, ist eine weitere Demonstration von #CancelLEJ geplant. Für 16 Uhr ist die Startkundgebung auf dem Richard-Wagner-Platz angesetzt.

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