Bundesliga, 34. Spieltag

Eintracht Frankfurt vs. RB Leipzig 2:2 – RBL gibt erneut eine komfortable Führung aus der Hand

Für alle LeserRB Leipzig hat erneut späte Gegentore kassiert und damit einen komfortablen Vorsprung aus der Hand gegeben. Bei Eintracht Frankfurt führten die Rot-Weißen kurz vor Schluss mit 2:0, kamen am Ende jedoch nur zu einem 2:2-Unentschieden. Bereits vor einer Woche verspielten die Rasenballer gegen Bayern München eine Zwei-Tore-Führung. Der Bundesliga-Neuling beendet seine erste Saison als Tabellenzweiter und darf sich nun auf die Champions League freuen.

Dass Orban in der Innenverteidigung erneut fehlen würde, war bereits bekannt. Zudem ließ RBL-Cheftrainer Ralph Hasenhüttl die beiden Stammkräfte Compper und Werner zu Beginn auf der Bank. Stattdessen kam im Angriff Burke zum Einsatz. Schmitz spielte auf der rechten Abwehrseite, Ilsanker rückte in die Innenverteidigung. Auf der linken Seite setzte Hasenhüttl erneut Bernardo ein.

Die ungewöhnliche Konstellation in der Abwehr wirkte sich spürbar auf das Spielgeschehen aus. Frankfurt dominierte zunächst das Geschehen und profitierte von Unsicherheiten in der RBL-Defensive. Bereits nach fünf Minuten kam Hrgota nach einer Ecke und einem verunglückten Schuss von Seferovic direkt vor Gulacsi an den Ball, schoss jedoch knapp links vorbei. Drei Minuten später tauchte Seferovic plötzlich frei vor dem RBL-Kepper auf, agierte aber erneut unglücklich – sein Schuss aus 14 Metern ging ebenfalls links vorbei.

Von den Rasenballern war bis weit in die erste Hälfte hinein offensiv nichts zu sehen. Doch dann eroberte Forsberg am Eintracht-Strafraum den Ball, passte steil auf Schmitz, der wiederum in die Mitte zu Sabitzer abgab. Der Österreicher hatte dann aus kurzer Distanz keine Mühe, zur überraschenden 1:0-Führung zu verwandeln (25.). Es war der erste von nur zwei Torschüssen der Gäste im ersten Abschnitt.

Marcel Sabitzer. Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche

Marcel Sabitzer. Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche

Frankfurt fand nun nicht mehr zu der Dominanz vor dem Gegentreffer zurück. Lediglich einen Kopfball von Seferovic in der 40 Minute, der deutlich das Tor verfehlte, brachten sie noch zustande. Die Eintracht hatte am Ende der ersten Halbzeit zwar acht Schüsse zu verzeichnen, jedoch ging kein einziger davon direkt aufs Tor.

Der zweite Durchgang begann vielversprechend für RBL. In der 56. Minute sprang Poulsen nach einer Forsberg-Ecke mit hohem Bein Richtung Ball und verwandelte zum 2:0. Kurz darauf schoss die Eintracht zum ersten Mal aufs Tor: Oczipkas Volleyabnahme aus 25 Metern landete direkt in den Händen von Gulacsi (59.). Vier Minuten später versuchte es der Defensivspieler erneut, schoss aber deutlich drüber.

Danach hatten die Leipziger das Spiel lange unter Kontrolle. In der 80. Minute hatte Sabitzer sogar die Möglichkeit, die Führung auszubauen, scheiterte jedoch an SGE-Keeper Hradecky. Stattdessen gelang Frankfurt der Anschlusstreffer, der ähnlich unerwartet kam wie die Führung der Gäste: Der eingewechselte Vallejo rannte der RBL-Abwehr davon und schob den Ball sanft an Gulacsi vorbei ins Tor (83.). Doch damit nicht genug: Der ebenfalls eingewechselte Blum durfte in der 90. Minute ungestört aufs Tor zulaufen und verwandelte zum späten Ausgleich. Immerhin blieb es diesmal – im Gegensatz zum Spiel gegen die Bayern – beim Unentschieden.

RB Leipzig beendet die Saison auf dem zweiten Tabellenplatz. Im August stehen in Pokal und Liga die nächsten Pflichtspiele auf dem Programm, anschließend folgt die Champions-League-Premiere. Am 3. Juli ist Trainingsauftakt nach der nun folgenden Sommerpause.

Die Statistik zum Spiel

Eintracht Frankfurt:
Hradecky – Varela (71. Meier), Hector, Abraham (C), Oczipka, Tawatha (63. Vallejo) – Chandler, Fabián, Gacinovic – Seferovic, Hrgota (77. Blum)

RB Leipzig:
Gulácsi – Schmitz, Ilsanker, Upamecano, Bernardo – Keita, Demme (C) – Sabitzer, Forsberg – Burke (66. Kaiser), Poulsen (83. Selke)

Schiedsrichter:
Dr. Felix Brych (München)

Tor:
0:1 Sabitzer (25.), 0:2 Poulsen (56.), 1:2 Vallejo (83.), 2:2 Blum (90.)

Gelbe Karten:
Fabián | Kaiser, Selke

Zuschauer:
51.000 in der Commerzbank Arena (darunter 2.600 RBL-Fans)

In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

RBLRB LeipzigEintracht Frankfurt
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Breites Bündnis ruft zum Protest gegen die „Compact-Konferenz“ am 25. November in Leipzig auf
BFC Dynamo vs BSG Chemie Leipzig: 3:0
Erste inklusiv arbeitende Schule Leipzigs feierte Grundsteinlegung
Polizeieinsatz anlässlich des Fußballspiels RB Leipzig gegen den VfB Stuttgart
Fahrrad- und Rollatorstadt Leipzig – WG „Lipsia“ eG reagiert auf Mobilitätstrends
Lesungen am 24. und 26. Oktober in der „Runden Ecke“: Über die Sehnsucht nach dem neuen Leben außerhalb DDR
Leipzig/Halle Airport in Asien erneut als „Europäischer Frachtflughafen des Jahres“ geehrt
Polizeibericht, 20. Oktober: Diebstahl vereitelt, Motorrad verschwunden, Falsche Polizisten am Telefon
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Gastkommentar von Christian Wolff: Neuanfang in Sachsen?
Muntere Flagge für starkes Sachsen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserKommentarAm vergangenen Mittwoch hat er seinen Rücktritt angekündigt: Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen. Er war nach dem schlechten Abschneiden der sächsischen CDU bei den Bundestagswahlen am 24. September 2017 stark unter Druck geraten. Dass sich die als unschlagbar gerierende sächsische CDU, deren rechte Flanke immer weit geöffnet war, der völkisch-nationalistisch ausgerichteten AfD geschlagen geben musste, hat die Partei geschockt.
Gastmanns Kolumne: Erkennt euch!
Wenn ein harmloses Kompliment in den falschen Hals oder besser in falsche Ohren kommt, kann es zurzeit schiefgehen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs gibt bekanntlich Filme und es gibt Filmchen. Einer der besten der ersten Kategorie war im vergangenen Jahr unweigerlich der britische Film „Suffragette“. Dieser Tage erinnerte ich mich wieder daran. Ich weiß noch: Wir kamen aus dem Dunkel des Kinosaals, so ein bisschen verpeilt wie man immer ist, wenn man von der Welt der Bilder unvermittelt wieder in die tatsächliche Welt zurückgespült wird, die Augen noch ganz klein, mühsam die Gefühle ordnend wie man es mit Kleidern tut.
1. FC Lok Leipzig vs. Auerbach 1:1 – Ganz schwere Kost zum Sonntag
Marcel Trojandt (li.) gegen den Auerbacher Lukas Novy - in einer Partie mit nur raren spielerischen Leckerbissen. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserDer 1. FC Lok Leipzig kann weiter nicht gegen den VfB Auerbach gewinnen. Am Sonntagnachmittag holten die Probstheidaer gegen den Tabellen-Drittletzten nur ein 1:1 (1:1). Die 2.606 Zuschauer bekamen nach einer zackigen ersten Halbzeit 45 Minuten schwere Kost geboten. Beide Mannschaft bekämpften sich auf Kosten des Fußballspielens. Maurer egalisierte nach neun Minuten die kuriose Gäste-Führung. Positiv: Lok bleibt auch im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen.
Findet Sachsens CDU-Spitze bald aus ihren Denkblockaden zur billigen Braunkohle heraus?
Agora Energiewende (2017): Eine Zukunft für die Lausitz. Montage: L-IZ

Montage: L-IZ

Für alle LeserAm Donnerstag, 19. Oktober, wurde in Cottbus ein Strukturwandelkonzept für die Lausitz vorgestellt, das vom überparteilichen Berliner Energiepolitik-Thinktank Agora erarbeitet worden ist. Das war am selben Tag, an dem Siemens die mögliche Schließung seines Turbinenwerks in Görlitz ankündigte, worauf Sachsens Noch-Ministerpräsident Stanislaw Tillich mit einem Jammerstatement reagierte. Das kontrastierte deutlich mit dem Agora-Vorschlag.
Radfahrer sollen vorm Hauptbahnhof einen eigenen Radweg bekommen und die LVB planen einen dritten Haltestellenzugang
Situation vor der Westhalle des Hauptbahnhofs. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNicht nur die Linksfraktion interessierte sich jetzt wieder für den konfliktreichen Verkehrsknotenpunkt vor dem Hauptbahnhof. Auch die CDU-Fraktion wurde wieder munter, nachdem am 14. August der erste Verkehrsunfallbericht der Stadt Leipzig veröffentlicht wurde. Darin tauchte auch der Hauptbahnhof als Unfallschwerpunkt auf.
Auch Gunter Weißgerber gesteht zu: Die Dokumentation zum Leipziger Denkmalswettbewerb hat Riesenlöcher
2013 zum neuen Sieger lanciert: Keine Gewalt. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Stiftung Friedliche Revolution und das Archiv Bürgerbewegung waren richtig stolz, als sie am 18. Oktober vermeldeten, es gebe jetzt – um die Diskussion um das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal zu versachlichen – eine neue Dokumentation, erstellt vom ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Gunter Weißgerber. Und dann lasen wir die digitale Vorlage – und fanden einen Schweizer Käse vor.
Warum Dr. Karl Marx die Kaninchen erschreckt & „Die Elenden“ das Publikum mitreißen
Ermutigende Dreingabe zu zwei Packungen Äpfel. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer wirklich einfältige Änderungsantrag der Leipziger CDU-Fraktion zum Linken-Antrag, 2018 auch Karl Marx in Leipzig zu würdigen, hat nicht nur sichtbar gemacht, wie schlecht die Fraktion in Geschichte bewandert ist. Er hat auch noch etwas anderes gezeigt, was den Grundkonsens der heutigen CDU ausmacht. Denn ihre Geschichtslosigkeit paart sich mit einer Verachtung für gesellschaftliche Träume.
Zwölf Frauen in geheimer Mission, mal erfolgreich, mal ungewollt, gern hingerichtet
Hagen Kunze: Spioninnen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferWas Frauen so alles anstellen. Man traut es ihnen gar nicht zu. Selbst in Domänen tauchen sie auf, wo man eigentlich nur lauter knallharte Typen wie James Bond erwartet hätte. Aber es ist ja wie immer: Frauen können viele Männer-Dinge mindestens genauso gut. Deswegen war der eigentliche Aufhänger dieses Büchleins auch nicht die legendäre Mata Hari.
Von Leipzig nach Kabul? Das Protestcamp hat begonnen
Die afghanisch-deutsche Anti-Abschiebungskampagne „Zendegi“ macht täglich im Netz und auf dem Augustusplatz mobil gegen Abschiebungen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAm 24. Oktober soll der Flieger nach Kabul in Afghanistan vom Flughafen Leipzig/Halle starten. Afghanistan, Kabul, Ghor, deutsche Botschaft? Da war doch was? Es ist die Debatte, ob es sich bei Afghanistan überhaupt um ein Land handelt, in welches man so mir nichts, dir nichts Menschen abschieben kann, die in Deutschland leben. Neben der Frage der oft willkürlichen Abschieberei generell stellt sich nun seit Samstag bis zum Dienstag die afghanisch-deutsche Anti-Abschiebungskampagne „Zendegi“ gegen den Flug in ein Land, welches just in dieser Woche die wohl blutigste Anschlagsserie der letzten Jahre erlebte.
RB Leipzig vs. VfB Stuttgart 1:0 – Sabitzers Fernschuss bringt die nächsten drei Punkte
Foto: GEPA pictures/Sven Sonntag

Foto: GEPA pictures/Sven Sonntag

Für alle LeserRB Leipzig hat das Bundesliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart mit 1:0 gewonnen und damit seine Erfolgsserie fortgesetzt. Sabitzer traf per Fernschuss in der 23. Minute. In der zweiten Halbzeit leisteten sich die Leipziger eine ungewöhnlich lange Schwächephase. Ähnliches sollte sich in den kommenden beiden Partien wohl nicht wiederholen: der Gegner heißt nun zweimal Bayern München.
Tillichs Tunnelblick und die sächsische Ignoranz des weltweiten Umbruchs am Energiemarkt
Kohlekraftwerk Boxberg in der Lausitz. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserManchmal sind unsere LeserInnen noch schneller als wir und merken, dass sich Stanislaw Tillich als Ministerpräsident genauso verabschiedet, wie er regiert hat: Mit Wegducken und einer Falschnachricht. Beides wirkte wie ein Blitzlicht auf die Unfähigkeit der sächsischen CDU-Spitze, überhaupt noch die Realität zu erkennen. Zur drohenden Schließung des Siemens-Turbinenwerkes Görlitz hätte er wohl besser den Mund gehalten.
Wie ein CDU-Antrag Karl Marx kurzerhand zum Urvater des Terrorismus gemacht hat
Erinnerungstafel am Rossplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDass man Dr. Marx kritisch umgehen darf und muss – keine Frage. Mein Kollege Giulio Reger schrieb zwar, die Stadträte, die am Mittwoch, 18. Oktober, ans Rednerpult gingen, hätten sich wohl alle gerühmt, „Das Kapital“ gelesen zu haben. Aber das bezweifle ich. Das Pech des Dr. Karl Marx ist: Die meisten Leute haben nicht gelesen, was er alles geschrieben hat. Auch nicht „Das Kapital“. Deswegen war auch der CDU-Ergänzungs-Antrag so peinlich.
Jetzt ist es am OBM, eine kluge Transparenzvorlage für seine Vorlagen zu erarbeiten
Oberbürgermeister Burkhard Jung. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVor der Stadtratssitzung am 18. Oktober ging es ja recht turbulent zu. Die Grünen verklagten den OBM. Das Verwaltungsgericht gab ihnen Recht. Der OBM musste ihren Antrag zu mehr Transparenz in Stadratsvorlagen auf die Tagesordnung der Ratsversammlung setzen. Und dann wurde am Mittwoch, 18. Oktober, heftig diskutiert. Bis zum Unentschieden.
Warum existenzielle Probleme im Jobcenter-Kosmos nicht vorgesehen sind
Hier geht's zur Arbeitsagentur Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNatürlich gab es dann noch das vierte Fragen-Paket von Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann (Piraten) zum Umgang des Leipziger Jobcenters mit sanktionierten Erwerbslosen, sorry: erwerbsfähigen Leistungsbeziehern (eLb). Denn viele von ihnen stecken tief in finanziellen und existenziellen Nöten, bräuchten eigentlich echte Unterstützung. Aber bekommen sie die im Jobcenter Leipzig? Gibt es dafür eigentlich das nötige Personal?
Selbst die Arbeitsagentur sieht das Wirtschaftswachstum nicht in der Lausitz, sondern in Leipzig
Prognostizierte Zunahme der Erwerbstätigkeit 2018. Grafik: Arbeitsagentur Sachsen

Grafik: Arbeitsagentur Sachsen

Für FreikäuferDie Lausitz kommt nicht drin vor. Als gäbe es sie in der Statistik der sächsischen Arbeitsagentur nicht. Keine Werksschließung bei Siemens oder Bombardier oder in der Braunkohlesparte. Tatsächlich verheißt die sächsische Arbeitsagentur Sachsen für das nächste Jahr einen weiteren Anstieg der Beschäftigung. Aber davon profitieren andere Regionen.