Eintracht Frankfurt vs. RB Leipzig 2:2 – RBL gibt erneut eine komfortable Führung aus der Hand

Für alle LeserRB Leipzig hat erneut späte Gegentore kassiert und damit einen komfortablen Vorsprung aus der Hand gegeben. Bei Eintracht Frankfurt führten die Rot-Weißen kurz vor Schluss mit 2:0, kamen am Ende jedoch nur zu einem 2:2-Unentschieden. Bereits vor einer Woche verspielten die Rasenballer gegen Bayern München eine Zwei-Tore-Führung. Der Bundesliga-Neuling beendet seine erste Saison als Tabellenzweiter und darf sich nun auf die Champions League freuen.
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Dass Orban in der Innenverteidigung erneut fehlen würde, war bereits bekannt. Zudem ließ RBL-Cheftrainer Ralph Hasenhüttl die beiden Stammkräfte Compper und Werner zu Beginn auf der Bank. Stattdessen kam im Angriff Burke zum Einsatz. Schmitz spielte auf der rechten Abwehrseite, Ilsanker rückte in die Innenverteidigung. Auf der linken Seite setzte Hasenhüttl erneut Bernardo ein.

Die ungewöhnliche Konstellation in der Abwehr wirkte sich spürbar auf das Spielgeschehen aus. Frankfurt dominierte zunächst das Geschehen und profitierte von Unsicherheiten in der RBL-Defensive. Bereits nach fünf Minuten kam Hrgota nach einer Ecke und einem verunglückten Schuss von Seferovic direkt vor Gulacsi an den Ball, schoss jedoch knapp links vorbei. Drei Minuten später tauchte Seferovic plötzlich frei vor dem RBL-Kepper auf, agierte aber erneut unglücklich – sein Schuss aus 14 Metern ging ebenfalls links vorbei.

Von den Rasenballern war bis weit in die erste Hälfte hinein offensiv nichts zu sehen. Doch dann eroberte Forsberg am Eintracht-Strafraum den Ball, passte steil auf Schmitz, der wiederum in die Mitte zu Sabitzer abgab. Der Österreicher hatte dann aus kurzer Distanz keine Mühe, zur überraschenden 1:0-Führung zu verwandeln (25.). Es war der erste von nur zwei Torschüssen der Gäste im ersten Abschnitt.

Marcel Sabitzer. Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche

Marcel Sabitzer. Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche

Frankfurt fand nun nicht mehr zu der Dominanz vor dem Gegentreffer zurück. Lediglich einen Kopfball von Seferovic in der 40 Minute, der deutlich das Tor verfehlte, brachten sie noch zustande. Die Eintracht hatte am Ende der ersten Halbzeit zwar acht Schüsse zu verzeichnen, jedoch ging kein einziger davon direkt aufs Tor.

Der zweite Durchgang begann vielversprechend für RBL. In der 56. Minute sprang Poulsen nach einer Forsberg-Ecke mit hohem Bein Richtung Ball und verwandelte zum 2:0. Kurz darauf schoss die Eintracht zum ersten Mal aufs Tor: Oczipkas Volleyabnahme aus 25 Metern landete direkt in den Händen von Gulacsi (59.). Vier Minuten später versuchte es der Defensivspieler erneut, schoss aber deutlich drüber.

Danach hatten die Leipziger das Spiel lange unter Kontrolle. In der 80. Minute hatte Sabitzer sogar die Möglichkeit, die Führung auszubauen, scheiterte jedoch an SGE-Keeper Hradecky. Stattdessen gelang Frankfurt der Anschlusstreffer, der ähnlich unerwartet kam wie die Führung der Gäste: Der eingewechselte Vallejo rannte der RBL-Abwehr davon und schob den Ball sanft an Gulacsi vorbei ins Tor (83.). Doch damit nicht genug: Der ebenfalls eingewechselte Blum durfte in der 90. Minute ungestört aufs Tor zulaufen und verwandelte zum späten Ausgleich. Immerhin blieb es diesmal – im Gegensatz zum Spiel gegen die Bayern – beim Unentschieden.

RB Leipzig beendet die Saison auf dem zweiten Tabellenplatz. Im August stehen in Pokal und Liga die nächsten Pflichtspiele auf dem Programm, anschließend folgt die Champions-League-Premiere. Am 3. Juli ist Trainingsauftakt nach der nun folgenden Sommerpause.

Die Statistik zum Spiel

Eintracht Frankfurt:
Hradecky – Varela (71. Meier), Hector, Abraham (C), Oczipka, Tawatha (63. Vallejo) – Chandler, Fabián, Gacinovic – Seferovic, Hrgota (77. Blum)

RB Leipzig:
Gulácsi – Schmitz, Ilsanker, Upamecano, Bernardo – Keita, Demme (C) – Sabitzer, Forsberg – Burke (66. Kaiser), Poulsen (83. Selke)

Schiedsrichter:
Dr. Felix Brych (München)

Tor:
0:1 Sabitzer (25.), 0:2 Poulsen (56.), 1:2 Vallejo (83.), 2:2 Blum (90.)

Gelbe Karten:
Fabián | Kaiser, Selke

Zuschauer:
51.000 in der Commerzbank Arena (darunter 2.600 RBL-Fans)

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