430 Teilnehmer „flitzen“ für Leipziger Kinder + Video

Für alle LeserEs ist wahrscheinlich die entspannteste Sportveranstaltung der Stadt. Beim Beneflitz geht es nicht um den Sieg oder um schnelle Zeiten, sondern darum, die 500 Meter lange Laufrunde im Clara-Zetkin-Park zumindest ein paar Mal zu bewältigen. Denn jede einzelne Runde spielt Geld ein, durch das Kinder – deren Eltern es sich sonst nicht leisten könnten – in die Ferien fahren können. Am Samstag gab es die 6. Auflage des von Leipziger Kinderstiftung und Johanniter-Unfall-Hilfe organisierten Spendenlaufes.

„Wir haben beste Rahmenbedingungen und freuen uns, dass heute so viele Starter gekommen sind, um mit ihrem Einsatz etwas Gutes zu tun für die Kinder dieser Stadt“, freute sich Alexander Malios, Vorsitzender der Leipziger Kinderstiftung. Traditionell eine Woche vor den großen Sommerferien geht der Beneflitz über die Bühne, damit für so einige Kinder der Traum von einer Ferienreise kein Traum bleiben muss.

Bereits im Vorfeld des diesjährigen Laufes hatten die Organisatoren für diesen Zweck rund 16.000 Euro einsammeln können. Jetzt ist es an den Teilnehmern und ihren Unterstützern, die Summe noch stattlich nach oben zu korrigieren. „Ich denke, dass wir auf alle Fälle die 20.000er Marke knacken werden“, ist sich Malios sicher. Freuen wird es zum Beispiel den Mühlstraße 14 e. V. und die August-Bebel-Grundschule, die jedes Jahr von der Kinderstiftung unterstützt werden.

Drei Stunden lang tobte der Beneflitz durch den Clara-Park. Während dieser Zeit konnte jeder ganz nach eigener körperlicher und konditioneller Verfassung Runden sammeln. Ob das im Sprint oder per entschleunigtem Spaziergang mit mehreren Getränke- und Raucherpausen geschah, spielte dabei keine Rolle.

Sogar Kinderwagen durften mit auf die Strecke. Einen davon schob Karsten Günther, Geschäftsführer der DHfK-Handballer. Sohn Anton genoss die Ausfahrt bestens. „Der Kleine saß in der Kutsche und hat den Leuten fröhlich gewunken“, freute sich Günther, der mit seiner ganzen Familie am Start war – und die DHfK-Familie gleich mitbrachte. Etwa 50 Handballer aus den Nachwuchsteams und auch Bundesliga-Trainer André Haber gaben ihr Bestes, um Runden zu schrubben.

Erstmals hatte der SC DHfK die Schirmherrschaft für das Beneflitz übernommen. „Wir sind schon zehn Jahre lang in Kooperation und haben viel zusammen gemacht. Als dieses Jahr die Frage aufkam, ob wir die Schirmherrschaft übernehmen wollen, habe ich selbstverständlich ‚Ja‘ gesagt“, so Karsten Günther. „Es ist für uns eine Ehre, denn das hier ist ein Veranstaltung im Herzen von Leipzig, die mittlerweile Strahlkraft besitzt. Und wenn wir unseren Teil dazu beitragen können, dass möglichst viele mitmachen und eine große Spendensumme zusammenkommt, dann ist es umso schöner.“

Etwa 17 Runden steuerte Günther zum Gesamtergebnis bei, die er sich redlich erarbeiten musste. Doch am Ende waren die Qualen schnell vergessen: „Wenn man sieht, wer hier alles mitmacht, von jung bis alt, egal ob gehend, joggend oder sprintend, da geht einem das Herz auf. Dann spürt man selber auch keinen Schmerz mehr.“

Mehr Informationen:
https://leipziger-kinderstiftung.de
www.johanniter.de/leipzig

* Video *SC DHfK LeipzigKinderstiftungJohanniterBeneflitzSpendenlauf
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Bilden Leipziger Straßennamen tatsächlich nur ein öffentliches Stadtgedächtnis?
Die viel befahrene Jahnallee. Foto: LZ

Foto: LZ

Für alle LeserMittlerweile beschäftigen ja eine ganze Reihe Anträge zu Straßenumbenennungen den Leipziger Stadtrat, nachdem der Anfang des Jahres schon der Umbenennung der Arndtstraße zustimmte. Zu jedem dieser Anträge verfasst das Dezernat Allgemeine Verwaltung in der Regel eine Stellungnahme – in der Regel ablehnend, weil seit 1999 so eine Art Stillhalteabkommen gilt, nachdem Verwaltung und Stadtrat eine Kompromissformel gefunden hatten, um die Umbenennungswelle der 1990er Jahre zu beenden.