Die Woche: Klassenerhalt für ATV-Hockeyfrauen, EM-Halbfinale für Handballer futsch

Für alle LeserRiesiger Jubel beim ATV Leipzig. Die Frauen sicherten sich am Samstag mit einem Last-Minute-Tor den Verbleib in der Hallenhockey-Bundesliga. Durchwachsen lief es für die DHB-Handballer, die in dieser Woche gleich drei EM-Spiele zu absolvieren hatten. Für Rasenballsport hat die Fußball-Bundesliga wieder begonnen, während die Regionalligisten Lok und Chemie jeweils noch zwei Testspiele absolvierten.

Hallenhockey

Für die ATV-Frauen war der letzte Spieltag in der Hallenhockey-Bundesliga eine nervenzerreißende Angelegenheit. Als Tabellenletzter war das Team von Trainer Christian Hufnagl selbst bei einem Sieg gegen den Osternienburger HC auf die Schützenhilfe der Zehlendorfer Wespen angewiesen. Diese gastiertet zeitgeich beim TC Blau-Weiß, welcher für einen Leipziger Klassenverbleib keinesfalls gewinnen durften.

Der ATV kämpfte wacker, ging 1:0 (8.) in Führung, geriet jedoch in der 2. Halbzeit mit 1:2 (35.) ins Hintertreffen. Kurz darauf ging im Parallelspiel auch Blau-Weiß mit 2:1 in Führung. Da sah es nicht gut aus für die Leipzigerinnen. Dann glich Zehlendorf aus, und der ATV Leipzig tat es ihnen sieben Minuten vor dem Ende gleich. Aber es musste unbedingt ein Sieg her. Es war schließlich Kapitänin Maxi Benedix, die eine Minute vor dem Abstieg mit ihrem Treffer zum 3:2 Jubelstürme in der Leipziger Brüderhalle auslöste.

Handball

Bei der Handball-Europameisterschaft hatte das DHB-Team – mit dem Leipziger Philipp Weber – diese Woche drei Partien auf der To-do-Liste. Zunächst galt es am Montag in Trondheim, gegen Lettland die letzte Vorrunden-Aufgabe erfolgreich zu lösen. Lange Zeit sah es nach einer sicheren Angelegenheit aus, doch wurde es zum Ende hin noch unnötig brenzlig. Deshalb fiel der Jubel nach dem 28:27 (16:11)-Erfolg auch eher spärlich aus. Aber zumindest war die Hauptrunde erreicht.

Nach ihrem Umzug nach Wien zeigten sich die Deutschen am Donnerstag in der ersten Hauptrunden-Partie gegen Weißrussland wie ausgewechselt. Durch einen furiosen Auftritt – bei dem Philipp Weber vier Tore erzielte – siegten sie klar mit 31:23 (18:11) und hielten die Flamme der Halbfinal-Hoffnungen am brennen.

In der nächsten Partie am Samstag wurden diese Hoffnungen von Kroatien jedoch direkt wieder zunichte gemacht. Wieder lieferte Deutschland eine starke Vorstellung – wieder mit vier Weber-Toren – und führte zur Halbzeit mit 14:11. Doch in der zweiten Hälfte bogen die noch ungeschlagenen Kroaten das Spiel um und besiegten das DHB-Team ganz knapp mit 25:24. Das Halbfinale ist für die Deutschen damit quasi abgehakt, nun kann zumindest noch der 5. Platz erkämpft werden.

Für die Handballer des SC DHfK brachte die Woche gute Nachrichten: Die Leipziger bekamen zum vierten Mal das Jugendzertifikat mit Stern der Handball-Bundesliga GmbH verliehen. Dieses würdigt die hervorragende Nachwuchsarbeit der Grün-Weißen.

Das Bundesliga-Team hat indes hat ein mehrtägiges Trainingslager in der Sportschule Barsinghausen erfolgreich hinter sich gebracht. Cheftrainer André Haber sieht seine Grün-Weißen auf einem guten Weg: „Ich bin insgesamt zufrieden mit dem, was wir umgesetzt haben und vor allem mit der Intensität“, lautet seine erste Bilanz, „wir sind sehr gut strukturiert unterwegs.“

Auf der Platte musste sich das SC DHfK-Team dann am Sonntag gleich dreimal beweise. Beim Peugeot Cup in Dessau besiegten die Leipziger zunächst den Drittliga-Nord-Ost-Tabellenführer vom Dessau-Roßlauer HV mit 16:13. Anschließend blieb die Haber-Truppe auch gegen den tschechischen Meister Talent Plzen mit 17:14 erfolgreich. Im Finale gab es schließlich gegen den TBV Lemgo Lippe ein Bundesliga-Duell. Leipzig hielt sich schadlos, siegte mit 16:14 und gewann damit den Peugeot Cup 2020.

Die Handballerinnen des HC Leipzig mussten in der 2. Bundesliga nach zuletzt drei Siegen in Folge am Sonntag eine ärgerlich Heimniederlage hinnehmen. Gegen die TG Nürtingen brachten die Blau-Gelben auch eine zwischenzeitlich 5-Tore-Führung (18:13/ 38.) nicht über die Runden. In einer dramatische Schlussphase gelang den Gästen innerhalb der letzten drei Spielminuten ein 3:0-Lauf, wodurch Nürtingen die Partie zu seinen Gunsten drehte und am Ende mit 25:23 gewann. Der HCL verbleibt in der Tabelle dennoch vorerst auf dem 9. Platz.

Fußball

In der Fußball-Bundesliga ist das Team von Rasenballsport Leipzig am Samstag erfolgreich in die Rückrunde gestartet. Der Tabellenführer lag im eigenen Stadion gegen den 1. FC Union Berlin zur Halbzeit zwar noch mit 0:1 zurück, doch traf in der zweite Hälfte noch dreimal. Zwei dieser Tore zum 3:1-Sieg steuerte Timo Werner bei.

Unterdessen bereiten sich die Regionalligisten von Lok und Chemie in Testspielen noch auf die Rückrunde vor. Der 1. FC Lok Leipzig empfing am Donnerstag den Oberligisten FC Grimma und gewann in einer torreichen Begegnung mit 5:3 (2:1). Matthias Steinborn und Djamal Ziane trafen dabei jeweils doppelt. Beim nächsten Test am Samstag schlugen sich die Blau-Gelben beim Drittligisten FC Carl Zeiss Jena achtbar. Lok führte zur Halbzeit durch einen frühen Treffer von Stephane Mvibudulu mit 1:0, musste im zweiten Durchgang aber noch zwei Gegentore hinnehmen.

Auch die BSG Chemie Leipzig testete zweimal. Am Dienstag trennten sich die Leutzscher vom Oberligisten Union Sandersdorf torlos. Ein Remis gab es auch in der Freitags-Begegnung gegen den Nord-Regionalligisten TSV Havelse. Hier stand es am Ende 1:1. Kurios: Bereits nach vier Minuten war dieser Endstand in trockenen Tüchern. Torben Engelking hatte Havelse in der 2. Minute in Führung gebracht, Chemie glich in der 4. Minute durch Manuel Wajer aus.

Volleyball

Was lange währt, wird endlich gut. Die Volleyballer der L.E. Volleys haben am Samstag in ihrer Zweitliga-Partie beim FT 1844 Freiburg Ausdauer und Nervenstärke bewiesen. In fünf Sätzen gingen die Leipziger nach zweieinhalb Stunden Spielzeit mit 3:2 (23:25, 25:22, 26:24, 14:25, 16:14) als Sieger vom Feld. Durch diesen Erfolg konnten sich die Volleys vorerst mit vier Punkten von den Abstiegsplätzen absetzen.

Eishockey

In der Eishockey-Oberliga brachte der Ausflug der Icefighters Leipzig am Freitag zu den Hannover Indians weder eigene Tore noch Punkte. Die Leipziger mussten sich beim Tabellennachbarn mit 0:3 geschlagen geben. Hannover hatte in jedem Drittel jeweils einmal zugeschlagen. Im Heimspiel gegen Tabellen-Schlusslicht Krefelder EV 81 war am Sonntag dann für die Icefighters ein Heimsieg Pflicht. Doch dieses Vorhaben ging leider schief.

Zwar sorgte Antti Paavilainen mit seinem 1:0 (3.) für einen Leipziger Traumstart, doch schon wenig später glichen die Gäste aus (9.) und schockten die Leipziger zu Beginn (21.) und am Ende (38.) des 2. Drittels mit weiteren Gegentoren. Im letzten Abschnitt trafen die Icefighters dann nur noch zum 2:3-Anschlusstreffer (57.) und verließen das Eis erneut als Verlierer.

Die Woche: Gemischte Gefühle bei den Ballsportarten und Südostdeutsche Meister

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