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Blühwiesen

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Borna: Eine Blühwiese in der Leipziger Straße

In der südlichen Leipziger Straße auf Höhe der Straße Angerberg legt die Stadt Borna auf einer vorhandenen Verkehrsinsel in diesem Jahr eine Blühwiese an. Zentral im Kreuzungsbereich der beiden Straßen gelegen, entsteht so ein natürliches Refugium für zahlreiche Insekten.

Frisch angesäte Blühwiese im Johannapark. Archivfoto: Ralf Julke

Der Stadtrat tagte: Leipzig bekommt mehr Blühwiesen + Video

Es gibt Themen, bei denen kann man zuschauen, wie sich alte, als selbstverständlich betrachtete Sichtweisen nach und nach auflösen und Stadtratsanträge, die noch vor wenigen Jahren nicht mal ein Schulterzucken in der Ratsversammlung ausgelöst hatten, auf einmal selbst die Verwaltung in Bewegung bringen. So wie bei den Blühwiesen in Leipzigs Grünanlagen, die es vor vier Jahren überhaupt noch nicht gab. Aber dann kamen ja bekanntlich drei knackeheiße Jahre hintereinander.

Gemähte Wiese im Palmengarten. Foto: Ralf Julke

Wiese statt Steppe: Grüne fordern ein anderes Mahdregime auf Leipzigs Wiesen

Wahrscheinlich gehen die Zeiten jetzt so langsam vorbei, als es noch vernünftig war, die Wiesen in Leipziger Parks regelmäßig kurzzutrimmen, damit sie schöner kurzer Rasen wurden. Denn mit der Klimaerwärmung kommen auch die Rückzugsräume der Insekten immer mehr unter Druck. Wenn sie in Städten wie Leipzig überhaupt überleben wollen, brauchen sie mehr Blühwiesen. Die beantragte jetzt die Grünen-Fraktion.

Blühfläche bei Dreiskau-Muckern. Foto: Stephan Schürer

StattErnte: Blühpatenprojekt in Dreiskau-Muckern kann beginnen

Wir leben in einer Zeit, in der die Biodiversität durch die Vernichtung von Lebensräumen und Klimawandel weltweit dramatisch abnimmt. Die Überschrift des 5. Global Biodiversity Outlook der UN vom 18. August 2020 lautete: „Menschheit am Scheideweg“. Diesem umfassenden Bericht zufolge kann unser Planet ein weiteres ungebremstes Fortschreiten des katastrophalen Zusammenbruchs der biologischen Vielfalt nicht länger bewältigen.

Blühbeet in der Windmühlenstraße. Foto: Ralf Julke

LeipzigGrün empfiehlt, sich mit Leipziger Blütenmischung eine eigene Insektenwiese zu schaffen

LeipzigGrün setzt sich normalerweise für lauter Dinge ein, die Menschen zusammen im Grünen unternehmen: gemeinsam gärtnern, pflanzen, Landwirtschaft betreiben, Grünoasen schaffen. Doch das alles ist jetzt aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen nicht möglich. Obwohl es draußen jetzt grünt und blüht. Was tun? Michael Berninger, Leiter des Fachbeirats von LeipzigGrün meint: „Wir gärtnern zu Hause.“

Viel zu selten in Leipzig: richtige Blühbeete. Foto: Ralf Julke

SIB startet mit den Vorbereitungen für weitere »Blühwiesen«

Das Thema Umwelt- und Artenschutz hat in der sächsischen Bau- und Liegenschaftsverwaltung einen hohen Stellenwert. So wurden in den vergangenen Jahren insbesondere in Dresden bereits Grünflächen – beispielsweise an der TU Dresden oder auch der HTW Dresden – durch den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) als Blühwiesen bewirtschaftet. Dies wird in den kommenden Jahren noch weiter intensiviert und auf weitere Städte im Freistaat Sachsen ausgeweitet.

Im Vordergrund eine Blühwiese, im Hintergrund eine konventionelle Rasenfläche vor Wohnblöcken im Stadtteil Nord. Foto: Stadt Delitzsch/ Nadine Fuchs

Auch in Delitzsch blühen jetzt die Schmetterlingswiesen

Nicht nur in Leipzig, auch im benachbarten Delitzsch nimmt man die Gefährdung der Insekten ernst. In der „aufgeräumten“ Stadt finden Insekten viel zu wenig Nahrung, ihr Lebensraum schwindet. Es fehlen die blühenden Wiesen. Die Industrialisierung der Landwirtschaft sowie die Flächenversiegelung durch Industrie und Privathaushalte sind Hauptgründe für den Rückgang von Blühwiesenflächen in Deutschland.

Kinder aus der Marschnerstraße dürfen die Blütensamen aussäen. Foto: Ralf Julke

Im Clara-Zetkin-Park wurde am Dienstag der erste Blühstreifen für Leipzig angelegt

Das Jahr 2018 war geprägt von der großen Diskussion über das Insektensterben. Es gibt zwar viele wahrscheinliche Ursachen für das Insektensterben. Aber ganz zentral ist der Verlust ihrer Lebensräume. Auch in Leipzig werden wilde Brachen und Wiesen immer mehr zu Betonwüsten oder englischem Kunstrasen ohne Blumen und Blüten. Die Grünen beantragten deshalb einen „Maßnahmenkatalog zum Schutz von Wild- und Honigbienen in Leipzig und Umgebung“. Das Umweltdezernat lud am Dienstag, 2. April, zur Anlage des ersten Blühstreifens ein.

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