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Housing First

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Erst die Wohnung, dann die Probleme: Wie Leipzig gegen Obdachlosigkeit vorgeht

Am 28. April 2021 hat der Leipziger Stadtrat das Modellprojekt „Eigene Wohnung“ beschlossen – und damit eine Kehrtwende vom bisher herkömmlichen Weg zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit in Leipzig. Das Projekt geht die Ursachen, wie Verschuldung, Sucht- und psychiatrische Erkrankungen, sozusagen „mit einem Dach über dem Kopf“ an.

Simone Lang, SPD Sachsen. Foto: Götz Schleser

Simone Lang (SPD): Halt geben und nicht wegsehen – Wohnungslosigkeit aktiv angehen

Simone Lang, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, am Donnerstag zur Förderung des Modellprojekts „Eigene Wohnung“ der Stadt Leipzig durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt: „Knapper Wohnraum vor allem in den großen Städten und steigende Mieten ist eines der Themen, das viele Mieterinnen und Mieter und die Kommunen zunehmend beschäftigt.“

Die eigene Wohnung für einen Neuanfang. Foto: Ralf Julke

Der Stadtrat tagt: Modellprojekt soll Obdachlose in eigenen Wohnraum vermitteln

Wie hilft man Menschen sinnvoll, die obdachlos auf der Straße leben? Mit dem Modellprojekt „Eigene Wohnung“ möchte die Stadt insbesondere obdachlose Personen mit multiplen Problemlagen erreichen. Dazu gehören auch suchtkranke und psychisch kranke Personen. Teilnehmende müssen keine Abstinenz oder Therapiebereitschaft vorweisen. Personen, die besonders stark ausgegrenzt sind und mit anderen bestehenden Hilfeangeboten weniger gut erreicht werden, sollen bevorzugt in das Projekt aufgenommen werden. Der Stadtrat gab dem Vorhaben am Mittwoch grünes Licht.

Katharina Krefft (Grüne). Foto: LZ

Housing First wird in Leipzig angeboten

Auf Initiative der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wird nach 2,5 Jahren das Angebot von ‚Housing First‘ eingerichtet. Im Rahmen der von unserer Fraktion initiierten Wohnungslosen-Konferenz hatten wir unterstützende Hinweise zu diesem Ansatz aufgegriffen und beim wohnungspolitischen Konzept beantragt. Der Stadtrat gab daraufhin den Auftrag an die Stadtverwaltung, den neuartigen Weg der Hilfe für Wohnungslose zu gehen.

Thomas Fabian (SPD), Sozialdezernent Leipzigs. Foto: LZ

Modellprojekt „Eigene Wohnung“ für obdachlose Personen

Eine eigene Wohnung ist das oberste Ziel der Hilfen für wohnungslose Menschen in Leipzig. Bezahlbare Wohnungen sind in Leipzig aber inzwischen knapp. Daher soll ab dem Sommer der Ansatz „Housing First“ erprobt werden – mit dem Modellprojekt „Eigene Wohnung“. Dies wurde in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters auf Vorschlag von Bürgermeister Thomas Fabian auf den Weg gebracht. Jetzt muss noch der Stadtrat zustimmen.

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