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Thema

Stasi-Unterlagen

Leipzig ist idealer Ort für die Auseinandersetzung mit Stasi-Akten, Bürgerrechten und Demokratie

Die Stadt Leipzig begrüßt die Neu-Organisation der Stasi-Unterlagenbehörde und die damit verbundene Professionalisierung der Dokumentation und Forschung in den ostdeutschen Bundesländern. Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte: „Wir wollen auf dem ehemaligen Matthäikirchhof in den nächsten Jahren ein ‚Forum für Freiheit und Bürgerrechte‘ entwickeln, in dessen Zentrum ein modernes und bürgeroffenes Archiv für die Stasi-Unterlagen steht.“

Entscheidung für sächsischen Archivstandort in Leipzig hat Sachsens Regierung wohl schon 2016 getroffen

Zum Unmut, der derzeit durch die politischen Landschaften Ostdeutschlands wabert, gehört auch die Unzufriedenheit mit einem Politikstil, der nichts erklärt, der wichtige Entscheidungen im Hinterzimmer fällt und dann trotzdem so tut, als sei man mit seiner Kommunikationsfaulheit in irgendeiner Weise „volksnah“. Das war dann auch am Mittwoch, 19. Juni, Thema in einem Landtagsausschuss, der sich mit dem künftigen Standort der sächsischen Stasi-Akten beschäftigte.

Stasi-Akten bleiben in Sachsen

Zum gestern in Berlin vorgestellten Konzept für 'Die Zukunft der Stasi-Unterlagen' des Bundesbeauftragten (BStU) erklärt Katja Meier, demokratiepolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag: "An den jetzt in Sachsen anstehenden Entscheidungen muss der Landtag beteiligt werden. Die Debatte über den Umgang mit den Stasi-Akten gehört in die Öffentlichkeit und darf nicht allein zwischen dem Bundesbeauftragten und der Staatsregierung verhandelt werden."

Unterwegs im Archiv – Kostenlose Führungen jeden letzten Mittwoch im Monat

Es war kein Zufall, dass sich der Zorn der Demonstranten im Herbst ´89 besonders gegen die Stasi richtete. Der riesige Überwachungsapparat agierte im Geiste Mielkes, der seinen Generälen eingeschärft hatte: „Genossen, wir müssen alles wissen!“.

Kabinett beschließt Bundesratsinitiative zum Erhalt der sächsischen Standorte der Stasi-Unterlagen-Behörde

Das Kabinett hat heute beschlossen, einen Entschließungsantrag zum Erhalt der sächsischen Standorte der Stasi-Unterlagen-Behörde in den Bundesrat einzubringen. Die Bundesregierung wird darin aufgefordert, sich bei der zukünftigen Strukturierung der Behörde für den Erhalt der bestehenden Außenstellen einzusetzen. Justizminister Sebastian Gemkow: „Es gehört zu den großen Errungenschaften der friedlichen Revolution, dass Opfer der SED-Diktatur persönlich ihre Akten einsehen können. Deshalb setzen wir uns für eine ortsnahe Akteneinsicht ein. Die Aufarbeitung muss dort möglich bleiben, wo das Unrecht geschah.“

Zum Tag des offenen Denkmals öffnen drei authentische Orte der SED-Diktatur

Das Bürgerkomitee bemüht sich in Leipzig um den Erhalt von insgesamt drei authentischen Orten der SED-Diktatur. Auf dem Areal der ehemaligen Bezirksverwaltung für Staatssicherheit in Leipzig gibt es neben den Büros der Stasi-Offiziere, in denen die Ausstellung „Stasi-Macht und Banalität“ gezeigt wird, noch wesentlich mehr original erhaltene Räumlichkeiten vom Schutzbunker im zweiten Keller des Neubaus bis zum Stasi-Kinosaal und der Kegelbahn im Saalbau neben der „Runden Ecke“.

Informationstag zu persönlicher Akteneinsicht und Rehabilitierung von DDR-Unrecht

Zu einem Beratungstag in das Ratszimmer des Rathauses Delitzsch, Markt 3 lädt die Außenstelle Leipzig des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) am 29. September 2016 gemeinsam mit dem Sächsischen Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (LStU) ein.

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