Neues von den Leipziger Musikverlagen im Schumann-Haus hören

Das Schumann-Haus wird wieder zu einem Zentrum der Salon-Kultur in Leipzig! Neben den musikalischen Veranstaltungen hält auch das Wort Einzug in den historischen Schumann-Saal in der Beletage der Inselstraße 18. Wo einst Clara und Robert Schumann ihre Gäste empfingen, mit ihnen musizierten und diskutierten, wird diese Atmosphäre mit zwei neuen Formaten wiederbelebt: Der Entdeckersalon richtet dreimal im Jahr den Blick auf die Leipziger Musikverlage und präsentiert Komponisten unserer Zeit. In Krämers Gedankensalon diskutieren Chansonnier Sebastian Krämer und Philosoph Felix Krämer mit Persönlichkeiten aus Literatur, Forschung oder Publizistik.

In der ersten Ausgabe des Entdeckersalons am 15. Februar, 19 Uhr, stellen die Geschäftsführerin des Friedrich Hofmeister Musikverlags Stefanie Clement und der Leiter des Schumann-Hauses Gregor Nowak die Komponistin Beatrix Becker vor. Als studierte Klarinettistin, Pianistin und Musikwissenschaftlerin wandelt sie nicht nur als Musikern – solistisch oder mit Band – zwischen den Welten.

Auch ihre kompositorische Handschrift lebt von einem breiten Spektrum, frei von Genregrenzen, das wie geschaffen ist, Brücken zu bauen. Durch ihr Projekt Bridges of Music unternahm sie u.a. eine Konzert- und Bildungsreise von New York über London nach Berlin und wurde als Botschafterin Berlins nach Istanbul eingeladen. Sie konzertierte in Los Angeles zum 50-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft LA-Berlin sowie zum Gala-Dinner „30 Jahre friedliche Revolution – Mauerfall“ im Berliner Bodemuseum. Beatrix Becker wählte für den Entdeckersalon Werke für Klarinette / Bassklarinette und Klavier bzw. Bandoneon aus.

Begleitet wird sie im Entdeckersalon von der Pianistin und Bandoneonistin Judith Brandenburg. Der 1807 in Leipzig gegründete Musikalien- und Buchverlag befindet sich noch heute in Familienbesitz. Das Verlagsprogramm umfasst Ausgaben für nahezu alle Orchesterinstrumente sowie für Klavier, Orgel, Blockflöte, Gitarre, Mandoline und Akkordeon sowie ein umfangreiches Angebot an Chorliteratur. Doch nicht nur die Tradition, sondern auch die Gegenwart prägt das Profil des Verlages.

So wie sich der Verlagsgründer einst für die Komponisten seiner Zeit engagierte, setzt sich der Hofmeister Verlag bis heute für zeitgenössische Musik ein. Zwei weitere Entdeckersalons sind für dieses Jahr geplant: Am 6. Juni präsentiert Breitkopf & Härtel Isabel Mundry und am 24. Oktober widmet sich Edition Peters Rebecca Saunders.

ÜBER DEN FRIEDRICH HOFMEISTER MUSIKVERLAG

Im April 1807 eröffnet Friedrich Hofmeister in Leipzig einen Musikalien- und Buchverlag, der bis zum heutigen Tage in Familienbesitz ist. 1996 kehrt der Verlag als erster ehemaliger Leipziger Musikverlag nach der Wiedervereinigung endgültig nach Leipzig zurück. Friedrich Hofmeister war eine außerordentlich vielseitige Persönlichkeit, die sich auch nachdrücklich für allgemeine Belange der Verleger und Musikalienhändler einsetzte. Auf sein Betreiben wird 1829 die Conventional-Acte zum Schutz gegen unerlaubten Nachdruck von allen führenden Musikverlegern der Zeit unterzeichnet.

Untrennbar verbunden ist der Verlagsname auch mit der Herausbildung des deutschen Bibliographiewesens: 1819 erscheint im Verlag das „Handbuch der musikalischen Litteratur“, und ab 1829 die Musikalisch-Literarischen Monatsberichte sowie deren Zusammenfassungen, die Jahresverzeichnisse der Musikalien und Musikschriften, die noch bis 1990 erscheinen. V

on Anfang an sind nahezu alle wichtigen Komponisten der Zeit vertreten: Neben Namen wie Beethoven, Cherubini, Hoffmeister, Weber, Hummel oder Chopin, finden sich viele weitere Namen. Jungen Komponisten gab er durch die Veröffentlichung ihrer Frühwerke die Chance, sich bekannt zu machen. Erstmals in Deutschland erschienen im Hofmeister Verlag u.a. die Frühwerke von Robert Schumann, Clara Wieck-Schumann und anderen Komponisten.

Am Profil des Hofmeister Verlages hat sich nie Grundsätzliches geändert hat. Heute umfasst das Verlagsprogramm Ausgaben für nahezu alle Orchesterinstrumente sowie für Klavier, Orgel, Blockflöte, Gitarre, Mandoline und Akkordeon, außerdem ein umfangreiches Angebot an Chorliteratur. Doch nicht nur die Tradition, sondern auch die Gegenwart prägt das Profil des Verlages; so wie sich der Verlagsgründer einst für die Komponisten seiner Zeit engagierte, setzt sich der Hofmeister Verlag bis heute für zeitgenössische Musik ein.

ÜBER DAS SCHUMANN-HAUS

Willkommen bei den Schumanns zu Hause! Mit seiner neuen Dauerausstellung beherbergt das Schumann-Haus das erste Museum, das einem Musikerpaar gewidmet ist. Mittels Hörfeatures, klangakustischen Installationen und multimedialen Collagen sowie einiger originaler Objekte, wie beispielsweise dem Abdruck von Clara Schumanns Hand, wird der Besucher eingeladen, in die Leipziger Zeit der Schumanns einzutauchen.

Ihre glücklichen ersten vier Ehejahre verbrachten Clara und Robert Schumann in dem von Friedrich August Scheidel 1838 im klassizistischen Stil errichteten Haus in der Inselstraße 18. An Claras 21. Geburtstag bezogen die frisch Vermählten ihr erstes gemeinsames Domizil in einem aufstrebenden neuen Stadtteil, der sich zum Zentrum des Buchgewerbes entwickelte. In der Beletage begrüßte das Künstlerpaar regelmäßig berühmte Persönlichkeiten wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt und Hector Berlioz.

Hier komponierte Robert Schumann einige seiner bedeutenden Werke, beispielsweise den Liebesfrühling op. 37 zusammen mit Clara, die Frühlingssinfonie op. 38, die Dichterliebe op. 48 sowie sein Klavierquintett op. 44, das seine Frau im Gewandhaus uraufführte. 1999 kaufte die Rahn Dittrich Group das Haus und begann mit der Restaurierung nach denkmalpflegerischen Richtlinien. Gemeinsam mit der Freien Grundschule „Clara Schumann“ und dem Schumann-Verein Leipzig e.V. entstand eine einzigartige Symbiose aus Museum, Veranstaltungsort und Ausbildungsstätte.

Schumann-Haus Leipzig | Inselstraße 18 | 04103 Leipzig

Entdeckersalon – Was beschäftigt die Leipziger Musikverlage? Neues hören und darüber sprechen! Samstag, 15. Februar, 19 Uhr

Beatrix Becker: Clarinet Tales & Charakterstücke
Der Gestiefelte Kater (Puss In Boots)
Inventing Love
On Pain
The Red Door
The Nine Lives Of la Gatita Loca
Man In The Moon
Childhood Forever
Christmas In Norway .

Beatrix Becker | Klarinette und Bassklarinette
Judith Brandenburg | Klavier und Bandoneon
Stefanie Clement | Moderation
Gregor Nowak | Moderation

Karten: 15/10 EUR (erm.) inkl. VVK-Gebühr in Kooperation mit dem Friedrich Hofmeister Musikverlag

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