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HauptnetzRad in Leipzig – Problemstelle Nr. 22: die William-Zipperer-Straße

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    Manchmal staunt man nur, wie alt manche Geschichte schon ist. Und dass es trotzdem noch eine Lösung gibt, für die in jeweiligen Ortsteil oft schon seit Jahren gekämpft wird. So wie im Stadtbezirk Altwest um eine Lösung für das ewige Problem der östlichen William-Zipperer-Straße. Die ist eigentlich auch von der Stadtverwaltung als Parallelroute für Radfahrer zur Georg-Schwarz-Straße gedacht. Nur bis zur Erich-Köhn-Straße duldete man bislang eher unzumutbare Unübersichtlichkeit. Das soll sich jetzt ändern, kündigt das Verkehrs- und Tiefbauamt an.

    Die Botschaft: Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wird am Montag, 4. Oktober, auf einem Teilabschnitt der William-Zipperer-Straße in Leipzig Leutzsch ein Radfahrstreifen markiert. Der Schutzstreifen ist 1,50 Meter breit und auf der westlichen Straßenseite zwischen Erich-Köhn-Straße und Demmeringstraße vorgesehen.Schon 2018 hatte der Stadtbezirksbeirat Altwest für diesen konkreten Abschnitt eine Lösung beantragt. Hier verengt sich die William-Zipperer-Straße, obwohl sie offiziell als Hauptroute bis zur Demmeringstraße definiert ist. An der Erich-Köhn-Straße hören die Radfahrstreifen einfach auf. Danach kommen Radfahrer/-innen nicht nur in einen engeren Straßenraum, sie bekommen es auch noch mit rechts und links geparkten Kraftfahrzeugen zu tun. Und an ein Ausweichen ist schlicht nicht zu denken.

    Dabei betont das VTA selbst:

    „Die William-Zipperer-Straße ist eine wichtige Radroute im HauptnetzRad und bietet eine Alternative für den überörtlichen Radverkehr, der sonst auf der sehr schmalen Georg-Schwarz-Straße geführt wird. Von der Erich-Köhn-Straße in Richtung Merseburger Straße darf die Georg-Schwarz-Straße jedoch nicht von Radfahrerinnen und Radfahrern befahren werden, da sie aufgrund der Straßenbahngleise an der Kreuzung zur Merseburger Straße nicht sicher geführt werden können.

    Bis zum derzeit noch nicht terminierten Umbau der Kreuzung wird hierfür nun in der William-Zipperer-Straße eine sicherere Alternative angeboten. Der Radfahrstreifen wird dabei nur auf der westlichen Seite eingerichtet, damit Autos auf der östlichen Straßenseite noch abschnittsweise halten können. Das Parken von Kfz ist dann im gesamten Straßenabschnitt nicht mehr möglich.“

    Da staunt man schon, wie lange es selbst zu diesem Schritt gedauert hat. Der aber zwangsläufig war. Nur tut sich Leipzigs Verwaltung schwer, wenn es um die Aufhebung von Stellplätzen geht, die eindeutig den sonstigen Verkehr behindern und an dieser schmalen Stelle auch gefährden. Aber ganz langsam ändert sich der Blick auf die ganz offensichtlichen Nöte im Radverkehr.

    Dr. Christoph Waack, der Radverkehrsbeauftragte der Stadt, erinnert an eine wichtige Neuregelung in der Straßenverkehrsordnung: „Der Radverkehr sowohl auf dem Schutzstreifen in südliche Richtung wie auch im Mischverkehr in nördliche Richtung darf von Kraftfahrzeugen nur mit einem Abstand von mindestens 1,50 Metern überholt werden. Bei Gegenverkehr muss die Geschwindigkeit an die des Radverkehrs angepasst werden. Für ein sicheres Miteinander im Straßenverkehr sollten alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen.“

    Die entsprechenden Markierungsarbeiten sind Teil des Aktionsprogramms Radverkehr, für das im Sommer und Herbst in insgesamt sechs Straßenabschnitten in Leipzig neue Radverkehrsanlagen mit einer Länge von fast sieben Kilometern realisiert wurden beziehungsweise werden, erläutert das VTA. So unter anderem in der Schomburgkstraße, der Karl-Heine-, sowie der Riesaerstraße. Die Gesamtkosten aller Maßnahmen belaufen sich auf 210.000 Euro und werden aus den vom Stadtrat beschlossenen Mitteln des Aktionsprogramms finanziert, auch Fördermittel sind beantragt.

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      2 KOMMENTARE

      1. Wenn man in Altlindenau schon mal anfängt, dem „ruhenden Kfz-Verkehr“ Flächen zu entziehen, kann man auf der östlichen Seite der Angerstraße und der nördlichen Seite der Erich-Köhn-Straße gleich weitermachen. Beide Straßen sind keine Einbahnstraßen, aber auf Grund der beidseitig parkenden Kfz in weiten Teilen nur in einer Richtung befahrbar. Regelmäßig kommt es zu Rückstaus und gefährlichen Überholmanövern, wenn Fahrradfahrer gefühlt „zu langsam“ unterwegs sind.
        In der Erich-Köhn-Straße wird dabei auch noch der nördliche Fußweg zugeparkt (der ohnehin in katastrophalem Zustand ist), sodass sogar Fußgänger mitunter gezwungen sind, auf der Fahrbahn zu gehen.
        In beiden Fällen gehört da jeweils ein einseitiges permanentes Halteverbot hin, gern stattdessen mit einem Schutzstreifen für den Radverkehr…

      2. Für alle, die wie ich mit der „östlichen“ Willam-Zipperer-Straße nicht so viel anfangen können: Hier geht’s um den Teil südlich der Erich-Köhn-Straße, im Bild ziemlich genau nach Süden verlaufend. Bei 1,50m Breite wird es nur ein „Schutzstreifen für den Radverkehr“ werden – so wie weiter nordwestlich.

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