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Am Montag, 1. März: Leipziger Shopping-Center zeigen rote Schaufenster

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    Seit zwei Wochen darf zwar mit „Click & Collect“ wieder eingekauft werden. Aber das hilft vielen Ladengeschäften etwa in der Leipziger Innenstadt nicht wirklich. Und nach vier Monaten zwangsweiser Schließung haben viele Ladenbetreiber erwartbarerweise die Nase voll, weil sich die verantwortlichen Politiker ganz unübersehbar keinen Kopf gemacht haben darüber, wie man Läden klug wieder öffnen könnte.

    Überlegungen gibt es genug. Und die meisten Kund/-innen hätten es auch längst akzeptiert, unter notwendigen Hygienebedingungen Einkaufen zu gehen, bis die Pandemie wirklich vorbei ist. Aber solche „Zeichen am Horizont“ gibt es nicht. Die eigentlich unaushaltbare Merkel-Methode, immer nur „auf Sicht“ zu fahren und keine Strategie für längerfristige Entwicklungen zu haben, zeitigt fatale Folgen.

    Darauf will die Initiative „Das Leben gehört ins Zentrum“ am Montag, 1. März, mit rot leuchtenden Schaufenstern aufmerksam machen. Denn mittlerweile geht es deutschlandweit an die Substanz der Innenstädte. Sie drohen zu veröden, während amerikanische Internet-Riesen das Geschäft an Land ziehen.

    Ohne Handel sehen die Städte ROT

    Am kommenden Montag, 1. März 2021, leuchten deshalb vier Leipziger Shopping-Center stellvertretend für den Leipziger Einzelhandel rot: ein mahnendes Zeichen für die schwierige Lage der Händler und für eine schnelle Wiedereröffnung der Geschäfte.

    Einkaufscenter, zahlreiche Geschäfte und Schaufenster in Deutschland leuchten am Montagabend rot – wie auch die beiden Leipziger innerstädtischen Center Höfe am Brühl und die Promenaden Hauptbahnhof sowie das Allee-Center und das Paunsdorf-Center. Unterstützer der Initiative sind in Leipzig auch unter anderem Breuninger und Mein Fischer.

    Mit der gemeinsamen Aktion wollen Händler deutschlandweit auf die existenzbedrohende Lage vieler Geschäfte und Handelsunternehmen infolge des anhaltenden Lockdowns aufmerksam machen und im Vorfeld der anstehenden Konferenz der Ministerpräsidenten für eine schnelle Öffnung des Einzelhandels werben.

    Auch die vier Leipziger Center beteiligen sich an der Aktion und werden am Montag mit Einbruch der Dunkelheit rot leuchten.

    „Mit der Aktion wollen wir ein klares Zeichen setzen und zeigen: Der Handel blutet aus und die Lebendigkeit der Städte ist in Gefahr! Viele Händler stehen mit dem Rücken zur Wand, der anhaltende Lockdown gefährdet zahlreiche Geschäfte in ihrer Existenz und Arbeitsplätze im Handel. Daher ist eine schnelle Öffnung der Geschäfte dringend erforderlich. Das geht nachweislich mit Sicherheit und Verantwortung: Zahlreiche Studien belegen, dass der Einzelhandel kein Infektionstreiber ist. Auch das Robert-Koch-Institut bewertet das Infektionsrisiko im Einzelhandel ausdrücklich als niedrig“, erklärt dazu Thomas Oehme, Centermanager der Promenaden Hauptbahnhof und Vorsitzender des City Leipzig Marketing e. V.

    Zudem haben die Geschäfte und Center bereits im vergangenen Jahr umfangreiche Hygiene- und Präventionskonzepte eingeführt, die auch weiterhin konsequent umgesetzt werden sollen.

    „Wir haben in Deutschland vielerorts noch eine lebendige Einkaufskultur in den urbanen Räumen. Dazu gehören neben Läden und Shopping-Centern natürlich auch Gastronomie, Kunst und Kultur. Wenn all das in unseren Städten verloren geht, ist das eine Veränderung, die von Dauer sein wird. Eine Wiederbelebung ist dann kaum mehr möglich“, ergänzt Robin Spanke, Centermanager der Höfe am Brühl Leipzig und zweiter Vorsitzender des City Leipzig Marketing e. V.

    „Die aktuell diskutierten ,Click & Meet‘-Angebote oder vergleichbare Ideen sind keine Alternative – im Gegenteil. Die Kosten für Personal und Ladenbetrieb sind zumeist höher als die Umsätze, sodass derartige Angebote die aktuellen Verluste nur weiter erhöhen würden“, geht Thomas Oehme auf das Ungenügen der aktuellen Zugeständnisse ein.

    Die Lichtaktion findet im Rahmen der Initiative „Das Leben gehört ins Zentrum“ statt, zu der sich zahlreiche namhafte Handelsunternehmen zusammengeschlossen haben – darunter auch die Shopping-Center-Betreiber ECE (in Leipzig mit den Centern Promenaden Hauptbahnhof und Allee Center) und Unibail-Rodamco-Westfield (in Leipzig mit den Centern Höfe am Brühl und Paunsdorf Center). Mit der Initiative setzen Sie sich für ein eine schnelle Wiedereröffnung des Handels und für lebendige, lebenswerte Städte ein.

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