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Schulbau in Leipzig: Baubeginn für 3. Grundschule ist jetzt für 2012 geplant

Ralf Julke
3. Grundschule in der Südvorstadt.
3. Grundschule in der Südvorstadt.
Foto: Ralf Julke
Die Jahre verstreichen. Die Zeit wird knapp für die Stadt Leipzig, den steigenden Bedarf an Grundschulplätzen zu sichern. In der Südvorstadt zeichnet sich schon seit langem ab, dass die Kapazitäten nicht ausreichen. Eigentlich hätte spätestens 2010 Baubeginn sein sollen für eine neue Schule. Jetzt wird es wohl 2012, teilt das Sozialdezernat mit.


Noch reichen die Kapazitäten in den im Stadtbezirk Süd zur Verfügung stehenden fünf Grundschulen. In den Ortsteilen Connewitz und Lößnig ist derzeit sogar noch eine leichte Überkapazität an Grundschulplätzen vorhanden, im Ortsteil Südvorstadt dagegen ist es jetzt schon eng, ab dem Schuljahr 2012/13 sind hier neue Grundschulplätze erforderlich.

"In den nächsten zehn Jahren wird insbesondere in den Ortsteilen Südvorstadt und Connewitz der Bedarf an Grundschulplätzen stark ansteigen", stellt das Dezernat fest. Die Ortsteile gehören zu jenen, die nicht nur seit über zehn Jahren beliebt sind bei den jungen Familien, die sich in den Gründerzeitquartieren der Stadt bevorzugt ansiedeln. Hier sind entsprechend auch die Kinderquoten höher als im Stadtdurchschnitt. Und da in der Südvorstadt der Familien-Boom schon früh begann, sind jetzt schon viele der Kinder im Grundschulalter. In Connewitz baut sich die Welle gerade auf: 7,7 Prozent der dort Wohnenden sind unter 6 Jahre alt.

Wobei ein Blick auf die amtliche Statistik zeigt, dass ähnliche Probleme gerade auch in anderen Ortsteilen entstehen. In Plagwitz, wo augenblicklich sogar 10,5 Prozent der Einwohner unter 6 Jahre alt sind, ist möglicherweise sogar noch ein kleiner zeitlicher Puffer vorhanden, in Gohlis-Mitte beginnt das Problem schon zu drängen (7,6 % der Einwohner sind unter 6 Jahre alt). Dort stand 2009 - zusammen mit der 3. Grundschule in der Südvorstadt - die Erich-Kästner-Schule als PPP-Projekt auf der Neubauliste. Der Versuch, ein ganzes Schulpaket über PPP abzuwickeln, scheiterte 2009 im Stadtrat.

Was zumindest für die CDU-Fraktion nicht bedeutet, die Sache fallen zu lassen: Seit April läuft ihr Antrag, Schulimmobilien in Leipzig dennoch in einem PPP-Modell zu sanieren und zu betreiben.

Platzt bald aus allen Nähten: 3. Grundschule in der Südvorstadt.
Platzt bald aus allen Nähten: 3. Grundschule in der Südvorstadt.
Foto: Ralf Julke

Dutzende Schulen müssen in Leipzig in den nächsten Jahren revitalisiert oder neu gebaut werden.

Um die Versorgung jetzt im Süden auszubauen, plant die Verwaltung ein Vorgehen in drei Schritten: Der Neubau der 3. Schule soll endlich realisiert werden, nachdem auch der Versuch, den Bau im Konjunkturpaket II der Bundesregierung unterzubringen, gescheitert war. Übergangsweise sollen zusätzliche Raumkapazitäten an der 3. Schule zur Verfügung gestellt werden - heißt im Klartext: Auch hier wird es - wie im Waldstraßenviertel - eine Containerlösung geben, um die gestiegenen Schülerzahlen aufzufangen.

Und es soll eine weitere Grundschule im Süden entstehen. Ein entsprechender Beschlussvorschlag soll dem Stadtrat nach der Sommerpause zur Entscheidung vorgelegt werden.

„Mit diesen aufeinander abgestimmten Baumaßnahmen machen wir einen entscheidenden Schritt für die Weiterentwicklung der Grundschullandschaft im Stadtbezirk Süd. Die bauliche Situation an der 3. Schule wird erheblich verbessert. Dort entsteht ein schönes neues Schulgebäude. Und die Zahl der Grundschulplätze in diesem Stadtgebiet kann in den kommenden Jahren deutlich erhöht werden“, erklärt Bürgermeister Thomas Fabian.


Bürgermeister Thomas Fabian.
Bürgermeister Thomas Fabian.
Foto: Matthias Weidemann
Die 3. Schule, Grundschule der Stadt Leipzig, soll bis zum Schuljahr 2014/15 einen Neubau mit integrierter Dreifeldsporthalle erhalten. Mit dem Neubau sollen künftig fünf Klassen pro Schuljahr Platz finden und eine Dreifeldhalle für den Schul- und Vereinssport entstehen. Die Sporthalle soll dann auch durch das Kantgymnasium mit genutzt werden.

Der Bau nördlich der jetzigen 3. Schule wird Schule, Hort und Sporthalle in einem karreeförmigen Gebäude beherbergen. Die Baudurchführung ist von Juli 2012 bis Juni 2014 geplant. Die Investition soll trotz der derzeit geplanten Kosten von 16,7 Millionen Euro eine Gesamtsumme von 15 Millionen Euro durch Optimierung der Baumaßnahme nicht überschreiten.

Während der Bauphase für den Neubau der 3. Schule sollen übergangsweise besagte "Kapazitäten in Leichtbauweise" bereitgestellt werden. Dadurch werden zusätzliche Räumlichkeiten an der 3. Schule geschaffen.

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Der Plan sieht weiterhin vor, bis zum Schuljahresbeginn 2016/17 eine weitere 4-zügige Grundschule mit Hort und Einfeldhalle im Gebiet Südvorstadt zu errichten. Dazu werde, so das Sozialdezernent, gerade ein entsprechender Planungsbeschluss erarbeitet, der auch Aussagen über den geplanten Standort enthalten soll.

Womit die Diskussion um Leipzigs Schulkapazitäten freilich erst eröffnet ist. Denn - siehe oben - auch in anderen innerstädtischen Quartieren baut sich das Kapazitätsproblem gerade auf. Innerhalb der Debatte um den jetzt vorgelegten Schulentwicklungsplan muss auch die dort notwendigen Sanierungen, Erweiterungen, Wiedereröffnungen und Neubauten konkretisiert und terminlich verankert werden.

„Leipzig braucht dringend den massiven Ausbau von Schulkapazitäten insbesondere im Grundschulbereich in den zentrumsnahen Stadtteilen", stellt die Grünen-Stadträtin Katharina Krefft dazu fest. "In den Wohngebieten entlang des Auwaldes kam es in den letzten Jahren teilweise zu einer Verdopplung der Kinderzahlen. Da die bestehenden Schulen an der Kapazitätsgrenze arbeiten, ist die Einrichtung neuer Schulen dringend!"

"Der Zeitpunkt ist gerade noch rechtzeitig, um in der kommenden Haushaltsberatung die finanziellen Voraussetzungen für den Ausbau der Schulkapazitäten zu schaffen", sagt sie noch, und: "und gegenüber vielfältigen anderen Interessen zu verteidigen. Das Vorhalten von bedarfsgerechten und wohnungsnahen Schulen ist immerhin eine kommunale Pflichtaufgabe! Ich erwarte, dass die beteiligten Ämter mitziehen und der Stadtrat bald die nötigen Entscheidungen treffen kann."


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