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Trotz fallender Preise und Gas-Überangebot: Leipziger Verbundnetz Gas AG macht auch 2010 Gewinn

Ralf Julke
Bilanzpressekonferenz der VNG.
Bilanzpressekonferenz der VNG.
Foto: Ralf Julke
Deutlich mehr Gas verkauft und trotzdem den Gewinn mehr als halbiert: 2010 war ein schweißtreibendes Jahr für die in Leipzig ansässige Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft (VNG). Am Mittwoch, 1. Mai, stellte sie ihre Bilanz für 2010 vor. 59 Millionen Euro Jahresüberschuss erzielte das Unternehmen im Ergebnis.


2009 waren es noch 170 Millionen gewesen, 2008 noch 141 Millionen. Doch im Gasgeschäft hängen die Erfolge nicht unbedingt vom eigenen Verkaufsfleiß ab, sondern - wie bei Öl und Strom ebenfalls - von der wirtschaftlichen Konjunktur. Wenn der Motor der Weltwirtschaft brummt, werden die Energievorräte knapp, steigen die Preise. Das trieb für die VNG die Gewinne in den Jahren 2008 und 2009 in die Höhe. Es brauchte eine Weile, aber 2010 machte sich bemerkbar, dass auf einmal mehr Gas verfügbar war als vom Markt abgenommen wurde. Die Preise gingen in den Keller.

Und nicht einmal der harte Winter 2009/2010 änderte etwas daran. Im Gegenteil. 2010 wurde nicht einmal so viel Gas verbraucht wie im Vor-Krisenjahr 2008. Übrigens ein Effekt, den auch Vermieter und Nahversorger bemerkt haben. Auch wenn noch keiner den Finger gehoben hat und gefragt hat: Greifen denn nicht so langsam die Gebäudedämmungs- und Energiesparmaßnahmen?

Die Geschäftsführung der VNG zur Bilanzpressekonferenz.
Die Geschäftsführung der VNG zur Bilanzpressekonferenz.
Foto: Ralf Julke

Die Antwort könnte lauten: Ja. Aber da lassen sich die Rechner noch Zeit. Nur für Dr. Karsten Heuchert, seit September 2010 Vorstandsvorsitzender der Verbundnetz Gas AG, heißt das: auch für 2011 die Gewinnerwartungen zu dämpfen. "In den nächsten Jahren streben wir wieder deutlich höhere Gewinne an", sagte er am Dienstag.

Was er selbst nicht berechnen kann, ist die schlichte Frage: Welche Rolle werden Erd- und Biogas in den nächsten Jahren im deutschen Energiemix spielen? - Noch in ihrem 2010 erstellten Energiekonzept ging die Bundesregierung davon aus, dass der Anteil von Erdgas am deutschen Energiemix in den nächsten Jahren sinken werde. Man war ja so frei, die Kernkraft zur offiziellen "Übergangstechnologie" der Bundesrepublik zu erklären. Was ja bekanntlich bis zum 1. März 2011 Bestand hatte, als das Unglück im Kernkraftwerk Fukushima II passierte.

Wird seit letztem Jahr mit Biogas beheizt: die Firmenzentrale der VNG in der Braunstraße.
Wird seit letztem Jahr mit Biogas beheizt: die Firmenzentrale der VNG in der Braunstraße.
Foto: Ralf Julke
Seitdem ticken auch in Berlin die Geigerzähler anders. Heuchert: "Viel ist von Brückentechnologien gesprochen worden. Erdgas ist mehr als eine Brücke: Es ist der perfekte Partner der erneuerbaren Energien und sollte eine zentrale Rolle im Energiemix der Zukunft spielen."

Die Gefahr, dass es nicht so kommt, besteht trotzdem. Was fehlt, sind die politischen Rahmenbedingungen. Da braucht man nicht einmal von Sachsen und seiner Versteifung auf das Verheizen von Braunkohle zu sprechen.

Dabei hat Erdgas - trotz der jahrelang überhöhten Preise, einen Anteil an der deutschen Energieerzeugung von 22 Prozent. Konstant. Gaskraftwerke können problemlos jene Grundlast übernehmen, die bislang Atom- und Kohlekraftwerke bringen. "Sollte es zu einem vorgezogenen Ausstieg aus der Kernenergie kommen, kann die Bedeutung von Gaskraftwerken zunehmen", sagte Heuchert. Sein Unternehmen plane zwar keine Beteiligung an einem Gaskraftwerk, sehe sich aber gut aufgestellt, die nötige Gasmenge jederzeit und flexibel liefern zu können.

Dr. Karsten Heuchert (rechts) zur Bilanz-PK.
Dr. Karsten Heuchert (rechts) zur Bilanz-PK.
Foto: Ralf Julke
Auch wenn der Gewinn am Ende dahinschmolz: Die Absatzmenge an Gas konnte die VNG im Jahr 2010 deutlich steigern. Und zwar in allen Segmenten. Trotz - oder vielleicht auch wegen der enormen Gasmengen, die mittlerweile in Europa auf Absatz warten und entsprechend billig geworden sind. 220,3 Milliarden kWh setzte die VNG im letzten Jahr ab, über 37 Milliarden mehr als 2009. Dabei stieg der Umfang der Lieferungen an Stadtwerke und Industrie genauso wie der ins Ausland. Polen ist mittlerweile der größte ausländische Abnehmer für Gas von der VNG.

Fast explosionsartig gewachsen ist das Geschäft an Spot- und Terminmärkten. Die VNG agiert also auch hier - und das an mehreren Gasbörsen Europas - als Zwischenhändler.

Der Umsatz stieg zwar von 4,76 Milliarden Euro auf 5,29 Milliarden. Aber er blieb weit entfernt vom Umsatzrekord 2008, als das Gas richtig teuer war und die VNG 5,53 Milliarden Euro umsetzten. Übrigens eine Situation, mit der man im Haus in der Leipziger Braunstraße schon seit Jahren gerechnet hat. "Deswegen setzen wir weiter auf Diversifizierung", sagt Heuchert. Heißt: Mehrere Quellen, aus denen die VNG ihr Erdgas bezieht. In Dänemark und Norwegen wird das Unternehmen immer mehr selbst zum Förderer. Russland bleibt das wichtigste Standbein. Aber 2010 wurde erstmals fast ein Drittel des Gases über Spot- und Terminmärkte eingekauft.

Diversifizierung auch bei den Abnehmern. Das Auslandsgeschäft soll weiter ausgebaut werden. Diversifizierung auch bei Transport und Lagerung: Vier große Erdgasspeicher betreibt die VNG und ist damit der drittgrößte Speicherbetreiber in Deutschland. Die Kapazität soll ausgebaut werden.

Am Dienstag, 10. Mai, entschied die Hauptversammlung der VNG, was mit dem Gewinn 2010 passieren soll. Sie entschied sich - auf Vorschlag der Geschäftsleitung - dafür, 50 Millionen als Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Bekommt also auch Leipzig wieder ein bisschen Geld. Für Leipzig hält die LVV 7,02 Prozent der Anteile an der VNG, gebündelt in der 25,79-prozentigen Sperrminorität der zehn Stadtwerke, die in der VUB versammelt sind. Kann ja dann jeder ausrechnen: 3,5 Millionen Euro für die klamme LVV. In Zeiten fiebriger Märkte zählt am Ende jeder Euro Gewinn.

www.vng.de


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