Schwarwels Fenster zur Welt: Netze
Satire!
Text: Ilse Schnickenfittich / Sekretariat
12.11.2012
Oben, unten, meine, Deine. Ja wem gehört denn nun was? Wem ist das Elektron zu Diensten? Wär ja schön gewesen, wenn irgendjemand verstanden hätte, dass große Energieversorger vor allem eines wollen. Nichts abgeben vom Profit und die Altlasten dahin kippen, wo Onkel Frieder seinen Garten geplant hat. Verständlich – wenn man bedenkt, dass sie Quartalsdresche bekommen für fehlende Schlafsandumsätze im Atombereich und bei wirklich neuen Ideen der Energiegewinnung so flexibel sind, wie ein vom Himmel fallender Amboss.
Deshalb schrauben wir lieber „Trassen“ durchs Land (was für ein Begriff aus dem ehemaligen Sibirieneinsatz ostzonaler Aufbauhelfer in Russland), als dass wir das Wort „dezentral“ wirklich unters Elektronenmikroskop legen. Man stelle sich vor – es ist möglich, in der Kombination aus Wind, Sonne und Wasser einen gehörigen Anteil unserer Rechner am Laufen zu halten.
Denn auch im Winter scheint die Sonne – auch wenn genau die gleichen Menschen, denen man einst die Mondfinsternis als Mensch gemacht verkaufen konnte, eben dies nicht glauben. Und Wasser neigt schwer dazu, auch unter den Eisschollen auf den Flüssen zu fließen – ja auf den Meeren auch. Und eine Kuh kommt nicht in den Propeller eines Windrades, nur weil sie übers Fliegen sinniert. Dann hätten wir da noch Erdwärme, Solardächer in den Großstädten auf zumindest kommunalen Gebäuden und Pumpspeicher. Oder eben, weil niemand gern im Kalten sitzt, Kraft-Wärme-Kopplung, Gezeitenkraftwerke und Leichtlaufturbinen (werden gerade in Sachsen für knapp 14.000 Euro für den Vorgarten angeboten).
Sogar entsprechend lange Leitungen unter der Erde wirken wie Spulen – lägen sie im Kreis. Dann stünde man sogar wieder fest auf dem Boden, weil der entstehende Magnetismus einen am Abheben hindern würde.
Stattdessen bauen wir lieber weiter Wäscheleinen und hoffen schwer darauf, dass ein paar Meter davon uns gehören werden. Schöner kann man schwarz-gelbe Dummheit und fehlenden Innovationsgeist nicht umschreiben, als mit dem Wort „Energiewende“. Man weiß ja, was bei der letzten Wende geschah. Da gehörte am Schluss auch Wenigen alles und Vielen nix.
So gehört sich das. So funktioniert das Netz.
Pfarrer Hans Walter Goll stellt am Freitag, 24. Mai, 19:00 Uhr, im Dietrich-Bonhoeffer Haus, in der Hans-Oster-Str. 16, sein Buch „Kirchenkampf in Metzels bei Meiningen und anderswo 1933 - 1939, ein Einblick in die Thüringer Bekennende Kirche“ vor.
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Am 29. Mai 2013 lädt die Fakultät Bauwesen der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) alle Interessierten ab 17:00 Uhr herzlich zum Brückenmodellwettbewerb ein. Studierende präsentieren selbst konstruierte Brückenmodelle, die anschließend auf ihre Tragfähigkeit geprüft werden. Der Wettbewerb findet in der Versuchshalle der HTWK Leipzig, Föppl-Bau, Kochstraße 85, statt.
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Was kann einen an diesem 64.000-Einwohner-Städtchen eigentlich reizen? Vielleicht das Unfertige, das auch bayerische Kleinstädte heute ausmacht. Die Karawane ist weitergezogen, die Entwicklung hat sich beruhigt. Die großen Zeiten sind lange her. Immerhin war Landshut ja mal Residenzstadt des Herzogtums Landshut. Lang ist das her. Sogar einen Erbfolgekrieg hat das kleine Herzogtum erlebt, bevor es wieder Teil des großen Bayerns wurde.
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Von Matthias Malok: Bündnis 90 / Die Grünen hatten zu einer Vorstellung der Potentialanalyse eingeladen. Dieser Einladung wurde von zahlreichen Gästen am 22.05.2013 gefolgt. Es war richtige, die interessierten Leipziger von den Visionen zum Wassertouristischen Nutzungskonzept der Region Leipzig, auch mit der Wasserverbindung zur Saale und weiter zur Elbe, umfassend auch kritisch zu informieren.
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Was wusste Sachsens Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) Anfang 2000 wirklich über das Treiben des rechtsextremen Terror-Netzwerks NSU? Ein Bericht des SWR-Magazins "Report Mainz" sorgt seit gestern für helle Aufregung. In einem als Verschlusssache eingestuften Antrag bat der Nachrichtendienst die G10-Kommission des Landtags um die Zustimmung zu einer Überwachungsmaßnahme. Im Visier: Die drei Terroristen Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, sowie vier mutmaßliche Unterstützer des Trios. Das fast schon Prophetische am Schreiben: Die Schlapphüte befürchteten terroristische Gewalttaten. Logisch folgernd von „Rechts“, also Rechtsterrorismus. Dieser wurde jedoch bis heute immer bestritten.
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Der 1. FC Lok hat am Mittwoch bestätigt, was schon klar war: Carsten Hänsel wird Marco Rose ab 1. Juli als Trainer beerben. Am Freitag wird der Verein den Neuen offiziell vorstellen. Hänsel stand schon lange im Notizbuch der Probstheidaer, ab Juli wird er auch auf dem Trainingsplatz stehen. Der 30-Jährige wird am Freitagnachmittag offiziell präsentiert.
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Sebastian Göschel nennt sich gern „Fanbeauftragter“ beim LOFFT, dem „Produktionszentrum und der Spielstätte für Freie Darstellende Kunst in Leipzig.“ International glänzt das Haus durch Innovation, aber eben auch durch Ansätze im Theaterschaffen, die Diskussionen befördern, die dann wiederum sich in der gesellschaftlichen Entwicklung niederschlagen – bestenfalls. Denn das kann Theater, abseits schenkelklopfender Bauernstücke und Comedy-Häuser-Zum-Bersten-Bringer. Derzeit liegt die Tanzoffensive im Köcher. Tanner traf Göschel zum Plaudern – über's Behindert-Sein und Behindert-Werden in Leipzig.
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Über dem Leutzscher Himmel zogen am Mittwoch düstere Wolken auf. Daran war nicht nur das Wetter schuld. Straßenbaumeister Jörg Sube hätte nur gern endlich das erste Geld für die Vorarbeiten am neuen Wildzaun, den er im Auftrag der SG Leipzig-Leutzsch errichten soll. Die Arbeiten ruhen mittlerweile, da die SG Leutzsch die bereits offene Rechnung für die geleisteten Vorarbeiten über 13.500 Euro bislang nicht beglichen hat.
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Den Leipziger Kugeln, die ihm Oberbürgermeister Burkhard Jung hinschob, konnte Dr. Johannes Beermann, Chef der Sächsischen Staatskanzlei, dann doch nicht widerstehen. Er hatte noch ein kleines schlechtes Gewissen, weil er ein bisschen zu spät zur Pressekonferenz im Ratsplenarsaal des Leipziger Neuen Rathauses gekommen war, wo die die Broschüre mit den Veranstaltungen zu „200 Jahre Völkerschlacht“ vorgestellt wurde. Er spottete ein bisschen über Leipzigs Schlaglöcher.
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Am 01.01.2013, kurz nach 06:00 Uhr, rief eine Frau die Polizei und teilte mit, dass mehrere Personen auf einen jungen Mann einschlagen. Dieser befand sich mit Freunden in einer Straßenbahn der Linie 1 an der Haltestelle Willy-Brandt-Platz. Als Polizeibeamte eintrafen, wurde der Geschädigte (21) mit einem Rettungswagen bereits in eine Klinik gebracht.
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Nachdem sich bereits gestern der Pressesprecher des Leipziger Jobcenters ausführlich zu den bislang bekannten Begleitumständen rings um einen Angriff eines Mannes auf eine Mitarbeiterin des Jobcenter gegenüber L-IZ.de geäußert hatte, ist nun auch die Leipziger Staatsanwaltschaft zu ersten Angaben bereit. Demnach war der Angreifer vom gestrigen Tage nach einer Verurteilung im Jahre 2012 nur auf Bewährung in Freiheit. Bereits 2010 hatte der heute 34-jährige Mann Arge-Mitarbeiter mit Pfefferspray attackiert. Grund des aktuellen Übergriffes scheint ein Bescheid des Jobcenters an den Täter gewesen zu sein.
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Die "Touristische Potenzialanalyse" ist eigentlich schon zwei Jahre alt. Aber so richtig zur Kenntnis nimmt sie die Leipziger Öffentlichkeit erst jetzt, wo das Leipziger Umweltdezernat sich eine Mega-Variante von 106 Millionen Euro für den Elster-Saale-Kanal abnicken lassen möchte. Am 19. Juni steht das Papier auf der Tagesordnung des Stadtrates.
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"Sie ist Teil der europäischen Geschichte – die Völkerschlacht bei Leipzig, die vor 200 Jahren tobte und mehr als 100.000 Menschen das Leben kostete." Einstiegssätze sind immer so kompliziert. Aber schreiben wir's mal lieber nochmal hin: Selbst zeitgenössische Quellen sprechen nur von bis zu 90.000 Opfern - darunter auch Verwundeten und Gefangenen. Genauigkeit gehört dazu, wenn man die Wiederkehr großer Ereignisse feiert. Aber in der 52-seitigen Broschüre steht die Zahl auch wieder. Arndt Kiesewetter hat sie verwendet.
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Geht es nach dem kleinen Schabrackentapir Baru im Zoo Leipzig, setzt sich am Samstag, 25. Mai, beim Champions-League-Finale in Wembley das Team von Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München durch. Das drei Monate alte Jungtier hat seinen Tipp am Mittwoch, 22. Mai, in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland abgegeben. Dass Baru Fußball zum Fressen gern hat, bewies er bereits zuvor im regelmäßig stattfindenden Target-Training, bei dem der Fußball als Ziel, dem der Kleine folgt, eingesetzt wird.
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Die Frau als unvollkommenes, leidgeplagtes und zu therapierendes Wesen - dahinter steckt eine rein männliche Sicht. Oh, die Sache wird richtig groß, wo Sabine Hamm und Ursula Meiners in ihrem Buch "Wechseljahre" darauf zu sprechen kommen. Denn dahinter steckt die tradierte (westliche) Sicht auf den weiblichen Körper. Und das ist seit mehr als 2.000 Jahren eine patriarchalische Sicht: Frauen galten über Jahrhunderte nicht als selbstständige Wesen, hatten bestenfalls den Haushalt zu führen und waren ansonsten dazu da, den Nachwuchs zu gebären.
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