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Tag: 30. Oktober 2021

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Autor, Leipziger und Kolumnist David Gray. © Erik Weiss

Haltungsnote: Terroristenhendl im Schuldgefühlspeckmantel

Sie sind schuld. Ja, Sie! Und Sie! Und der da drüben an der Theke vom Bäcker ist auch schuld. Ich? Ich bin auch schuld. Wir sind alle an allem schuld. Woran? Daran, dass der Planet gerade zum Backofen wird, zum Beispiel, oder daran, dass Disney immer noch Scheiß-Filme macht, die Kindern weiterhin suggerieren, dass Prinzessinnen ein geiles Leben hätten. (Lady Di würde das so nicht unterschreiben, fürchte ich.)

Das LKA Sachsen und die Linken: Von wissenschaftlicher Untersuchung kann keine Rede sein

Im August verschickte die dpa einen Text an die Medien, die mit denselben Wortbausteinen in praktischen allen Tageszeitungen erschien, in der „Freien Presse“ in Chemnitz genauso wie in der LVZ. Der Tenor: Ein breit gestreuter Versuch des Landeskriminalamtes, die Arbeit der Soko LinX in einem fast wissenschaftlichen Licht dastehen zu lassen. Aber von Wissenschaftlichkeit bleibt nicht viel übrig, wenn der zuständige Minister antwortet.

Musiktheater im MdbK: Ayda – Schön aber problematisch

Eine Probe für die Verdi-Oper „Aida“: ein Tenor singt um sein Leben, während drei Regisseure auf ihn einschimpfen. Eine bittere Kritik an den Verhältnissen hinter der Bühne ist die Kammeroper „Radames“ von Péter Eötvös. Diese nahm der Dirigent Damian Ibn Salem zum Anlass, sich genauer mit „Aida“ zu beschäftigen.

Szenische Lesung mit Musik: „Zum Tee im Hause Hinrichsen“

Szenische Lesung mit Musik anlässlich der Eröffnung der Hochschule für Frauen vor 110 Jahren. Martha Hinrichsen, die Ehefrau des Musikverlegers und Stifters Dr. Henri Hinrichsen, prüft, ob alles für die Gäste angerichtet ist und erzählt dabei das Leben von Henriette Goldschmidt, das gekrönt wird von der Schuleröffnung.

Mal wieder Zeit, die Uhren umzustellen. Foto: Ralf Julke

Zeitumstellung geht auf die Psyche: 30 Prozent der Menschen klagen über körperliche oder psychische Beschwerden 

Am kommenden Sonntag, 31. Oktober, ist es wieder so weit. Dann werden nachts die Uhren von drei auf zwei Uhr zurückgestellt. Ab dann gilt in allen Ländern Europas wieder die Winter- beziehungsweise Normalzeit. Eigentlich wollte die EU die Umstellerei längst beenden. Aber man kann sich nicht wirklich einigen. Denn eigentlich braucht niemand mehr diesen Trick, mehr Arbeitszeit zu schinden. Und viele leiden. Nicht nur an der Umstellung.

Symbolbild. Quelle: analogicus/Pixabay

Das Museum im Stasi-Bunker hat am 30. und 31. Oktober 2021 geöffnet

Am Samstag und Sonntag, den 30. und 31. Oktober 2021 ist das Museum im Stasi-Bunker bei Machern wieder für Besucher geöffnet. Von 13.00 bis 16.00 Uhr können Interessierte die Bunkeranlage besichtigen. Außerdem wird die Fotoausstellung „Aufbruch und Erinnerung - Eine fotografische Reise in den Osten Anfang der 1990er Jahre “ präsentiert.

Harald Meller, Kai MIchel: Griff nach den Sternen. Foto: Ralf Julke

4.000 Jahre alte Botschaft: Die Himmelsscheibe von Nebra fliegt mit Matthias Maurer ins Weltall

Von Leipzig aus muss man sich einfach nur in die S-Bahn setzen und nach Halle fahren. Dann kann man sie dort im Landesmuseums für Vorgeschichte bewundern: die Himmelsscheibe von Nebra, die für Harald Meller, den Direktor des Landesmuseums, der Schlüssel zu einer ganzen Kultur ist, die vor 4.000 Jahre in Mitteldeutschland existierte. Und nun fliegt die Himmelsscheibe tatsächlich ins Weltall.

Karl Bär. Foto: Umweltinstitut München

Südtiroler Pestizidprozess gegen Karl Bär erneut vertagt: Der letzte Kläger erschien einfach nicht vor Gericht

Eigentlich sollte es am Freitag, 29. Oktober weitergehen. Doch der Prozess wegen übler Nachrede gegen den ehemaligen Agrarreferenten des Umweltinstituts München, Karl Bär, seit September grüner Abgeordneter des Deutschen Bundestags, wurde erneut verschoben. Am vierten Verhandlungstag in Bozen/Südtirol erschien der letzte verbliebene Kläger, Obstbauer Tobias Gritsch, der gleichzeitig von der Staatsanwaltschaft als Zeuge geladen war, nicht vor Gericht, berichtet das Umweltinstitut München. Dabei hat dieser Pestizid-Prozess schon jede Menge Staub aufgewirbelt.

Clemens Meyer: Stäube. Foto: Ralf Julke

Stäube: Drei neue Erzählungen von Clemens Meyer und ein Essay mit angekündigter Fortsetzung

So etwas liest man am Ende eines Buches gern: „(Wird fortgesetzt)“. Bei Clemens Meyer sowieso, der nun schon sein zweites Buch bei Faber & Faber veröffentlicht hat nach „Nacht im Bioskop“ von 2020. Diesmal mit drei Erzählungen, die eigentlich eher zur Kurzgeschichte tendieren. Und über Kurzgeschichten macht er sich in dem Essay Gedanken, den er dann quasi nach einer eindrucksvollen Fotostrecke von Bertram Kober noch dazugetan hat: „Wozu Literatur?“

Die Schaubühne Lindenfels in der Karl-Heine-Straße. Foto: Ralf Julke

Uraufführung im Rahmen der 31. euro-scene Leipzig: „Grandreporterre #4 Deadline“ in der Schaubühne Lindenfels

Nach 2017 feiert einmal mehr eine Koproduktion mit der Schaubühne Lindenfels beim Tanz- und Theaterfestival euro-scene Leipzig Premiere. „Grandreporterre #4 Deadline“, eine deutsch-französische Kooperation von Citizen.KANE.Kollektiv, der Journalistin Julia Lauter und dem Théâtre du Point du Jour, betrachtet die prometheische Ambivalenz des wissenschaftlichen Fortschritts und die Notwendigkeit, unsere grenzenlosen Konsumwünsche zu zügeln, um den Klimawandel zu bremsen.

Mit grüner Energie selber mit auf die Emissionsbremse treten

Dass die grüne Energie die Zukunft ist, daran zweifelt aufgrund des voranschreitenden Klimawandels wirklich kaum mehr jemand. Letzte Zweifler argumentieren allerdings immer wieder, dass der Wandel nicht finanzierbar sein und alles auf den Schultern der armen Steuerzahler getragen werden wird. Dieses vermeintliche Totschlagargument ergibt nur bedingt Sinn, denn die Kosten, die durch Umweltschäden und bald nicht mehr bewohnbare Landstriche entstehen, sind weitaus größer als die Kosten, die mittels Steuergelder in die Forschung oder den Ausstieg aus der Atomkraft investiert werden.

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