Evelyn Rolls vehementes Plädoyer für Europa und einen Aufstand der überzeugten Europäer

Es sind nicht nur Franzosen, die jetzt so langsam richtig wütend werden über die Untätigkeit und Unfähigkeit der europäischen Politiker, die aktuellen Krisen zu lösen und die Politik für den Kontinent wieder menschlich zu machen. Mit Evelyn Roll meldet sich jetzt auch eine deutsche Journalistin und Politologin zu Wort. Denn was sie sieht, ist die Zerstörung einer hart erkämpften Vision durch eine nationalistische Minderheit.
Anzeige

Dabei kann sich Roll, die das Thema zuerst im Februar in einem Beitrag für die „Süddeutsche“ aufgegriffen hat, auf eine europaweite Umfrage berufen, nach der 71 Prozent der Befragten die EU bewahren wollen, möglichst sogar verbessern und stärken. Denn dass sie nicht richtig funktioniert, das ist ja unübersehbar. Nur scheinen derzeit in vielen Ländern der EU genau jene Gruppen auf dem Vormarsch, die – statt Europa zu verbessern – all die Errungenschaften der letzten Jahre wieder zerstören wollen und Europa zurückfahren wollen in einen Flickenteppich der Nationalismen.

Dass selbst in Ländern wie den Niederlanden, Österreich, Tschechien oder Finnland dieser alte Nationalismus wieder um sich greift, kann seine Gründe nur darin haben, dass die Leute, die da grölend für die alte Kleinstaaterei auf die Straße ziehen, nicht mal gelernt haben, was das einst in der europäischen Geschichte hieß. Denn alle die kleinen Staaten waren immer nur Spielball der Großmächte, wurden aufgeteilt und eliminiert (wie es Polen immer wieder passierte), in Einflusssphären vereinnahmt oder gleich von einer großen „Schutzmacht“ besetzt oder im Kriegsfall einfach überrollt. Jahrhundertelang war europäische Geschichte von Kriegen geprägt, die die jeweiligen Großmächte gegeneinander ausfochten. Die Selbstbestimmung der Völker blieb dabei komplett auf der Strecke.

Und das scheinen erzkonservative Hardliner wieder zu wollen und versprechen den Wählern eine Heilserlösung, die der Nationalismus in Europa niemals bieten konnte. Doch ihr gemeinsamer Feind ist überall immer wieder die EU. Und nicht nur das: Seit sie mit ihren scheinbar so simplen Lösungsvorschlägen die Wähler für dumm verkaufen und in Scharen hinter sich vereinigen, scheinen die alten politischen Eliten regelrecht in Angststarre verfallen, greifen die Argumente der Rechtspopulisten auf, rücken in ihren eigenen politischen Versprechungen selbst immer weiter nach rechts, bis ihre Zumutungen sich in nichts mehr von denen der Nationalisten unterscheiden. Und statt eigene Konzepte zu entwickeln, sorgen sie mit einer schlafwandlerischen Politik dafür, dass sie selbst den Auseinanderfall der EU erst möglich machen – so wie David Cameron in Großbritannien, der gerade mit dem Brexit eine Kettenreaktion für die ganze EU heraufbeschwört.

Evelyn Roll benutzt ganz bewusst das Bild von den Schlafwandlern, denn gerade ist es ja 100 Jahre her, dass der Erste Weltkrieg Europa fest im Griff hatte. Hineinmarschiert aber waren die europäischen Großmächte nicht, weil es ein Naturgesetz gewesen wäre, sondern weil alle europäischen Großmächte auf dem militärischen Pfad des Nationalismus waren und  das „Überleben“ ihrer Nation nur noch in militärischen und Macht-Konstellationen begreifen konnten. Ein labiles Bündnissystem führte dann im August 1914 zu einer Kettenreaktion, die praktisch den ganzen Kontinent in einen Krieg zog, bei dem es nichts zu gewinnen gab, aber in jedem einzelnen beteiligten Land die Panik herrschte, ihr Land könnte von dem riesengroß gemalten Gegner von der Landkarte getilgt werden. Nationalismus war schon immer irrational – hat sich aber immer wieder in scheinbar rationalen Schriften selbst zum Allheilmittel stilisiert.

Was Evelyn Roll besonders verblüfft, ist, welche Macht die Minderheit der marschierenden Nationalisten hat, wie sie alte, ehrwürdige Parteien vor sich her treiben und dazu bringen, ihr Vokabular, ihr Denken und ihre falschen Lösungsansätze zu übernehmen. Wo bleibt der Widerstand? Der Protest der echten Europäer? Und die Umfragen zeigen doch, dass eine Mehrheit der 500 Millionen Europäer genau weiß, wie wertvoll die Gemeinschaft ist und wie bitter notwendig. Denn die Weltpolitik wird schon lange nicht mehr von kleinen Nationen gemacht, die Wirtschaftspolitik auch nicht. Dafür hat schon die Globalisierung gesorgt. Das große Spiel wird von großen und mächtigen Wirtschaftseinheiten geführt, von Giganten wie China und den USA. Europa hat in diesem gigantischen Spiel nur eine Chance, wenn es zusammensteht, wenn es seine vollen 500 Millionen Menschen in die Waagschale wirft und sich als eigenständiger Wirtschaftsraum stärkt.

Gescheitert ist die Vision immer wieder nur an nationalistischen Einzelgängen, diversen nationalen Volksabstimmungen etwa über die Europäische Verfassung, die längst hätte beschlossen sein müssen. Geschrieben ist sie schon lange. Doch statt sie den Bürgern selbst in die Hand zu geben und durch das Parlament beschließen zu lassen, hat man sie durch einzelne Landesabstimmungen, in denen eigentlich immer Landespolitik zur eigentlichen Wahl stand, einfach abschießen lasen.

Es gibt genug Gründe für echte Europäer, so langsam richtig wütend zu werden. Über das technokratisch-dämliche Lavieren der alten Parteieliten genauso wie über die dumpfen und dämlichen Abwrack-Vorschläge der Nationalisten, die nicht nur die Vorurteile gegen das europäische Projekt schüren (und alle Freiheiten, die mit der EU gewonnen wurden, wieder zurückdrehen möchten), sondern auch wieder nach Mauern, Zäunen und Grenzen schreien, nach einer Abschottung und der Diskriminierung andersdenkender Menschen.

Und damit beschießen sie auch ein schwer errungenes Projekt. Evelyn Roll verweist zu Recht immer wieder auf Kant. Denn Europa ist ein Projekt der Aufklärung, des Ausgangs der Europäer „aus ihrer selbst verschuldeten Unmündigkeit“. Denn wer das Regieren und Regelnsetzen immer nur den Eliten überlässt („Wir können ja eh nichts ändern.“), muss sich nicht wundern, wenn die abheben in einem UFO und gar nicht mehr merken, wie wenig ihre Politik mit den Realitäten, Nöten und Bedürfnissen der Bürger zu tun hat. Da wundert sich nicht nur Evelyn Roll, wie still die Europäer sind und wie sehr sie sich jetzt gefallen lassen, dass ausgerechnet die Minderheit, die Europa zerstören will, derzeit die Musik spielen lässt.

Das aber hat auch damit zu tun, dass die Maschinerie der Nationalisten gut geölt ist. Sie nutzt alle Kanäle der modernen Kommunikation, sie beherrscht auch das Geschrei und den volkstümlichen Ton, in dem sie ihre uralte Ware als neues Heilmittel verkauft.

Die streitbaren Europäer gibt es. Im Abspann des Büchleins findet man eine Liste von aktiven Websites. Aber da geht alles sehr gesittet zu, sehr klug. Denn man denkt ja nach über die Probleme, analysiert sie wirklich, macht komplexe Lösungsvorschläge. Denn Europa ist nun einmal kein einfaches Projekt. Nichts ist so falsch wie die schnellen und scheinbar billigen Lösungen, die die Populisten vorschlagen. Jetzt, wo der Brexit immer näher scheint, haben endlich ein paar Leute nachgerechnet, welche wirtschaftlichen Schäden der Brexit anrichten wird – in Großbritannien und in Europa.

Denn Europa ist bis jetzt eine Wirtschaftsunion, die für ihre Mitglieder funktioniert. Mehr recht als schlecht, keine Frage. Aber es fehlt bis heute die politische Union. Denn wenn man diesen Wirtschaftsraum international richtig vertreten will, dann braucht es eine gemeinsame Außenpolitik. Die gibt es nicht – und deshalb tun die Präsidenten von Ländern wie Russland oder den USA alles, um dieses Europa wirtschaftlich und politisch zu schwächen.

Es fehlt genauso an einer gemeinsamen Innenpolitik – gerade in der Flüchtlingspolitik in aller Erbärmlichkeit durchexerziert. Statt gemeinsam und solidarisch nach Lösungen zu suchen, haben Länder wie Ungarn oder Polen ihren ganzen Egoismus in die Waagschale geworfen: „Was scheren uns eure Probleme?“

Man kann das alles durchdeklinieren, kommt dann irgendwann auf das UFO der europäischen Bürokratie, die oft genug selbstherrlich und völlig ignorant zu agieren scheint, über ein völlig unsinniges TTIP verhandelt, aber die Jugendarbeitslosigkeit und die Staatsschuldenkrise nicht in den Griff bekommt. Natürlich ist das so, weil es an europäischen Politikern von Format zu fehlen scheint. Überzeugten Europäern, die wirklich eine Vision haben, wie aus der Staatengemeinschaft ein echtes, gemeinsames Projekt wird.

Aber eine simple Erkenntnis aus Evelyn Rolls kleiner Streitschrift ist: Das kann man den derzeitigen Parteieliten nicht überlassen. Das passiert nur, wenn sich die überzeugten Europäer aus allen Ländern zusammentun, so, wie es die Nationalisten schon lange getan haben. Der Druck kann nur und muss von unten kommen. Denn wenn die Bürger von ihren ratlos gewordenen Politikern kein echtes, gemeinsames und funktionierendes Europa einfordern, dann gibt es auch keins. Dann tanzen die Nationalisten ihren Freudentanz auf einem in wilder Hatz zerstörten Projekt, das Europa eben nicht nur 70 Jahre Frieden gebracht hat, sondern auch wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlstand.

Es braucht endlich Politiker, die wieder Visionen für ein starkes, gemeinsames Europa entwickeln, in dem sich 28 Identitäten gut aufgehoben fühlen, aber trotzdem bei allen gemeinsamen Fragen zusammenstehen. Und Roll hält es gar nicht für undenkbar, dass es auch Kriterien gibt, nach denen Staaten hochkant aus der EU fliegen, wenn sie aus nationalen Egoismen den gemeinsamen Konsens verlassen. Länder wie Ungarn mit ihrem massiven Abbau von politischen Freiheiten haben in einer aufgeklärten EU genauso wenig etwas zu suchen wie Länder, die auf ihren eigenen Minderheiten herumtrampeln (Beispiel: Türkei) oder gar die Todesstrafe immer noch pflegen (weswegen die USA niemals Mitglied der EU werden könnten).

Es ist ein geharnischtes Plädoyer, das Evelyn Roll hier geschrieben hat – gegen „das Gespenst des Nationalismus“ und für eine bewusste und kritische Haltung der Europäer zu ihrem eigenen Projekt. Kritik gehört dazu, stellt sie fest. Natürlich: So ein Projekt braucht sogar die kluge und immer kritische Vernunft. Und es braucht Leute, die bereit sind, Visionen auch umzusetzen – zum Beispiel auch die Institutionen der EU reformieren, die alles Mögliche sind, nur für die Bürger keine als transparent erfassbaren Instanzen.

Jetzt ist der Zeitpunkt, da die Europäer für ihr Projekt Europa kämpfen müssen, sonst wird es zum Fraß der Nationalisten, die ihr Heil in einer unheilvollen Vergangenheit suchen und über eines niemals nachdenken. Evelyn Roll fasst das in die kleine Frage: „Und dann?“

Das unterscheidet die aufgeklärten Europäer von den populistischen Welterklärern: Sie denken darüber nach, was passiert, wenn man Dinge abschafft oder ignoriert.

Was nicht im Buch steht: Die träge gewordenen politischen Eliten Europas sind oft genauso denkfaul, wagen es nicht einmal mehr, über den Erhalt des Bestehenden hinauszudenken. Und begreifen deshalb oft auch nicht, dass die dramatischen Erscheinungen der Gegenwart oft schlichte Folge unterlassener politischer Weichenstellungen sind.

Das Buch ist also auch ein Plädoyer für eine andere Politik, eine, die wieder klare Ziele benennen kann und sich echte Aufgaben stellt. Weg von diesem frustrierenden Verwalten eines blödsinnigen Zustandes und der Delegierung von Politik an völlig undemokratische Organe wie Schiedsgerichte oder Kommissionen. Europäische Demokratie muss für die Europäer wieder erlebbar sein, eben ein Gemeinschaftsprojekt, an dem alle Bürger mitarbeiten können.

Gegen Rassismus, Nationalismus und Volksverdummung hilft nur Aufklärung.

Evelyn Roll Wir sind Europa!, Ullstein Verlag, Berlin 2016, 7 Euro.

In eigener Sache

Jetzt bis 9. Juni (23:59 Uhr) für 49,50 Euro im Jahr die L-IZ.de & die LEIPZIGER ZEITUNG zusammen abonnieren, Prämien, wie zB. T-Shirts von den „Hooligans Gegen Satzbau“, Schwarwels neues Karikaturenbuch & den Film „Leipzig von oben“ oder den Krimi „Trauma“ aus dem fhl Verlag abstauben. Einige Argumente, um Unterstützer von lokalem Journalismus zu werden, gibt es hier.

Überzeugt? Dann hier lang zu einem Abo …

RezensionenDemokratieEuropaMenschenrechteStreitschriftNationalismus
Print Friendly, PDF & Email
 
Ein Kommentar


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Grüne beantragen, das 3-D-Stadtmodell der Stadt Leipzig bei Beteiligungsprozessen auch zu nutzen
Westseite des Hauptbahnhofs: Noch unvorstellbar, was hier mal gebaut werden soll. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWie neu geplante Stadtquartiere einmal aussehen sollen, das erfahren die Leiziger/-innen in der Regel oft nur in befristeten Ausstellungen, zu denen sie ins Stadtbüro pilgern müssen. Oft ist aber auch dort nicht wirklich sichtbar, wie die geplanten Bauten sich in die Stadt einfügen. Aber wozu hat Leipzig dann ein 3-D-Stadtmodell, wenn es nicht genau für solche Beteiligung der Bürger auch genutzt wird, fragten sich die Grünen.
Überraschung für Leipziger Forscher: Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
Matthias Meyer im Reinraum am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. Foto: MPI f. evolutionäre Anthropologie

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserDie Neandertaler sind wohl noch immer das größte Faszinosum der Archäologie, erst recht, seit Leipziger Forscher nachgewiesen haben, dass ihr Erbgut sich sogar im Erbgut der heutigen Europäer findet. Seitdem wird emsig gesucht: Wo trafen sie sich zum ersten Mal? Wie lange lebten sie nebeneinander? Nun haben die Leipziger Forscher ein weiteres Puzzlestück herausgearbeitet, das wohl davon erzählt, dass die Neandertaler schon vor der Ankunft des modernen Menschen vor 45.000 Jahren in Südeuropa genetisch massiv unter Druck standen.
Der Traum von einer schönen Stadt: Ein bilderreiches Plädoyer für die Qualitäten der Leipziger Gründerzeit
Wolfgang Hocquél, Richard Hüttel: Der Traum von einer schönen Stadt. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist eigentlich das Lebensthema von Wolfgang Hocquél: die riesige Denkmalfülle der Gründerzeit in Leipzig, die heute Scharen von Städtereisenden gerade deshalb nach Leipzig lockt, weil sie hier noch ganze Stadtquartiere finden, in denen die Schönheit des Städtebaus im späten 19. Jahrhundert zu erleben ist. Und das, obwohl die Gründerzeit bei Architekten und Denkmalpflegern jahrzehntelang regelrecht verpönt und verachtet war.
Literaturreihe „Herbst-Echo Tschechien“ startet
Logo Leipzig Tschechien 2020

Logo Leipzig Tschechien 2020

Das Echo des tschechischen Gastlandauftritts zur Leipziger Buchmesse 2019 hallt nach und bringt im Herbst erneut geballte tschechische Literatur in den deutschsprachigen Raum: Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie und den aktuell geltenden Maßgaben treten zahlreiche tschechische Autor/-innen auf – virtuell, im Netz, oder live vor Ort: in Leipzig, Frankfurt a.M., Bremen und Wien.
Freitag, der 25. September 2020: Leipziger Polizei suspendiert Beamten nach Rassismusverdacht
Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser/-innenSo schlimm wie in Nordrhein-Westfalen ist es nicht, aber es ist mindestens ein Fall zu viel: Die Polizeidirektion Leipzig hat einen Beamten suspendiert, der in Chatgruppen rassistische Nachrichten verbreitet haben soll. In Dresden ermittelt unterdessen die Staatsanwaltschaft doch gegen einen Einsatzleiter. Außerdem: Ein Wahlerfolg der AfD sorgt für Empörung. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 25. September 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Die neue „Leipziger Zeitung“ Nr. 83: Zwischen Ich und Wir
LZ Nr. 83: Zwischen Ich und Wir. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEine Karikatur von Schwarwel bringt es auf den Punkt: Ein breitbeinig dasitzender Kerl, der den Kontrolleur in der Straßenbahn regelrecht anbrüllt, behauptet mit zorniger Miene: „Ich muss keine Maske tragen – Hier: Ich habe das Seepferdchen!!!“ Der Stachel steckt in den drei Ausrufezeichen, die für zwei Dinge stehen: Ein zorniges Ego, das meint, auf andere keine Rücksicht nehmen zu müssen. Und für den Lärm, den diese zornigen Egos machen, sodass man seit gefühlt sieben Jahren keine anderen Stimmen mehr hört.
Tempo 30 von der Schule bis zur Diako: Verkehrsdezernat befürwortet Antrag des Stadtbezirksbeirats Altwest
Tempo 30 für die Georg-Schwarz-Straße. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserDie einen parken so falsch, dass die Straßenbahn nicht mehr durchkommt, die anderen rasen so rücksichtslos, dass das Überqueren der Georg-Schwarz-Straße für Fußgänger zu einem Spiel mit dem Leben wird. Weshalb der Stadtbezirksbeirat Altwest beantragte: „Die vom Stadtbezirksbeirat Altwest beantragte Prüfung hat bereits stattgefunden. Im Ergebnis wurde im Bereich des Diakonissenkrankenhauses für die Georg-Schwarz-Straße eine verkehrsrechtliche Anordnung auf Tempo 30 erlassen. Diese soll bis Ende Oktober 2020 umgesetzt werden.“
Brücke über die Nahle: Grüne beantragen Unterquerung der Brücke und Berücksichtigung des Auenentwicklungskonzepts
Die alte Brücke über die Nahle. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDa spitzt sich etwas zu in der Elster-Luppe-Aue. Das Verkehrs- und Tiefbauamt will dort 2021 mit den Planungen für einen Brückenneubau über die Nahle im Zug der Gustav-Esche-Straße beginnen. Baubeginn sollte eigentlich um das Jahr 2023 sein. Aber ganz augenscheinlich ist diese Brücke genau so ein Bauwerk in der Aue, dessen Zuschnitt im Auenentwicklungskonzept erst bewertet werden soll. Aber das wird frühestens 2022 vorliegen.
ÖPNV-Tarifkonflikt: Auch bei den LVB kommt es am Dienstag, 29. September, zum Warnstreik + Update
Die LVB am Hauptbahnhof. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser Es passt schon zusammen: Am heutigen Freitag, 25. September, demonstriert Fridays for Future für eine Ökologische Verkehrswende. Und am Dienstag, 29. September, streiken die ÖPNV-Mitarbeiter/-innen für höhere Löhne. Auch die der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB). Also ziehen Sie sich warm an, nehmen Sie das Fahrrad oder die Wanderschuhe. Im Berufsverkehr kann es eng werden.
Am Holzberg und am Gaudlitzberg in den Hohburger Bergen darf (wieder) geklettert werden
Kletterparadies Holzberg. Foto: Volker Beer

Foto: Volker Beer

Für alle LeserGanz geklärt ist die Zukunft des Kletterparadieses Holzberg bei Böhlitz noch lange nicht. Aber die Kletterfreunde des Deutschen Alpenvereines Landesverband Sachsen e. V. (DAV) sind erst einmal froh, dass sie hier erst einmal weiter im ehemaligen Steinbruch klettern dürfen. Das Landratsamt hat am Donnerstag, 24. September, über die Klettererlaubnis informiert.
Nicht nur in der Sächsischen Schweiz glaubte die Polizei, Listen von Corona-Betroffenen bekommen zu dürfen
Seltsame Datenabfragen aus sächsischen Polizeirevieren. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserNoch im Frühsommer sah es so aus, als hätte nur die Polizei in der Sächsischen Schweiz unberechtigt Datenlisten zu Corona-Infizierten bei den Gesundheitsämtern abgefragt. Doch wenn die Linke Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz erst einmal Verdacht geschöpft hat, bleibt sie dran. Und das Ergebnis ist so eindeutig wie diffus: In fast ganz Sachen kam es zu solchen unberechtigten Listenabrufen.
Seit dieser Woche haben die ersten Leipziger Fahrradstraßen auch Fahrbahn-Piktogramme
Piktogramm Fahrradstraße am Deutschen Platz. Foto: Stadt Leipzig

Foto: Stadt Leipzig

Für alle LeserSeit Sommer 2019 ist es ein heiß diskutiertes Thema, seit Leipzigs Verkehrsdezernat endlich die Beethovenstraße zur Fahrradstraße machte, aber etliche Kraftfahrer nicht so recht einsahen, dass Radfahrer/-innen hier jetzt immer Vorrang haben. Vielleicht, weil sie die blauen Schilder am Straßenrand übersahen. Also malten erst Lucy & Pierre große Piktogramme auf die Straße und dann beschloss der Stadtrat auf SPD-Antrag, dass die Stadt noch große, gut lesbare Piktogramme auftragen soll. Die kommen jetzt, meldet das Verkehrs- und Tiefbauamt.
Handlauf: Ein (Bilder-)Buch wie ein Schlüssel zum Werk des Malers Neo Rauch
Neo Rauch: Handlauf. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMaler sind keine Politiker, meist auch keine Philosophen und noch seltener Parteianhänger. Sie malen nicht, was erwartet wird. Oder ins Schema passt. Und meist provozieren sie auch nicht um des Provozierens willen. Deswegen stehen wir Zeitgenossen oft grübelnd und ein bisschen ratlos vor ihren Werken. Wer den Leipziger Maler Neo Rauch ein wenig verstehen möchte, für den wird dieses Buch wie ein Schlüssel sein. Ralph Keuning hat Rauch extra in seinem Atelier besucht.
„Allerlei China“ in der Galerie KUB am 27. September
Quelle: Konfuzius-Institut Leipzig e.V.

Quelle: Konfuzius-Institut Leipzig e.V.

Das Konfuzius-Institut Leipzig lädt am Sonntag, 27.9, zu einem bunten Kulturnachmittag in die Galerie KUB ein. Freuen Sie sich auf eine Kunstausstellung, einen Postkartenworkshop, Schnupperkurse zu asiatischen Bewegungskünsten, das Duo Seidenstraße und erleben Sie „Allerlei China“!
Der durstige Pegasus – Time to say goodbye!
Der durstige Pegasus, Bild: Pressematerial

Bild: Pressematerial

Am 15. März 2010 moderierte Elia van Scirouvsky zum ersten Mal den Durstigen Pegasus in der Moritzbastei – nun, im Oktober 2020, ist es Zeit für ihn, Abschied zu nehmen und die Zügel des Pegasus in jüngere Hände zu übergeben.