Das alte Hartmannsdorf: Wie ein Dorf im Leipziger Süden einst aussah, bevor es zum Erikendorf wurde

Für alle LeserManchmal kommt eine Stadt wie Leipzig ja zu neuen Ortsteilen wie die Jungfrau zum Kinde: Auf einmal sind sie da. Und noch 27 Jahre später wundert man sich, dass sie da sind. In den 1990er Jahren gemeindete Leipzig Dutzende Dörfer ein, darunter 1993 auch Hartmannsdorf im Südwesten. Ein Dorf, das schon 1941 nicht mehr so aussah, wie es der junge Philipp Kretschmer noch erlebt hatte.
Anzeige

Zwei Mal war Kretschmer Ortsrichter in Hartmannsdorf – 1918 und 1922/1923. Mehr oder weniger, weil gerade kein anderer bereit war, das Amt zu übernehmen. Eine Schwierigkeit, die schon im 19. Jahrhundert immer wieder auftauchte, worüber Kretschmer in seinen Aufzeichnungen informierte, die wohl um das Jahr 1941 herum entstanden. Diese Aufzeichnungen liegen dem Buch zugrunde.

Sie erzählen von Flurbegehungen, alten Gemeinderechnungen, dem Streit um Wiesen und Triften, Schafwäsche in der Weißen Elster und der Bezahlung des Dorfhirten. Aber eben auch von der Möglichkeit, die seit 1833 die neue sächsische Gemeindeordnung eröffnete, dass die Dorfbewohner – zumindest die 33 „ansässigen“ Grundstücksbesitzer – ihren Gemeinderat selbst wählen und aus dessen Reihen den Gemeinde-Vorstand küren konnten.

Und auch wenn Kretschmer nur feststellte, dass einige der so Gewählten nur kurz amtierten und sich sogar befleißigten, sich schnell aufgrund von Krankheit wieder vom Amt befreien zu lassen, schimmert dabei das alte Problem gelebter Demokratie durch. Denn die wird im Leben eines so kleinen Dorfes, in dem 33 Männer und Frauen letztlich die Dorfgeschicke bestimmen, sehr konkret. Da hätte man schon gern einmal in die alten Sitzungsprotokolle geschaut.

Aber solche scheint auch Kretschmer nicht zur Verfügung gehabt zu haben. Worüber wurde da gestritten? Wo verliefen die Konfliktlinien im Dorf? Was wurde immer wieder zum Zankapfel und warum hatte zeitweise niemand wirklich Lust, diesen zerstrittenen Haufen zu dirigieren? Lag es an einzelnen Streithähnen, die den Streit im Dorf so richtig anfeuerten?

Man kann es bestenfalls vermuten. Denn auch das andere Phänomen wurde sichtbar: Gemeindevorstände, die über Jahrzehnte amtierten und augenscheinlich ihre persönlichen Animositäten nach hinten stellten und das Ehrenamt zuallererst als Dienst an der Gemeinde verstanden. Die sich um die Dinge kümmerten, die geregelt werden mussten, die Gemeindekasse ordentlich verwalteten und auch ihren bärbeißigen Kollegen Gemeinderäten das Gefühl gaben, dass die Sache in guten Händen lag.

Demokratie ist tatsächlich nichts für ausgelebte Eitelkeiten. Aber das scheinen etliche Menschen nur zu schnell zu vergessen. Das kennen wir ja aus unserer Gegenwart, wo einige Leute mit „Feindseligkeit“ und „Misstrauen“ ihre ganz eigenen politischen Kämpfe führen. Da scheinen ein paar Nachbarn zu genügen, die ihre Lust daran haben, die Konflikte immer weiter zu verschlimmern, und das ganze Dorf versinkt in Zank und Streit.

Seltsam, wie vertraut einem die Geschichte so eines Dorfes werden kann, das zur Zeit, als Kretschmer noch jung war, gerade 224 Einwohner in 51 Haushalten hatte. 1919 waren es schon 613 Einwohner in 128 Haushalten. Auch das Dorf im Leipziger Südwesten wurde vom Wachstum der Großstadt mitgezogen. Und es lebte nicht schlecht von der großen Stadt, denn es belieferte den Leipziger Markt mit frischen landwirtschaftlichen Produkten (auch wenn der Dorffleischer zu gewisser Zeit ein rauflustiger Bursche gewesen sein muss).

Aber auch zu Kretschmers Lebzeiten änderte sich das schon, stiegen die ersten Bauern auf Moorbeetkulturen um und belieferten zuerst Leipzig und dann die weite Welt mit Eriken. Daran darf jeder erinnert sein, der heute durch die Erikenstraße fährt. Noch in der DDR-Zeit lebte halb Hartmannsdorf vom Anbau der Moorbeetpflanzen. Aber es ist absehbar, dass davon bald nichts mehr übrig bleiben wird, schreibt Thomas Nabert im Nachwort. Die gnadenlose Globalisierung hat auch diesen Markt plattgemacht. Hartmannsdorf muss sich ein weiteres Mal ändern, auch wenn es eine Rückkehr zum landwirtschaftlich geprägten Dorf aus Kretschmers Kindheit nicht mehr geben wird.

Selbst die einst so wichtigen Weiden für das Hartmannsdorfer Vieh sind verloren gegangen, als die Weiße Elster 1935 begradigt wurde und der Elsterstausee angelegt wurde. So blieb auch von der einst intensiv genutzten Elsteraue nichts übrig und vom Wildbett der Weißen Elster. Und das Schöne ist: Kretschmer empfand diese Verarmung der Landschaft ganz wie wir heute als Frevel und Zumutung. Und natürlich als systematische Zerstörung der Gemeindeflur. Er hat dazu sogar ein richtiges bitteres Gedicht geschrieben. Misstraut den Männern, die mit Messkarte durchs bunte Land ziehen. Sie planen nichts Gutes.

Da konnte er noch nicht ahnen, dass später mit der „Betonelster“ noch schlimmer gefrevelt wurde. Aber Kretschmer war ein Mann, der sich dessen sehr wohl bewusst war, wie sehr sich selbst so ein kleines Dorf binnen eines Menschenlebens veränderte – nicht nur was Schule und Schmiede betraf oder die zwei damals berühmten Dorfgasthöfe, von denen heute der Gasthof „Zur Ratte“ noch existiert.

Auch die Anmutung des Dorfes änderte sich um 1900 radikal. Und deswegen ist auch der zweite Teil dieses Buches spannend, in dem Kretschmer nicht nur Lage und Besitzer aller Hartmannsdorfer Häuser schildert (kleine Karten machen bei jedem Gebäude sichtbar, wo es stand), sondern auch, wie sie aussahen, bevor um das Jahr 1900 herum praktisch jeder Hausbesitzer begann, die alten aus Lehm und Stroh errichteten Gebäude abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen.

Kretschmer muss die einstigen Gebäude regelrecht aus dem Gedächtnis nachgezeichnet haben, denn was er da gezeichnet hat, stand 1941 fast alles nicht mehr. Dabei schildert Kretschmer auch sehr genau, wie diese einstigen Gehöfte gebaut waren, meist sogar auf Stube, Kammer und (Schwarz-)Küche genau. Anhand seiner Zeichnungen könnte man das alte Hartmannsdorf virtuell praktisch wieder auferstehen lassen.

Sogar mit Hofbäumen, Wasserpumpen, Misthaufen und Taubenhaus. Womit Kretschmer eigentlich etwas geschaffen hat, was in der sächsischen Dorfgeschichte selten ist. Denn für gewöhnlich fanden Chronisten dergleichen nie so interessant. Das war doch Alltag. Und den meisten Chronisten war nie wirklich bewusst, wie schnell und gründlich sich selbst das Alltägliche wandelte.

Einen eigenen Dorfchronisten hatte Hartmannsdorf nicht – auch weil es über keinen eigenen Pfarrer verfügte. Weshalb auch Kretschmer die Hartmannsdorf betreffenden geschichtlich etwas wichtigeren Ereignisse aus den Chroniken anderer Orte zitieren muss. Und sein Ausflug in die mittelalterliche Dorfgeschichte zeigt eher, wie rudimentär damals selbst bei interessierten Menschen wie Kretschmer das Wissen um diese Frühzeit war.

Viel authentischer kann er über das berichten, was ab 1833 aktenkundig wurde – so wie etwa die Geschichte des ersten Gemeindehauses, in dem sich die Unterstube mit dem Gemeindetisch befand, wo der Gemeinderat tagte, bevor er beschloss, fortan im Gasthof zu tagen. Um wenigstens ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Hartmannsdorf zu Kretschmers Zeit aussah, ist das Buch auch noch um einige historische Fotografien und Ansichtskarten angereichert. Dazu noch einige historische Kartenausschnitte, die auch die Beziehungen zu Knauthain, Rehbach und Albersdorf sichtbarer machen.

Nach Knauthain mussten ja die Kinder aus Hartmannsdorf zur Schule. Wahrscheinlich zu Fuß auf der Straße nach Knauthain. Und noch 1926 reichte es völlig aus, die Gehöfte in Hartmannsdorf einfach durchzunummerieren, wie der Ausschnitt aus dem Handbuch für die Amtshauptmannschaft Leipzig zeigt: In Nr. 7 buk Bäcker Gründling, in Nr. 21 wirkte Fleischer Otto Kuhnt und der Schmidt Willy Kehling hämmerte in der Nr. 30 B. Wobei die Hartmannsdorfer, wie wir erfahren, besonders froh waren, dass es in der Nr. 8 einen Schuhmacher gab – Gustav Müller hieß der 1926. Denn nicht nur die Kinder mussten ja viel laufen, die Erwachsenen auch.

„Das alte Hartmannsdorf. Aus den Aufzeichnungen des Ortsrichters Philipp Kretschmer“, Pro Leipzig, Leipzig 2020, 15 Euro.

Zweiter Band Lebensbilder aus Südwest: 20 neue Geschichten aus Knauthain, Knautkleeberg, Hartmannsdorf und Rehbach

Hinweis der Redaktion in eigener Sache

Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten unter anderem alle Artikel der LEIPZIGER ZEITUNG aus den letzten Jahren zusätzlich auf L-IZ.de über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall zu entdecken.

Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

Vielen Dank dafür.

RezensionenHartmannsdorfStadtteilgeschichte
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Am 1. Dezember startet das Crowdfunding für Die Anderen – das Eingewandertentheater
Das Pöge-Haus am Neustädter Markt. Quelle: Pöge-Haus e.V.

Quelle: Pöge-Haus e.V.

Für alle LeserAm morgigen Dienstag, 1. Dezember, startet das Crowdfunding für ein neues Leipziger Theaterprojekt: „Die Anderen - das Eingewandertentheater“. Wir alle leben in Zeiten der Unsicherheit. Auch die Kunst- und Kulturschaffenden in Leipzig stehen angesichts der globalen Krise durch das Coronavirus vor der Herausforderung, inmitten der Ausnahmesituation neue kreative Ideen für das Jahr 2021 zu entwickeln.
Nächtlicher Polizeihubschrauber-Lärm lässt Zahl der Lärmbeschwerden steigen
Polizeihubschrauber am Leipziger Abendhimmel. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserFlughafenanwohner wissen es schon, dass sie sich wegen nächtlichen Fluglärms beschweren können. Dass auch Stadtbewohner, die nachts durch den Lärm patrouillierender Polizeihubschrauber um den Schlaf gebracht werden, sich beschweren dürfen, ist noch nicht so bekannt. Aber die Zahl der Beschwerden steigt. Denn der Einsatz von Polizeihubschraubern auch über dem Leipziger Stadtgebiet ufert mittlerweile aus.
Ein Mann, ein Kanu und eine halbe Tonne Müll: Leipziger Paddler ist „Gewässerretter des Jahres“
Wieder zwei volle MUSS-Säcke. Foto: Falk Buder

Foto: Falk Buder

Für alle LeserDa war er selbst überrascht: Falk Bruder von der Abteilung Kanu des Leipziger Sportvereins Südwest ist von der Jury der Online-Plattform www.gewaesserretter.de zum „Gewässerretter des Jahres“ bestimmt worden. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hatte zusammen mit seinen Wassersportpartnern in der Allianz Gewässerretter zur Teilnahme am Wettbewerb in drei Gewinnrubriken aufgerufen.
Bericht des Sonderermittlers im Innenausschuss: Untersuchungen zum Fahrradgate schaffen Verdacht auf Korruption nicht aus der Welt
Manchmal wird nur ein Teil des Rades geklaut. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserAm Donnerstag, 26. November, informierte die Staatsregierung den Innenausschuss des Sächsischen Landtages über die ersten Ergebnisse des Berichtes des Sonderermittlers Klaus Fleischmann zu den illegalen Fahrradverkäufen bei der Polizei in Leipzig, dem sogenannten Fahrradgate. Aber nach der Sitzung war es wie so oft in Sachsen: Die einen sahen mal wieder nur Einzeltäter, die anderen ein auffälliges Führungsproblem in der sächsischen Polizei.
Autoritäre Dynamiken: Die neue Leipziger Autoritarismus-Studie 2020
Oliver Decker, Elmar Brähler (Hrsg.): Autoritäre Dynamiken. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit 2002 untersuchen die Leipziger Sozialpsychologen um Elmar Brähler und Oliver Decker die (rechts-)extremistischen Einstellungen der Deutschen. Anfangs noch unter dem Label „Mitte-Studien“, weil ihnen durchaus klar war, dass radikale Einstellungen eben nicht allein die Sache irgendwelcher versprengten Grüppchen am Rand der Gesellschaft sind, sondern bis in die Mitte der Gesellschaft hinein vorkommen. Jener Mitte, die sich gern als friedlich und staatstragend verkauft.
SC DHfK Leipzig vs. SC Magdeburg 33:29 – Ein Sieg des Willens
Nach über vier Jahren gab es für den SC DHfK endlich wieder einen Sieg gegen Magdeburg zu feiern. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserNach etwas hektischen Abschlüssen in den ersten Minuten lieferten die Leipziger am Sonntag im Ostderby eine geschlossene Mannschaftsleistung. Im Angriff waren alle Positionen gefährlich, die Abwehr zwang die Elbestädter immer wieder zu schlechten Würfen. Doch Magdeburg blieb stets präsent und die Partie so erwartungsgemäß bis zum Schluss spannend. Beide Teams konnten immer wieder einige Tore hintereinander erzielen. Dabei machten die Hausherren über 60 Minuten einen hochkonzentrierten Eindruck.
Engagement für eine zukunftsfähige Stadt: Vier Initiativen und Organisationen im Videoclip vorgestellt
Videokonferenz vom 20. November. Foto: Forum Nachhaltiges Leipzig

Foto: Forum Nachhaltiges Leipzig

Für alle LeserAm Freitag, 20. November, wurde der Leipziger Zukunftspreis vergeben. Früher hieß er mal Agenda-Preis – nach der Agenda 21, die in Rio de Janeiro 1992 beschlossen wurde. 2019 richtete sich das Leipziger Agenda-Büro neu aus und veränderte auch die Modalitäten zum Agenda-Preis, der seitdem Zukunftspreis heißt. Und weil Corona zu allerlei Neuerungen zwingt, wurde er diesmal auch nicht in einer Festveranstaltung vergeben, sondern in einer digital-analogen Hybridveranstaltung.
Paul-Robeson-Schule soll ab 2023 für 18 Millionen Euro saniert und erweitert werden
Die Paul-Robeson-Schule am Jungmannweg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNachdem die Schule am Opferweg in Wahren fertig ist, ist endlich Spielraum, die Plattenbauschule am Jungmannweg in Lindenthal bis 2026 zu sanieren und zu erweitern. Die Plattenbauschule stammt aus dem Jahr 1978 und trägt seit 1995 sogar eine experimentelle Außendämmung, die sich sogar bewährt hat.
Warum es ganz und gar nicht gut ist, die Kultur in der Corona-Zeit dauerhaft stillzulegen
Das Spiegelzelt in den Vorjahren. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Sti-ille Nacht, ein-sa-me Nacht, alles probt, niemand lacht ...“, bringt der Westflügel im Lindenfels auf den Punkt, wie heftig die verlängerten Lockdown-Maßnahmen das komplette für die Adventszeit geplante Kulturprogramm treffen. Selbst die „Gans ganz anders“ fällt aus, das schöne Spiegelzelt aus Flandern ist umsonst aufgebaut. Und der Weihnachtszirkus verschiebt seinen Leipzig-Auftritt auf März. Wenn er dann überhaupt sein Zelt aufbauen darf.
Am Freitag machte die Radtour #ParisGoesBrussels Zwischenstopp in Leipzig + Video
#MakeParisReal ist der Hashtag unter dem die 1000-Kilometer-Tour ab jetzt in den sozialen Netzwerken begleitet wird. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser„Der Eiffelturm kommt nach Leipzig!“, freuten sich am Freitag, 27. November, die Parents for Future Leipzig. Und er kam tatsächlich – gut verpackt. Gegen 16 Uhr endete der erste Abschnitt der Radtour #ParisGoesBrussels am kleinen Wilhelm-Leuschner-Platz am Eingang der Petersstraße. Zwei Tage zuvor waren die radelnden Parents in Dresden aufgebrochen. Ihr Ziel ist Brüssel.
Pestizidprozess gegen Karl Bär vertagt: Richter räumt Klägern mehr Zeit für Rückzug aus dem Verfahren ein
Karl Bär. Foto: Umweltinstitut München

Foto: Umweltinstitut München

Für alle LeserWerden die Prozesse gegen die Pestizidkritiker in Südtirol eingestellt? Um diese Frage zu klären, hatte Richter Ivan Perathoner den Klägern eine Frist bis zum Prozesstag am Freitag, 27. November, eingeräumt. Landesrat Schuler und die Obstwirtschaft hatten im Vorfeld des zweiten Prozesstermins gegen Bär dem Umweltinstitut gegenüber schriftlich die Rücknahme aller Anzeigen angekündigt. Doch nicht alle Vollmachten der klagenden Obstbauern und -bäuerinnen lagen vor.
Das Original Rudelsingen präsentiert den allerersten Mitsing – Adventskalender
Rudelsingen PR

Rudelsingen PR

Das Online Rudelsingen gehört in diesen Monaten ganz unbedingt zu den Dingen, die man mal neu ausprobieren sollte. Ja, wir dürfen, müssen gar, sollten und können alle laut singen, gerade im Hier und Jetzt, wenn nicht nur unser Immunsystem eine Extra-Portion Stärkung gut gebrauchen könnte. Kleine Freuden zwischendurch sorgen für mehr Glückshormone, Antriebskraft und Motivation im Alltag.
„Da blutet einem das Herz“ – Corona lässt Turnfest 2021 platzen, nur Deutsche Meisterschaften sollen stattfinden
Das Turnfest 2021 kann wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem Jahr 2025. Foto: DTB / Volker Minkus

Foto: DTB / Volker Minkus

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelEs sollte ein rauschendes Fest werden. Vom 12. bis 16. Mai 2021 war Leipzig als Austragungsort des 44. Internationalen Deutschen Turnfestes vorgesehen (LZ Nr. 80 vom 26.06.2020 berichtete). Doch die Corona-Pandemie ließ diesen sportlichen Traum nun platzen. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg sahen sich die Veranstalter aufgrund des Infektionsgeschehens dazu gezwungen, dieses Großspektakel abzusagen.
Wie die Städtischen Altenpflegeheime mit der Corona-Pandemie umgehen – und mit Maskenverweigerern
Ohne sensorische Messung der Körpertemperatur ist der Zutritt ins Städtische Altenpflegeheim nicht gestattet. Die strengen Besuchs- und Hygieneregeln werden jedoch nicht von allen Besuchern eingehalten. © Michael Billig

© Michael Billig

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelIm ersten Lockdown der Corona-Pandemie wurden Senioren- und Pflegeheime für die Außenwelt komplett geschlossen. Bewohnerinnen und Bewohner konnten über mehrere Wochen hinweg keinen Besuch empfangen. Selbst engste Angehörige mussten draußen bleiben. Zu dieser Isolation soll es nicht noch einmal kommen. Mit der zweiten Welle der Pandemie haben die Häuser den Kontakt jedoch wieder eingeschränkt.
Kino der Jugend: IG Fortuna überzeugt die Jury mit Konzept für künftiges Kultur- und Begegnungszentrum
IG Fortuna mit der Aktion „Rettet das Kino!“ Foto: Thomas Szabo

Foto: Thomas Szabo

Für alle LeserDie Initiative IG Fortuna soll künftig ein Erbbaurecht für das Kino der Jugend in Volkmarsdorf erhalten, teilt das Liegenschaftsamt der Stadt Leipzig mit. Mit ihrem Konzept zur Wiederbelebung des ehemaligen Lichtspielhauses und der Entwicklung eines „Kultur- und Begegnungszentrums Leipziger Osten“ hat sich die Interessensgemeinschaft jetzt im laufenden Konzeptverfahren gegen eine zweite Bewerbergruppe durchgesetzt.