Bertolts Bruch und Friedrichs Fiasko: Zwistigkeit im Glanz der Freiheit

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 84, seit 23. Oktober im Handel„Zwist“. Beinahe schon ein veraltetes Wort, aus dem Niederdeutschen übernommen, das steht für „Streit“ oder „Zerwürfnis“. Dieser Fast-Archaismus schien mir aber als Ersatzwort in der Silbenparallele wesentlich besser zu passen, als „Einigkeit und Recht und Freiheit“ zum 30. Jahrestag des Beitrittsjubiläums hinauszuposaunen.
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„Glanz“. Dies wiederum klingt in den werbedurchfluteten deutschen Ohren schon gewohnter. Es erinnert an Hausputz, assoziieren könnte man „blank“, „glatt“ und „poliert“. Denn so soll im aufgeräumten bürgerlichen Heim alles proper und meisterhaft daherkommen. „Schimmernd“ oder „leuchtend“ wären alternative Umschreibungen.

Die Freiheit, die die Ostdeutschen vor nun drei Jahrzehnten „geschenkt“ bekamen, sie schimmert „glatt-polierter“ denn je. Und „Freiheit“ klingt ja ohnehin gut, das Wort eignet sich geradezu universell als kommunikatives Vitamin oder Beruhigungspille bei nahezu allen psychosomatischen Beschwerden. Immerhin kann man ja sogar seit 30 Jahren theoretisch den Arzt oder sein Medikament frei wählen. Wenn man Zeit und Geld hat.

Das Titelblatt der LEIPZIGER ZEITUNG Nr. 83, Ausgabe September 2020. Foto: Screen LZ

Das Titelblatt der LEIPZIGER ZEITUNG Nr. 83, Ausgabe September 2020. Foto: Screen LZ

Mann und Frau haben also in den vergangenen nachstalinistischen Jahren so richtig kennengelernt, worin die bürgerliche Freiheit besteht und woraus sie gemacht ist. Schwer ist es für die Bürgerinnen und Bürger im nun formal geeinten Volk die Unterscheidung zu finden zwischen beiden Eckpunkten im individuellen Freiheitsverständnis.

Wo beginnt die Selbstverantwortung des Individuums und wo hört eine Selbstzuschreibung aller Erfolge und Misserfolge auf? Wo fängt der Egoismus des Menschen an? Wo eine Über-heb-lichkeit, die Abwertung fremden Lebens? Und nicht zuletzt: Sind Selbstaufwertung und Fremdabwertung nicht immanente Typologien einer Gesellschaft, eines Systems gar, die man seinerzeit, zu „Wendezeiten“ gar nicht wahrhaben wollte?

Nein, oder?

Ich entsinne mich, in meinem Studentenclub im Frühjahr 1990 einer Kabarettveranstaltung beigewohnt zu haben. Man spielte mal nicht selbst mit den „Paukern“, sondern hatte einen Westdeutschen zu Gast. Einen „Linksradikalen“, auf dessen Ankündigungsplakaten quergeschrieben stand: „Gütesiegel Fernsehverbot“. Dietrich Kittner.

Mittlerweile – seit 2013 verstorben – erzählte er endlos-schwarzhumorig über, sang und karikierte die (west-)deutsche Wirklichkeit der 80er und 90 Jahre des vergangenen Jahrhunderts, dass einem angst und bange werden konnte. Das berühmte im Hals steckengebliebene Lachen war´s, an das ich mich noch gut erinnern kann.

„Ihr werdet schon sehen, wenn euch die Verzweiflung schneller überholt als eure überteuert gekauften Gebrauchtwagen aus dem Westen, gerade, wenn ihr glaubt, auf der Überholspur des Lebens zu sein.“ So oder so ähnlich ging es. Drei Stunden ohne Pause. Hinterher war es dann klar. Klar: „Gütesiegel Fernsehverbot“. Übertrieben schien es dennoch zu sein, seine satirische Bestandsaufnahme der schon abgewirtschaftet scheinende Regierung Kohl, die sich durch die Wiedervereinigung noch einmal nachdrücklich zu revitalisieren vermochte.

Während hier im Osten die Landschaften und Gewerbegebiete mit einiger Verzögerung zu erblühen begannen, rosteten im Ruhrgebiet die Schwimmbäder und Turnhallen, wurde manches Einwickeln schnell abgewickelt. Schnell standen viele nicht mehr in Schlangen vor den Supermärkten, dafür am Wartezettelabreißautomaten im Arbeitsamt. Der Entwertungsprozess eines neugewonnenen Landes setzte ein, zur gleichen Zeit 1990, im gleichen Maße wie Einheitstaumel, D-Mark und Freiheitsrausch.

Dieser doppelte Entwertungsprozess reicht in seinen Folgen bis in die Gegenwart. Nicht nur Materielles wurde wertlos – der Verlust des zusammengesparten Autos ließ sich noch leicht verkraften, die neue teure Miete oder Haussanierung schon weniger. Der ideelle Entwertungsvorgang reichte in seinen psycho-sozialen Dimensionen und Folgen schon weiter und tiefer. Ganze Berufszweige verschwanden, Abschlüsse galten nichts mehr, mussten neuen gesamtdeutschen Bedingungen angepasst werden, Löhne, Gehälter und Renteneinkommen tragen bis heute teilweise nicht das Prädikat „gleichwertig“. Für Biografien musste man sich entschuldigen.

Überhaupt hatte das Ende des „Kalten Krieges“, aus dem in heutiger Zeit ein multipolarer Konflikt geworden ist, so manche schmerzliche Erkenntnis, die auch kein 3. oder 9. Oktober verdecken konnte: Der „Systemkonkurrent“ hatte politischen und ökonomischen Konkurs angemeldet, das zwang nun auch nicht mehr, das sozial attraktive Gesicht zu zeigen auf der Gegenseite des „Eisernen Vorhangs“. Kein Vorhang mehr, auch keine subventionierte Klassenfahrt nach Paris, London oder zur Akropolis. Stattdessen der entwürdigende Gang zum Sozialamt.

So wie sich die Welt neu zu teilen begann, die „Globalisierung“ folgte – der 11. September 2001 den Beginn des „Kriegs gegen den Terror“ markierte, folgten die Jahre des „politischen Euphemismus“ in der Kommunikation der Regierenden mit dem Volk. Vieles wenn nicht alles wurde mit „Marktnotwendigkeiten“ begründete, Freiheit wurde missbraucht zu einem „Alles-ist-machbar“-Phänomen.

Sozialer Abbau wurde zum „Umbau der Sozialsysteme“, schlimmer noch zu „Reformen“ stilisiert, „Wachstum“ nannte man Selbst- und Naturausbeutung. Die Deutsche Demokratische Republik hörte gleichsam mit dem 3. Oktober 1990 auf zu existieren. Sicherlich auch ein ganzes Stück zu Recht. Staatliche Repression, Kollektivzwang und Korruption von selbst ernannten „Dauerrevolutionären“ konnte man auch auf Dauer nicht ertragen, all das brauchte wirklich kein Mensch mehr.

„Demokratisch“ sollte ein Land dennoch bleiben, das sollte unverrückbarer Konsens sein. Keine menschenfeindliche Politik unterstützen, sondern eine solidarische Gesellschaft befördern, keinen Nationalismus dulden – ja schon die Rhetorik „Warum eigentlich nicht?“ ist erbärmlich – sondern eine wirklich inter-nationale Zusammenarbeit – all das wäre gefragt. Kein Messen der Moral mit zweierlei Maß, nach dem das eine Land Minderheiten unterdrücken und das andere Land das auf keinen Fall darf.

Sich um seine eigenen Schwächen in der demokratischen Praxis kümmern, anstatt oberlehrerhaft Länder und dessen Potentaten zu belehren, die die größten Opfer im zweiten Weltkrieg brachten, anstatt zwischen „richtigen“ und „falschen“ Toten zu unterscheiden …

Es gibt noch viel zu tun in der nächsten Zeit, in unserem Land, damit Einigkeit und Recht in Freiheit reale Wirklichkeit werden und es auch bleiben.

30 Jahre deutsch-deutsche Parallelwelt: Höchste Zeit, die betonierten Vorurteile zu demontieren

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Kolumne* Leserclub *Leipziger Zeitung30Jahre
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