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Montag, der 12. April 2021: Schulstart in Sachsen und Protest-Demos in der Innenstadt

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    Corona-News, wohin das Auge reicht: Am heutigen Montag startete für Schüler/-innen in Sachsen der Unterrichtsbetrieb nach den Osterferien. Es gilt die zweimalige Testpflicht pro Woche. Außerdem: In der Innenstadt versammelten sich Anhänger/-innen der „Bürgerbewegung Leipzig 2021“ und entsprechender Gegenprotest zu Kundgebungen und in der Nachbarstadt Halle (Saale) ist die Kapazität der zur Verfügung stehenden Covid-Intensivbetten ausgeschöpft. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 12. April 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber wichtig war.

    Schulstart in Sachsen mit Selbsttests und Wechselunterricht

    Für tausende Kinder und Jugendliche ging es heute nach den Osterferien wieder in die Schule. Der Unterricht findet weiterhin im Wechselmodell und somit in kleineren Gruppen statt. Inzwischen gilt die zweimalige Testpflicht pro Woche. Dabei können sich die Schüler/-innen sowohl durch das Schulpersonal testen bzw. unterstützen lassen als auch Selbsttests zu Hause durchführen. Ein entsprechendes Formular zum Ausfüllen gibt es hier.

    Dieser Schritt ist umstritten. Viele Eltern befürchten, dass die Tests fehlerhaft durchgeführt werden oder einige Familien gänzlich darauf verzichten könnten. Andere befürworten die selbstständigen Tests.

    Nancy Hochstein, Elternratschefin in Leipzig, sagte dazu am Wochenende im Interview mit der LVZ: „Eltern fragen sich, warum sie so stigmatisiert werden und ihre Kinder nicht zu Hause testen können. Die Tests könnten doch ausgegeben werden. Kinder, die krank sind, kommen doch gar nicht erst in die Schule. So viel Vertrauen sollte man zu den Eltern haben.“

    Weiterhin gelten auch Atteste von Ärzt/-innen und Teststationen.

    Wie bereits in den Wochen zuvor gilt für Schüler/-innen, Lehrende und weiteres Personal die Maskenpflicht im Schulgebäude sowie im Außenbereich, wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann. In Grundschulen, Horten und Förderschulen müssen keine Masken getragen werden. Hier wird auch weiterhin am Unterricht in festen, aber verkleinerten Klassen, im Gegensatz zum Hybridunterricht, festgehalten.

    Neu ist, dass ab dieser Woche Kinder und Jugendliche aller Klassenstufen sich von der Präsenzbeschulung abmelden können. Bisher war dies nur für Schüler/-innen ab der 5. Klassenstufe möglich. Diese Regelung gilt vorläufig bis zum Ablauf der aktuellen Corona-Schutzverordnung.

    Kundgebung von „Bürgerbewegung Leipzig 2021“ und Gegenprotest

    Protest gegen die Corona-Maßnahmen am 12.04.21. Foto LZ
    Protest gegen die Corona-Maßnahmen am 12.04.21. Foto LZ

    Auch am heutigen Montagabend wurde aus „Querdenken“-Kreisen zum Protest gegen die derzeit geltenden Corona-Maßnahmen aufgerufen. Um 19 Uhr versammelten sich Anhänger/-innen der sogenannten „Bürgerbewegung Leipzig 2021“ auf dem Richard-Wagner-Platz zur Kundgebung. Seit einigen Wochen rufen Gegner/-innen der aktuellen Regierungspolitik zu Protesten auf dem Leipziger Thomaskirchhof auf. Die Veranstaltungen werden stets von Gegenprotest begleitet.

    Verschiedene Leipziger Netzwerke, darunter Leipzig nimmt Platz und Fridays for Future Leipzig, hatten auch heute dazu aufgerufen, sich der „Bürgerbewegung“ entgegenzustellen.
    Etwa 150 Menschen versammelten sich in den Abendstunden auf dem Richard-Wagner-Platz.

    Intensivbetten in Halle (Saale) sind voll

    „Die Kliniken haben am heutigen Tag eine Vollauslastung der Intensivstationen gemeldet. Eine weitere Aufnahme von COVID-Intensivpatienten ist aktuell nicht mehr möglich. Die Ampel steht auf gelb-rot.“ So teilte es die Stadtverwaltung in Halle heute mit. Wie die Situation allerdings aussehen müsste für eine gänzlich rote Ampel, blieb offen.

    Derzeit werden in den Krankenhäusern der Stadt an der Saale insgesamt 134 Corona-Patienten behandelt, 32 davon auf Intensivstationen. Nach Sachsen und Thüringen liegt Sachsen-Anhalt auf Platz drei der höchsten Inzidenzwerte bundesweit.

    Proviantboxen für Kopf und Bauch

    Eine positive Nachricht im Zusammenhang mit COVID-19 gibt es aber auch: Der Haus Steinstraße e. V. begann heute mit seiner dritten Verteilaktion von „Proviantboxen für Kopf und Bauch“ für Familien. Diese werden an vier Stellen in Leipzig (Caritas-Familienzentrum, Mütterzentrum „Müzel“, Halle 5 e. V., Projekt „Löwenmutter“ / JaRiKo-Sozialer Ring) ausgegeben.

    In den Boxen enthalten sind neben Obst, Gemüse und weiteren gesunden Zutaten auch passende Rezeptvorschläge sowie Bastelanleitungen, ein Malbuch und Aktivitätsblätter für Kinder. Wie der Verein, der durch das Deutsche Kinderhilfswerk finanziert wird, mitteilte, wurden dieser Tage die ersten 68 Boxen verteilt.

    Mit der Aktion sollen sozial benachteiligte Familien, die besonders unter der Corona-Lage leiden, Unterstützung und vor allem auch Fürsorge erhalten. „Die Proviantboxen strahlen schon alleine optisch viel Liebe und Fürsorge aus. Sie erinnern an Post von daheim, wie früher, wenn man ausgezogen ist und die Eltern das Versorgen noch nicht lassen konnten. Liebevoller kann eine Hilfe in diesen kargen Zeiten kaum ansetzen. Genau das ist es, was uns Familien zurückmelden und was wir in ihren neugierigen Gesichtern sehen, wenn sie die Kisten abholen“, so Eva Weidemann, Projektleiterin „FAMILIENlocal“ bei der Caritas in Grünau.

    Worüber die LZ heute berichtet hat: Unser Redakteur hat sich mit der Frage beschäftigt: 365-Euro-Ticket: Warum nicht die Senior/-innen zum Umsteigen animieren? Außerdem stiegen die Wohngeldanträge in Leipzig deutlich. Auch ging es um die Frage, ob der Freistaat Sachsen in puncto Schienenstrecken und deren Reaktivierung zu langsam mit der Potenzialanalyse ist.

    Was heute außerdem wichtig war: Mit dem heutigen Montag überstieg der Inzidenzwert in Sachsen die 200er-Marke. In Leipzig liegt der 7-Tage-Wert derzeit bei 122,3. Die Anzahl der Neuinfektionen insgesamt stieg seit vergangenem Freitag um 354 auf nunmehr 18.533 an. Übers Wochenende verstarben drei Menschen an den Folgen einer Corona-Erkrankung.

    Und die K-Frage beschäftigt weiterhin CDU und CSU: Nach der CDU-Präsidiumssitzung stellte sich die Partei hinter ihren Kandidaten Armin Laschet. Der Parteichef kündigte an, noch am heutigen Montag das Gespräch mit Nebenbuhler Markus Söder suchen zu wollen.
    „Es geht um die ganze Breite der Union, es geht um die Modernisierung unseres Landes, es geht also um die Integrationskraft – nicht nur für beide Parteien, sondern für die gesamte Gesellschaft. All dies verkörpert […] am besten Armin Laschet“, verkündete CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak.

    Was morgen passieren wird: Am morgigen Dienstag richten sich die Augen nach Berlin. Das Bundeskabinett kommt einen Tag eher als geplant zusammen, um Änderungen im Infektionsschutzgesetz zu beschließen. Damit sollen bundesweit einheitliche Regelungen beschlossen werden. Außerdem steht die wöchentliche Testpflicht in Unternehmen zum Beschluss. Bisher hatte die Union eine solche Pflicht abgelehnt.

    Die eigentlich nach Ostern geplante Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), die für den heutigen Montag angesetzt war, wurde stattdessen abgesagt.

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